Marion Seelig (DIE LINKE)
Kandidatin Berlin 2011
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Marion Seelig
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Journalistin/Autorin
Ausgeübte Tätigkeit
Abgeordnete
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Pankow WK 9
Ergebnis
19,7%
Landeslistenplatz
9, über Liste eingezogen, Pankow
(...) So wie Sie finde ich auch, dass Prenzlauer Berg diesen Standort schulnah benötigt, aber Sie werden auch verstehen, dass eine so große Summe zusätzlich zu den 50 Millionen nicht möglichst noch vor der Wahl zur Verfügung gestellt werden kann. Ich habe mich mit dem Aufsichtsrat der Berliner Bäderbetriebe in Verbindung gesetzt, damit die Erhaltung des Standortes und eine Perspektive für die Schwimmhalle gesichert werden. (...)
 
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Frage zum Thema Verkehr und Stadtplanung
15.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Seelig

Im September 2006 haben Sie vehement für das (Schand-)Straßenausbaubeitragsgesetz gestimmt!
Sind Sie weiterhin der Meinung, dass Bürgerabzuocke Ihre Aufgabe als Abgeordneter ist?

Mit freundllichen Grüßen
Antwort von Marion Seelig
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16.08.2011
Marion Seelig
Sehr geehrter Herr ,

wir haben uns das Straßenausbaubeitragsgesetz nicht einfach gemacht. Das Haushaltsnotlageland Berlin, das von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern anderer Bundesländer mit finanziert wird, war zu diesem Zeitpunkt das einzige Bundesland ohne ein Straßenausbaubeitragsgesetz. Durch meine Fraktion sind weitgehende Mitbestimmungselemente durch die Bezirksverordnetenversammlungen ebenso ergänzt worden wie ein Passus, der Luxussanierungen der Straßen verhindern sollte. Leider hat die Praxis gezeigt, dass nicht alle Bezirke diese Aufgabe ernst nehmen, auch Sanierungsvorhaben beispielsweise durch die Wasserbetriebe entziehen sich der Mitbestimmung. Deshalb meinen wir, dass dieses Gesetz so nicht weiter existieren sollte und setzen uns in der nächsten Legislaturperiode für dessen Abschaffung ein.

Mit freundlichen Grüßen
Marion Seelig
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Frage zum Thema Medien, Kultur und Sport
17.08.2011
Von:

Sehr geehrter Frau Seelig,

was gedenken Sie noch vor den Wahlen im September zu tun, um die Schließung der Thomas-Mann-Schwimmhalle zu verhindern?

Mit freundlichen Grüßen


Antwort von Marion Seelig
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22.08.2011
Marion Seelig
Sehr geehrter Herr ,

ich bitte Sie, die verspätete Antwort zu entschuldigen, da ich mich erst informieren mußte.Da ich nicht weiß, ob Ihnen die Vorgeschichte bekannt ist, dazu ein paar Zeilen. So hat der Senat 50 Millionen Euro Sanierungsmittel aus dem Investitionspakt für die Schwimmbäder bereit gestellt.

Auf der Liste der zu sanierenden Hallenbäder war auch das für den Vereins- und Schulsport genutzte in der Thomas-Mann-Straße. Durch Rückübertragungsansprüche der Alteigentümer zu diesem Zeitpunkt konnte mit der Sanierung trotz der vorhandenen Mittel nicht begonnen werden und das Geld wurde durch die Bäderbetriebe im Kombibad Gropiusstadt verbaut. Jetzt, wo die Eigentumsansprüche vom Tisch sind, ist das Geld nicht mehr vorhanden.

Der Plan der BBB, die Halle längerfristig und schrittweise zu sanieren, konnte nach einer Prüfung durch das Gesundheitsamt des Bezirks am 5.Juli nicht mehr ausgeführt werden, weil der marode Zustand des Bades zu einer sofortigen Schließung führte. Nur nach einer umfangreiche Sanierung, deren Kosten etwa 3,6 Millionen Euro beträgt, kann das Bad wieder in Betrieb gehen. Zur Zeit werden Ersatzschwimmzeiten durch die Bäderbetriebe im SSE an der Landsberger Allee, sowie in den Schwimmhallen Buch und Hohenschönhause zur Verfügung gestellt.

So wie Sie finde ich auch, dass Prenzlauer Berg diesen Standort schulnah benötigt, aber Sie werden auch verstehen, dass eine so große Summe zusätzlich zu den 50 Millionen nicht möglichst noch vor der Wahl zur Verfügung gestellt werden kann. Ich habe mich mit dem Aufsichtsrat der Berliner Bäderbetriebe in Verbindung gesetzt, damit die Erhaltung des Standortes und eine Perspektive für die Schwimmhalle gesichert werden.

