Krista Sager (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Krista Sager
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Gymnasiallehrerin für Deutsch u . Geschichte
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Hamburg-Mitte
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Hamburg
weitere Profile
(...) Als eine weitere Alternative zur Ausbildungsförderung bieten diverse Banken unterschiedliche Bildungskredite an, die Sie erst zu einem späteren Zeitpunkt mit geringeren Zinssätzen als bei üblichen Krediten, zurückzahlen müssen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Krista Sager
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Familie
09.10.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Sager,

als Angela Hoffmeyer vom Bundesvorstand des "Väteraufbruch für Kinder" im Rahmen einer Veranstaltung die Ergebnisse einer Befragung der Bundestagskandidaten aller Parteien zur Väterpolitik im Vorfeld der Wahlen präsentierte und sich dabei zeigte, dass von allen fünf im Bundestag vertretenen Parteien, Bundestagskandidaten der Grünen mit großem Abstand am seltensten zugestimmt hatten bei der Frage: "Soll in Deutschland - so wie europaweit Standard - das gemeinsame Sorgerecht auch für nicht miteinander verheiratete Eltern ab Geburt ihres Kindes bzw. ab Vaterschaftsanerkennung eingeführt werden?" (Was eine tatsächliche Gleichstellung ehelicher und nichtehelich geborener Kinder bedeuten würde), rief ein Besucher ungläubig: "Waaas? Ich dachte immer, die Grünen wären so fortschrittlich." Darauf kam aus einer anderen Ecke: "Die Grünen sind doch von Feministinnen dominiert. Die vertreten Fraueninteressen auf Kosten von Vätern und Kindern." Hat er Recht?

Freundliche Grüße
Antwort von Krista Sager
bisher keineEmpfehlungen
22.10.2009
Krista Sager
Sehr geehrter Herr ,

das von Ihnen zitierte Vorurteil entbehrt jeder Grundlage. Bündnis 90/Die Grünen haben als einzige der im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen in der nun endenden Wahlperiode einen Antrag ins Plenum eingebracht, der auf eine Änderung der bestehenden Sorgerechtsregelung bei Nichtverheirateten zugunsten der Väter zielt. Die anderen Fraktionen haben sich dieser Thematik überhaupt nicht gewidmet und unseren Antrag zudem lange im Verfahren blockiert, um einer Entscheidung auszuweichen.
In der Tat gibt es insbesondere beim Sorgerecht für Nichtverheiratete eine Gerechtigkeitslücke, die wir dringend schließen wollen. Kern unseres parlamentarischen Änderungsvorschlages ist eine Stärkung der Mediation im Streitfall und, wenn diese nicht erfolgreich ist, die Möglichkeit einer gerichtlichen Durchsetzung der gemeinsamen Sorge. Das sogenannte Mütterveto wäre damit abgeschafft. Darüber hinaus brauchen wir mehr und bessere Beratungs- und Hilfsangebote zur Unterstützung der Familien, so dass Kinder ihr Recht auf beide Eltern und intakte Sozialbeziehungen leben können.

Mit freundlichen Grüßen
Krista Sager
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Krista Sager
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.