Klaus Uwe Benneter (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Klaus Uwe Benneter
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt und Notar
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt und Notar
Wahlkreis
Berlin-Steglitz-Zehlendorf
Landeslistenplatz
3, über Liste eingezogen, Berlin
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Der Polizeiabschnitt 45 hat mir die telefonische Zusage gegeben, dass das fehlende Verkehrsschild noch heute in der Straße angebracht wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.07.2009
Von:

S.g.H.Benneter!
der tag, an dem die bürger ihren parlamentariern mit stehenden ovationen , wie sie auf den parteitagen üblich sind, huldigen, liegt wohl noch in weiter ferne, denn eine verkettung v. verdrießlichkeiten führte zu dem oft zitierten verdruß. wohlklingende prädikate wie christlich, sozial u. demokratisch verlieren im polit. alltag leider an bedeutung, denn winkelzüge i. verborgenen, vorenthaltung und täuschung gefährden eine gewisse rechtsstaatlichkeit. ein parlament, das dies alles zuläßt,verunsichert d. bürger und schürt deren mißbilligung. "white corruption als beziehungsnetzwerk d. heimlichkeiten"(transparency deutschland) abhängigkeiten zwischen politik u. wirtschaft, ämterpatronage, ausufernde bürokratie, nepotismus u.a. schaden dem ansehen d. akteure beträchtlich, und müssen raus a. dem schatten ans licht d. öffentlichkeit, dem größten feind d. korruption.
bedenklich erscheint auch die zunehmende einflußnahme d. parteien i. den hohen ämtern, gerichten ( auswahl d. richter i. BVG duch die parteien), medien u. rundfunkanstalten. das ist ja nicht neu, richard v. weizäcker beklagte schon einmal die " machtversessenheit d. parteien". in ämtern
kann man bequem opportune mitstreiter unterbringen od. loswerden, wie fr. merkel das mit kollegin schavan zu tun beabsichtigt, die sich schon freut , unter d. porträt v. konrad adenauer, weiterhin politische glanzleistungen zu schaffen.
aufrichtige abgeordnete, journalisten, juristen, verfassungsrechtler und persönlichkeiten m. hoher reputation wie werner herzog ( konvent f. deutschland) machen sich sorgen um die zukunftsfähigkeit unseres landes. herzog sagt : " da ist etwas verrutscht". auch unsere entscheidungsträger sind aufgefordert, endlich konzepte zu entwickeln, die transparenz schaffen, denn der bürger wünscht sich einen sauberen staat, in dem das moralische stolpern die ausnahme ist.
Sehr g. H. Benneter, was wird die SPD tun, um diese übel zu beseitigen oder zumindest d. ausweitung zu verhindern?

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Frage zum Thema Inneres und Justiz
07.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Benneter,

der Öffentlichkeit wurde vermittelt das ein Paintballverbot vom Tisch sei.

In der Tagesordnung zur nächsten Sitzung des Bundesrates am 10.07.2009 soll das "Vierte Gesetz zur Änderung des Sprengstoffgesetzes" behandelt werden.
Unter Punkte 15 lese ich nun bei "zu 577/09” unter 3.2 "ist zu prüfen, inwieweit Möglichkeiten bestehen, reale Spiele mit Tötungs- oder Verletzungssimulation bei Bedarf zu unterbinden oder zumindest –etwa durch Altersgrenzen oder Vorgaben zur Gestaltung des Spiels- sinnvoll einzuschränken."??
Diese bestehen bereits, Paintball als Spiel ist in Deutschland erst ab 18 erlaubt, es gibt keine Felder wo ein minderjähriger spielen darf. Die Markierer sind erst ab 18 erhältlich.

Und unter "577/1/09” 2. c, bb "Paintball als Spiel, bei dem die Tötung oder Verletzung von Menschen unter Einsatz von Schusswaffen oder diesen nachgebildeten Gegenständen simuliert wird, zu verbieten und bei einem Verstoß gegen das Verbot als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu bewehren."

www.bundesrat.de

Ist das der Versuch heimlich still und leise nun doch ein Paintballverbot unter möglichst wenig Aufsehnen durchzusetzen um dann die Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen zu stelle?

Ich habe die Diskussion verfolgt und war wie viele andere sehr erleichtere als dieser, aus meiner sicht überzogene und von Aktionismus getriebene, Versuch einer Gesetzgebung scheinbar fallengelassen wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus Uwe Benneter
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15.07.2009
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 7. Juli 2009.

