Matthias Czech (SPD)
Abgeordneter Hamburg

Angaben zur Person
Geburtstag
02.05.1975
Berufliche Qualifikation
Lehrer
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Lehrer
Wohnort
Harburg Eißendorf
Wahlkreis
Süderelbe über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
50
weitere Profile
(...) Wir wollen mehr Verbindlichkeit in der Betreuung einführen und so mehr Kinder und Jugendliche erreichen. (...) Mit dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz werden die Vormittagsangebote für Kinder im Vorschulalter vielfach überflüssig, daher sind hier auch die meisten Einsparungen umgesetzt worden. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Czech,

Sie gehören zu den 23 neugewählten Abgeordneten der Bürgerschaft, die ihr gewonnenes Mandat auch dem neuen Wahlrecht zu verdanken haben (insofern Sie bei "starren" Landes- oder Wahlkreislisten nicht zum Zuge gekommen wären).

Zu Ihrer Wahl gratuliere ich Ihnen sehr herzlich!

Ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Dr. , ich bin Politikwissenschaftler (wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Universität Passau, Lehrbeauftragter in Hamburg) und befasse mich intensiver mit dem neuen Hamburger Wahlrecht. Dazu habe ich mir gedacht, über "abgeordnetenwatch.de" eine kleine Umfrage unter den 23 "Nutznießern" des neuen Wahlrechts bei der diesjährigen Bürgerschaftswahl zu machen. Um Ihre Zeit nicht über Gebühr zu beanspruchen, beschränke ich mich auf eine Frage mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten.

Sie lautet:

Auf welche Faktoren führen Sie Ihren Wahlerfolg hauptsächlich zurück?
(bitte maximal drei einschließlich sonstiger Faktoren nennen!)

? engagierter persönlicher Wahlkampf

? Unbeliebtheit eines aussichtsreichen Mitbewerbers

? überdurchschnittlicher Bekanntheitsgrad aufgrund ________________________________

? überdurchschnittliche soziale Vernetzung durch __________________________________

? besonderes soziales Merkmal (z.B. Alter, Geschlecht, Beruf, Wohnort, ethnische bzw. religiöse Zugehörigkeit): _______________________________________________________

? Landeslistenposition 31

? Zufall

? kann ich mir nicht erklären

? Sonstiges: ________________________________________________________________


Vielen Dank für Ihre Kooperation!

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr.
Antwort von Matthias Czech
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14.08.2011
Matthias Czech
Sehr geehrter Herr ,

nach der gelungenen Nachwahl nun meine Antworten.
Sie fragten danach, wie ich mir meinen Wahlerfolg erkläre. Ich führe ihn zum
einen auf meinen Sehr engagierten Wahlkampf zurück sowie auf die gute
Stimmung, die insgesamt der SPD einen hohen Wahlerfolg bescherte.

Beste Grüße
M. Czech
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
12.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Czech,

in Zeiten zunehmender Verarmung und Verelendung von Familien und ihrer Kinder, möchte ich Sie fragen, was Ihre Partei die SPD bewogen hat, eine Initiative zur Einschränkung bzw. Abschaffung des Bundesrechtsanspruchs auf Hilfen zur Erziehung zu starten.
In den Presseveröffentlichungen findet sich hier lediglich der Verweis auf mutmaßlich gestiegene Kosten in diesem Sektor.
Meinem Verständnis nach müssen sich die Ausgabe des Staates die durch einen Rechtsanspruch entstehen nach den Aufgaben richten. Sie versuchen nun durch die Abschaffung des Rechtsanspruches den Bedarf an Hilfen zu Erziehung abzuschaffen.
Lediglich mit der Abschaffung des Rechtsanspruches auf diese wichtige staatliche Hilfe werden Sie jedoch aus meiner Sicht den Bedarf für diese Hilfen, den es in unserer Gesellschaft gibt nicht abschaffen können. Die fachlich umstrittene Umsteuerung in niederigschwellige SHA - Angebote wird dem vorhandenen Bedarf aus meiner Sicht nicht gerecht.
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen, über die Gründe die Sie zu diesem Gesetzesvorhaben motiviert haben, sehr freuen. Ich würde mich über eine Darlegung von fachlichen Gründen freuen, da die fiskalische Seite in der Öffentlichkeit ausreichend gewürdigt ist.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Matthias Czech
bisher keineEmpfehlungen
14.08.2011
Matthias Czech
Sehr geehrter Herr ,

tatsächlich wollen wir das Erziehungshilfesystem verbessern und reformieren. Wir wollen prüfen, wie wir vorhandene Angebote vor Ort zu einer besseren Nutzung führen können. Hier setzen wir auf sozialräumliche Angebote. Damit schaffen wir die Einzelfallhilfe nicht ab, sondern stellen sie gemeinsam mit Kita, Schule und bestehenden Hilfen vor Ort so auf, dass sie beim Kind und in der Familie ankommt.
Und darum soll es ja wohl gehen.

