Manuel Weuffen (GRÜNE)
Kandidat Landtagswahl NRW 2010
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Manuel Weuffen
Geburtstag
24.06.1989
Berufliche Qualifikation
Abitur
Ausgeübte Tätigkeit
Student der Germanistik und Pädagogik
Wohnort
Grevenbroich
Wahlkreis
Rhein-Kreis Neuss II
Ergebnis
6,3%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Als Bündnis - Grüner ist Diversität, somit Vielfältigkeit für mich ein positiv besetzter Begriff, dessen Inhalt es nicht zu bekämpfen, sondern zu fördern und als Bereicherung jedweder Kultur wahrzunehmen gilt. (...)
 
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Manuel Weuffen hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 31 Thesen Position bezogen.
Fragen an Manuel Weuffen
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales
18.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Weuffen,

Wie stehen Sie zu der Rechten Partei Pro Nrw und zu der neuen Muslimischen Partei BIG??????

Mit Freundlichen Grüssen
T
Antwort von Manuel Weuffen
1Empfehlung
23.04.2010
Manuel Weuffen
Sehr geehrter Herr ,
Zunächst möchte ich mich bei Ihnen für die Frage bedanken, deren Beantwortung ich nun gerne vornehme.

Als Bündnis - Grüner ist Diversität, somit Vielfältigkeit für mich ein positiv besetzter Begriff, dessen Inhalt es nicht zu bekämpfen, sondern zu fördern und als Bereicherung jedweder Kultur wahrzunehmen gilt. Ob von divergierenden sexuellen Identitäten, divergierenden Ethnien, oder divergierenden Religionen die Rede ist, all dies hat in seiner Unterschiedlichkeit den Anspruch darauf, als gleichwertig zu temporär Vorherrschendem betrachtet und akzeptiert zu werden.

Angesichts dieser Ausführungen wird deutlich, dass ich jeglicher rechten Ideologie, so auch Pro NRW, deren Fundament die Intoleranz des Anderen darstellt, mehr als ablehnend gegenüberstehe. Die Beurteilung eines Menschen, aufgrund seiner Religion, sei sie muslimisch oder christlich, aufgrund seiner Sexualität, sei sie gleich - oder fremdgeschlechtlich, oder seiner Herkunft, wie Pro NRW sie betreibt ist schlichtweg inakzeptabel und bedarf couragierter Menschen, die ihre Stimme erheben um zu protestieren. Es ist der Mensch als solcher, der zählt und Bedeutung trägt, nicht eine willkürliche Eigenschaft, die ausgewählt und innerhalb politischer Diskurse instrumentalisiert wird.
Daher gilt es gerade Pro NRW gegenüber aufmerksam zu sein, um jeden Ansatz der Einflussnahme auf die offene politische Kultur dieses Landes im Keim zu ersticken, aus der moralischen Verantwortung der deutschen Geschichte, aber auch uns selbst gegenüber.

Die Gründung der Partei BIG, die sich nicht als muslimische Partei versteht, habe ich mit Wohlwollen beobachtet, da ich es grundsätzlich für sinnvoll halte, dass Bürger politisches Engagement entwickeln und an den Willensbildungsprozessen dieses Landes partizipieren wollen.
Ansätze, wie die Konzeption einer Familie als heterosexuelles Lebensmodell, somit die implizierte Ablehnung gleichgeschlechtlicher Lebenskonzepte, oder aber Planstellen im Bereich der Energie - und Umweltpolitik, lassen BIG bei genauerer Betrachtung programmatisch jedoch als undifferenziert und den Themen der heutigen Gesellschaft nicht gewachsen erscheinen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage hiermit beantworten,
und verbleibe mit freundlichem Gruß,

Manuel Weuffen
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Inneres und Justiz
22.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Weuffen,

