Marco Wanderwitz (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Marco Wanderwitz
Geburtstag
10.10.1975
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt/Volljurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hohenstein-Ernstthal
Wahlkreis
Chemnitzer Umland - Erzgebirgskreis II
Ergebnis
41,2%
Landeslistenplatz
-, Sachsen
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(...) Die hypothetische Anerkennung von Beuys oder van Gogh als Künstler stünde nach allem vorliegenden Verwaltungs- und Gerichtsentscheidungen außer Frage. Auch die Fluxuskunst fällt unzweifelhaft unter die o.g. gesetzliche Definition von Kunst. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Familie
14.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Wanderwitz,

zu ihren neuen Vorschlägen möchte ich mich als sogenannter "Kinderloser" einmal äußern.

Leider ist es mir aufgrund einer Krankheit nicht möglich Kinder zu zeugen. Da ich und meine Frau jedoch immer ein Kind haben wollten, haben wir uns dreimal der Tortur einer künstlichen Befruchtung unterzogen. Welche körperlichen Belastungen meiner Frau (von den seelischen mal ganz abgesehen) ausgesetzt war, kann sich ein Aussenstehender nicht vorstellen. Ich empfehle ihnen sich einmal in einer Kinderwunschklink darüber zu informieren.
Aufgrund der geänderten Kostenrichtline der Krankenkasten von 2004 tragen wir 50 % der Kosten für einen Versuch selber. Jede Maßnahme die die Chance der Befruchtung zu erhöhen scheint, was durch die Krankenkasse jedoch abgelehnt wird, zahlen dann wir zu 100 % selber. So haben wir im Laufe der 3 Versuche ca. 12.000 € ausgegeben. Da wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, wollen wir auch noch einen vierten Versuch wagen. Den zahlen wir dann jedoch vollständig allein!
Weiterhin möchte ich anmerken, das wir schon aufgrund unser "Kinderlosigkeit" bei den Beiträgen der Pflegeversicherung mit höheren Kosten beteiligt werden.

Nun meine Frage:
Wie werden ungewollt Kinderlose in diesem Gesetzt berücksichtigt? Oder ist dieser Sachverhalt dann wieder einmal im Gesetz nicht erfasst? Diese Aussage bekam ich nämlich bei meiner damaligen Anfrage zur Pflegeversicherung beim zuständigen Ministerium. Dabei erklärte man mir, das ich eine Gesetztesänderung nur noch über den Petitionsausschuss erreichen kann.
Ich hoffe das vor einer Verankerung diese Sachverhaltes im Grundgesetz sie diesmal auch alle Sachverhalte prüfen und wir nicht wieder einmal die Leidtragenden dieser Politik sind.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Marco Wanderwitz
1Empfehlung
14.02.2012
Marco Wanderwitz
Sehr geehrter Herr ,

die Antwort auch auf Ihre Frage habe ich hier zwischenzeitlich gerade bei der Beantwortung der Frage von gegeben. Ich hoffe, Sie verstehen mein Argument. Sie können sicher sein, dass meine Motive nicht die Diskriminierung ungewollt kinderloser Paare, sondern die Sorge um die Lasten der Familien und die Zukunft unseres Landes sind.

Beste Grüße, auch an Ihre Frau,
Marco Wanderwitz
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Frage zum Thema Familie
14.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Wanderwitz ,

da meine Heimatstadt Dresden nicht das beste Beispiel für Kinderfreundlichkeit ist ,einige Fragen zu Ihren "Vorschlägen".
Was erklären Sie einer Studentin(Studium unterbrochen wegen Geburt eines Kindes),das sie ihr Studium nicht weiterführen kann ,da in der Stadt Dresden 1500 Plätze zur Kinderbetreuung fehlen.
In einer Sendung des Mitteldeutschen Rundfunks/Fernsehen wurde öffentlich bei der Stadt Dresden,sowie Freien Trägern ,nach einer Lösung gesucht.
Ergebnis :Keinerlei Möglichkeiten der jungen Frau einen Platz zu Betreuung ihre Kindes zur Verfügung zu stellen und somit die Fortführung des Studiums gefährdet.
Leider ist dies kein Einzellfall in Dresden und wer sich in solch einer Situation befindet wird ,denke ich,es tunlichst unterlassen sich für "Neuen Nachwuchs" entscheiden.
Im übrigen sind bis vor kurzen in Dresden immer noch Kindereinrichtungen (aus DDR-Zeiten) geschlossen wurden.
Fazit wer sich Nachwuchs anschafft ,muss sich ebenfalls auf die verlogene Haltung der momentan agierenden Sächsischen Regierung ,zur Förderung junger Familien einstellen.

