Maria Michalk (CDU)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
06.12.1949
Berufliche Qualifikation
Ökonomin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
Großdubrau
Wahlkreis
Bautzen I
Ergebnis
42,3%
Landeslistenplatz
3, Sachsen
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(...) Wie Sie wissen, hat im Rahmen der Hartz-IV Novelle das von Ihnen skizzierte Problem eine Rolle gespielt. (...) Nunmehr wird in den nächsten Wochen der Regelsatz für die Regelbedarfsstufe 3 mit dem Ziel überprüft, Behinderten ab dem 25. Lebensjahr den vollen Regelsatz zu ermöglichen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
20.11.2011
Von:

sehr geehrte Frau Bundestagsabgeordnete Frau Maria Michalk.


Warum tut sich die CDU so schwer mit einem Mindestlohn, welcher in vielen Ländern schon existiert und sich ganz offensichtlich bewährt hat.Erst wurde ein Mindestlohn groß angekündigt aber auf dem Parteitag gleich wieder beerdigt.Nun sollen wieder die Gewerkschaften den Lohn aushandeln.Zu welchen Dumpinglöhnen das führt ( Christliche Gewerkschaften-Elektro) weiß ich nur zu gut. Und selbst die werden in der Praxis nicht gezahlt.Warum winden sich die christlichen Parteien wie ein Aal, wenn es um so ein wichtiges Thema geht?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Maria Michalk
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05.12.2011
Maria Michalk
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 20.11.2011.

Auf dem CDU-Bundesparteitag haben wir mit großer Mehrheit die Einführung einer allgemein verbindlichen Lohnuntergrenze bei gleichzeitiger Wahrung der Tarifautonomie beschlossen. Diese Lohnuntergrenze soll in den Bereichen gelten, in denen kein Tarifvertrag existiert.

Wir sprechen uns gegen einen flächendeckenden einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn aus, der von der Politik festgelegt wird. Dagegen nehmen wir die Tarifpartner in die Pflicht, über eine allgemeine Lohnuntergrenze zu verhandeln. Dies ermöglicht auch die Vereinbarung von sachlich sinnvollen Differenzierungen. Die bestehenden Branchen-Mindestlöhne als Ganzes geben eine gute Orientierung für eine allgemeine Lohnuntergrenze und sind gegenüber einer Orientierung an nur einer Branche besser, weil dies in den ordnungspolitischen Rahmen der sozialen Marktwirtschaft gehört.

Wir lehnen ruinöse Wettbewerbsbedingungen ab. Wir stärken die Tarifautonomie und verhindern staatlichen Einfluss auf die Lohnfindung. Damit möchten wir erreichen, dass jeder von seiner Hände Arbeit auch leben kann. Allgemeine staatlich festgelegte Mindestlöhne berücksichtigen nicht die branchenspezifischen Herausforderungen und tragen eher zum Verlust von Arbeitsplätzen bei. Ich bin froh, dass wir jetzt einen Weg gefunden haben, der uns zum Ziel führt, nämlich unverschämt niedrige Löhne zu vermeiden. Ich erwarte, dass die Tarifpartner schon jetzt diesen politischen Appell verstanden haben und die Regelungen angehen.


Mit freundlichen Grüßen

Maria Michalk
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.03.2012
Von:

Werte Frau Maria Michalk

Ich habe eigentlich drei wichtige Fragen.
1.Es geht um den Mindestlohn
Warum nimmt man nicht das bewährte Lohnsystem der DDR zu rate und nimmt diese als Grundlage desmindestlohn oder von mir aus Lohnuntergrenze. Wie Ihnen bekannt ist gab es flächendeckend 8 Lohngruppen. Die Lohngruppen waren so aufgegliedert das für jeden Arbeiter der passende Lohn gezahlt werden konnte und musste. Die Stundenlöhne waren auch branchenbezogen (FDGB zu gehörig) unterschiedlich. den damaligen Stundenlohn ist ja für die heutige Zeit nicht mehr relevant. Könnten Sie sich vorstellen, dieses system in der BRD einzuführen?
2. Das aktuelle Thema Ex Bundespräsident Wulff
Meine Frage an Sie warum wird entgegen der Meinung des Volkes entschieden (86% sagen nein). Ich weiß die Bezüge werden durch das Bundespräsidialamt fest gelegt, aber wer sind diese Leute, welcher Partei gehören sie an.
3. Recht und Gerechtigkeit
Ist es nicht an der Zeit das Wort und den Begriff Recht mit den Begriff GERECHTIGKEIT zu ergänzen? Es gibt in diesen rechtstaat mindestens drei "Rechte" ein recht für die Armen, ein recht für die reichen und ein Recht für die hohen Politiker. Beispiele für diese behauptung kann man fast jeden tag aus den Medien entnehmen. Ist es nicht langsam an der Zeit sich darüber Gedanken zu machen.
Ich würde mich freuen von Ihnen eine ausführliche Antwort zu bekommen

Vielen Dank
Antwort von Maria Michalk
bisher keineEmpfehlungen
09.03.2012
Maria Michalk
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen vom 2. März 2012.

Gern möchte ich im Folgenden Ihre Fragen beantworten:

zu 1.)
Das von Ihnen beschriebene System der Lohnfindung in der DDR war geprägt durch das planwirtschaftliche Staatswirtschaftssystem. Die Löhne wurden ohne Verhandlungen der Tarifparteien durch die staatliche Plankommission festgelegt. In der sozialen Marktwirtschaft gehört die gerechte Entlohnung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum Kernbereich. Bei der Festlegung von Lohnuntergrenzen und Mindestlöhnen ist es entscheidend, dass sie nicht durch den Staat vorgegeben werden, sondern in freien Verhandlungen zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt werden und erst auf gemeinsamen Antrag von Gewerkschaften und Arbeitgebern durch die Bundesregierung für allgemeinverbindlich erklärt werden. Eine staatliche Lohnfestsetzung würde die Arbeit der Tarifpartner schwächen. Zudem wollen wir auch für Bereiche ohne Tarifbindung eine Lösung finden.

zu 2.)
Der Ehrensold für den Bundespräsidenten a.D. ergibt sich aus dem Gesetz über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten (BPräsRuhebezG). Administrativ ausgeführt wird das Gesetz durch die Beamten des Bundespräsidialamtes.

zu 3.)
Den von Ihnen wiedergegebenen Eindruck eines separaten Rechts für einzelne gesellschaftliche Gruppen kann ich nicht bestätigen. Es wird öffentlich der Eindruck erweckt, dass bei herausgehobenen Persönlichkeiten spezifische Fragen ohne gesetzliche Grundlage geregelt würden. Dies ist nicht der Fall. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Dieser Grundsatz gilt weiterhin. Gerechtigkeit ist aus meiner Sicht das Streben nach Ausgleich in einer Gesellschaft. Deshalb haben wir in Deutschland auch nicht eine Marktwirtschaft in Reinkultur, sondern ergänzen sie um die wichtige soziale Komponente. An diesem Prinzip halten wir fest.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Michalk
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