Manfred Kolbe (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Manfred Kolbe
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Notar
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Delitzsch - Torgau-Oschatz - Riesa
Landeslistenplatz
keinen, Sachsen
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(...) Um die Akzeptanz von Wehr- und Zivildienst zu erhöhen müssen wir deshalb meiner Meinung nach den Wehr- oder Zivildienst besser als bisher honorieren, zum Beispiel durch den Erlass der Gebühren im Falle eines anschließenden Studiums. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
02.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr MdB Manfred Kolbe,

in aller Öffentlichkeit habe ich den vormalige Justizminister von Sachsen und Kandidaten für das Präsidentenamt von Deutschland *Steffen Heitmann (CDU)* beschuldigt, dass er im Rahmen seiner Amtsführung ein gefälschtes Gerichtsprotokoll (hier: ? C 245/91 Kreisgericht Riesa; 20.02.1992) für richtig beschieden haben soll.

Ich möchte Sie höflichst fragen, ob Sie sich dafür einsetzen wollen, dass aufgeklärt wird, ob meine sehr schwer wiegenden Anschuldigungen zu Recht oder zu Unrecht erhoben wurden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Manfred Kolbe
2Empfehlungen
27.05.2009
Manfred Kolbe
Sehr geehrter Herr ,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre Frage via www.abgeordnetenwatch.de und per E-Mail.

Auf diesem Wege muss ich Ihnen leider mitteilen, dass es für mich als Bundestagsabgeordneter keine Möglichkeit gibt, auf das von Ihnen angesprochene Verfahren Einfluss zu nehmen oder etwaige Nachprüfungen vorzunehmen.

Recht herzlich möchte ich Sie deshalb bitten, sich an das Sächsische Staatsministerium für Justiz, Hospitalstraße 7, 01097 Dresden in dieser Angelegenheit zuwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Manfred Kolbe
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Frage zum Thema Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
05.05.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Kolbe,
Als gelernter DDR-Bürger ist mir mulmig beim Thema Datenspeicherung.
Können Sie und die anderen Volksvertreter etwas tun, um die Vorratsdatenspeicherung zu beenden? Wie stehen Sie dazu, komplett den Internet- Telefonverkehr, die Kontakte der Bürger untereinander zu protokollieren? Ist das maßvoll und zur Terrorbekämpfung notwendig? Gibt es bereits Ergebnisse der neuen Gesetzgebung, die in diesem Jahr gültig wurde?
Vor einem Jahr habe ich meine Stasi-Akte eingesehen, 60 Seiten: nichts wären gegen die ausgedruckten Daten, die bereits über mich existieren.
Wir sind für Freiheit angetreten, und gegen die Überwachung des Staates.
Und Sie?
Vielen Dank für Ihre Mühe als Abgeordneter. Es ist schwer in der Parteiendemokratie Mut zu zeigen. Sie haben ihn beispielsweise bei der Abstimmung zum Nato-Einsatz gezeigt. Ich hatte ich mich bei Ihnen bedankt für Ihr klares Handeln, und ich hoffe, Sie werden wieder aufgestellt.
Dann werde ich Sie wieder wählen.
Ich wünsche Ihnen Gesundheit.
Ihr
Dr. .
Antwort von Manfred Kolbe
1Empfehlung
15.06.2009
Manfred Kolbe
Sehr geehrter Herr Dr. ,

zunächst möchte ich Ihnen vielmals für Ihre freundlichen und netten Worte sowie das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Im letzten November haben mich die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Nordsachsen wieder zum Kandidaten für die Bundestagswahl 2009 in Nordsachsen nominiert.

Auf die von Ihnen aufgeworfenen Gedanken zum Datenschutz möchte ich Ihnen Folgendes mit auf den Weg geben:

Die Welt des 21. Jahrhundert ist wie bekannt immer vielschichtiger und die verschiedensten Kommunikationswege wie z.B. Telefon, Internet, E-Mail, Handy usw. sind technische Errungenschaften unserer Zeit, welche wir als Bürger täglich nutzen und unser Leben mittlerweile darauf abgestimmt haben. Wir sehen die Neuheiten als einen Verbesserung der Lebensqualität. Diese Neuerungen werden aber nicht nur von dem "normalen" Bürger genutzt, sondern auch von Straftätern, Terroristen und anderen Personen, welche unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zerstören wollen. Solche Gefahren gilt es abzuwehren. Dementsprechend müssen aus meiner Sicht, durch die Sicherheitsbehörden Maßnahmen getroffen werden, welche erforderlich sind bspw. Terroranschläge abzuwehren. Dies kann nur geschehen, wenn ich mich als Polizei auch in der "Kommunikationswelt" bewegen kann, wo sich auch die Straftäter aufhalten. Die einfache direkte Observation reicht mittlerweile nicht mehr aus. Eine notwendige Kontrolle des "digitalen" Lebens einer Person muss – unter strengen Auflagen der Gerichte – auch möglich sein, um den "normalen" Bürger zu schützen.

