Klaus-Peter Flosbach (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Klaus-Peter Flosbach
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsberater
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Oberbergischer Kreis
Ergebnis
49,1%
Landeslistenplatz
32, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Energie
06.09.2005
Von:

Ich hatte die Frage nach Ihrer Meinung zum EEG gestellt. Ihre Antwort war für mich sehr unbefriedigend. Sie stellt lediglich den CDU-Allgemeinplatz zu diesem Thema dar, ohne auf die Einzelheiten einzugehen.

1.
Was nennen Sie "exorbitante Subventionierung"? Die vom Netzbetreiber zu zahlende Mindestvergütung?

2.
Warum wollen Sie Strom aus erneuerbaren Energien dauerhaft mit 12,5% marginalisieren? Stimmen Sie mir zu, wenn ich sage: Langfristig muss aus Gründen der Endlichkeit der fossilen Energieträger und aus Klimaschutzgründen 100% Strom aus erneuerbaren Energien kommen (jetzt mal Kernenergie nicht betrachtet)?

3.
Wie stehen Sie zu den Grundpfeilern des EEG:
  • Vorrang für Strom aus Erneuerbaren
  • Abnahmepflicht
  • Gesetzliche Mindestvergütung
  • Zeitraum 20 Jahre
  • Verteilung der Kosten auf alle Endverbraucher

mfg
C.

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Frage zum Thema Verteidigung
06.09.2005
Von:

Sehr geheerter Herr Flosbach!
Was sind eigentlich ihre persönliche Ziele?
Und glauben Sie wirklich, dass CDU gewinnen wird?
Warum sollen wir ausgerechnet Sie wählen?

Mit freundlichen Grüßen

ZEYNEP AKGÜN

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Frage zum Thema Umwelt
06.09.2005
Von:

Sehr geehrter Hr. Flosbach,
ich empfinde es als einen Missstand, dass Jäger ihr Hobby mit Bleischrot ausüben dürfen. Raubvögel fressen angeschossene Tiere und vergiften sich. Ihre Reaktionsfähigkeit lässt nach und sie werden an der Straße überfahren oder kollidieren mit einem Hindernis. Es steht eine Alternative in Form von Stahlschrot zur Verfügung. Wie stehen Sie dazu?
MfG :-)

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Frage zum Thema Energie
06.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

die CDU zerreißt in ihrem "Schwarzbuch" zur Energiepolitik, das eine Zeitlang auf der CDU-Homepage zu finden war, die Leistungen der alten Regierung in der Luft. Dort wird von "exorbitanter Förderung" der erneuerbaren Energien gesprochen, von Arbeitsplatzverlusten allein durch Windenergie in der Höhe von 120.000 bis zum Jahr 2020 und von einem maximalen Ausbau auf 12,5 % (wobei 11 % jetzt schon fast erreicht sind). Diese Argumentation liegt auf der Linie der Energieversorger, die das EEG für die letzten Preiserhöhungen verantwortlich machen und gleichzeitig gute Bilanzen vorlegen. Herr Norbert Walter von der Deutschen Bank hat dieser Argumentation der Versorger widersprochen und Herr Klaus Töpfer von der Umweltbehörde der UN stärkt ebenfalls den erneuerbaren Energien den Rücken. Ich bin auch der Meinung, dass durch das EEG hochtechnologische Arbeitsplätze in Deutschland entstanden sind (GE, Siemens, Enercon, REpower…). Windstrom wird mit 8,5 Cent je kWh vergütet (der Endverbraucherpreis liegt bei ca.15-19 ct/kWh). Die Vergütung sinkt pro Jahr um 2 %. Das ist aus meiner Sicht nicht exorbitant. Die Windkraftbranche exportiert derzeit schon ca. 50 %. Wollen Sie diese Arbeitsplätze gefährden?

Ich fordere Sie im Sinne eines ehrlichen Wahlkampfes auf, in dieser Sache noch vor dem 18.09.2005 eindeutig Stellung zu beziehen.

MfG
<><

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Frage zum Thema Bürgerrechte
15.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

ich habe eine Frage. Warum setzt die CDU/CSU nicht mehr für Hörbehinderten ein? Ich bin hörbehindert und Untertitel im Fernsehen oder auf DVD angewiesen. Leider gibt es hierzu noch kein Gesetz, welches vorschreibt daß Untertitel im Fernsehen oder auf DVD verpflichtet sind. In anderen Ländern wie in USA oder England ist solche längst vorgeschrieben, doch in Deutschland ist von solchem Gesetz weit in Ferne. Versprechungen gingen bisher immer leer aus und das schon fast seit 20 Jahren. Antidiskriminierungsgesetz (ADG) wurde von CDU/CSU klar abgesagt. Ich kann die Absage schon zum Teil verstehen, aber für Behinderten habe ich kein Verständnis auf Absage. Wenn man selbst einmal betroffen ist, dann versteht man besser.

Dazu gibt es auch eine informative Internetseite:

www.taubenschlag.de/untertitel

Über Ihre Antwort würde mich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus-Peter Flosbach
3Empfehlungen
16.09.2005
Klaus-Peter Flosbach
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage!

