Klaus Uwe Benneter (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Klaus Uwe Benneter
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt und Notar
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt und Notar
Wahlkreis
Berlin-Steglitz-Zehlendorf
Landeslistenplatz
3, über Liste eingezogen, Berlin
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(...) Unabhängig davon bin ich für die Einführung von Volksentscheiden auf Bundesebene. Das bewährte repräsentativ-parlamentarische System des Grundgesetzes könnte durch Volksentscheide sinnvoll ergänzt werden, wenn sich anstehende Fragen und Probleme mit "Ja" oder "Nein" beantworten lassen. So steht es in unserem Grundsatzprogramm und die SPD-Fraktion hat in mehreren Wahlperioden auch Anläufe unternommen, um diesen Programmpunkt umzusetzen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Sicherheit
19.01.2007
Von:
Dr

Betr.: Scientology

Sehr geehrter Herr Kollege Benneter,

gerne hätte ich Ihren Standpunkt zum Thema Scientology in Berlin erfahren.

Bis heute habe ich nicht verstanden, warum es nur in Hamburg eine AGS - Arbeitsgruppe Scientologie gibt. Um den Ernst Reuter Platz / Otto Suhr Allee habe ich

1.) evangl. Schule
2.) L.Cauer Grundschule
3.) Friedensburg Oberschule
4.) Schiller Gymnasium
5.) Private Kantschule
6.) Uni-Institute

wenigstens 6 Lehranstalten gezählt. Daher meine hohe Besorgnis über die Scientologen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. , Rechtsanwalt
Antwort von Klaus Uwe Benneter
1Empfehlung
02.03.2007
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrter Herr Kollege Dr. ,

herzlichen Dank für Ihre Frage bezüglich Scientology in Berlin.

Wie Sie wissen, sind mir die dubiosen Aktivitäten der Scientologen schon lange ein Dorn im Auge. Als Rechtsanwalt habe ich immer wieder ausstiegswillige Mitglieder betreut und vor Gericht vertreten.

Aufgrund der Eröffnung des protzigen Neubaus der Scientologen an der Otto-Suhr-Allee habe ich zudem unlängst für eine Wiederaufnahme der Überwachung durch den Berliner Verfassungsschutz geworben. Meines Erachtens dokumentiert dieses Gebäude eine neue, Qualität im öffentlichen Auftreten der Sekte.

Darüber hinaus sind auch mir die guten Erfahrungen mit der Arbeitsgruppe Scientology um Ursula Caberta in Hamburg bekannt und ich würde mir wünschen, dass beim Berliner Senat eine ähnliche Stelle eingerichtet werden würde.

Sehr geehrter Herr Kollege, ich habe Ihr Schreiben – Ihr Einverständnis voraussehend – an die Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen mit der Bitte weitergeleitet, gegebenenfalls vor Ort auch eine entsprechende Arbeitsgruppe einzurichten.

Mit herzlichen Grüßen,

Klaus Uwe Benneter
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
06.02.2007
Von:

Ich würde gern wissen, wie die Überwachung m. Trojaner aussehen soll, wenn die Leute arabisch schreiben, die Texte verschlüsseln, ihren Provider in einem der arabischen Staaten haben und ihre Mails aus dem Internetcafe versenden.

Können die Steuergelder nicht sinnvoller eingesetzt werden, z.B. für frühkindliche, integrative Kinderbetreuung und Jugendarbeit?

B.
Antwort von Klaus Uwe Benneter
1Empfehlung
17.04.2007
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrte Frau ,

auf Ihre E-Mail vom 06.02.07 kann ich Sie beruhigen. Sprachliche Probleme dürften wohl das Geringste sein, die bei Online-Durchsuchungen zu berücksichtigen wären.

Der Bundesgerichtshof hat jetzt festgestellt, dass Online-Durchsuchungen von den bisher bestehenden Normen der Strafprozessordnung nicht gedeckt sind. Deshalb stellt sich für uns jetzt die Frage, ob es verfassungsrechtlich, insbesondere unter dem geltenden Verhältnismäßigkeitsgrundsatz erforderlich und möglich ist, für Online-Durchsuchungen eine ergänzende gesetzliche Bestimmung zu treffen.

