Ksenija Bekeris (SPD)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Ksenija Bekeris
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Soziologin
Ausgeübte Tätigkeit
Sprachförderung von Kindern
Wahlkreis
Barmbek - Uhlenhorst - Dulsberg , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 34.368, 15,5%über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
keinen
(...) Zu Ihrer Frage nach Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Wandsbek findet sich im Bezirkswahlprogramm folgende grundlegende Ausrichtung: "Aufgabe bezirklicher Jugendhilfeplanung ist es, dafür zu sorgen, dass in jedem Stadtteil ein ausreichendes Angebot an Einrichtungen der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorhanden ist." Die SPD-Bezirksfraktion setzt sich so wie die gesamte Hamburger SPD für einen deutlichen Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Schulen ein. Sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sollen so auch in den Schulen in Zusammenarbeit mit etwa Vereinen und Verbänden angeboten werden. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
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Ksenija Bekeris hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 29 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Soziales
19.01.2011
Von:

Welche Möglichenkeiten sehen Sie gegen die Leerstände der kleinen Läden
an der Wandsbeker Chaussee; wie sollte der "Kleine TanteEmmaLaden"
mit Ihrer Vielfalt an der Wandsbeker Chaussee in Elbek wieder belebt werden?

Ausserdem würde mich interessieren was für die Jugendlichen an Freizeitmöglichkeiten
geplant ist, damit sie nicht nur planlos auf der Straße rumlungern?

Danke im Voraus
Antwort von Ksenija Bekeris
3Empfehlungen
25.01.2011
Ksenija Bekeris
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich bin Abgeordnete für den Wahlkreis Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg im Bezirk Hamburg-Nord verweise aber gerne auf das Bezirkswahlprogramm der SPD Wandsbek. Die SPD-Bezirksfraktion arbeitet schon länger an den von Ihnen gestellten Fragen.

Im Bezirkswahlprogramm der Wandsbeker SPD heißt es zum Erhalt kleiner Läden: "Wir setzen uns ein (...) für die Stärkung der örtlichen Einkaufszentren sowie der Nahversorgungszentren in den Wohngebieten. Ansiedlungswünsche von Einzelhandelsbetrieben in Gewerbe- und Industriegebieten außerhalb gewachsener zentraler Standorte lehnen wir ab". Dies soll in eine gute Stadtentwicklungspolitik eingebunden werden: "Von zentraler Bedeutung für die künftige Stadtplanung und die künftigen Verantwortlichen im Bezirk sind (...) die Zukunftsgestaltung des Brauhausquartieres und des Umfeldes im Verlauf der Wandsbeker Zollstraße ebenso wie im Bereich des U- und S-Bahnhaltepunktes Wandsbeker Chaussee".

Zu Ihrer Frage nach Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Wandsbek findet sich im Bezirkswahlprogramm folgende grundlegende Ausrichtung: "Aufgabe bezirklicher Jugendhilfeplanung ist es, dafür zu sorgen, dass in jedem Stadtteil ein ausreichendes Angebot an Einrichtungen der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorhanden ist." Die SPD-Bezirksfraktion setzt sich so wie die gesamte Hamburger SPD für einen deutlichen Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Schulen ein. Sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sollen so auch in den Schulen in Zusammenarbeit mit etwa Vereinen und Verbänden angeboten werden.

Als konkrete Maßnahmen werden im Bezirkswahlprogramm der SPD Wandsbek zudem gefordert:
"Verbleib der fachlichen und finanziellen Verantwortlichkeit für alle Jugendhilfeeinrichtungen im Bezirk, keine weiteren Kürzungen im Jugendhilfebereich und die Sicherung der bestehenden Einrichtungen, die Zentralisierung und Vernetzung der Angebote in den Stadtteilen analog dem Community-Center in Hohenhorst, Ausbau der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen, z. B. durch die Bildung eines Jugendbeirates. Wir treten dafür ein, auch Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich in Planungsprozesse einzubringen."

Mit freundlichen Grüßen
Ksenija Bekeris
Ergänzung vom 25.01.2011
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich bin Abgeordnete für den Wahlkreis Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg im Bezirk Hamburg-Nord verweise aber gerne auf das Bezirkswahlprogramm der SPD Wandsbek. Die SPD-Bezirksfraktion arbeitet schon länger an den von Ihnen gestellten Fragen.

Im Bezirkswahlprogramm der Wandsbeker SPD heißt es zum Erhalt kleiner Läden: "Wir setzen uns ein (...) für die Stärkung der örtlichen Einkaufszentren sowie der Nahversorgungszentren in den Wohngebieten. Ansiedlungswünsche von Einzelhandelsbetrieben in Gewerbe- und Industriegebieten außerhalb gewachsener zentraler Standorte lehnen wir ab". Dies soll in eine gute Stadtentwicklungspolitik eingebunden werden: "Von zentraler Bedeutung für die künftige Stadtplanung und die künftigen Verantwortlichen im Bezirk sind (...) die Zukunftsgestaltung des Brauhausquartieres und des Umfeldes im Verlauf der Wandsbeker Zollstraße ebenso wie im Bereich des U- und S-Bahnhaltepunktes Wandsbeker Chaussee".

