Markus Löning (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Markus Löning
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler (M.A.)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbstständig, Inhaber und Geschäftsführer der Löning Werbeagentur
Wahlkreis
Berlin-Steglitz-Zehlendorf
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Berlin
weitere Profile
(...) Kinder brauchen eine Lobby. Mit einem Kinderwahlrecht von Geburt an, bekämen Familien, und damit die Betroffenen, schlagartig mehr Gewicht in der Politik. Das heißt aber nicht, dass Kinder plötzlich wählen dürfen, mein Vorschlag sieht ein von den Sorgeberechtigten treuhänderisch als den gesetzlichen Vertretern für ihr Kind ausgeübtes Wahlrecht vor. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
nicht beteiligt
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
nicht beteiligt
20.03.2009
Enteignung von Banken
NEIN
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
NEIN
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
NEIN
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
enthalten
28.11.2008
Haushalt 2009
NEIN
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
NEIN
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
NEIN
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
JA
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
nicht beteiligt
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
JA
14.12.2007
Postmindestlohn
nicht beteiligt
16.11.2007
Diätenerhöhung
NEIN
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
NEIN
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
nicht beteiligt
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
NEIN
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
nicht beteiligt
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
NEIN
09.03.2007
Rente mit 67
NEIN
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
NEIN
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
nicht beteiligt
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
nicht beteiligt
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
nicht beteiligt
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
NEIN
Fragen an Markus Löning
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Frage zum Thema Kultur
18.07.2009
Von:

Lieber Herr Löning,
das Web2.0 fordert Tribut und Aufmerksamkeit – von Gesellschaft, Politik, Kultur und Markt. Die seit der "Berliner Erklärung" von 2003 sich intensivierende Debatte um eine "Kulturflatrate" hat den Mainstream erreicht: Insbesondere in der Musikbranche wird heftig um den angemessenen zukünftigen Umgang mit den Rechten von Urhebern, Konsumenten und Vertriebsunternehmen gerungen.
Das Internet-Zeitalter mit all seinen Möglichkeiten erzwingt das Nachdenken über realistische, gerechte, wirtschaftliche und vor allem langfristig erfolgreiche Modelle der explodierenden grenzenlosen Online-Nutzung, -Verbreitung und -Besicherung von geistigen Schöpfungen und Kulturprodukten in allen Sparten der Kunst und Unterhaltung.
Wie stehen Sie zu diesem Thema, welchen politischen Weg sehen Sie dazu?
Danke!
Mit bestem Gruss
Antwort von Markus Löning
bisher keineEmpfehlungen
27.07.2009
Markus Löning
Sehr geehrter Herr ,

Kultur ist die Grundlage in der Gesellschaft für die Verständigung untereinander und die Quelle von Identität und Kreativität. Das Urheberrecht hat in der digitalen Welt eine Schlüsselfunktion. Die FDP fordert deshalb die konsequente Weiterentwicklung des Urheberrechts zur weiteren Verbesserung des urheberrechtlichen Schutzes. Die Einführung einer "Kulturflatrate" lehnt die FDP ab. Eine besondere Herausforderung bleibt die Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen vor allem im Internet, denn die "Internetpiraterie" ist eine existenzielle Bedrohung für Künstler und Kreative.

Das Internet darf kein urheberrechtsfreier Raum sein. Die FDP setzt sich deshalb für Lösungen ein, die unter Wahrung des Datenschutzes eine effektive und konsequente Rechtsdurchsetzung gewährleisten. Die FDP bekennt sich zur kollektiven Wahrnehmung von Urheber- und Leistungsschutzrechten durch Verwertungsgesellschaften mit effizienten und transparenten Strukturen. Vor allem in Bezug auf Online-Nutzungen muss die grenzüberschreitende Lizenzierung durch Verwertungsgesellschaften erleichtert und eine Fragmentierung der Repertoires verhindert werden. Die FDP setzt sich für die Schaffung eines europäischen Wahrnehmungsrechts als Grundlage für die Förderung des Wettbewerbs unter den europäischen Verwertungsgesellschaften unter einheitlichen Rahmenbedingungen ein.

Mit freundlichem Gruß
Markus Löning MdB
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Frage zum Thema Soziales
19.07.2009
Von:

Werter Herr Löning,

Sie haben am 28.5.2009 der Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige zugestimmt. Das finde ich gut. Können Sie mir etwas über ihre Beweggründe dazu nennen?

mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Markus Löning
bisher keineEmpfehlungen
27.07.2009
Markus Löning
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Eintrag und Ihre Frage bei Abgeordnetenwatch. Gerne erläutere ich Ihnen, warum ich für die kontrollierte Heroinabgabe an Schwerstabhängige im Rahmen der Regelversorgung unter eng definierten Bedingungen gestimmt habe.

Es gibt eine Gruppe von Opiatabhängigen, die durch das bisher bestehende Hilfesystem nicht - oder nur unzureichend - erfasst wird. Die daraus resultierende Verelendung des Einzelnen und die Kriminalitätsbelastung in den Kommunen sind nicht hinnehmbar.

Mehrere Modellprojekte haben gezeigt, dass bei der Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige die Ziele der Projekte erreicht worden sind. Die Gesundheit der an der Studie teilnehmenden Heroinabhängigen hat sich nachweislich verbessert, ihre soziale Lage hat sich stabilisiert. Laut Studienergebnissen hat sich für die kleine Gruppe von Schwerstabhängigen eine signifikante Überlegenheit der Heroinabgabe gegenüber der Methadonsubstitution ergeben.

Da nach Auslaufen des Modellprojekts am 30. Juni 2006 keine Übernahme in die Regelversorgung auf gesetzgeberischer Ebene beschlossen worden ist, haben sich die an der Studie beteiligten Zentren dazu entschlossen, die Behandlung der beteiligten Schwerstabhängigen zum Zwecke einer klinischen Prüfung fortzuführen und zu finanzieren. Eine Verlängerung unter Einbeziehung weiterer Probanden ist aber ohne die Änderung bestehender Gesetze problematisch.

Die kontrollierte Heroinbehandlung muss aus meiner Sicht als eine Ergänzung des bisherigen Drogenhilfesystems ausgestaltet sein. Sie soll schlecht versorgte Heroinabhängige frühzeitig erreichen, sie in das bestehende Hilfesystem integrieren und motivierende Ansätze aus der Abhängigkeit etablieren. Die Heroinabgabe muss an strenge Kriterien gekoppelt sein und sollte ausschließlich in ausgewiesenen Behandlungsinstitutionen erfolgen, um ausreichende Sicherheitsvorkehrungen gewährleisten zu können.

Mit freundlichem Gruß
Markus Löning MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
06.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Löning,

die FDP macht sich für Wirtschaftswachstum stark. In diesem Zusammenhang wird dann auch gleichzeitig die Schaffung von Arbeitsplätzen genannt.
Auch in den Medien wird dieser Zusammenhang immer wieder gebracht. Mir leuchtet dieser aber nicht unmittelbar ein.

Können Sie mir bitte erklären, warum aus Ihrer Sicht Wirtschaftswachstum zu mehr Arbeitsplätzen führt bzw. warum im Umkehrschluß ein Ausbleiben von Wirtschaftswachstum zu weniger Arbeitsplätzen führt?

Mit freundlichen Grüßen
/ Berlin

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