Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Mail zum Thema Bahnpreiserhöhung.
Ich sehe das Problem sehr ähnlich wie Sie: Der 11. Dezember wird ein schwarzer Tag für die Verkehrswende in Deutschland. Denn da erhöht die Deutsche Bahn AG die Preise für Fahrkarten im Nah- und Fernverkehr, für Platzreservierungen über das Internet sowie für die BahnCards, Sparpreise werden gestrichen, Bedienzuschläge werden mehr und der Mitfahrerrabatt wird begrenzt.
Für Sie und die allermeisten Bürgerinnen und Bürger ist das – verständlicherweise –
schwer nachzuvollziehen. Wir möchten nur drei Gründe nennen:
Da hört man – erstens –, dass die Deutsche Bahn AG in diesem Jahr einen Rekordgewinn von mehr als zwei Milliarden Euro einfahren wird. Da hat man – zweitens – das Chaos im Winter, die kaputten Klimaanlagen im Sommer oder die Verspätungen und Zugausfälle vor Augen. Und da fragen sich die Bürgerinnen und Bürger – drittens – wie ausgerechnet eine Preiserhöhung dazu motivieren soll, sich nicht für das Auto oder das Flugzeug zu entscheiden, sondern auf die Bahn umzusteigen.
Die SPD Bundestagsfraktion fordert deshalb: Bahnfahren muss billiger werden in Deutschland, denn die Menschen brauchen Alternativen im Verkehrsbereich. Und eine Alternative zum Auto ist das Bahnfahren.
Für eine verkehrspolitische Wende aber vor allem von Seiten der Bundesregierung wirksam eingegriffen werden. Denn als Eigentümerin der Deutsche Bahn AG ist die Bundesregierung an erster Stelle gefordert, Maßnahmen für günstigeren und zuverlässigeren Schienenverkehr umzusetzen.
Wir in der SPD-Bundestagsfraktion sind uns einig: Bahnfahren muss günstiger werden, damit auch Menschen ohne Pkw mobil sein können. Und als Eigentümer der DB AG könnte die Bundesregierung das auch umsetzen – allerdings nicht, wenn sie weiterhin hohe Gewinne von der Bahn fordert, die dann in den Bundeshaushalt fließen.
Mit freundlichen Grüßen
Kirsten Lühmann