Marius Weiß (SPD)
Abgeordneter Landtag Hessen

Grunddaten
Geburtstag
03.03.1975
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Rheingau-Taunus II
Ergebnis
27,0%
Landeslistenplatz
21, über Liste eingezogen
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(...) Dies hat z.B. auch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz so gesehen und zum 30.Juni 2011 eine Meldepflicht eingeführt. Damit soll die bislang unzureichende Datenlage zur Borreliose verbessert werden, um gezielt Präventions- und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergreifen zu können. In den neuen Bundesländern und in Berlin gibt es die Meldepflicht schon länger. (...)
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Frage zum Thema Wirtschaft
13.04.2011
Von:
- Dr.

Sehr geehrter Abgeordneter,
sowohl die Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und Wählerbefragungen lassen erkennen, daß die Bürger eine Abkehr von Atomstrom und eine Energiewende wünschen. Hierzu gehört natürlich ein Energiemix aus Wind, Wasser, Kohle, Öl und Gas und es muß sicher gestellt werden, daß alle Bürger und alle Regionen einen Beitrag leisten. Es kann also nicht weiter nach der Devise verfahren werden, daß z.B. Windkraft nur an der Küste sinnvoll ist. Wie stellen Sie bzw. Ihre Partei sich die Energeiwende für Hessen vor.

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Frage zum Thema Umwelt
25.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Weiß,

seit dem 10.3.2011 werden große Teile von Wiesbaden und des Rheingaus regelrecht durch Fluglärm überzogen.
Warum werden die Betroffenen nicht beteiligt?
Warum werden die Betroffenen noch nicht einmal informiert?
Glauben Sie ernsthaft, dass Lärm und Zerstörung der Lebensgrundlage 1,5 Arbeitsplätze der Fraport rechtfertigen?
Warum werden die Vorschläge der Bundesvereinigung gegen Fluglärm missachtet?
Warum wird nicht wie in anderen europäischen Städten auch, mehr auf Lärmvermeidung geachtet?

Gerne erwarte ich Ihre Antworten

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Gesundheit
03.12.2011
Von:

Wissenschaftler haben in Workshops beim Robert Koch-Institut festgestellt, dass es hohen Forschungsbedarf zur durch Zeckenstiche übertragenen Lyme-Borreliose (LB) gibt. Diese bakterielle Infektionskrankheit verläuft häufig chronisch und kann zur Erwerbsunfähigkeit führen. Bislang gibt es keinen Impfstoff, um sich zu schützen, keine zuverlässige, standardisierte Diagnostik und keine sicher heilende Therapie.
Die Wissenschaftler schreiben im Bundesgesundheitsblatt (2008, Springer Medizin Verlag, 1329-1339), dass diese public-health relevante Infektion bislang nicht die nötige Beachtung gefunden habe und plädieren für eine bundesweite Meldepflicht. Auch gemäß der Richtlinie 2003/99/EG des Europäischen Parlaments zur Überwachung von Zoonosen und Zoonose-Erregern, Amtsblatt Nr. L 325 vom 12/12/2003 S. 0031-0040, Punkt 9, Punkt 12, Punkt 15, zur Erfassung von Daten über Fälle von Zoonosen beim Menschen und gemäß Anhang I, ist Deutschland aufgrund seiner epidemiologischen Situation gehalten, Borreliose zu überwachen. Einhellig kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die LB in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen wird und sich die Kosten für das Gesundheitssystem deutlich erhöhen werden.
Gegen die bundesweite Meldepflicht wird seitens BMG argumentiert, dass eine
Infektion mit Borrelia burgdorferi nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird. Diese Argumentation ist höchst fragwürdig, da beispielsweise weder das FSME-Virus (Krankheit:
Frühsommer-Enzephalitis), noch Coxiella burneti, der Erreger des Q-Fiebers, von Mensch zu Mensch übertragen wird. Dennoch sind beide, ebenfalls u. a. von Zecken übertragenen Infektionen in allen Bundesländern meldepflichtig.
Meine Frage: Was werden Sie unternehmen, um die Lyme-Borreliose in Hessen im Rahmen einer Änderung der LVO (IfSG) meldepflichtig zu machen?
Antwort von Marius Weiß
bisher keineEmpfehlungen
19.12.2011
Marius Weiß
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ob es eine Meldepflicht für Borreliose-Erkrankungen geben sollte war bereits Hintergrund einer Kleinen Anfrage, die ein Fraktionskollege von mir im letzten Jahr gestellt hat. Leider kann man hier keine Anhänge einstellen, so dass ich Ihnen empfehle, auf der Seite des Hessischen Landtags die Anfrage 18/2102 aufzurufen.

Im Gegensatz zur Landesregierung sind wir der Auffassung, dass eine Meldepflicht sinnvoll wäre. Dies hat z.B. auch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz so gesehen und zum 30.Juni 2011 eine Meldepflicht eingeführt. Damit soll die bislang unzureichende Datenlage zur Borreliose verbessert werden, um gezielt Präventions- und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergreifen zu können. In den neuen Bundesländern und in Berlin gibt es die Meldepflicht schon länger.

Wir werden intern noch beraten, ob wir eine entsprechende Gesetzesinitiative ergreifen. Nach den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen im Hessischen Landtag und der oben beschriebenen Position der Landesregierung sehen wir derzeit kaum Chancen, dass dieses Gesetz dann beschlossen werden würde.

Mit freundlichen Grüßen

Marius Weiß
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