Marion Schäfer (Die Tierschutzpartei)
Kandidatin Landtagswahl NRW 2010
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Marion Schäfer
© privat
Geburtstag
20.06.1964
Berufliche Qualifikation
Krankenschwester und Bürokauffrau
Ausgeübte Tätigkeit
Kaufmännische Angestellte
Wohnort
Neuss
Wahlkreis
Rhein-Kreis Neuss I
Ergebnis
0,9%
Landeslistenplatz
3
(...) Es ist zwar phrasenmäßig, aber für mich sind alle Menschen gleich - was Rechte, aber auch Pflichten angeht. Und ich bin unbedingt dafür, dass "die Frauen" weiterhin dafür kämpfen. Allerdings bin ich auch nicht der Meinung, dass die Männer grundsätzlich und an allem der noch bestehenden Nicht-Gleichbehandlung und -berechtigung Schuld sind. (...)
 
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Marion Schäfer hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 31 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.04.2010
Von:

Wenn Sie jemand fragt, warum man zu dieser Wahl Ihre Partei wählen soll, was antworten Sie ihm dann?
Antwort von Marion Schäfer
1Empfehlung
11.04.2010
Marion Schäfer
Sehr geehrter Herr ,

Sie schreiben aus Baden-Württemberg und werden auch noch ein Jahr bis zur nächsten Landtagswahl von Schwarz-Gelb regiert... ... und frage jetzt mal nicht gegen, warum Sie diese Frage stellen ;-)

Ich gehe davon aus, dass jemand, der mir diese Frage stellt, ebenfalls die Nase voll hat von diesem schwarz-gelben Schlamassel, in dem wir seit fünf Jahren stecken, und der auch den anderen etablierten Parteien nicht wesentlich viel besseres zutraut. Dieser jemand ist wahrscheinlich auf der Suche...

... und da ist er bei uns goldrichtig, weil wir nicht zu den "satten" Berufspolitikern gehören, die nur noch wirtschaftliche Interessen, Macht und Geld auf ihren Zetteln stehen haben und bestrebt sind, die Mitbestimmungsrechte der Bürger so klein wie möglich zu halten, damit Sie weiterhin ungestört ihre Süppchen für ihresgleichen kochen können. Sehr interssante Seite in diesem Zusammenhang: mehr-demokratie.de.

Wir denken zukunftsorientiert und setzen uns, wie unser Parteiname schon sagt, für Mensch, Umwelt und Tierschutz ein. Als "Bürger wie Du und ich" kämpfen wir uns so durch, mal besser, mal schlechter, und wir kennen die Alltagssorgen und Probleme, weil wir sie selber erleben. Wir wissen noch, wovon wir reden und warum wir z.B. folgende Punkte fordern: eine Umverteilung der (Steuer-) Gelder in Richtung sozialer Einrichtungen, Bildung, Hartz IV Erhöhung, Bekämpfung der Kinderarmut und Abbau der Arbeitslosigkeit, die Streichung der Studiengebühren, NEIN zu neuen Braun- und Steinkohlekraftwerken und Umrüsten auf erneuerbare Energieträger, wie z.B. Solartechnik, Energien von Wind und Wasser, etc., weg von tierquälerischer Massentierhaltung, Abschaffung derTierversuche (Verbandsklagerecht!), Schließung der Delfinarien in Münster und Duisburg, etc...

Jede Stimme für uns ist ein kleiner Nadelstich in die schwarz-gelben .... autsch, nun ja, und je mehr es sind, desto eher werden unsere Ziele ernst genommen, da sie hoffentlich auch durch SIE unterstützt werden.