Zu Ihrer Frage nach Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Wandsbek findet sich im Bezirkswahlprogramm folgende grundlegende Ausrichtung: "Aufgabe bezirklicher Jugendhilfeplanung ist es, dafür zu sorgen, dass in jedem Stadtteil ein ausreichendes Angebot an Einrichtungen der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorhanden ist." Die SPD-Bezirksfraktion setzt sich so wie die gesamte Hamburger SPD für einen deutlichen Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Schulen ein. Sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sollen so auch in den Schulen in Zusammenarbeit mit etwa Vereinen und Verbänden angeboten werden.

Als konkrete Maßnahmen werden im Bezirkswahlprogramm der SPD Wandsbek zudem gefordert:
"Verbleib der fachlichen und finanziellen Verantwortlichkeit für alle Jugendhilfeeinrichtungen im Bezirk, keine weiteren Kürzungen im Jugendhilfebereich und die Sicherung der bestehenden Einrichtungen, die Zentralisierung und Vernetzung der Angebote in den Stadtteilen analog dem Community-Center in Hohenhorst, Ausbau der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen, z. B. durch die Bildung eines Jugendbeirates. Wir treten dafür ein, auch Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich in Planungsprozesse einzubringen."

Mit freundlichen Grüßen
Ksenija Bekeris
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Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
23.01.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Bekeris,

seit Ende 2004 wohne ich in Hamburg und mir fällt hier eine ausgeprägte Neigung zur Kleinstaaterei auf.

Daher stört es mich, dass sich die Themen des Wahlkampfes auch wieder nur innerhalb des Tellerrandes Hamburg bewegen.

Wie würden Sie die Nordstaatsidee in der Bürgerschaft vertreten?

Mit freundlichen Grüßen

Axel Klein
Antwort von Ksenija Bekeris
3Empfehlungen
27.01.2011
Ksenija Bekeris
Sehr geehrter Herr Klein,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Hamburg ist ein Stadtstaat mit langer Tradition. Das bedeutet aber kein Denkverbot. Aus meiner Sicht werden die Einspareffekte aus der Zusammenlegung Hamburgs und Schleswig-Holsteins zu einem Nordstaat überschätzt. Man spart sich sicherlich ein Landesparlament und eine Landeregierung. Ein Nordstaatparlament und eine Nordstaatregierung werden aber aufwändiger und kostenintensiver sein als Landesregierung und Landtag in Schleswig-Holstein und alle mal teurer als Senat und Bürgerschaft. Zudem hätte auch eine kreisfreie Stadt Hamburg in einem Nordstaat einen Oberbürgermeister, eine Stadtregierung und ein Stadtparlament.

Auf der anderen Seite hat der Stadtstaat deutliche Vorteile. Wir können in Hamburg eigene Wege gehen. Wir müssen nicht auf die ganze Bundesrepublik Deutschland und auch nicht auf ein ganzes Land mit seinen Regionen warten. Wir können die Probleme einer Metropole eigenständig - als Stadt und Land zugleich - in Angriff nehmen.

Ein gutes Beispiel ist die Kindertagesbetreuung. Hamburg hat seinen Spitzenplatz unter den westdeutschen Ländern behauptet und ausgebaut. Das liegt aber nicht an CDU-Mehrheiten, sondern an einem Volksbegehren, dass wir Sozialdemokraten maßgeblich initiiert und unterstützt haben. Damit wurde ein Rechtanspruch auf einen Umfang an Kindertagesbetreuung geschaffen, auf den Hamburg mit Recht stolz sein darf. In einem Nordstaat wäre diese Lösung, die insbesondere auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern einer Metropole zugeschnitten ist, nicht durchsetzbar gewesen.

Wenn die Regierenden ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger haben, gibt es keine bürgernähere Landesregierung als die eines Stadtstaates. Im Flächenland finanzieren die Bürger nicht nur eine Gemeindeverwaltung und die Ministerialbürokratie, sondern oft auch noch Kreisverwaltung und Bezirksregierung. Oft sind die Zuständigkeiten dadurch unübersichtlich. Es spricht einiges dafür, dass die Entscheidungen im Stadtstaat nicht nur bürgernäher, sondern auch schneller und günstiger sind.

Dennoch ist eine engere Kooperation in der Metropolregion Hamburg und mit den Nachbarländern - wo immer sie sinnvoll und effektiv ist - anzustreben. Der Beweis, dass die Zusammenlegung der IT zu Dataport, der Eichämter und der statistischen Landesämter tatsächlich Einsparungen gebracht hat, ist allerdings noch immer nicht erbracht.

