Kerstin Tack (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Kerstin Tack
© Deutscher Bundestag, Renate Blanke
Geburtstag
11.11.1968
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialpädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hannover
Wahlkreis
Stadt Hannover I
Ergebnis
39,0%
Landeslistenplatz
27, Niedersachsen
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(...) Zu den jetzigen Berichten über die Commerzbank kann ich Ihnen nur zustimmen: es kann nicht sein, dass die Commerzbank trotz hoher Gewinne plant, Boni an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuschütten, aber die umfangreiche staatliche Unterstützung aufgrund von Bilanzspielereien nicht ausreichend verzinst. Dass die Bank trotz Konzerngewinns keine Zinsen auf die umfangreiche staatliche Unterstützung zahlt, hat jedoch einen einfachen Grund: Nur nach den internationalen Bilanzregeln des IFRS (International Financial Reporting Standards) schreibt sie schwarze Zahlen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.12.2009
Von:
v.

Sehr geehrte Frau Tack,

zu meinem Erschrecken habe ich in verschiedenen Medien von der Doppelzüngigkeit der SPD im Falle des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender erfahren. Gegen die Berlusconisierung des ZDF haben sich die SPD-Politiker einschließlich Kurt Beck fürs Publikum mächtig aufgeregt.

Für ein Normenkontrollverfahren beim Bundesverfassungsgericht gegen das Verhalten der CDU bei der Ausbootung von Brender fehlen den Grünen und der Linken noch 12 Stimmen. Nun erfährt man aus den Medien, dass von den SPD-Bundestagsabgeordneten bisher in Wirklichkeit kein Einziger für die Rundfunkfreiheit eintritt. So wird eine Briefaktion gefordert gegen die inzwischen weichgespülten Erklärungen von Kurt Beck (sh. "5-Minuten-Info: Rundfunkfreiheit retten! Nach Brender-Entlassung: Jetzt in Karlsruhe klagen!", unter www.campact.de ), und der SPIEGEL vom 2.12.2009 schreibt unter der Überschrift "Streit um ZDF-Chefredakteur – SPD will gegen Brender-Abwahl nicht klagen":

Der Parlamentarische Geschäftsführer Thomas Oppermann sagte in Berlin, in der SPD gebe es keine Neigung zu einer Normenkontrollklage.

Die Gängelung des ZDF dient eindeutig der Propaganda zur Umverteilung nach oben. Wie soll die SPD also durch die Duldung solcher Wählertäuschung ihre Glaubwürdigkeit aus der Zeit vor Schröder zurückgewinnen?
Antwort von Kerstin Tack
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18.12.2009
Kerstin Tack
Sehr geehrter Herr von ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie haben mich in Ihrer Mail gebeten, mich für eine Normenkontrollklage bezüglich der Vorgänge in den ZDF-Gremien einzusetzen. Wie Sie haben sich viele weitere Bürgerinnen und Bürger aus dem Wahlkreis Hannover-Nord deshalb an mich gewandt.
Ich stehe Ihrer Auffassung eine Normenkontrollklage anzustreben ausgesprochen positiv gegenüber.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Tack
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Frage zum Thema Finanzen
09.06.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Tack,

bitte erklären Sie mir die Logik, warum in Zeiten der Finanzkrise erwartet wird, dass "alle" sparen sollen, vor allem die Ärmsten in diesem Lande, sich die Abgeordneten aber ihre Diäten/Gehälter erhöhen. Nur die Linkspartei und die Grünen lehnen diese Erhöhung ab.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Kerstin Tack
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11.06.2010
Kerstin Tack
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Da im Deutschen Bundestag keine Entscheidung zu einer Diätenerhöhung ansteht, gehe ich davon aus, dass sich Ihre Frage auf die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags bezieht. Sie sollten sich also an die dortigen Abgeordneten wenden.

Die SPD-Fraktion z.B. erreichen Sie postalisch unter

SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1
30159 Hannover
oder online über ein Kontaktformular unter www.spd-landtag-nds.de

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Tack, MdB
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Frage zum Thema Umwelt
29.09.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Tack,

vor einigen Jahren beschloss der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland unter einer mir persönlich nicht gerade angenehmen rot-grüne Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernenergie. Dies ist auch von nachfolgenden Parlamenten nicht angezweifelt worden, wohl wissend, dass der Souverän spätestens seit Tschernobyl auch der zivilen Nutzung der Kernenergie mehrheitlich ablehnend gegenübersteht, zumal nach wie vor das Problem der Entsorgung strahlenden Restmaterials nicht einmal ansatzweise geklärt ist - ganz zu schweigen von den hier entstehenden Kosten, die der Allgemeinheit statt den Verursachern aufgebürdet werden.

