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Sehr geehrte Frau Beck!
Sie schreiben in Ihrer Antwort auf die von Frau Ruhfus gestellten Fragen als eine Begründung für Ihre Zustimmung zum Euro-Stabilisierungsfonds EFS, Zitat Frau Beck:
"Der Weg aus der Eurokrise kostet Geld und erfordert nachhaltige Entscheidungen. Aber die Kosten des Nichthandelns wären größer. Gerade für Deutschland wären die politischen und wirtschaftlichen Kosten eines Scheiterns des Euros enorm. Deutschland profitiert wie kein anderes Land von Binnenmarkt und gemeinsamer Währung."
www.abgeordnetenwatch.de
Eine deutlich andere Sichtweise als die Ihrige stellt das ARD-Magazin Monitor vor, in dem es am 6.10.2011 Stimmen zu Wort kommen ließ, die in einen Schuldenschnitts Griechenlands einen gangbaren und scheinbar unausweichlichen Schritt erkennen, z.B. Zitat Herr Prof Max Otte, Finanzwissenschaftler, Universität Graz:
"Ein 50-prozentiger Schuldenschnitt wäre ohne weiteres machbar, diese Schulden lagern bei griechischen Banken, bei anderen Finanzdienstleistern in Europa, in der Welt. Diese Banken müssten Verluste einstecken, ja. Und dort, wo eine Bank ins Straucheln gerät, müssten wir sie stützten, aber erst dann. Wir müssten die Sparer schützen, aber eben nicht die Anteilseigner dieser Banken und die Gewinne der Banken. Es würde uns 50 bis 60 Milliarden kosten, das wäre viel billiger als die Hunderte von Milliarden, die wir jetzt an Risiken eingehen."
www.wdr.de
Frage 1:
Wie werten Sie Herrn Prof. Ottes Darstellung?
Sie schreiben oben zitiert:
"Der Weg aus der Eurokrise kostet Geld (...)"
Frage 2:
Wessen Geld kostet dieser von Ihnen favorisierte Weg
(der laut Herrn Prof. Otte erhebliche Risiken birgt)?
Frage 3:
Spielt der Euro-Stabilisierungsfonds EFSF nicht möglicherweise
skrupellosen Spekulanten in die Hände?
www.tagesspiegel.de
Viele Grüße
