Martin Schulz (SPD)
Abgeordneter EU

Grunddaten
Martin Schulz
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Buchhändler
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Bundeslistenplatz
1
weitere Profile
(...) Grundsätzlich möchte ich aber davor warnen, die Tätigkeit der Troika a priori zu verdammen. In Griechenlands Wirtschaft und Finanzen ist leider vieles im Argen, was ausfindig gemacht und behoben werden muss. (...)
Parlamentarische Arbeit
16.04.2013
Deckelung von Banker-Boni
nicht beteiligt
16.04.2013
Verknappung von CO2-Zertifikaten
nicht beteiligt
13.03.2013
EU-Finanzplan 2014-2020
NEIN
04.07.2012
ACTA-Abkommen
nicht beteiligt
03.07.2012
Einführung neuer LKW-Fahrtenschreiber
nicht beteiligt
13.06.2012
Entschließungsantrag zum Waffenhandel
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.02.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz,

ich sehe Überzeugungstäter, wie Sie, die vehement für die EU kämpfen – hier für die Stärkung des Parlamentes. Ich komme mir vera....t vor, wenn ich wieder mal feststellte, dass Papiere der Institutionen häufig nur in englischer Sprache vorgelegt werden.

Man kann mir vorwerfen, ich trüge selbst die Schuld, wenn ich Studien nicht in "der Weltsprache" lesen kann, schließlich hätte ich mich mehr üben können! Ich aber sehe darin eine gezielte Diskriminierung der EU-Bürger, die Englisch nicht als Muttersprache sprechen, oder sich entsprechend bilden konnten.

Schließlich haben Lobbyarbeiter die Mittel, alles rasch lesen zu können und genauso rasch darauf zu reagieren und Argumentationspapiere zu entwickeln. Uns Bürgern wird in der überwiegenden Mehrheit aber schon allein die Sprachhürde aufrecht erhalten – seit unzähligen Jahren!

Was ich sagen will:
Bitte setzten Sie sich dafür ein, dass jeder EU Bürger alles was "von dort" (Brüssel / Straßburg,...) verfertigt wird, auch in jeder Sprache der Mitgliedstaaten vorgelegt wird und das alles barrierefrei zu erhalten ist. - Und bitte setzen Sie das während Ihrer Amtszeit um. Wir warten schon viel zu lange.

Vielleicht haben Sie ja auch einen Tipp, was wir dazu beitragen können?

Aber zunächst einmal: Wie stehen Sie zu meiner Forderung?

Danke im Voraus
Antwort von Martin Schulz
bisher keineEmpfehlungen
22.04.2013
Martin Schulz
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 18. Februar 2013 an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Herrn Martin Schulz, die Sie ihm via "abgeordnetenwatch.de" übermittelt haben. Ihre Überlegungen zu der Verwendung der englischen Sprache in den Dokumenten der europäischen Institutionen wurden mit großem Interesse gelesen und zur Kenntnis genommen.

Die Sprachregelung im Rahmen der Organe und Einrichtungen der Europäischen Union beruht auf Artikel 342 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ex-Art. 290 EGV): "Die Regelung der Sprachenfrage für die Organe der Union wird unbeschadet der Satzung des Gerichtshofs der Europäischen Union vom Rat einstimmig durch Verordnungen getroffen".

Auf dieser Grundlage erließ der Rat am 15. April 1958 die Verordnung Nr. 1 zur Regelung der Sprachenfrage für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Artikel 3 dieser Verordnung lautet wie folgt:

"Schriftstücke, die ein Organ der Gemeinschaft an einen Mitgliedstaat oder an eine der Hoheitsgewalt eines Mitgliedstaates unterstehende Person richtet, sind in der Sprache dieses Staates abzufassen."

Die Verordnung Nr. 1 wurde mit den verschiedenen Beitrittsverträgen geändert, so dass es zurzeit 23 Amtssprachen der Organe der Europäischen Union gibt.

Artikel 6 der o.e. Verordnung räumt jedoch den Institutionen der Europäischen Union die Möglichkeit auf, diese Regelung im Einzelnen anzuwenden: "Die Organe der Gemeinschaft können in ihren Geschäftsordnungen festlegen, wie diese Regelung der Sprachenfrage im einzelnen anzuwenden ist".

Im Europäischen Parlament wird die Sprachregelung im Artikel 146 seiner Geschäftsordnung festgelegt: "Alle Schriftstücke des Parlaments sind in den Amtssprachen abzufassen."