Die Bundesregierung plant nun, den längst auch unter konservativen und wirtschaftsnahen Wählern (ich selbst bin Unternehmer und war lange Jahre CDU-Mitglied) konsensfähigen Ausstieg zugunsten eines in der Bundesrepublik auf Gutsherrenart schaltenden und waltenden Oligopols zu revidieren. Dies fördere angeblich die Entwicklung regenerativer Energien. Das genaue Gegenteil ist der Fall, wie man unschwer mit dem gesunden Menschenverstand erkennen kann.

Ich fühle mich durch die Bundesregierung belogen, betrogen, verraten und verkauft. Die Bundesregierung beleidigt meine Intelligenz und mich auf persönlicher Ebene als mündigen Bürger. Sie schadet durch diese Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke sogar den Interessen der Bundesrepublik - wir werden zur Bananenrepublik.

Sehr geehrte Frau Tack, Sie gehören keiner Fraktion an, die die Regierung stellt, daher vermute ich ohnehin Ihr "Nein" in der entsprechenden Abstimmung.

Doch als Wähler in Ihrem Wahlkreis bitte ich Sie eindringlich, sich mit aller Macht der Laufzeitverlängerung im Bundestag entgegenzustellen und auch im Kreise Ihrer Kollegen aus allen Fraktionen darauf hinzuwirken, dass es beim Ausstieg aus der Kernenergie bleibt.

Für ein Gespräch stehe ich gern zur Verfügung.

Beste Grüße aus Hannover,
Antwort von Kerstin Tack
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08.10.2010
Kerstin Tack
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Wie Sie bereits richtig schreiben, ist die SPD und auch ich absolut gegen eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke.
Wir haben uns dazu bereits mehrfach öffentlich positioniert, wie Sie auch an den Aufrufen und unserer Beteiligung bei den diversen Demonstrationen erkennen können ( z.B. Menschenkette in Norddeutschland am 24. April, Großdemo am 18. September in Berlin), denn es ist wichtig mit vielen Partnern gemeinsam gegen Atomkraft zu stehen. Wir streiten also mit aller Macht für den Erhalt des von uns beschlossenen Ausstiegs und ich teile Ihre Kritik an der jetzigen Bundesregierung.
Sollten Sie dazu oder auch zu anderen Themen noch ein Gespräch mit mir wünschen, können Sie sich gern für eine meiner nächsten BürgerInnensprechstunden in meinem BürgerInnenbüro in Hannover unter Tel. 0511/69 98 05 anmelden.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Tack
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Frage zum Thema Umwelt
04.10.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Tack,

ich bin seit einigen Jahren Anwohner des Mittellandkanals in Hannover, Höhe Spannhagengarten/Hinrichsring. Bislang hatte ich den Ausblick auf den Kanal und auch die ab und zu vorgenommenen Spaziergänge auf den Wegen zu beiden Seiten des Kanals immer genossen - nicht zuletzt dank des seit einigen Jahren verbesserten Garten- und Landschaftsbaus in diesen Bereichen.

Etwas aufgeschreckt hatte mich dann eine Meldung, wonach die Rußpartikelemissionen aus Schiffsmotoren längst nicht den Standard von LKW-Motoren erreicht haben.

Unangenehm daran erinnert wurde ich gestern während eines neuerlichen Spaziergangs am Ufer des Mittellandkanals. Ich fand mich mit einem Mal in der Abgaswolke eines Binnenmotorschiffes wieder. Die Intensität war vergleichbar mit einem gerade anfahrenden älteren Diesel-LKW.

