Manuel Höferlin (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Manuel Höferlin
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
06.02.1973
Berufliche Qualifikation
Selbstständiger Unternehmer
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Harxheim
Wahlkreis
Worms
Ergebnis
9,7%
Landeslistenplatz
5, Rheinland-Pfalz
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(...) Wir wollen Jugendliche ermuntern, ein freies, eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Legalisierung von Cannabis würde diesem Ziel diametral entgegenstehen, wie aus oben genannter Quelle ersichtlich wird. Die Abhängigkeit von einer Substanz verhindert Eigenverantwortlichkeit schon in einem Alter, das weichenstellend für das ganze Leben ist - persönlich wie beruflich. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
15.08.2010
Von:

sehr geehrter herr höferlin,

der schritt diamorphin als medikament zuzulassen war zusammen mit den modellprojekten ein schritt in die richtige richtung - leider aber nur ein schritt.wann ist damit zu rechnen dies programm flächendeckend - zb. über chipkarte bei den lokalen gesundheitsämtern einzuführen um die teilnehmer von der stadtgebundenen fußfessel zu befreien? reisefreiheit gehört zu unseren grundrechten!
b) wann ist mit einer änderung der überzogenen zugangsberechtigung zu rechnen?
c) sollte die staatengemeinschaft wirklich an einer lösung interessiert sein bleibt nur die flächendeckende einführung mit niederschwelligen einstiegsmöglichkeiten.die usa haben während der prohibition erlebt wer die profiteure der illegalisierung sind,oder ist ihnen wohl dabei das illegale organisationen jeglicher couleur an der - gescheiterten - praxis profitieren?
d) als ich in den 1970ern die freigabe von heroin und anderen drogen forderte + die substitionsbehandlung mit methadon, hielt man mich für einen spinner - mein argument das dies unweigerlich irgendwann so kommen würde wenn die kassen leer seien wurde müde belächelt,ließ sich damals doch prima geld mit den drogen scheffeln: über den verkauf +die therapien.letztere führten bei vielen zu hospitalismus + die law amd order politik zu immer mehr toten.trotzdem gab mir die geschichte leider teilweise recht.
e) gebietet die ethik und der gesunde menschenverstand seit 80jahren der repression - ich beziehe die 20jahre mit ein -das scheitern der drogenpolitik bis heute einzugestehen + einen neuen weg einzuschlagen -endlich!
f) die zahl der heroinabhängigen wird durch niederschwellige einstiegsmöglichkeiten nicht ansteigen -die dunkelziffer wird verifiziert das ist alles.
g) auch politiker sind menschen die an ihrem job hängen nur darf dies kein kriterium sein in diesem sachgebiet - mit einer undankbaren klientel - endlich tätig zu werden.

mit freundlichen grüßen,

Antwort von Manuel Höferlin
1Empfehlung
03.09.2010
Manuel Höferlin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 15.08.2010.

Mit breiter Mehrheit hat der Deutsche Bundestag im Jahr 2009 ein Gesetz beschlossen, das die rechtlichen Voraussetzungen für die Überführung der diamorphingestützte Behandlung ermöglicht. Das Gesetz regelt u.a., dass Diamorphin unter engen Voraussetzungen als Betäubungsmittel im Rahmen der Substitutionsbehandlung von Schwerstopiatabhängigen verschreibungsfähig wird.

Es geht dabei darum, mit der diamorphingestützten Behandlung eine kleine Gruppe von Schwerstabhängigen zu erreichen, denen auf anderem Weg nicht geholfen werden kann. Diesen Menschen wird nun endlich eine Möglichkeit gegeben, wieder menschenwürdig zu leben und ihre Sucht zu überwinden. Dieses Programm soll keinesfalls dazu dienen, Drogenkonsum zu unterstützen oder zu fördern. Eine Lockerung der Zugangsberechtigung zu Diamorphin ist nicht vorgesehen.