Im Gespräch könnte man natürlich noch viiiiiiiel mehr und ausführlicher erklären ;-)

Viele Grüße,
Marion Schäfer
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Frage zum Thema Frauen
09.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Schäfer,

mich würde interessieren, wie Sie oder auch Ihre Partei zum Thema Feminismus steht. Von 7 DirektkandidatInnen der Tierschutzpartei sind 6 Frauen. Ist das Absicht oder Zufall? Und wie stehen Sie als DirektkandidatInnen zu den Kürzungen der schwarz-gelben Landesregierung, die gerade soziale Projekte wie Frauenhäuser getroffen hat?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Marion Schäfer
3Empfehlungen
10.04.2010
Marion Schäfer
Sehr geehrte Frau ,

Ihr Einverständnis vorausgesetzt möchte ich die Beantwortung der Frage "zu den Kürzungen der schwarz-gelben Landesregierung, die gerade soziale Projekte wie Frauenhäuser getroffen hat" vorziehen, da diese aufgrund ihrer "Eindeutigkeit" wesentlich kürzer ausfallen wird:

Es ist absolut unverständlich und katastrophal, wie die Gelder, bei denen es sich ja auch zu einem großen Teil um Gelder der Steuerzahler handelt, verteilt werden. Soziale Bereiche, in denen noch wirklich "von Menschenhand" etwas für den Menschen getan wird und die nie von irgendwelchen Maschinen oder Computern ersetzt werden können, werden mit Budgetkürzungen bedacht. Beratungsstellen aller Art, Kranken- und Altenpflege, aber auch Bereiche wie Arbeitsamt, Gefängnis oder Polizei werden systematisch in den Möglichkeiten, Qualität zu "liefern" oder aufrecht zu erhalten, runtergefahren. Diese "Einsparungen" werden von Schwarz-Gelb lieber an profitbringenden Stellen eingesetzt. Eine nicht länger hinnehmbare Entwicklung sowohl in NRW als auch bundesweit.

Und nun zum Thema "Feminismus", da haben Sie ja die Richtige erwischt ;-)
...
... insofern, als dass ich nicht sicher bin, wie Sie die Frage genau meinen, denn das Thema ist ja schon ein sehr breit gefächtertes... und leider auch immer noch ein aktuelles. Damit meine ich, dass es schade ist, dass man bzw. Frau in vielen Bereichen immer noch um Gleichberechtigung kämpfen muss. Es ist zwar phrasenmäßig, aber für mich sind alle Menschen gleich - was Rechte, aber auch Pflichten angeht. Und ich bin unbedingt dafür, dass "die Frauen" weiterhin dafür kämpfen. Allerdings bin ich auch nicht der Meinung, dass die Männer grundsätzlich und an allem der noch bestehenden Nicht-Gleichbehandlung und -berechtigung Schuld sind. Es fängt ja eigentlich schon mit der Kindererziehung an: die Mädchen "sind süß und sollen lieb und ordentlich" werden und die Jungen "sind zwar auch süß, sollen aber erfolgreich und cool" werden. Und so zieht sich das durch. Viele Frauen schaffen es trotzdem unbeschadet und glücklich "durch die Männerwelt", manche möchten gerne mehr oder anders, schaffen es aber nicht (aus verschiedensten Gründen), viele wollen aber auch gar nicht. Ebenso möchten viele Männer gar nicht "der starke Mann mit den mehr Rechten" sein. Und sehr viele Frauen empfinden es auch gar nicht mehr so (für sich!), dass sie benachteiligt sind. Die gehen ihren Weg anders, entweder ohne Männer oder mit den richtigen ;-))).
Daher finde ich es auch nicht lösungsfördernd, wenn Feminismus gleich "Frauen gegen die Männer" bedeuten soll, denn so werden die beiden Lager nur wieder größer und entfernen sich voneinander. Die Bereiche, in denen die Frauen noch benachteiligt (z.B. im Berufsleben!) oder unangemessen behandelt werden, sind sehr unterschiedlich und benötigen individuelle Lösungen und keine Pauschalforderungen.

Ich hoffe, ich habe mit meiner Antwort in etwa das beantwortet, was Sie
interessiert hat?!

Viele Grüße,

Marion Schäfer
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