Diese Fragen diskutieren wir gegenwärtig in unserer Fraktion unter Innen- und Rechtspolitikern, wobei wir insbesondere auch klären wollen, ob im Zeitalter des Computers für Durchsuchungen neue Maßstäbe gesetzt werden sollen oder gesetzt werden müssen. Wie Sie wissen, finden bisher nach der Strafprozessordnung Durchsuchungen immer gegenüber den Betroffenen offen und unter entsprechender Benachrichtigung statt.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Uwe Benneter, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
06.02.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Benneter,

Sie sind als Bundestagsabgeordneter zwar nicht unmittelbar dafür zuständig, aber ich hätte gern Ihre Meinung zu der Ihnen möglicherweise auch bekannten, wie ich finde skandalösen Praxis der Evangelischen Kirche in Berlin erfahren, Nichtmitglieder, die wegen lange zurückliegenden Kirchenaustritts diesen nicht mehr mit einer Bescheinigung, wohl aber langjähriger Praxis von Finanzbehörden anderer Bundesländer belegen können, nach Zuzug nach Berlin, sozusagen im Wege der Zwangsmitgliedschaft zur Kirchensteuer heranzuziehen. Darüber hinaus halte ich es für sehr bedenklich, daß die Meldebehörden in Berlin Betroffene bei der Anmeldung in Berlin nicht auf diese Praxis der Evangelischen Kirche hinweisen und damit - abgesehen von der Weitergabe der Daten an kirchliche Stellen - dazu beitragen, den neu Zugezogenen einen finanziellen Schaden zu verursachen, der bei unmittelbar nach Zuzug deklaratorisch wiederholtem Kirchenaustritt in Berlin unterblieben wäre. Auch hierzu hätte ich gern Ihre Meinung erfahren.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus Uwe Benneter
1Empfehlung
25.04.2007
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrter Harr ,

bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt dazu komme, auf Ihre E-Mail vom 06.02.07 zu antworten.
Ich kann verstehen, dass die unumkehrbar bestehende Beweispflicht für ihren jahrelang zurückliegenden Kirchenaustritt bei nach Berlin gezogenen Nichtkirchenmitgliedern für Unmut sorgt. Insofern halte ich es persönlich auch für problematisch, dass der Nachweis über den Kirchenaustritt allein über die Austrittsbescheinigung zu führen ist. Der Sprecher für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der evangelischen Landeskirche, Markus Bräuer, hat mir in diesem Zusammenhang jedoch versichert, dass die evangelische Landeskirche bemüht ist, unbillige Härten für die Betroffenen zu vermeiden. So unternimmt das Steuerreferat der Landeskirche im Falle ungeklärter Kirchenmitgliedschaften selbst Nachforschungen, indem sie Kontakt zu der jeweils vormaligen Kirchengemeinde aufnimmt. Dort liegt üblicherweise eine entsprechende Austrittsbescheinigung vor. Die weit überwiegende Zahl aller Fälle wird auf diese Weise zugunsten der Betroffenen entschieden. Sollte dieser Weg nicht Erfolg versprechend sein, rät die evangelische Landeskirche den Betroffenen zum nochmaligen Austritt. Ich denke, dass vor diesem Hintergrund nicht von einer Zwangsmitgliedschaft gesprochen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Uwe Benneter
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Frage zum Thema Soziales
05.03.2007
Von:
Uwe

Wo bitte bleibt die Anpasssung der Abgeordnetenpensionen an das Niveau der normalen Rentner. Schließlich sind die Rentenkassen auch durch gerade Mitglieder der SPD Vorgängerregierung geplündert wurden. Damals warnte Herr Lafontaine schon vor genau diesen Problemen, die im Zuge der Wiedervereinigung auf die Menschen zukommen.

Wann endlich erhalten die Abgeordneten des deutschen Bundestages ihre Rentenanpassung. Wie kann es sein das Abgeordnete ( "Volksvertreter") aus Steuermitteln eine Pension erhalten die fern aller Dinge liegt. Wenn ein Facharbeiter für eine gleiche Rente hunderte von Jahren arbeiten muss.

Oder gilt das Sparen nur für den normalen Bürger?

Sind unsere angeblichen "Volksvertreter" hiervon ausgenommen!

