Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre E-Mail.
Der Entwurf einer Tabakrichtlinie, der am 19. Dezember 2012 von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde, liegt nun dem Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor, der einen Bericht über den Vorschlag verfassen wird, über den anschließend das gesamte Parlament abstimmen wird.
Nun zu Ihren Fragen:
1. Ich bin genauso überrascht wie Sie über den Vorschlag der Kommission, E-Zigaretten, die einen höheren Nikotingehalt von 4mg/ ml haben, nur noch als medizinisches Produkt zu verkaufen und nur noch nikotinhaltige Produkte unter diesem Niveau weiterhin als Konsumprodukt zu werden.
2. Die Kommission begründet den Vorschlag mit dem Argument, dass nicht noch mehr Bürger nikotinabhängig werden sollen. Jedoch frage ich mich, ob dies nicht ein voreiliger Entschluss ist, da es wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht ist, wie riskant die E-Zigarette ist und welche langfristigen Schäden drohen.
3. Das kann ich Ihnen auch nicht erklären, vor allem da noch nicht bekannt ist, wie gefährlich die E-Zigarette für die Gesundheit ist.
4. Allgemein beurteile ich die Tabakrichtlinie als nicht verbraucherfeindlich, doch der Absatz, der die Regulierung der E-Zigarette betrifft, lässt den direkten Nutzen für die Verbraucher offen.
5. Bei öffentlichen Anhörungen bemühen wir uns, ein Thema aus vielen verschiedenen Perspektiven zu betrachten und zu beurteilen. Dies ist auch der Fall bei der Anhörung der Tabakrichtlinie am 25. Februar. Daher ist Antonella Pederiva der "Confederation of European Community Cigarette, Manufacturers" vetreten, jedoch auch Florence Berteletti Kemp, Direktorin von "Smoke Free Partnership" und Dr Martina Pötschke-Langer von "Cancer Prevention in the German Cancer Research Center".
6.-11. Der Nikotingehalt in E-Zigaretten liegt zwischen 0- 24 mg, wobei der durchschnittliche E-Zigaretten-Nutzer 12mg braucht. Starke Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen wollen, benötigen durchschnittlich mehr als 18mg. Daher kommt der Vorschlag der Europäischen Kommission nahezu einem Verbot der E-Zigarette gleich, den auch ich mit dem Wissen des derzeitigen Sachstandes nicht nachvollziehen kann.
Sehr geehrter Herr

, ich kann Ihnen garantieren, dass sich der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit der zukünftigen Regulierung der E-Zigarette sorgfältig auseinandersetzen wird und den Sachstand genauestens prüfen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Groote