Ludwig Hartmann (GRÜNE)
Abgeordneter Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Studium Kommunikationsdesign
Ausgeübte Tätigkeit
Kommunikationsdesigner, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
München-Bogenhausen
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(...) Dennoch fällt Ihre Anfrage in meine Zuständigkeit.
Die Frage der Flugzeugabsturzsicherheit war beim FRM II ja schon bei der Genehmigung ein Thema und beim Uraltreaktor Isar 1 steht sie spätestens seit dem Absturz einer französischen Mirage vor mehreren Jahrzehnten auf der Tagesordnung. Beim Reaktor Isar 1 ist das Problem durch die Abschaltung noch keineswegs entschärft, denn das Brennelementelagerbecken ist leider immer noch prall gefüllt und gegen Abstürze bekanntermaßen schlecht geschützt. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Sicherheit
20.04.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Hartmann,

Sie sind bekanntlich umweltpolitischer Sprecher der Bündnis90/Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag. Zu Ihren Aufgaben gehört u.A. die kritische Begleitung/Beobachtung der bayerischen Atomkraftwerke sowie des Forschungsreaktors FRM-II in Garching. Ihre konstruktiven, kritischen Beiträge im Landtag haben mir bisher sehr gefallen, weil die jetzige CSU/FDP-Regierung, die auch die Schlüsselpositionen in den Ministerien (u.A. das bayer. Umweltministerium) vergibt, die möglichen Sicherheitsrisiken der bayerischen kerntechnischen Anlagen nicht ausreichend ernst nimmt (siehe das Thema "Korrosion im Reaktorbecken des Garchinger Forschungsreaktors").
Ich hatte dem bayer. Umweltminister Dr. Marcel Huber (CSU) am 22.02. und 12.04.2013 Fragen zur Sicherheit des FRM-II gestellt, die sich auf einen möglichen (hoffentlich niemals vorkommenden) Flugzeugabsturz auf den Forschungsreaktor beziehen (siehe www.abgeordnetenwatch.de ).

Da Herr Dr. Huber meine Fragen an ihn offensichtlich -aus welchen Gründen auch immer- ignoriert, bitte ich Sie, das Thema "Sicherheit des FRM-II sowie der Leistungsreaktoren Isar 1+2 gegen Flugzeugabsturz" im Plenum des bayer. Landtags zu thematisieren.

Wie Sie sicherlich wissen, hat der Verwaltungsgerichtshof Berlin/Brandenburg vor ca. 3 Monaten eine geplante Flugroute beim neuen Berliner Flughafen BER mit der Begründung untersagt, dass die Flugzeuge zu nah über den Berliner Forschungsreaktor (in der Nähe des Wannsees) fliegen würden. M.E. kann das Berliner Urteil als Präzedenzurteil für Isar 1+2 sowie für den Garchinger Forschungsreaktor dienen (die Flieger, die MUC an- und abfliegen, fliegen auch regelmäßig genau über diese drei Reaktoren).

Würden Sie daraus eventuell eine parlamentarische Anfrage an den bayerischen Umweltminister machen?

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus ganz herzlich und verbleibe

mit freundlichen Grüßen (aus Eching)

Antwort von Ludwig Hartmann
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17.05.2013
Ludwig Hartmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihre lobenden Worte.
Entschuldigen Sie bitte, dass die Antwort etwas auf sich warten ließ, aber ich war die letzten Wochen auf Energietour durch ganz Bayern, um erfolgreiche kommunale und regionale Konzepte kennenzulernen, zu dokumentieren und Möglichkeiten, aber auch Hemmnisse, zu analysieren, die die Energiewende vor Ort befördern oder ausbremsen. Vorausschickend muss ich erwähnen, dass ich u.a. energie- und klimapolitischer Sprecher meiner Fraktion bin und mich nicht mit den Federn meines Fraktionskollegen Dr. Christian Magerl schmücken will, der die Grüne Landtagsfraktion in Umweltfragen u.a. auch als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit vertritt.
Dennoch fällt Ihre Anfrage in meine Zuständigkeit.
Die Frage der Flugzeugabsturzsicherheit war beim FRM II ja schon bei der Genehmigung ein Thema und beim Uraltreaktor Isar 1 steht sie spätestens seit dem Absturz einer französischen Mirage vor mehreren Jahrzehnten auf der Tagesordnung. Beim Reaktor Isar 1 ist das Problem durch die Abschaltung noch keineswegs entschärft, denn das Brennelementelagerbecken ist leider immer noch prall gefüllt und gegen Abstürze bekanntermaßen schlecht geschützt. Der FRM II weist da schon einen deutlich höheren Schutz auf, aber auch hier besteht das Problem, dass durch technische Entwicklungen im Flugzeugbereich in den letzten 17 Jahren (seit der Erteilung der 1. Teilerrrichtungsgenehmigung) die Herausforderungen vollkommen neu sind. Eine Überprüfung auf den aktuellen Stand ist auf alle Fälle sinnvoll.