Wenn Sie ein bestimmtes Dokument des Europäischen Parlaments nicht finden, ist es möglich, dass eine Antragstellung zur Freistellung dieses Dokuments nötig sei. In diesem Fall wenden Sie sich an das öffentliche Dokumentenregister des Parlaments unter:
www.europarl.europa.eu

Die Europäische Kommission veröffentlicht ebenfalls ihre Dokumente in allen Amtssprachen der EU. Zwischenfälle sind aber tatsächlich zu bedauern. Das Europäische Parlament und der Europäische Bürgerbeauftragte bemängelten im Juni bzw. Oktober 2012 die unzureichende Übersetzung der öffentlichen Konsultationen der Europäischen Kommission. Mehr dazu unter den zwei folgenden Links:
www.europarl.europa.eu
www.ombudsman.europa.eu

Das gesamte EU-Recht können Sie unter dem folgenden Link in deutscher Sprache nachschlagen:
eur-lex.europa.eu

Falls Sie der Auffassung sind, in Sache Mehrsprachigkeit von EU-Dokumenten Opfer einer Diskriminierung seitens der EU-Institutionen gewesen zu sein, können Sie sich an den Europäischen Bürgerbeauftragten wenden, um eine Beschwerde einzureichen.

Wir hoffen, dass diese Informationen Ihr Interesse finden und danken Ihnen noch einmal für Ihr Vertrauen in die Arbeit von Präsident Schulz.

Mit freundlichen Grüßen
Kabinett des Präsidenten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz,
alle Welt erregt sich über die derzeitigen politischen Verhältnisse in Italien (siehe auch ihr Auftritt in der Talk-Show von Markus Lanz), aber niemanden scheint es zu stören, wie das EU-Mitglied Ungarn sich ungeachtet aller Ermahnungen der EU-Partner auf dem Weg in eine Rechts-Diktatur befindet.
(Verfolgung von Minderheiten, de facto Abschaffung der Pressefreiheit, Gleichschaltung der Medien, Entmachtung der unabhängigen Justiz) Und das entnehme ich nicht nur den Medien, sondern höre es auch immer wieder von ungarischen Bekannten und Freunden.

Meine Frage ist nun: Ist mein Eindruck richtig, dass die EU und das Europa-Parlament da tatenlos zusehen und außer ein paar diplomatisch formulierten Ermahnungen nichts passiert? Man scheint davon dort bei den faschistische Züge tragenden Parteien nicht sonderlich beeindruckt, im Gegenteil, es werden noch Hetzreden von der Verschwörung der USA und der EU gegen Ungarn geführt.
Was gedenken EU und Europa-Parlament zu unternehmen, um dem Einhalt zu gebieten? Welche Möglichkeiten gibt es? Ich finde, es ist lächerlich, der Türkei den EU-Beitritt mit Hinblick auf Demokratie-Defizite zu verwehren, aber im Falle Ungarn nichts zu unternehmen und ein derartiges Regime weiter zu unterstützen. Was Nichts-Tun anrichten kann, wissen wir doch in Deutschland allzu gut.
Mit freundlichen, sehr besorgten Grüßen
K.

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.03.2013
Von:

42 Fragen haben Sie mit 4 Standardantworten abgekanzelt

Was halten Sie von der Einführung einer Demokratie, speziell in der EU und für Brüssel ?

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.04.2013
Von:

Der Deutsche Sparkassentag wird vom 24-25. April in Dresden stattfinden. Laut Informationen des Sparkassenverbandes Niedersachsen sind zahlreiche politischen Entscheidungsträger zu dieser Veranstaltung geladen. Dem Programm des Sparkassentages 2013 habe ich entnommen, dass Sie dort als Redner aufgeführt werden.

Der Fraktionsvorsitzende der Piraten Schleswig-Holstein, Dr. Patrick Breyer, kritisierte im Januar 2013 eine Einladung des Sparkassen- und Giroverbands für Schleswig-Holstein zum diesjährigen deutschen Sparkassentag in Dresden gegenüber der TAZ als "Luxusreise". Grund hierfür war die Einladung, in der ein umfassendes Rahmenprogramm für Teilnehmende, deren Begleitung und sogar deren Fahrer angeboten wurde. Die Einladung ähnelte eher einem Urlaubsprogramm mit unterschiedlichen Nachmittagsvergnügen, als einer politische Veranstaltung.

Ich bitte darum mir Auskunft darüber zu geben, inwiefern Sie für die Teilnahme an der Veranstaltung oder einen Redebeitrag finanziell entschädigt werden und wie hoch diese Aufwandsentschädigung oder Nebeneinkunft ist. Außerdem möchte ich von Ihnen wissen, ob Sie ihre eigene Unterkunft und Verpflegung und Kosten für eventuelle Unterkunft einer Begleitperson oder eines Fahrers sowie deren "Rahmenprogramm" aus eigener Tasche oder durch ihre Fraktion bezahlen werden. Wo verläuft für Sie die Grenze ab der die Annahme von Einladungen mit üppigem Rahmenprogramm als Vorteilsnahme gewertet wird?

Darüber hinaus würde mich interessieren ob Sie der Meinung sind, dass ein verbindlicher Ethik-Kodex für Politiker notwendig ist und strengere Gesetze für die Annahme von Vergünstigungen und Geschenken für Abgeordnete gebraucht werden.

Ich freue mich auf Ihre Antwort!

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