Mit freundlichem Gruß

Manuel Höferlin MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
04.09.2010
Von:

sehr geehrter herr höferlin,

vielen dank für ihre antwort. ich zitiere sie:
"Es geht dabei darum, mit der diamorphingestützten Behandlung eine kleine Gruppe von Schwerstabhängigen zu erreichen, denen auf anderem Weg nicht geholfen werden kann. Diesen Menschen wird nun endlich eine Möglichkeit gegeben, wieder menschenwürdig zu leben und ihre Sucht zu überwinden. Dieses Programm soll keinesfalls dazu dienen, Drogenkonsum zu unterstützen oder zu fördern. Eine Lockerung der Zugangsberechtigung zu Diamorphin ist nicht vorgesehen."

meinen sie nicht das eben diese rigiden zugangsberechtigungen das eigentliche ziel der diamorphin gestützen behandlung torpedieren? ihnen müßte doch bekannt sein das niederschwellige angebote diese klientel leichter erreicht? warum wird wie -schon gefragt-der längst überfällige schritt zur diamorphinsubstitution derart verwässert? wann wird die entscheidung wer mit welchem substitut behandelt wird endlich wieder in die hände der ärzte + patienten gelegt?

mit freundlichen grüßen,
Antwort von Manuel Höferlin
1Empfehlung
17.09.2010
Manuel Höferlin
Sehr geehrter Herr Schmidt,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das eigentliche Ziel der diamorphingestützten Behandlung ist es, wie schon in meiner vorherigen Antwort dargestellt, nur denjenigen zu helfen, denen auf keine andere Weise geholfen werden kann. Die Zugangsbeschränkungen torpedieren dieses Ziel also nicht, sondern sie dienen im Gegenteil dazu, dass nur Schwerstabhängige erreicht werden und Drogenkonsum nicht gefördert wird. Ich halte den von der FDP in der Drogenpolitik eingeschlagenen Weg für richtig.

Ich hoffe, dass Ihre Frage damit hinreichend beantwortet ist.

Mit freundlichem Gruß,

Manuel Höferlin MdB
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Frage zum Thema Integration
27.11.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Höferlin,
gestern sah ich in den Nachrichten einen Bericht über Integrationsprojekte und das diese vom Bund bzw. den Ländern gefördert werden.
Es andelt sich nicht nur um Sprachkurse, sondern um gemeinsames Trommeln, Frühstücksrunden etc.
Können Sie mir bitte sagen, mit wievielen Euro jährlich diese Projekte sowohl vom Bund als auch vom Land sowie dem Landkreis Alzey/Worms bzw. Worms gefördert werden und was für Projekte das in unserer Region sind?

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Antwort von Manuel Höferlin
2Empfehlungen
22.12.2010
Manuel Höferlin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen. Die gewünschten Angaben für die Projekte in Worms finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in der Praxisdatenbank zur Sozialen Stadt: www.sozialestadt.de

Dort finden Sie ebenfalls Links zu weiteren Projektbeteiligten, die auch die durchgeführten Massnahmen näher erläutern.

In der SWR-Fernsehsendung Reiss und Leute habe ich mich kürzlich ausführlich zu den beschlossenen Kürzungen im Programm Soziale Stadt geäußert. Sie können den Beitrag hier sehen: www.swr.de

Ich wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2011.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Höferlin
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Frage zum Thema Wirtschaft
30.11.2010
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Höferlin,

Ich komme mir vor wie eine Weihnachtsgans. Während alle aus der EU rausholen was sie kriegen können, lassen wir (deutsche Steuerzahler und Bürger) uns ausnehmen wo es nur geht. Und unsere Politiker sehen nur zu und machen gute Miene zum bösen Spiel.

Zuerst päppeln wir alle, insbesondere die Iren, auf, lassen uns vorhalten was für eine tolle, zukunftsfähige Wirtschaft, niedrige Steuersätze und Wachstumsraten sie haben und nun dürfen wir sie entschulden. Das wo wir selbst kein Geld haben (1,7 Billionen EUR Staatsschulden!).

Zuvor retten wir französische Banken ( www.spiegel.de www.spiegel.de ) und lassen uns durch Frankreich ausspielen wo es nur geht.

Jeder kann unsere Unternehmen, die besser aufgestellt sind, als die übernehmenden Firmen (z. B. www.wsws.org oder jetzt Hochtief) kaufen, ohne dass diese sich wehren können, wie dies offensichtlich in anderen EU-Ländern, z. B. Spanien und Frankreich möglich ist ( www.manager-magazin.de ).

Und was machen unsere Politiker?

"Für Wirtschaftsminister Rainer Brüderle ist das freie Marktwirtschaft. Man kann es aber auch anders sehen: als Perversion der Marktwirtschaft. Belohnt wird nicht der Tüchtige, der erfolgreich gewirtschaftet hat, sondern der Trickreiche, der die laschen deutschen Gesetze nutzt, um seinen Konkurrenten zu einem Spottpreis zu übernehmen." ( www.spiegel.de )

Mein Mitgefühl geht an die Hochtiefmitarbeiter und uns deutsche Bürger.