Die von Ihnen zitierten Dokumente sind kein Paintballverbot durch die Hintertür, sondern ein Prüfauftrag als Konsequenz aus dem furchtbaren Amoklauf von Winnenden.
"Paintball" ist eine Freizeitaktivität, die ich persönlich für absurd und überflüssig halte. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Erwachsene Freude daran haben, "spielerisch" mit Farbkugeln aufeinander zu schießen. Das sind keine Indianerspiele mehr. Wer in Tarnanzügen und realistisch anmutenden Schusswaffen auf Menschen schießt, kommt damit einer paramilitärischen Übung sehr nahe.
Dennoch: Es gibt keine Untersuchungen, wonach "Paintball" in irgendeinem Zusammenhang mit Straftaten stehen soll. In der von Ihnen zitierten Begleitentschließung des Deutschen Bundestages zur Novellierung des Waffenrechts fordern wir deshalb die Bundesregierung auf, das Gefahrenpotenzial von realen Spielen mit Tötungs- oder Verletzungssimulation unter Einbeziehung von kriminologischen, psychologischen und soziologischen Gutachten zu untersuchen. Vom Ergebnis dieser Untersuchungen hängt es ab, ob und gegebenenfalls inwieweit derartige Spiele einer Regelung bedürfen. Das sind wir nicht nur den Hinterbliebenen schuldig.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Uwe Benneter, MdB
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Frage zum Thema Arbeit
08.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Benneter,

als Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall mache ich mir ernsthafte Sorgen um meine weitere Existenz in diesem Unternehmen. Nachdem der damalige Senat das Unternehmen Bewag verkauft hat und nun in den Händen des schwedischen Vattenfall Konzerns liegt, ist die Anzahl der Mitarbeiter in Berlin weniger als die Hälfte groß.

Ständige Sparmaßnahmen, Ausgliederungen und Existenzbedrohungen trotz eines bestehenden Tarifvertrags sind an der Tagesordnung. Besonders ersichtlich wird die Situation in diesen Tagen, aufgrund der aktuellen Situation um das Atomkraftwerk Krümmel.

Leider zeigen sich in vielen Unternehmen Manager nur Ihren Gewinnen verantwortlich, nicht aber gegenüber Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Gesellschaft.

So zeigt sich auch in diesem Unternehmen, trotz enormer Gewinne und großer Steigerungsraten, dass es immer weiter an der Kostenschraube drehen möchte und von einem zum anderen Rekordgewinn eilen will, trotz Finanzkrise!!!

Die gegenwärtigen Debatten um verantwortungslose Manager und Gewinnmaximierung bewegen mittlerweile auch die katholische Kirche.

Meine Fragen:

Wie sieht Ihre Haltung und die Haltung Ihrer Partei hierzu aus?

Ist Ihnen die Situation hier in Berlin mit Vattenfall bekannt und wie Verhält sich der Senat als ehemaliger Anteilseigner zu der angespannten Situation, die uns als Arbeitnehmer dieses Unternehmens bewegen?

Wären Sie auch bereit auf Einladung an einer Betriebsversammlung teilzunehmen?

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Frage zum Thema Wirtschaft
23.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Benneter,
Sie haben schon eine Fragen zur Deutschen Bahn AG beantwortet. Ich möchte da nochmal nachhaken.
Ich gehe davon aus, dass Sie von dem unvernatwortlichen Chaos bei der Berliner S-Bahn gehört haben.
Nach meiner Auffassung sind dort sträflichst Sicherheit, Sinn und Zweck der S-Bahn und nicht zu letzt Wirtschaftlichkeit aus den Augen verloren worden. Dafür verantwortlich sind nicht nur die vier entlassenen Manager, sondern auch die sonstigen Führungskräfte der S-Bahn und insbesondere die Führungskräfte der Deutschen Bahn AG, deren Tochterunternehmen die S-Bahn ja ist. Da die Deutsche Bahn ja dem Bund gehört ist auch auf der politikeben einiges schief gelaufen. Auch dort gibt es Verantwortliche für den Kurs der da scheint Börse um jeden Preis.
Der Verdacht liegt nahe, dass viele der entscheidungsträger/innen nur selten S-Bahn fahren müssen....
Wie stehen sie zu der tasache, dass die Berliner S-Bahn durch den Berliner Senat Millionen an Steuergeldern erhält und dann Millionen an die Deutsche Bahn als Gewinn abführt?
Halten Sie den ausdauernden Privatisierungskurs, der durch die Regierungen dieses Landes (von Kohl über schröder zu Merkel)verfolgt wurde und wird für richtig?
Wäre es nicht sinnvoller sich von der (von Lobbyisten der jeweiligen Sparte) eingebrachten Lehre "der Private kann alles besser als der Staat" zu lösen und statt dessen den mühsamen aber Weg der Veränderung der Organisationsstrukturen im Staat, in den Behörden zu verändern? Denn die Mitarbeiter/innen können genausogut arbeiten wie die Mitarbeiterinnen in jedem privaten unternehmen, wenn die Bedingungen stimmen!
Ich weiß da wovon ich rede, denn ich arbeite im öffentlichen Dienst in Berlin.
Was unternehmen sie persönlich konkret um solche Mißstände im öffentlichen Bereich (heute S-Bahn Berlin, morgen ..... in XY) zu verhindern?
Antwort von Klaus Uwe Benneter
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20.08.2009
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrter Herr ,

gern antworte ich auf Ihre Frage vom 23. Juli 2009.