Beste Grüße
Matthias Czech
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
20.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Czech,

Mit grossem Interesse habe ich Ihre Antwort zum Vorredner gelesen. Es geht der SPD also um eine Prüfung, wie Angebote noch besser vom Bürger in Anspruch genommen werden können? Oder geht es um die Suche nach Angeboten welche dem Bürger ausreichen aber nicht mehr so viel Geld kosten? In den letzten Jahren wurde ja bereits viel für Sozialraumvernetzung getan - allerdings von den Trägern welche ambulante Hilfen ausgeführt haben. Auch ist ja explizit Auftrag und Inhalt der ambulanten Hilfen die individuelle Inanspruchnahme und Nutzung aller im Sozialraum vorhandenen Institutionen und Angebote. Ebenfalls interessant finde ich die Aussage, dass sie der Auffassung sind Einzelfallhilfe käme nicht beim Kind/Familie an. Istes nicht gerade das Problem der SPD (und ihrer Staatssekretäre), dass zuviel Hilfen ankommen? Warum schicken Ihrer Meinung nach die Jugendämter hilfesuchende Menschen wieder weg oder argumentieren mit "leeren Kassen"?

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Frage zum Thema Soziales
13.09.2011
Von:

Hallo Herr Czech,

in der Mopo steht, dass der Hamburger Senat die Studiengebühren zum Wintersemester 2012/2013 zu streichen gedenkt: www.mopo.de .

1.) Warum erst so spät?

2.) Was werden Sie dafür tun, damit die Streichung schon dieses Wintersemester erfolgt?

3.) Wie werden die Erstattungsmodalitäten für die benachteiligten Studenten VOR der geplanten Streichung der Studiengebühren im Wintersemester 2012/2013 aussehen?

Für das ablaufende Wintersemester 2010/2011 sowie für das Sommersemester 2011 mussten nämlich unter der seit dem 20. Februar 2011 bestehenden SPD-Alleinherrschaft weiterhin Studiengebühren entrichtet werden. Schließlich kann es ja nicht angehen, dass ein von Ihrer Partei - ausnahmsweise richtig - als unsozial erkannter Missstand durch Nichterstattung quasi nachträglich legitimiert wird.


Gruß,


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Frage zum Thema Kinder und Jugend
17.09.2012
Von:

Sehr gehrter Herr Herr Czech

Kürzungen im Kinder- u. Jugendbereich machen mir Sorgen. ich weiß, dass gespart werden muss, aber als Pädagogin weiß ich, dass Kinder und Jugendliche Übergangslösungen brauchen, um neue Angebote anzunehmen und um zu neuen Bezugspersonen Vertrauen aufzubauen.
Mit beonderer Erschütterung nehme ich zur Kenntnis, dass man dort, wo kontunuierliche Jugendarbeit dringend angesagt ist, erneut gestrichen wird/werden soll.
www.abendblatt.de
Mein Neffe, Mirco Schulz, hatte 1997 in Neuwiedenthal Selbstmord verübt, weil er als Opfer ständiger Gewalt keinen anderen Ausweg mehr sah. Damals stellte man Geld zur verfügung, um eine intensivere Jugendarbeit zu fördern. Zwischenzeitlich wurde immer wieder in diesem Bereich gekürzt. Nun plant man schon wieder Kürzungen.
Glauben Sie ernsthaft, dass die Probleme in Neuwiedenthal deutlich gringer wurden und eine Kürzung daher gerechtfertigt ist? Muss man Wachtelkönig sein, damit man in Neuwiedenthal Schutz und Geborgenheit erfährt? Muss erst ein neue Opfer Denkanstöße geben?
Antwort von Matthias Czech
bisher keineEmpfehlungen
20.09.2012
Matthias Czech
Sehr geehrte Frau ,

ich danke Ihnen für Anfrage und nehme gerne Stellung zu Ihren Befürchtungen. Der Senat und wir als SPD-Fraktion sind zurzeit dabei, die Kinder- und Jugendarbeit neu zu strukturieren und aufzustellen. Wir wollen mehr Verbindlichkeit in der Betreuung einführen und so mehr Kinder und Jugendliche erreichen. Dies führt dann auch dazu, dass die vorhandenen Mittel neu aufgeteilt werden müssen. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz werden die Vormittagsangebote für Kinder im Vorschulalter vielfach überflüssig, daher sind hier auch die meisten Einsparungen umgesetzt worden. Mit dem Ausbau der Ganztagesbetreuung an den Grund- und Stadtteilschulen wird auch die Nachfrage nach den offenen Nachmittagsangeboten zurückgehen. Hier muss man in den Stadtteilen genau schauen, wo eine Zusammenarbeit der Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit den Schulen möglich ist, wo weiterhin diese offenen Angebote gebraucht werden und wo diese Angebote sogar überflüssig werden.

Diese Abwägung hat auch dazu geführt, dass die offenen Angebote in Neuwiedenthal erhalten bleiben. Es wird in Ihrem Stadtteil keine Kürzungen geben! Ich hoffe ich kann Sie mit dieser Antwort etwas beruhigen. Sie und Ihre Familie mussten in der Vergangenheit leider tragische Erfahrungen mit der Jugendgewalt und Sozialarbeit machen. Ich bewundere, dass Sie sich weiterhin für Ihren Stadtteil einsetzen. Ich erwarte, dass unser Konzept, möglichst viele Kinder von den Morgenstunden bis zum Nachmittag durchgehend pädagogisch zu betreuen, dazu beiträgt, solche Schicksale zukünftig zu verhindern.

Bei weiteren Fragen und Anregungen können wir uns gern einmal in meinem Büro treffen.

Mit herzlichem Gruß

Ihr
Matthias Czech
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