Ich habe deshalb das Thema mit einer Schriftlichen Anfrage aufgegriffen. Ich versuche Ihnen diese in Textform im Anschluss an diese Zeilen zu übermitteln. Zudem finden Sie die Anfrage auch unter: www.ludwig-hartmann.de Dort werde ich auch die Antworten der Staatsregierung veröffentlichen, sobald mir diese zugegangen sind. Die Beantwortung von Schriftlichen Anfragen kann jedoch bis zu fünf Wochen dauern und ggf. von Seiten der Staatsregierung durch Fristverlängerung verlängert werden.

Ich hoffe damit Ihrem Anliegen entsprochen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Ludwig Hartmann




Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Ludwig Hartmann, Bündnis 90/Die Grünen

Flugbewegungen über dem Forschungsreaktor München und dem Kernkraftwerk Isar im Zusammenhang mit dem Flughafen München II

Hiermit frage ich die Staatsregierung:

1. Welche Flugbeschränkungen gibt es für die Umgebung des
a) Forschungsreaktors München II?
b) Kernkraftwerks Isar?
c) Brennelementezwischenlagers BELLA?

2. Wie viele Flugbewegungen gibt es jeweils über die genannten Einrichtungen (Abstand bis zu 2 km) jährlich im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012, die
a) vom Flughafen München II aus gestartet sind?
b) am Flughafen München II gelandet sind?

3. Gegen welche maximalen Lasten im Hinblick auf beabsichtigte oder unbeabsichtigte Flugzeugabstürze sind die genannten Einrichtungen (beim Kernkraftwerk Isar bitte getrennt nach Isar 1 und Isar 2 angeben) geschützt?

4. Bei wie vielen der tatsächlichen Flugbewegungen über den genannten Anlagen hätten (bei entsprechenden Geschwindigkeiten und Auftrittswinkeln) die Flugzeuge das Potenzial, die maximale Last der betreffenden Anlagen zu überschreiten?

Um Beantwortung gemäß Geschäftsordnung und Drucklegung wird gebeten.
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
18.05.2013
Von:

Guten Tag Herr Hartmann,

aus Ihrer Antwort ,eine Frage zum Thema Sicherheit gegen Flugunfälle an Reaktoren, erkenne ich das Sie anscheinden zu den wenigen gehören , die Ihrer aufgabe voll umfänglich als Abgeordneter nachkommen - Danke !

Nun zu meiner Frage , die sicher nicht Ihr Fachgebiet sein wird , aber denoch wichtig für unserer Demokratie (....) ist : Haben Sie die Aussagen zu dem Fall Mollaht in der SZ gelesen , oder wurde Ihnen durch Ihr Ausschussmitglied (wer ist das eigentlich?) darüber berichtet ?

Wenn ja : was halten von diesen schieren unglaublichen Ausführungen der Richter und ehmaliger Staatsanwältinzu dem Fall der Rechtbeugung im Fall Mollath ?

Was halten sie vom Verhalten des möglichen Partners , im Fall eines Regierungswechsels , SPD und deren Rechtbeugungsexperten Schindlers ? Gerade diesem Mann kreide ich an , das er sich mehr der CSU und deren Ministerin Merk verbunden fühlt , als der Wahrheit !!! Dieser unglaubliche Vorgang der Bayrischen Justiz , erinnert nehr an eine Diktatur als an einen Rechtsstaat ...

Uch möchte Sie nun persönlich bitten, sich der Sache anzunehmen und mehr Druck auf die Untersuchung auszuüben , unsere Demokratie hat es verdient...

MfG

KlausLerche

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