Auf ganz verschiedenen Gebieten wollen die neoliberalen Speerspitzen der CDU/CSU und der FDP weiter öffentliche Güter privatisieren. Dazu haben wir Sozialdemokraten eine klare Meinung:

Wasserversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung, Personennahverkehr, Flughäfen und Flugsicherung, wichtige Gesundheits- und Sozialdienste und auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk dienen dem Gemeinwohl. Sie dürfen nicht privatisiert werden.

Für mich ist auch Sicherheit ein öffentliches Gut, das keine Ware werden darf. Es ist die ureigenste Aufgabe des Staates, für die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Deshalb bin ich gegen eine Privatisierung von staatlichen Sicherheitsaufgaben.

Das gilt auch für die Justiz: Vieles kann der Staat da besser und günstiger als Private, zum Beispiel im Bereich des Strafvollzugs, der Grundbuchämter, des Gerichtsvollzieherwesens und der Handelsregisters. Immer wieder werden im Bundestag solche Privatisierungsinitiativen gestartet. Als Mitglied des Rechtsausschusses konnte ich das gemeinsam mit meinen Kollegen und Kolleginnen aus der SPD verhindern.

Die SPD tritt für eine starke und bürgerfreundliche Bahn ein. Wir wollen mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern. Um die Attraktivität des Schienenverkehrs weiter zu erhöhen, setzen wir auf ein leistungsfähiges Schienennetz, auf attraktive, barrierefreie Bahnhöfe, eine gute Vertaktung der unterschiedlichen Angebote und ein kundengerechtes, leicht verständliches Tarifsystem. Die Bahn muss stark, wettbewerbsfähig und kundenfreundlich sein. Das kostet viel Geld. Hinzu kommt die europäische Marktöffnung für den Güterverkehr und für den internationalen Personenverkehr ab dem Jahr 2010. Das sorgt für zusätzlichen Wettbewerb, eröffnet unseren deutschen Bahnunternehmen aber auch neue Chancen in Europa.

Bitte erinnern Sie sich an den Zustand der Bahn Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die damalige Situation war gekennzeichnet durch stetig sinkende Marktanteile und einen extremen Investitionsrückstand bei gleichzeitiger hoher Verschuldung. Deshalb entschied man sich für eine formelle Privatisierung als neu gegründete Deutsche Bahn AG, um so staatliche Verantwortung mit den Vorteilen privatrechtlicher Betriebsorganisation zu kombinieren. Nach fast 15 Jahren können wir eine insgesamt positive Bilanz ziehen. Aus einer unbeweglichen Staatsbahn mit einem riesigen Schuldenberg ist ein modernes Unternehmen geworden: Wir verzeichnen einen Anstieg der Verkehrsleistungen im Güter- und Personenverkehr sowie eine Steigerung von Konzernumsatz, Produktivität und betrieblichem Ergebnis bei der DB AG.

Eine Privatisierung der Deutschen Bahn AG war für uns Sozialdemokraten aber nie Selbstzweck. Der mit einer Privatisierung verbundene Spardruck darf nicht auf Kosten der Sicherheit gehen oder auf dem Rücken der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns ausgetragen werden. Auch dass die Berliner S-Bahn einen guten Teil ihres erwirtschafteten Gewinns an die Deutsche Bahn AG abführen muss, hat die SPD wiederholt kritisiert. Jetzt müssen wir die Lehren aus dem S-Bahn-Desaster ziehen.

Deshalb ist die Privatisierung der Deutschen Bahn AG für die SPD kein Thema mehr. Sie soll auch künftig als integrierter Konzern bestehen bleiben. Das haben wir auch ausdrücklich in unserem Wahlprogramm klargestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Uwe Benneter, MdB
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Frage zum Thema Internationales
10.08.2009
Von:

