Sehr geehrte Frau Dyckmans,
es ist auffällig in den Bundestagswahl gewesen, daß alle Parteien mit unterschiedlichsten Themen versuchten die Sympathien und Stimmen so viele Wähler wie möglich für sich zu gewinnen.
Nicht nur Fragen aus Politik und Wirtschaft, sondern auch Fragen aus dem Bereich Umwelt und Tierschutz waren sehr oft gestellt und von Politikern sehr ausführlich beantwortet. Offensichtlich haben viele Parteien die wachsende Popularität der Grünen mit wachsender Zahl der Menschen in Verbindung gebracht denen das Thema Tierschutz am Herzen liegt. Möglicherweise hat sich deshalb auch die FDP unter anderem für die Förderung des Tierschutzgedanken ausgesprochen. Um so größer die Ernüchterung, als man die schriftliche Anfrage von Frau Dr. Koch-Mehrin P-4662/09 an den EU Rat las, wo sie Maßnahmen gegen "Tierschutzextremisten" forderte . Extremisten werden herkömmlich mit Anschlägen, Gefährdung von Menschenleben und Demokratie in Verbindung gebracht. Dabei nennt Frau Koch-Mehrin keine konkreten Ereignisse die diese Maßnahmen begründen sollten, deswegen stellt diese Ausdrucksweise, meiner Meinung nach, Beleidigung für alle Tierschützer. Abgesehen davon ist es schade, dass Tierschutz nur "eine persönliche Neigung" der FDP Politiker geblieben ist, d.h. eine Angelegenheit die sich jeglichem öffentlichen Austritt FÜR den Tierschutz entzieht
Wenn Frau Dr. Koch-Mehrin mit gleicher Beschlossenheit und Lautstärke gegen dem "Extremismus contra Tiere" vorgehen würde, wie sie das gegen "Tierschutzextremisten" (die mir weit und breit nicht bekannt sind) macht, könnte die FDP ihre Bekenntnisse zum Tierschutz wirklich wahr nehmen und an der Glaubhaftigkeit gewinnen.
Meine Frage:
War die Ausdrucksweise von Frau Koch-Mehrin mit Parteikollegen abgesprochen, d.h. spiegelt dieses Vorgehen ohne gleiches die allgemeine Stimmung von der FDP in Bezug zu Tierschutz und Tierschützern?
Mit freundlichen Grüssen


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