Martin Habersaat (SPD)
Abgeordneter Landtag Schleswig-Holstein

Grunddaten
Martin Habersaat
Jahrgang
1977
Berufliche Qualifikation
Studienrat
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Barsbüttel
Wahlkreis
Stormarn-Süd , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
39,1%
Landeslistenplatz
5
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Meine persönliche Sicht der Dinge habe ich in Wentorf ja schon mehrfach vertreten, auch wenn mir das nicht immer Beifall brachte: Deutschlandweit gibt es einen Trend zu G8-Gymnasien, weshalb ich der Meinung bin, dass auch die Gymnasien in Schleswig-Holstein das Abitur in acht Jahren anbieten sollten - und zwar gut und stressfrei, was möglich ist. Im kompletten Kreis Stormarn haben wir, ähnlich wie in ganz Hamburg, G8-Gymnasien und die Möglichkeit, an Gemeinschaftsschulen (Hamburg: Stadtteilschulen) oder berufsbildenden Schulen nach neun Jahren das Abitur zu erreichen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Schulen
06.06.2012
Von:
-

Sehr geehrter Herr Habersaat, im Koalitionsvertrag heißt es: "Die bereits genehmigten G9-Gymnasien erhalten Bestandsschutz:::" Wird diese Zusage auch für das Gymnasium Wentorf gelten? Ein entsprechender Beschluss des Kultusministeriums exisitiert ja bereits, konnte nur bisher nicht durchgesetzt werden. Wenn der egoistische Widerstand der Gemeindevertretung überwunden würde, was aufgrund der erst kurzen G8-Geschichte des GW ein leichtes sein dürfte, wäre ja dem exisitierenden Auftrag des Kultusministeriums, der Schulkonferenz und eines Bürgerbegehrens Rechnung getragen. Aber auch dem zahlreichen Wunsch von Eltern, zeitnah(!) in dieser Region ein bewährtes und qualifiziertes(!) G9-Angebot annehmen zu können und eine entsprechende Beschulung für ihre Kinder zu realisieren. Aufgrund der regionalen Verteilung von G9 spricht vieles, insbesondere die Erreichbarkeit für Wentorf, wegen der zeitnahen Realisierbarkeit sprcht alles für G9 am GW. Der hervorragende Ruf des Gymnasiums Wentorf wird zwar von örtlich zuständigen Gemeindevertretern als Mühlstein empfunden, aber das darf m.E. den Eltern und insbesondere den Kindern, auch der Nachbargemeinden, nicht zum Nachteil gereichen. Kinder haben nicht die Zeit, den Aufbau von neuen Gemeinschaftsschulen oder das Ausbauen um eine Oberstufe abzuwarten. G9 am GW ist in der Region Reinbek, Börnsen, Wentorf ohne Alternative!
Antwort von Martin Habersaat
1Empfehlung
07.06.2012
Martin Habersaat
Sehr geehrter Herr ,

meine persönliche Sicht der Dinge habe ich in Wentorf ja schon mehrfach vertreten, auch wenn mir das nicht immer Beifall brachte: Deutschlandweit gibt es einen Trend zu G8-Gymnasien, weshalb ich der Meinung bin, dass auch die Gymnasien in Schleswig-Holstein das Abitur in acht Jahren anbieten sollten - und zwar gut und stressfrei, was möglich ist. Im kompletten Kreis Stormarn haben wir, ähnlich wie in ganz Hamburg, G8-Gymnasien und die Möglichkeit, an Gemeinschaftsschulen (Hamburg: Stadtteilschulen) oder berufsbildenden Schulen nach neun Jahren das Abitur zu erreichen. Das schiene mir auch für Wentorf eine gute Perspektive.

Im Interesse einer ruhigen Schulentwicklung vor Ort haben wir uns im Koalitionsvertrag darauf verständigt, den bereits genehmigten G9-Gymnasien Bestandsschutz zu gewähren, um ihnen eine erneute Umstellung zu ersparen. Das ist nicht die Situation in Wentorf, hier wird noch für die Umwandlung gestritten. Meine Einschätzung: Wenn sich die Gemeindevertretung gegen die Entscheidung des Bildungsministeriums erneut erfolgreich wehrt, bleibt das Gymnasium bei G8. Wird die Entscheidung akzeptiert oder letztlich juristisch durchgesetzt, wird das Gymnasium auf G9 umgestellt und fällt unter den im Koalitionsvertrag genannten Bestandsschutz. Das ist allerdings keine Frage mehr, die auf landespolitischer Ebene zu klären ist.

Wichtig für die Wentorfer Situation erscheinen mir folgende Überlegungen: Der mehrheitliche Elternwille in Wentorf wurde von der politischen Mehrheit zweimal missachtet - es wurde keine Gemeinschaftsschule eingerichtet, das Gymnasium wurde bei G8 belassen. Es wäre hilfreich, wieder zu einer Zusammenarbeit mit allen an Schule und Schulentwicklung Beteiligten zurückzufinden. Und es muss vermieden werden, dass Schülerinnen und Schüler das Gefühl haben, ihre Zukunftschancen werden beeinträchtigt, wenn die Entscheidung in die eine oder die andere Richtung fällt. Das ist nicht der Fall, weil guter Unterricht unter G8- und unter G9-Bedingungen möglich ist.

Viele Grüße,
Martin Habersaat
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Frage zum Thema Wirtschaft
01.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Habersaat,

wie stehen Sie / Ihre Fraktion zum generellen Frackingverbot in SH ?
Was können wir Bürger tun, um mögliche Schäden aus dieser Technologie, nicht auch noch bezahlen zu müssen ?
Über eine Antwort freut sich,

Antwort von Martin Habersaat
bisher keineEmpfehlungen
08.04.2013
Martin Habersaat
Sehr geehrter Herr ,

der Landtag hat sich in einer Resolution mit den Stimmen aller Fraktionen gegen Fracking ausgesprochen. Der Stormarner Kreistags hat ebenfalls einstimmig eine entsprechende Resolution unterstützt, der Lauenburger Kreistag auch. Trotzdem ist bislang nicht auszuschließen, dass eines Tages in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg Chemikalien in den Boden gepresst werden, um Erdgas zu fördern. Grund sind die Pläne der Bundesregierung, Fracking nur in Wasserschutzgebieten zu verbieten. Und ein Bergrecht, das der Förderung von Rohstoffen den Vorrang vor anderen Interessen einräumt.

Wir müssen also zum einen dafür sorgen, dass die Bundesregierung ihre Haltung zum Fracking überdenkt. Niemand weiß, was mehrere hundert Meter unter der Erde passiert, wohin die Chemikalien geschwemmt werden. Es macht wenig Sinn, Fracking im Wasserschutzgebiet zu verbieten und nebenan zu erlauben. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, eine Pinkelzone im Schwimmbad einzurichten.

Zum anderen müssen wir uns bemühen, das Bergrecht zu ändern - in Ihrer Heimatregion ist dies auch wegen Quarzsanden ein Thema. Das versucht Schleswig-Holstein gerade über den Bundesrat zu erreichen.

Sie sehen, ich lehne Fracking ab und bin zuversichtlich, es verhindern zu können, so dass Fragen über die Kosten, die durch Fracking-Schäden entstehen, hoffentlich nicht aktuell werden.

Grüße aus Barsbüttel
Martin Habersaat
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