Alle anderen Menschen zahlen mit ihrem Renteneintrittsalter ( 67)nunmehr die Zeche für diese Politik.
Antwort von Klaus Uwe Benneter
1Empfehlung
08.03.2007
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail, die uns von abgeordnetenwatch.de zugestellt wurde. Ihre Fragen zum Thema "Soziales" werden wir so schnell wie möglich beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Wernicke
Mitarbeiterin
Ergänzung vom 30.04.2007
Sehr geehrter Herr ,

ich verstehe Ihren Unmut über die leeren Rentenkassen. Diese Situation ist alles andere als schön. Vor allem, da hiervon wieder einmal diejenigen am härtesten betroffen sind, die ohnehin schon sehr wenig haben. Das Rad der Geschichte können wir aber nicht mehr drehen. Ob Oskar Lafontaine dazu in der Lage gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln. Denn es gibt mittlerweile eindeutige Studien darüber, dass sich unsere Sozial- und Wirtschaftsordnung bereits zu Beginn der 80 ziger Jahre in einer tief greifenden Strukturkrise befand.

In der Debatte um die Rentenreform standen wir vor der Entscheidung, ob wir das System der gesetzlichen Rente ganz aufgeben oder - wenn auch auf deutlich kleinerer Flamme – aufrechterhalten. Ich denke, wir haben uns aus guten Gründen für letzteres entschieden. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters war dabei mit Blick auf den fortschreitenden demographischen Wandel unvermeidbar. Ich habe Verständnis, wenn es Ihnen wie ein Tropfen auf den heißen Stein erscheint: Dennoch konnten wir gestern erstmals seit vier Jahren wieder eine Erhöhung der Altersbezüge um 0,54 Prozent beschließen.

Sie haben Recht, dass im Zuge der Renten- und Versorgungsreform auch die Altersversorgung der Abgeordneten anzupassen ist. Die Debatte um die Rentenkürzung macht deshalb auch vor uns Abgeordneten nicht halt: Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich für eine deutliche Reduzierung der Altersversorgung ausgesprochen. Über die endgültige Höhe der Anpassung laufen bereits erste Koalitionsgespräche. Ebenso zur stufenweisen Anhebung der Regelaltersgrenze.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Klaus Uwe Benneter, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
05.03.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Benneter,

Vor einem Jahr (26. März 2006) hat die Schutzkommission beim Bundesminister des Innern den "Dritten Gefahrenbericht" zum breiten Spektrum drohender Gefahren und resultierender Erfordernisse vorgelegt.

Die fünf wichtigsten Lücken in der Gefahrenabwehr sind laut diesem Bericht:
"1. Mobilisierung der Selbsthilfepotenziale in der Bevölkerung.
2. Schutz kritischer Infrastrukturen,
3. Warnung und fortdauernde Unterrichtung der Bevölkerung und der Organisationen des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe,
4. Versorgung und Nachsorge im medizinischen, pharmazeutischen und psychosozialen Bereich,
5. Allgemeine institutionelle Organisation der Notfallversorgung,
6. Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser."
Zusammenfassung hier:
www.bbk.bund.de

Ich möchte Sie höflich um Ihre Analyse des Gefahrenberichtes bitten und fragen, was Sie bzw. der Ausschuss für Inneres im letzten Jahr konkret getan haben, um für eine Schliessung dieser Lücken zu sorgen und Deutschland und alle hier lebenden Menschen besser zu schützen.

Als Berliner interessiert mich insbesondere, wie Sie den Zivilschutz im Falle eines Terroranschlags einschätzen und welche Verbesserungen im letzten Jahr vorgenommen wurden.

Ich stelle diese Fragen völlig unaufgeregt und nüchtern. Ich bin nicht jemand, der Angst schüren will. Es kann zwar keine totale Sicherheit vor Terrorismus geben, aber man sollte so gut es geht vorbereitet sein. Insbesondere während der deutschen EU- und G8-Präsidentschaft.

Die häufig von der Bundesregierung zu hörende Meinungsäußerung, dass Deutschland eines der sichersten Länder der Welt sei, halte ich für wertlos, da niemand wissen kann, welche Länder die sichersten sind. Wie soll man das auch messen?

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Klaus Uwe Benneter
1Empfehlung
08.03.2007
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail, die uns von abgeordnetenwatch.de zugestellt wurde. Ihre Fragen zum Thema "Inneres und Justiz" werden wir so schnell wie möglich beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Wernicke
Mitarbeiterin
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Ihre Frage an Klaus Uwe Benneter
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