Vorab möchte ich erwähnen, dass sich die Union in der laufenden Wahlperiode auch für die Belange von schwerhörigen oder gehörlosen Menschen stark gemacht hat. In der Kleinen Anfrage „Früherkennung und Frühförderung hörgeschädigter Kinder“ hat sich die Union für die Einführung eines flächendeckenden Neugeborenenhörscreenings sowie eine zeitnahe und methodenoffene Frühförderung der betroffenen Kinder eingesetzt. Jedes Kind soll so früh wie möglich die Förderung erhalten, die es für seine weitere Entwicklung braucht. Im Vorfeld der Kleinen Anfrage hat sich die Fraktion auch Kontakt mit verschiedenen Betroffenen- und Angehörigenverbänden schwerhöriger und gehörloser Menschen eingesetzt.

Es ist nicht nur mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl im Interesse der Union, dass auch hörgeschädigte Menschen die politische Berichterstattung im Fernsehen mitverfolgen können, zumal der Zugang zum Medium Fernsehen für diesen Personenkreis eine wichtige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedeutet. Wir werden uns deshalb auch in Zukunft im Dialog mit den Fernsehsendern dafür einsetzen, dass im Rahmen des technisch und finanziell Realisierbaren möglichst viele und insbesondere politische Sendungen mit Untertiteln unterlegt oder mit der Gebärdensprache verständlich gemacht werden.

Bereits während des 18. Parteitages vom 5. bis zum 6. Dezember in Düsseldorf wurde durch die CDU einen Service zur Integration und Information von Menschen mit Behinderungen angeboten. Erstmals bei einem CDU-Parteitag übersetzen an diesem Tag Gebärdendolmetscher Reden und Diskussionsbeiträge in die Deutsche Gebärdensprache.

Gerade ARD und ZDF sind sehr bemüht, den Anliegen der Gehörgeschädigten gerecht zu werden. In den letzten Jahren konnten deutliche Verbesserungen erzielt werden. So sind beispielsweise beim ZDF im vergangenen Jahr 97.469 Sendeminuten untertitelt worden. 1999 waren es noch 37.000 Sendeminuten.
Das ZDF plant sowohl Live-Untertitelungen der Sendungen zur Wahl einschließlich des Kandidatenduells als auch sämtlicher Wahlsendungen am 18. September. Regelmäßig erfolgt zudem eine Untertitelung der Nachrichtensendungen sowie der ZDF Spezial Sendungen, um nur beispielhaft die Anstrengungen in diesem Bereich zu dokumentieren.

Grundsätzlich müssen die Fernsehanstalten darüber entscheiden, ob ein Gebärdensprachdolmetscher zum Einsatz kommt. Die Union unterstützt jedoch das Interesse der Hörbehinderten und wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen.

Die CDU/CSU-Fraktion setzt sich dafür ein, die Interessen behinderter Menschen auf ein menschenwürdiges diskriminierungsfreies Leben zu sichern. Dieses Benachteiligungsverbot ist im Grundgesetz, Artikel 3 Absatz 3 verankert. Es ist selbstverständlich, dass sich eine Gesellschaft Regeln gibt, die deutlich machen, dass negative Diskriminierung gegen die Würde eines jeden Menschen geht und geahndet werden muss. Experten haben jedoch in der Anhörung am 7. März 2005 deutlich gemacht, dass durch ein pauschales Benachteiligungsverbot, wie es im Gesetz zur Umsetzung von europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien (Antidiskriminierungsgesetz - ADG) vorgesehen ist, mögliche Benachteiligungen behinderter Menschen nicht verhindert werden können. Stattdessen wurde vorgeschlagen, die Situation behinderter Menschen durch eine Verbesserung und Erweiterung der bisher bestehenden 90 Einzelregelungen zum Schutz dieser Personengruppe zu stärken. *

*Das von der Regierung eingebrachte ADG geht weit über die Vorgaben der EU-Richtlinien hinaus, die in deutsches Recht umgesetzt werden sollen. Die dadurch entstehenden bürokratischen Auflagen für Betriebe und Arbeitgeber gefährden Arbeitsplätze. *

*Deshalb muss jedes Gesetz daraufhin geprüft werden, ob es Arbeitsplätze schafft oder gefährdet.* *Das ADG in der jetzigen Form gefährdet Arbeitsplätze, da insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen durch weitere bürokratische Auflagen unnötig belastet werden. Statt die Deregulierung des Arbeitsmarktes voranzutreiben, überschüttet man die Arbeitswelt mit neuen Regelungen. Auch nach Einarbeitung der Änderungsanträge rot-grün geht das ADG weit über die Vorgaben der EU-Richtlinien hinaus. Ein Beispiel für die hinzukommende Bürokratie ist die Dokumentation von Bewerbungs- und Auswahlverfahren: Ein Arbeitgeber oder ein Vermieter müsste zukünftig dokumentieren, aus welchen Gründen er einen Bewerber ausgewählt oder abgelehnt hat, um im Fall einer Klage über die notwendigen Beweismittel zu verfügen. All diese Dokumente müssen für sechs Monate archiviert werden. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind damit überfordert. Deshalb hat die CDU/CSU-Fraktion das ADG in der abschließenden Beratung gestoppt und der Bundstag hat das Gesetzt zu recht gestoppt.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus-Peter Flosbach MdB**
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