Sie stehen auf meinem Wahlzettel als örtlicher Grüner. Bevor ich Sie wählen würde, möchte ich aber folgendes wissen: Wie stehen Sie zu einer möglichen Koalition mit der Linken/PDS.
Würden Sie eine Landesregierung Rot/Grün gutheissen, die mit den Stimmen der Linken ins Amt kommen wird, sollten es die Mehrheitsverhältnisse so ermöglichen?
Wäre das für Sie der Preis, um Schwarz/Grün zu verhindern?
Oder würden Sie, wenn es möglich wäre, auch mit Schwarz-Grün eine Regierungsbildung herbeiführen wollen?
Was wäre das Bündnis Ihrer Wahl?
Bitte konkrete Antwort!

besten Dank

Antwort von Manuel Weuffen
bisher keineEmpfehlungen
23.04.2010
Manuel Weuffen
Sehr geehrter Herr ,

Zunächst möchte ich mich auch bei Ihnen für Ihre Frage bedanken, deren Beantwortung ich nun gerne vornehme.
Die Frage nach Koalitionswünschen ist immer eine schwierige, deren Beantwortung dementsprechend auch differenziert ausfallen muss.
Als Bündnis - Grüner trete ich zunächst für eigene, genuin Grüne Inhalte an und kämpfe für die uneingeschränkte Umsetzung eben dieser thematischen Schwerpunkte meiner Partei. Somit wäre mein Wahlbündnis zunächst eine absolute Mehrheit für B´90/ Die Grünen.

Da dies jedoch zu einem momentanen Zeitpunkt noch nicht zu erwarten ist, müssen Koalitionen geschlossen werden, deren Ziel es ist, möglichst große Bereiche der eigenen Programmatik umsetzen zu können. Hier findet sich zunächst also eine ganz klare Koalitionszusage in Richtung der Sozialdemokraten, da durchaus inhaltliche Differenzen bestehen, hier sei explizit auf energiepolitische, aber auch verkehrspolitische Themen verwiesen, diese jedoch wesentlich geringer erscheinen, als die inhaltlichen Gemeinsamkeiten.
Nun ist es so, dahingehend interpretiere ich auch Ihre Frage, dass die Möglichkeit einer fehlenden Mehrheit für ein Rot - Grünes Bündnis besteht, sodass weitere Konstellationen in Betracht gezogen werden müssen. Diese Überlegungen sind innerparteilich bereits erfolgt und auch in einem Parteibeschluss festgehalten worden.

Es ist ein Bündnis aus CDU, FDP und B´90/Die Grünen dessen Entstehen wir aufgrund der inhaltlichen Differenzen dieser Konstellation ausgeschlossen haben.

Ein Bündnis aus SPD, Linke, und B´90/ Die Grünen aber auch ein Bündnis aus CDU und B´90/Die Grünen haben wir bewusst nicht ausgeschlossen, da es programmatische Schnittpunkte gibt und erst während, sowie nach potentiellen Koalitionsverhandlungen beurteilt werden kann, ob die Entstehung der jeweiligen Koalition zu begrüßen, oder mit großer Skepsis abzulehnen ist.
Ziel kann es an dieser Stelle nicht sein, politische Lagerkämpfe auszurufen, sondern vielmehr anhand der Zugeständnisse der jeweiligen Parteien, differenziert zu entscheiden, in wieweit eine Koalition, aus rein inhaltlichen Gesichtspunkten denkbar und wünschenswert erscheint. Ähnliches galt und gilt auch immer noch, für die Wunschkoalition mit den Sozialdemokraten, da eben auch diese inhaltliche Differenzen zu unseren Positionen aufweisen, die einer differenzierten Beurteilung und Abwägung bedürfen.

Somit halte ich es schlichtweg für unangemessen, weitere Koalitionen auszuschließen, da es nicht Parteizugehörigkeiten sind, die über die Regierung dieses Landes entscheiden sollten, sondern pragmatische Betrachtungen, die Inhalte, nicht Personen in den Fokus rücken.
Ich hoffe hiermit eine angemessene Antwort auf Ihre Frage gefunden zu haben,

Mit freundlichem Gruß,

Manuel Weuffen
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Manuel Weuffen
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.