Außenminister Steinmeier folgt meines Wissens der Strategie Deutschlands Atomwaffenfreiheit vom Abrüstungsprozess der ehemaligen Supermächte USA und Rußland abhängig zu machen.
Inwieweit unterstützen Sie diese Position ? Was halten Sie von der über diese Strategie hinausgehenden Forderung nach einer weitergehenden aktiveren Initiative der deutschen Politik zu Abrüstung und Atomwaffenfreiheit in Europa ? Wie wollen Sie den Schutz der deutschen Bevölkerung vor Unfällen mit den hier vorhandenen NATO Atomwaffen sicherstellen? Haben deutsche Behörden überhaupt Kontroll- und Aufsichtsmöglichkeiten über die hierzulande sich befindlichen Atomwaffen ?
Wenn die deutsche Bevölkerung schon mit den umstrittenen und von der Mehrheit abgelehnten Atomkraftwerken aus angeblichen Gründen der Energieversorgung leben muß, wie ist dann die Lagerung und Einsatzbereithalteung von Atomwaffen zu begründen. Diese werden im Ernstfall ja wohl primär auszuschaltende Ziele mit den entsprechenden Kollateralschäden ( bei mehrfacher größerer Zerstörungskraft als die Hiroshima Bombe) für die Bevölkerung sein !
Sie werden verstehen das meine Wahlstimme und meine Argumentation in meinem sozialen und beruflichen Umfeld von der zeitnahen ( d.h. v o r den Wahlen) Beantwortung meiner Frage abhängen.
M.f.G.
Antwort von Klaus Uwe Benneter
2Empfehlungen
08.09.2009
Klaus Uwe Benneter
Sehr geehrter Herr ,

gern antworte ich auf Ihre Frage vom 10. August 2009.

Ich stimme Ihnen zu: Bei Atomwaffen kann man auch bei höchsten Sicherheitsstandards und umfassenden Notfallplänen ein Restrisiko nicht auszuschließen. Deshalb tritt die SPD seit langem für vollständige nukleare Abrüstung und einen Ausstieg aus der Kernenergie überhaupt ein. Die Nuklearwaffen sind ein Relikt des Kalten Krieges und heute militärisch obsolet. Außenminister Steinmeier bemüht sich unermüdlich darum, die Abrüstungspolitik voranzubringen, zuletzt durch die Ausrichtung eines hochrangigen Treffens zur Zukunft der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa im Juni 2009 in Berlin.

Für einen Abzug der taktischen Atomwaffen aus Europa (die in Deutschland der Kontrolle der US-Armee unterliegen) müssen wir nicht nur bei den USA werben, sondern auch bei den NATO-Verbündeten, die ebenfalls - wie Deutschland - an der NATO-Politik der "nuklearen Teilhabe" beteiligt sind, insbesondere den Niederlanden, Belgien und der Türkei. In Zusammenarbeit mit der neuen US-Regierung unter Präsident Obama besteht die Chance, in dieser Frage endlich substantielle Fortschritte zu machen. So hat Präsident Obama nach Zeitungsberichten angekündigt, die Pläne für den Aufbau einer Raketenabwehr in Polen und Tschechien auf den Prüfstand zu stellen. Das ist ein ermutigendes Zeichen.

Welchen hohen Stellenwert Abrüstung und Nichtverbreitung von Atomwaffen für die SPD haben, geht auch aus dem Hamburger Parteiprogramm von 2007 hervor. In dem entsprechenden Abschnitt auf den Seiten 24 und 25 heißt es:

"Die zunehmende Verbreitung von Massenvernichtungswaffen verlangt eine neue Politik der effektiven Rüstungskontrolle, der Rüstungsbegrenzung und der der Abrüstung. Wir treten ein für den Abzug sämtlicher Atomsprengköpfe, die auf deutschem Boden lagern. Wir bekräftigen unser Ziel einer atomwaffenfreien Welt und werben dafür, die Urananreicherung unter internationale Kontrolle zu stellen. Wir setzen uns dafür ein, eine internationale rechtsverbindliche Ächtung des Einsatzes von Atomwaffen durchzusetzen. Der Weltraum muss von Waffen frei sein. Verstärkte Anstrengungen widmen wir der Begrenzung und Kontrolle konventioneller Rüstungsgüter. Gerade bei der Abrüstung setzen wir darauf, bestehende multilaterale Verträge zu stärken und auszubauen. Produktion und Export von Landminen und Streubomben müssen verboten werden.

Wir werden auch künftig sicherstellen, dass Deutschland Herstellung Besitz und Anwendung von Massenvernichtungswaffen nicht anstrebt. Wir sind einer strengen Rüstungsexportpolitik verpflichtet. Rüstungsgüter sind keine normale Handelsware. Die Einhaltung der Menschenrechte, gute Regierungsführung und das Verbot, Waffen in Konfliktregionen zu liefern, sind für uns maßgeblich bei Ausfuhrgenehmigungen. Rüstungsexporte in Entwicklungsländer sind abzulehnen, weil sie die nachhaltige Entwicklung eines Landes gefährden."

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Uwe Benneter, MdB
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