Darüber hinaus gestatten Sie mir noch den Hinweis, dass nicht der Staat heutzutage Unmengen an Informationen über seine Bürger sammelt, sondern die Bürger selber - bspw. im Internet persönliche Daten u.a. über StudiVZ u.ä. - preisgeben.

Vielleicht ergibt sich jetzt in den Sommermonaten einmal die Möglichkeit zum direkten persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Kolbe MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kolbe,

im Zuge der geplanten Verschärfung des Waffenrechts beziehe ich mich auf das Verbot des Paintball-Sports in Deutschland und wende ich mich an Sie mit Unverständniss und Entrüstung.
Ich möchte Ihnen kurz vor Augen führen, was hinter dem Begriff Paintball steckt: Menschen - deutsche Bürger - Wähler.
Dies sind Sozialarbeiter, Selbständige, Angestellte, Schlosser, Zahntechniker, Verkäufer, Ingenieure, Netzwerktechniker - die ALLE mindestens 18 Jahre alt sind, da Paintball spielen erst ab 18 Jahren erlaubt ist.

Herr Kolbe:

In Deutschland gibt es ca. 300 Firmen, die sich ausschliesslich mit dem Sport Turnier-Paintball beschäftigen.
Hinzu kommen hunderte von Feldbetreibern, die hiervon ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Nicht zu vergessen natürlich die ca. 20.000 Spieler die aktiv in Ligen und Vereinen spielen und tätig sind. Desweiteren kommen ca. 100.000 Gelegenheitsspieler hinzu die über das Jahr verteilt sich ihrem Hobby widmen.

Wollen Sie diesen oben genannten Bürgern ihre Geschäftsgrundlage nehmen?
Wollen Sie diesen oben genannten Bürgern ihr Hobby nehmen? Und somit massiv in deren Privatsphäre eingreifen?
Wollen Sie die oben genannten Bürger, mich eingeschlossen, kriminalisieren? Denn das geplante Verbot impliziert das Paintball-Spieler potentiell gefährlicher sind als andere.
Sind sie gewillt, auf das dem deutschen Staat durch die oben genannten Konsumenten zufliessende Geld zu verzichten? Kurzes Rechenbeispiel: ein Paintballspieler gibt im Jahr mind. 500 Euro für sein Hobby aus. 120.000 Spieler x 500 Euro = ca. 60.000.000 Euro Es handelt sich meist um Importware. Demnach würden dem deutschen Staat mit der Umsatzsteuer also ca. 10.000.000 Euro verloren gehen.

Wenn Sie dies alles wirklich wollen, so fordere ich Sie hiermit dringend auf, mir als Ihren Wähler eine wissenschaftlich fundierte Grundlage zu erbringen, die darlegt, das der Paintball-Sport die Gewaltaffinität steigert. Denn dies ist Ihr einziges Argument.

Hochachtungsvoll
Antwort von Manfred Kolbe
2Empfehlungen
28.05.2009
Manfred Kolbe
Sehr geehrter Herr ,

auf diesem Wege freut es mich Ihnen mitteilen zu können, dass die Bundesregierung vom beabsichtigen Verbot des Paintballspielens Abstand genommen hat.

Nähere Informationen können Sie diesem Link entnehmen:
www.bmi.bund.de

Außerdem habe ich mich am 18. Mai 2009 mit den Paintball-Players Neiden getroffen und mit Ihnen über das Thema diskutiert. Den entsprechenden Artikel finden Sie hier:
www.torgauerzeitung.com

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Manfred Kolbe MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.05.2009
Von:
Jan

Sehr geehrter Herr Kolbe

Auch ich muss Sie nochmal Persönlich zu dem Thema Paintball- Verbot "belästigen".
Wie kann behauptet werden Paintball sei Sittenwiedrig und Menschenverachtend obwohl das durch mehrere Gerichtsbeschlüsse wiederlegt worden ist? Selbst wenn das so wäre und die Menschenwürde bei dem Spiel angegriffen würde. So ist doch jeder Spieler Volljährig und darf mit seiner eigenen Würde anstellen was er möchte. Niemand ist verpflichtet ein Paintballspielfeld zu betreten und jeder der es dennoch tut, erklärt sich damit einverstanden.
Ich kann den Sinn in diesem Verbot nicht erkennen. Dadurch wird lediglich Erwachsenen Bürgern das Recht genommen auf eine freie Freizeitgstaltung.
Ich bitte im Ihre Antwort

Mit freundlich Grüßen

Jan

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
13.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kolbe,

Sie sind seit fast 20 Jahren im Bundestag vertreten. An welchen Beschlüssen, mit deutlich spürbaren Nutzen für den kleinen Bürger haben Sie in dieser Zeit mitgewirkt?

Wie stehen Sie zur Frage, sollen Dinge der Grundversorgung jeden Bürgers, wie Energie, Verkehr, Wasser etc. an der Börse gehandelt werden? Was sagen Sie zu den vielen Tankern vor Rotterdam, die erst dort beladen wurden und jetzt einpaar Seemeilen weiter vor Anker liegen und auf steigende Preise warten. Siehe ( mediathek.daserste.de )

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