Mario Döweling (FDP)
Abgeordneter Hessen 2009-2014
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Mario Döweling
Geburtstag
13.02.1980
Berufliche Qualifikation
Studium der Geschichte und Geographie (Lehramt Gymnasium)
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Gymnasiallehrer
Wohnort
-
Wahlkreis
Vogelsberg
Ergebnis
11,4%
Landeslistenplatz
15, über Liste eingezogen
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Ich werde versuchen ebenso kurz zu antworten: Die FDP ist die einzige Partei in Deutschland, die den Bürger vor den Staat stellt. Nicht der Bürger ist für den Staat da, sondern der Staat für den Bürger, wenn dieser in Notsituationen ist oder einer Dienstleistung des Staates bedarf. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
01.09.2013
Von:

Guten Tag Herr Döweling,

die hessischen Schüler belegen bei Bundesländervergleichen meist einen unterdurchschnittlichen Platz.
Ein Beispiel ist der Ländervergleich 2011 zu "Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik" siehe www.iqb.hu-berlin.de

Wie kann dieses Problem nachhaltig gelöst werden?

Im Österreichischen Bundesland Tirol wird jetzt Flächendeckend das Konzept "Neue Mittelschule" eingeführt siehe tibs.at

Dort wird grundlegend der Unterricht ist der Mittelstufe reformiert u.a. werden die Lehrer dort sechs Stunden pro Klasse im Teamteaching d.h. 2 Lehrer gemeinsam in einer Klasse, in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch eingesetzt.
Ist so ein Konzept auch in Hessen finanzierbar?
Antwort von Mario Döweling
bisher keineEmpfehlungen
05.09.2013
Mario Döweling
Sehr geehrter Herr Rühle,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage und den Hinweis auf das Konzept der Neuen Mittelschule in Tirol/Österreich.

Hessen verfügt über ein vielfältiges mehrgliedriges Schulsystem und dieses möchten wir auch in Zukunft aufrecht erhalten, um den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern Wahlfreiheit zu garantieren.
In den vergangenen fünf Jahren hatte Bildung oberste Priorität und so haben wir nachhaltig und in sehr hohem Maße in unsere Schulen investiert. Die Schulen verfügen heute über ein deutliches Mehr an Ressourcen. 2500 Lehrstellen wurden geschaffen, die Klassen wurden verkleinert, die 105prozentige Lehrerversorgung im Landesdurchschnitt sowie den Sozialindex eingeführt. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich unsere Schulen die individuelle Förderung ausbauen und die Kinder und Jugendlichen nach ihren Begabungen und Talenten fördern können. Denn unser Ziel ist es, dass kein Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen muss, sondern von Beginn an bestmöglich unterstützt und unterrichtet wird.
Die Veränderungen im Schulsystem, die durch den Ressourcenaufwuchs, durch eine verstärkte individuelle Förderung sowie eine Qualitätsoffensive in der Bildungspolitik getroffen wurden, wirken sich nicht direkt und sofort auf die Ergebnisse in den Bildungsstudien aus. Die Auswirkungen werden erst in der Folgezeit zu erkennen sein. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterrichten und zu fördern und nicht immer den Blick auf Studien zu richten, denn das Wohl des Kindes steht bei uns im Vordergrund. Die Entwicklung der letzen Jahre macht zudem deutlich, dass sich die wissenschaftliche Bewertung des hessischen Bildungssystems weiterhin verbessert hat. Dies wird auch deutlich an den Ergebnissen der einheitlichen Abschlussprüfungen. Die Ergebnisse in den letzten Jahren belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Platzierungen unserer Schülerinnen und Schüler sich verbessern. Deswegen möchten wir diesen Weg konsequent fortsetzen.

Lassen Sie mich hervorheben, dass wir der Überzeugung sind, dass nur ein vielfältiges und begabungsgerechtes Schulsystem den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern gerecht werden kann. Durch die Aufrechterhaltung der bewährten Schulformen und die sinnvolle Ergänzung durch die Einführung der Mittelstufenschule kann den Ansprüchen der Schülerinnen und Schüler und der Arbeitswelt Rechnung getragen werden. Unser Ziel ist es, dass in allen Regionen ein vielfältiges Bildungsangebot vorhanden ist, um den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern ein echtes Wahlrecht anzubieten.

Uns Liberalen ist es in dieser Legislaturperiode gelungen, ein Kernanliegen zu verwirklichen und die Selbstständige Schule zu realisieren. Die verfügen nun über mehr Eigenverantwortlichkeit und können in Freiheit und Verantwortung die Unterrichtsgestaltung und die Organisation des Schulbetriebs so gestalten, wie es den Bedürfnissen der Schüler entspricht und zum sozialen Umfeld der Schule passt. Mit den deutlich besseren Ressourcen, die allen Schulen in Hessen zur Verfügung stehen, sind auch die Möglichkeiten des Teamteachings und der Binnendifferenzierung gegeben, wenn die Schule es für notwendig erachtet. Wir setzen hier auf die Eigenverantwortlichkeit der Schulen, da vor Ort am besten entschieden werden kann, wie Unterricht zu gestalten ist. Ferner können sie auch Schwerpunkte setzen, wie sie das Konzept der österreichischen neuen Mittelschule vorsieht. Die individuelle und differenzierte Förderung der Schülerinnen und Schüler ist ebenfalls Bestandteil unserer Bildungspolitik, um nur auf einige wenige Aspekte einzugehen.

Meines Erachtens benötigen wir in Hessen keine weitere Schulform, sondern unser Ziel ist es, eine Qualitätsoffensive auf den Weg zu bringen und die notwendigen Rahmenbedingungen für gute Schulen zu garantieren. Die hessischen Schulen benötigen Verlässlichkeit und keine neuen Experimente. Dafür steht die hessische FDP, die sich dafür einsetzt, dass die Schulen auch in Zukunft über eine 105prozentige Lehrerversorgung im Landesdurchschnitt verfügen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Döweling
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