Mit freundlichen Grüßen
Ksenija Bekeris
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Frage zum Thema Stadtplanung
25.01.2011
Von:

Weshalb ist die SPD gegen eine Stadtbahn?
Eine U-Bahn nach Steilshoop/Bramfeld ist den Bewohnern schon vor 20 Jahren versprochen worden
Aber für die Oper im Hafen ist Geld da
Die leute die schon eine gute Verkehrsverbindung haben sind natürlich gegen die Stadtbahn
Ich werde nur die Partei wählen die für die Stadtbahn ist.
Antwort von Ksenija Bekeris
3Empfehlungen
27.01.2011
Ksenija Bekeris
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die bessere Anbindung von Steilshoop und Bramfeld ist ein dringendes Anliegen, das ich unterstütze. Das Projekt Stadtbahn wurde bisher nicht erfolgreich angegangen. Die derzeit geplante Streckenführung findet keine Zustimmung in der Bevölkerung und die Finanzierung ist unklar. 60% der Hamburgerinnen und Hamburger lehnen die Stadtbahn im Moment ab. Diese müssen überzeugt werden, sonst ist die Stadtbahn, die ein umweltfreundliches und effektives Verkehrsmittel ist, nicht durchsetzbar.

Mit freundlichen Grüßen
Ksenija Bekeris
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Frage zum Thema Soziales
02.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Bekeris,

jetzt ist es wieder so kalt in der Stadt. Ich sehe weniger Obdachlose im Stadtbild als im Sommer, bin aber nicht sicher, wo sie unterkommen und wie sie versorgt sind. Stehen Sie in Kontakt mit obdachlosen Menschen in der Stadt? Gibt es genügend vernünftige Unterkunftsangebote, auch für Frauen, jüngere Treber, ihre Hunde? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Antwort von Ksenija Bekeris
2Empfehlungen
05.02.2011
Ksenija Bekeris
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie sprechen mit ihrer Frage ein wichtiges Thema an, das mir sehr am Herzen liegt und ein Schwerpunkt meiner Arbeit in der Bürgerschaft ist.

Im Winter leben aufgrund der Witterung tatsächlich weniger Menschen auf der Straße. Einige finden kurzzeitig ein Obdach im Rahmen des Winternotprogramms, das alljährlich in Hamburg durchgeführt wird, um Menschen vor dem Erfrieren zu schützen. Wohncontainer werden dafür bei Kirchengemeinden aufgestellt und in Einrichtungen von fördern & wohnen werden zusätzlich Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. In diesem Jahr allerdings haben diese ca. 200 Notbetten nicht ausgereicht.

Dieses Problem war schon im Sommer absehbar. Denn aus verschiedenen Gründen (angespannter Wohnungsmarkt, Zunahme von Flüchtlingen) waren die "normalen" öffentlich-rechtlichen Unterkünfte belegt und teilweise überbelegt. Besonders für Frauen, die Obdach suchen, ist die Situation auch heute noch sehr unbefriedigend.

Der Senat ist sehenden Auges mit einem zu kleinen Winternotprogramm gestartet. Kurzfristig musste dann ein Bunker am Hauptbahnhof geöffnet werden, der bei katastrophalen hygienischen Bedingungen wirklich nur einen Erfrierungsschutz bot. Mittlerweile wurde eine Einrichtung am Holstenhof in Jenfeld für Obdachlose geöffnet, die als Notunterbringung dient. Privatsphäre ist aber in den dortigen Mehrbettzimmern auch nur sehr begrenzt gegeben, sodass es immer noch obdachlose Menschen gibt, die die Straße vorziehen.

In den vergangenen Monaten konnte ich zahlreiche Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe persönlich besuchen und kennen lernen. Dabei hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass nicht nur jetzt im Winter die Situation für Obdachlose sehr schwierig ist. Insgesamt muss die Stadt ein neues Handlungskonzept gegen Wohnungslosigkeit auf den Weg bringen, wenn sie diese ernsthaft bekämpfen möchte. Einen ausführlichen Vorschlag habe ich im Dezember als Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, der erfreulicherweise auch angenommen wurde. Wichtigster Punkt meines Konzepts ist eine stärkere Zielgruppenorientierung. Frauen brauchen eine andere Unterstützung, um aus der Wohnungslosigkeit zu finden, als z.B. junge Erwachsene oder Haftentlassene. Auch ausländische Obdachlose brauchen in unserer Stadt einen Anlaufpunkt, wo sie Unterstützung bei der Entwicklung einer Wohn- und damit Lebensperspektive finden.

Diese Pläne möchte ich in der nächsten Wahlperiode gerne umsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ksenija Bekeris
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Ihre Frage an Ksenija Bekeris
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