Was tun Sie um auch die Interessen der deutschen Bürger und Steurzahler zu schützen und weshalb setzen Sie sich nicht dafür ein die Übernahmeregeln denen anderer EU-Länder anzupassen und deutsche Arbeitnehmer und Steuerzahler besser zu schützen!?

Uwe
Antwort von Manuel Höferlin
1Empfehlung
22.12.2010
Manuel Höferlin
Sehr geehrter Herr ,

gerne beantworte ich Ihre Frage. Im Einklang mit der FDP-Fraktion setze ich mich persönlich dafür ein, dass in Krisen zunächst die betroffenen Staaten selbst alle notwendigen Maßnahmen ergreifen müssen. Danach sind die privaten Gläubiger am Zug. Nur wenn dies gewährleistet ist darf die Staatengemeinschaft Unterstützung leisten.

Außerdem ist es unerlässlich in allen Phasen des Verfahrens klare und berechenbare Regeln zur Beteiligung der Gläubiger vorzusehen. Eine Möglichkeit, diese Regeln durch politische Beschlüsse auszuhebeln, muss ausgeschlossen sein.

Letztlich müssen in Zukunft Sanktionen im Rahmen des Stabilitätspakts weitgehend automatisch greifen können und politischen Opportunitätsentscheidungen weitestgehend entzogen sein.

Nur so können wir auch den Interessen der Bürger und Steuerzahler gerecht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Höferlin
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
31.01.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Höferlin,

am 15.12.2010 war im Innenausschuss als federführendem Ausschuss das "Gesetz zur Übertragung ehebezogener Regelungen im öffentlichen Dienstrecht auf Lebenspartnerschaften" auf der Tagesordnung und alle anderen Ausschüsse hatten für diesen Termin ihr Votum abzugeben. Leider ist weder in den Beschlussempfehlungen des Ausschusses auf der Internetseite noch im Gesetzgebungsstand auf der Internetseite des Bundestages etwas zum Stand zu erfahren. Leider konnte ich auch noch in keiner Tagesordnung für die Plenarsitzungen diesen Gesetzentwurf für seine 2. und 3. Lesung wiederfinden. Immerhin ist der Gesetzentwurf vom 15.10.2010 und die erste Lesung vom 02.12.2010. Da die Regelungen, die mit diesem Gesetz in Kraft treten sollen erstens der Umsetzung von Gerichtsurteilen dienen sollen, und zweitens für einige Teilbereiche weit rückwirkend gelten sollen, kann ich diese Verzögerungen nicht nachvollziehen. Wir zum Beispiel haben nach den Urteilen bzw. dem Gesetzentwurf Ansprüche auf Nachzahlungen von mehr als 26 Monaten. Sie können sich vorstellen, dass es dabei für den einzelnen Betroffenen nicht um Peanuts geht, auch wenn die Gesamtsumme für alle Betroffenen für den Bundeshaushalt vermutlich nicht einmal wirklich auffällt. Zu bedenken ist auch, dass ja für die besoldungszahlenden Stellen in vielen Fällen Zinsen und weitere Gerichtskosten anfallen. Ich würde mich also sehr freuen, wenn Sie mir einige Angaben zum Stand dieses Gesetzgebungsverfahrens machen können, zumal Ihre Kollegen sich auf Veranstaltungen gegenüber den Betroffenen ja auch gern mit diesem Gesetz brüsten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Manuel Höferlin
2Empfehlungen
13.04.2011
Manuel Höferlin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum "Gesetz zur Übertragung ehebezogener Regelungen im öffentlichen Dienstrecht auf Lebenspartnerschaften". Zum Stand der Gesetzgebung kann ich Ihnen mitteilen:

Das Bundeskabinett hat Mitte Oktober dem Gesetzentwurf zugestimmt. Die erste Lesung fand, wie Sie bereits geschrieben haben, Anfang Dezember statt. In der Sitzung des Innenausschusses am 15. Dezember 2011 wurde der Gesetzentwurf zur weiteren Beratung vertagt. Einen neuen Termin für eine Beratung im Innenausschuss wird es der nächsten Sitzungswoche geben. Die zweite und dritte Lesung sollen zeitnah erfolgen.

Es ist nicht zu erwarten, dass sich noch inhaltliche Änderungen zum Kabinettsbeschluss ergeben werden. Wir können also zeitnah die Situation von Beamten mit Lebenspartnerschaften endlich verbessern.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Höferlin
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