Und übrigens aus den o.g. Gründen hat sich meine Schwiegertochter "noch" gegen ein Kind entschieden ,da sie ihren Arbeitsplatz im Niedriglohnland Sachsen behalten möchte .

Mit freundlichen Grüßen aus der Landeshauptstadt Sachsens


F.
Antwort von Marco Wanderwitz
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2012
Marco Wanderwitz
Sehr geehrter Herr ,

der bedarfsdeckende Ausbau der Betreuung ist sehr wichtig. Im Freistaat Sachsen sind wir da bereits sehr viel weiter als die Meisten. Gleichwohl haben Sie Recht, dass es hier weiter zu arbeiten gilt.


Beste Grüße
Marco Wanderwitz
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Frage zum Thema Soziales
14.02.2012
Von:

Sehr geehrter Wanderwitz,

wie Ihnen sicherlich bekannt ist, zahlen Kinderlose ab dem 23 Lebensjahr schon 0,25 % ihres Einkommens als Zusatzbeitrag in die Pflegeversicherung. Dieser Zusatzbeitrag kommt damit gerade dem Versicherungszweig zu gute der auf Grund des demographischen Wandels zukünftig verstärkt finanzielle Mittel benötigt. Warum wollen Sie eine weitere Abgabe einführen die nicht der Stärkung dieser unterfinanzierten Versicherung dient, sondern quasi wie ein zusätzlicher Solidaritätszuschlag für Menschen mit Kindern an den Fiskus fließt. Wie sorgfältig mit diesen Geldern umgegangen wird, kann man ja jedes Jahr im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler lesen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Marco Wanderwitz
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2012
Marco Wanderwitz
Sehr geehrter Herr ,

meine Antworten hier umfassen auch Ihre neuerliche Fragestellung weitegehend. Unser Vorschlag dient auch der weitergehenden Unterstützung der Plegeversicherung.


Mit besen Grüßen
Marco Wanderwitz
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Frage zum Thema Soziales
15.02.2012
Von:
Ulf

Guten Tag Herr Wanderwitz,

bei meiner Frau und mir liegt der Fall der Kinderlosigkeit ähnlich dem der Fam . Da meine Heimat auch Sachsen ist, habe ich eine Frage:

Wo bitte hat Sachsen die Bundeskürzungen aufgefangen?

In meiner Erinnerung hat auch Frau von der Leyen (CDU) diese Bundeskürzungen vehement verteidigt, wenn nicht auch maßgeblich vorangebracht.

Ich halte diese Initiative für die übliche üble Polemik der Politiker sich in Stellung zu bringen, und auf eine Teilamnesie der Wähler zu hoffen. Weiter bin ich der festen Überzeugung, dass es Bürger geben wird die sich gegen weitere Ungerechtigkeiten in den Sozialsystemen wehren werden. Das dürfte Ihnen als Volljuristen wohl auch klar sein.
Und das die Sozialsysteme (nach Bismark) nur wegen ungewollt Kinderloser nicht mehr funktionieren ist eine Mähr die es durch Sie mit Zahlen zu beweisen gilt.

Mit freundlichen Grüßen
Ulf

Zitat Ihrer Antwort an Hr. :
"...Im Freistaat Sachsen, meiner Heimat, hat das Land, die unionsgeführte Staatsregierung, die Bundeskürzungen im Übrigen aufgefangen. Aber: Objektiv ist es so, dass, egal aus welchen Gründen Kinderlosigkeit der Fall ist, die Familien die Zukunftslasten tragen. Ich halte es für gerecht, dies auszugleichen..."
Antwort von Marco Wanderwitz
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2012
Marco Wanderwitz
Sehr geehrter Herr ,

gern beantworte ich auch Ihr Nachfrage.

Seit Anfang 2009 erhalten ungewollt kinderlose Paare im Freistaat pauschal für den zweiten und dritten Versuch der künstlichen Befruchtung eine Unterstützung von je 900 Euro, für den vierten Versuch übernimmt der Freistaat dann bis zu 1.800 Euro.

Dass ich auf den Rest Ihrer Frage nicht eingehe, werden Sie so hoffe ich verstehen, wenn Sie noch einmal lesen, in welchem Ton Sie geschrieben haben. Nur soviel: Dieser Zahlen gibt es viele. Schauen Sie bspw. einmal beim Familienverband.

Beste Grüße
Marco Wanderwitz
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Frage zum Thema Familie
15.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Wanderwitz,

denken Sie neben einer Abgabe für kinderlose auch an eine Abgabe für Eltern, die ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen und deren Kinder den steuerzahlenden Bürgern auf der Tasche liegen?

Viele Grüße,

C.
Antwort von Marco Wanderwitz
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2012
Marco Wanderwitz
Sehr geehrter Herr ,

nein.

Beste Grüße
Marco Wanderwitz
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