Mit freundlichen Grüßen
Marion Seelig
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
19.08.2011
Von:
Uve

Nicht nur angesichts der aktuellen Zerstörungs- und Gewaltorgien an Fahrzeugen, Mehrfamilienhäusern und Infrastruktureinrichtungen rückt immer mehr in Mittelpunkt, dass den Menschen ein ohnmächtiges Gefühl der Unsicherheit und der Gefährdung zuwächst.
Auch die individuelle Gefährdung und Bedrohung der physischen Gesundheit im öffentlichen Raum und den Verkehrsmitteln tritt immer mehr deutlich in Vordergrund.
Ich beobachte in meinen Kiez eine Entrüstung über diese bereits monatelangen unerträglichen Zustände und daraus folgend eine gewisse "Aufrüstung" oder auch ernsthafte Überlegungen zum Wegziehen (Wer es sich leisten kann, verschwindet...).
Ist es von daher nicht doch dringendst geboten, dass sehr wohl der "Staat beobachtet und überwacht"....?
Und die "Angst vor dem Staat" nicht vielmehr absurd und unbegründet ist?
Wessen Rechte werden denn durch welche (unterlassenen) Massnahmen eingeschränkt?
Ist denn der Staat nicht die Politik und die Aufgabe der Politiker das Vertrauen in den Staat zu stärken, statt (un)heimliche Nischen und dunkle Areale für eine unsozialisierte Minderheit zu gewähren?
So und nur so ist Gewaltprävention doch wirklich machbar!
Wer bitte, hat Angst vor was....?

BG
Antwort von Marion Seelig
bisher keineEmpfehlungen
22.08.2011
Marion Seelig
Sehr geehrter Herr ,

natürlich hat der Staat die Pflicht, Sicherheit für seine Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Und der Berliner Senat tut dies beispielsweise mit einer eigenen Abteilung, in der viele Polizistinnen und Polizisten zusammen gezogen wurden, um die gefährlichen und durch nichts zu rechtfertigenden Autobrandstiftungen zu unterbinden. Dass es sehr schwierig ist, jemanden auf frischer Tat zu erwischen liegt in der Art und Weise der Tatbegehung: Nachts, schnell und einfach und keinem bestimmten Bezirk zugeordnet. Die Erfahrungen mit Video-Überwachung auf den Bahnhöfen der BVG lassen sich auf keinem Fall auf das Berliner Stadtgebiet übertragen. Und es ist nachweislich so, dass die Täter identifizierbar sind, aber die Tat nicht verhindert wird. Deshalb treten wir dafür ein, mehr Personal auf die Bahnhöfe und in die Verkehrsmittel zu schicken, um den Bürgerinnen und Bürgern zur Seite zu stehen. Dazu hat die BVG ein Konzept vorgelegt und beginnt mit der Umsetzung. Auch die Präventionsarbeit hat bei der Berliner Polizei einen hohen Stellenwert. So ist u.a. die Entwicklung des 1.Mai in Kreuzberg auch dieser Präventionsarbeit in Schulen und Jugendclubs, in Vereinen und Bürgerinitiativen zu verdanken.

Wir finden nicht, dass der Staat zu wenig überwacht, sondern sogar die Gefahr besteht, dass die Datenflut, die jedermann, also auch die gesetzestreuen Bürgerinnen und Bürgern betrifft, gerade nicht geeignet ist, Straftaten zu verhindern, sondern die Überwachung und Beobachtung da möglich sein soll, wo der Anfangsverdacht für eine Straftat gegeben ist. Das Bundesverfassungsgericht hat zu Recht die informationelle Selbstbestimmung als Grundrecht eingestuft. Die Frage ist doch, möchten Sie als gesetzestreuer Bürger auf Schritt und Tritt überwacht werden, soll der Staat wissen, auf welche Versammlung Sie gehen, mit wem Sie sich verabreden, an wen Sie e-mails schreiben oder mit wem Sie telefonieren?

Mit freundlichen Grüßen

Marion Seelig
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Frage zum Thema Medien, Kultur und Sport
13.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Seelig,

obwohl sich alle KandidatInnen, die ich befragte, vor der letzten Abgeordnetenhauswahl für den Erhalt des Musikschulangebots in Berlin stark gemacht haben, kam es in der letzten Legislaturperiode gerade auch in Pankow zu massiven Einsparforderungen.

Was haben Sie bzw. Ihre Fraktion in der letzten Legislaturperiode getan, um diese Forderungen abzuwehren und was gedenken Sie in der nächsten Legislatuperiode zu tun, um das Musikschulangebot zu erhalten?

In diesem Zusammenhang würde mich auch interessieren, inwieweit Sie Ihre Forderung, Kernbereiche der bezirklichen Kulturarbeit als verbindliche Pflichtaufgaben festzulegen, durchsetzen konnten bzw. mit welchen Erfolgen in dieser Hinsicht in der nächsten Legislaturperiode zu rechnen ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie trotz der nur noch kurzen Zeit bis zur Wahl Zeit für die Beantwortung meiner Frage fänden.

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Inneres und Justiz
14.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Seelig,

Als Expertin Ihrer Partei zu innerer Sicherheit würde ich von Ihnen gerne wissen, wie Sie zu "IC Codes" - wie sie die britische Polizei verwendet - stehen.

Können Sie sich vorstellen, dass die Berliner Landespolizei diese mit Ihrer Unterstützung einführt?
Falls es bereits ein vergleichbares System bei der Berliner Landespolizei gibt, würden Sie dagegen etwas unternehmen?


MfG

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