Ludwig Hartmann (GRÜNE)
Abgeordneter Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Studium Kommunikationsdesign
Ausgeübte Tätigkeit
Kommunikationsdesigner, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
München-Bogenhausen
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Die Bezeichnung "Energie-Experte" wurde mir von der Presse "verliehen". Ich führe offiziell die Bezeichnung des mir von meiner Fraktion anvertrauten Aufgabengebiets als "klima- und energiepolitischer Sprecher" der Grünen im Bayerischen Landtag. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
12.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Hartmann,

bei der Diskussion zur Energiewende haben sie sich in einem Interview dafür ausgesprochen, in der Nähe von Städten aus Gründen des Landschaftsbildes die neue benötigten Stromtrassen als Erdkabel zu verlegen.
Ab welchem Umkreis z.B. von Ingolstadt würden sie solche Leitungen unterirdisch verlegen?

Herzliche Grüße,
Antwort von Ludwig Hartmann
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10.01.2012
Ludwig Hartmann
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Eine genaue Festlegung darauf, in welchem Umkreis um eine bestimmte Stadt Stromtrassen als Erdkabel verlegt werden sollten, kann erst nach Prüfung der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten durch Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren mit Bürgerbeteiligung erfolgen.
Meine Aussage bezog sich auf die meiner Ansicht nach bürgerfernen Pläne der Bundesregierung, die benötigten Stromtrassen zentralistisch zu planen und umzusetzen. Meiner Ansicht nach kann das aber nur durch die Abwägung der jeweiligen Gegebenheiten vor Ort und durch eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erfolgen. In diesem Zusammenhang habe ich darauf verwiesen, dass einer der zu berücksichtigenden Faktoren das Landschaftsbild sein kann. Ebenso habe ich den Natur- und Landschaftsschutz und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aufgeführt.
Ich gehe ferner davon aus, dass Erdkabel in der Nähe von Städten schon allein deshalb verwendet werden, um die Grundstückspreise und deren Verwertung nicht zu gefährden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Ludwig Hartmann
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
09.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Hartmann,

aufgrund meines Sozialkunde-Unterrichts stelle ich mir die Frage, inwiefern ein Leben als Abgeordneter eingeschränkt wird.
Leidet Ihr soziales Umfeld darunter, dass Sie Ihr Amt angenommen haben? Oder haben Sie es teilweise sogar bereut?

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Sicherheit
09.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Hartmann,

am 28.04.2011 (also vor bald einem Jahr) veranstalteten Sie im Bayerischen Landtag eine Pressekonferenz zu der bis zu diesem Zeitpunkt vom Betreiber des Forschungsreaktors "Heinz Meier-Leibnitz" (FRM-2) in Garching (Technische Universität München) sowie von der Aufsichtsbehörde (bayer. Umweltministerium) der Öffentlichkeit gegenüber verschwiegenen massiven Korrosion im Reaktorbecken des FRM-2. Grundlage für Ihre Pressekonferenz war ein Gutachten der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin, siehe frm2.de .
Zwar behauptete sowohl der Betreiber TUM als auch die Aufsichtsbehörde, dass von der für kerntechnische Anlagen m.E. absolut atypischen Korrosion (es gibt keine annähernd vergleichbare ausgeprägte Korrosion in irgendeiner anderen kerntechnischen Anlage in Deutschland, egal ob Forschungs- oder Leistungsreaktor) im Reaktorbecken des FRM-2 keinerlei Gefahr ausgehen würde, aber ich habe an derartigen, der offensichtlich nur zur Beschwichtigung der Bevölkerung dienenden Aussagen nach wie vor meine erheblichen Zweifel.

Der Reaktor "läuft" seit Oktober 2011 wieder (nach einem Jahr Wartungspause).

Meine Fragen:

  • Haben Sie mittlerweile neue Erkenntnisse zum Korrosionsproblem beim FRM-2, insbesondere zur Ursache?
  • Glauben Sie persönlich, dass der neue, für die Atomaufsicht in Bayern zuständige und verantwortliche Minister Dr. Marcel Huber dieses Problem kritischer beurteilt als sein Amtsvorgänger Dr. Markus Söder (der zuständige Referatsleiter (Referat 9) im Umweltministerium, Prof. Dr.- Ing. Albert Göttle, hatte die Korrosion im Interview mit dem bayerischen Fernsehen (BR-Abendschau) am 28.04.11 bagatellisiert) ?
  • Wird von den Landtags-GRÜNEN (insbesondere von Ihnen) das Problem weiter verfolgt?

Für die Beantwortung meiner Fragen danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
(85386 Eching, ca. 7 km Luftlinie vom FRM-2 entfernt wohnend)
Antwort von Ludwig Hartmann
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18.04.2012
Ludwig Hartmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Leider habe ich momentan keine weiteren gesicherten Erkenntnisse über die weitere Entwicklung rund um die "Rostbefunde" im Becken des FRM II, habe aber gerüchteweise gehört, dass das Problem immer noch nicht behoben ist. Leider sind im Zuge der Energiewende aktuell sehr viele "Baustellen" zu bearbeiten, so dass uns eine intensive Weiterarbeit an dem Thema in den letzten Monaten nicht möglich war. Ich danke Ihnen jedoch dafür, dass Sie das Thema erneut angesprochen haben. Ich werde an dem Thema dranbleiben und demnächst mit einer Schriftlichen Anfrage reagieren.

Zu Ihrer Nachfrage zur Einschätzung des neuen Umweltministers kann ich nur eine Vermutung äußern. Grundsätzlich halte ich Herrn Marcel Huber für einen wesentlich interessierteren Umweltminister als seinen Vorgänger. Im konkreten Fall kann ich mir aber auch gut vorstellen, dass er mit der Angelegenheit noch nicht befasst war.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Ludwig Hartmann
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
24.04.2012
Von:

Die Fragen beziehen sie teilweise auf: www.gruene-fraktion-bayern.de

1. Wenn die Anwohnerrechte nicht gestärkt werden, würden die öffentlichen Anhörungen wohl eher zu Schauveranstaltungen verkommen bei denen jeder mehr oder weniger fundiert was sagen darf, oder wie kommen die Grünen darauf, dass das was bringen soll? Ich kann mir z.B. keineswegs vorstellen das dabei neue Erkenntnisse zum Infraschallproblem durch reines Diskutieren zu Tage treten. Fälle wie dieser: www.bme-law.de erscheinen mir schon realistisch. Gegenbeweise können hier aufgrund fehlender tiefgreifender Untersuchen nicht erbracht werden, und keines Wegs weil es keine zwangsweisen Anhörungen gibt.

2. Ich spreche mich eindeutig gegen Flächennutzungspläne / Konzentrationszonen aus. Falls WKA gesundheitlich unbedenklich sind dürfen sie meiner Meinung nach auch überall gebaut werden. Durch kommunale WKA-Planungen wird mit Sicherheit in manchen Kommunen nur ein Wirtschaftszweig zum blühen gebracht, die Freindalwirtschaft.

3. Fällt ihnen irgendwas am Winderlass auf, das ungerecht sein könnte?

4. Richtigerweise stellten manche Bündnis Grüne und Vertreter von Umweltverbänden fest: Würde man Stromerzeuger per Vollkostenrechnung miteinander vergleichen, hätte Atomstrom nie eine Chance gehabt und Kohle würde auch sehr viel schlechter da stehen. Was gehört nun in eine Vollkostenrechnung für Windkraftanlagen hinein ? Und wie schaut es dann im Vergleich zu Sonnenstrom,Biogas, BHKW, Wasserkraft, Gezeiten/Wellenkraftwerke usw. aus ?

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