Mich würde interessieren, ob das Thema Rußpartikelemissionen aus Binnenschiffen derzeit auf der politischen Agenda steht. Meines Erachtens ist eine forcierte Einführung von entsprechenden Filtern dringend nötig - auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden Nutzung der Binnenschifffahrt bei Transporten in Richtung Ost- bzw. Westeuropa, wobei osteuropäische Binnenschiffe aufgrund älterer Motoren noch mehr Emissionen zu erzeugen scheinen als niederländische und deutsche Schiffe. Werden Messungen von Emissionen im Bereich von an den Kanal angrenzender Wohnbebauung bereits durchgeführt? Die Umweltzone Hannover schließt im Norden ja auch einen Teil des Mittellandkanals ein. Hat dies Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt in diesem Bereich?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Kerstin Tack
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14.10.2010
Kerstin Tack
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie haben Recht damit, dass aufgrund von Umweltbelastungen auch Emissionen aus Schiffsmotoren weiter zu reduzieren sind und umweltfreundlichere Antriebe voranzubringen sind. Mir ist bekannt, dass dazu an einer Richtlinienverschärfung gearbeitet werden soll. Nähere Informationen in welcher Form und ob es schon einen Zeitrahmen gibt, werden wir beim zuständigen Ministerium erfragen. Sobald wir eine Antwort erhalten haben, werden wir uns wieder bei Ihnen melden, vielleicht können Sie mir dazu noch Ihre Emailadresse an kerstin.tack@bundestag.de senden.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Tack
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Frage zum Thema Umwelt
09.11.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Tack,

ich habe Fragen zum Thema Atommülllagerung und Alternativen zu Gorleben.
Die SPD war seit 2000 ununterbrochen in der Regierungsverantwortung. Warum wurde in diesen 10 Jahren nichts weiter getan, um eine Alternative zum Standort Gorleben zu prüfen.
2000 gab es im Zuge des Atomausstieges eine Prüfungszeit, nach welchen Kriterien Standorte zur Lagerung von hochradioaktiven Müll zu bestimmen seien. Wieso war das so schleppend, denn schließlich ist Gorleben ja schon seit 1977 umstritten, ob hier Lagerfähigkeit für Atommüll bestünde.

WICHITIG: Vor allem bezieht sich meine Frage auf die Zeit der großen Koalition. Warum passierte nichts zur Zeiten Sigmar Gabriels zur Klärung von Alternativen zu Gorleben?

Des weiteren, was würde die SPD nun machen (wenn weiter Regierungsfähigkeit bestünde), um einen geeigneten Standort zu Lagerung von hochradioaktiven Atommüll zu finden?

Freue mich auf Ihre Antworten,

Grüße,
Antwort von Kerstin Tack
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18.11.2010
Kerstin Tack
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht, gern möchte ich Ihnen antworten.

Die SPD hat 1986 mit einem Beschluss des Parteitags von Nürnberg den Ausstieg aus der Atomenergie als Programmpunkt beschlossen.
1998 wurde der Atomausstieg im rot-grünen Koalitionsvertrag festgeschrieben und im Jahr 2000 wurde der Ausstieg aus der Atomenergie mit den Betreibern ausgehandelt.

Der Salzstock Gorleben wurde von 1979 bis 2000 auf die Eignung als Endlager für radioaktive Abfalle aller Art geprüft. Die Entscheidung für den Standort Gorleben war allerdings politisch und nicht wissenschaftlich begründet und die Eignung als Endlager für hochradioaktiven Atommüll wird seit Jahrzehnten angezweifelt. Die rot-grüne Bundesregierung hat die Erkundung Gorlebens im Jahr 2000 vorerst eingestellt. Seither galt ein Moratorium bis 2010.
Im Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2005 hatten CDU, CSU und SPD vereinbart, die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle zügig und ergebnisoffen zu klären. Der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel hat Ende 2006 angeboten, die Erkundung von Gorleben wieder aufzunehmen, wenn auch andere Standorte geprüft würden. Diese ergebnisoffene Suche nach geeigneten Endlagerstandorten wurde aber verweigert, da die CDU/CSU regierten, südlichen Bundesländer mögliche Standorte in ihren Ländern nicht in Betracht ziehen wollten, obwohl dort vielversprechende Gesteinsformationen vorhanden sind.

Den Konsens zum Atomausstieg hat die schwarz-gelbe Bundesregierung mit der Verlängerung der Laufzeiten nun aufgelöst. Längere Laufzeiten bedeuten aber auch mehr Atommüll, geschätzt werden zusätzliche 4.500 Tonnen. Die Frage der Lagerung dieses Mülls ist bisher weltweit ungelöst. Nirgendwo ist ein Endlager für hochradioaktiven Abfall aus Atomkraftwerken in Betrieb.
Dass Endlagerung niemals völlig sicher sein wird, zeigen massive Probleme im ehemaligen DDR-Atommüllendlager Morsleben und im ehemaligen Endlager-Forschungsbergwerk Asse II. Hochradioaktive Abfälle müssen für mehr als eine Million Jahre sicher von der Biosphäre abgeschirmt werden. Für einen so langen Zeitraum zu planen, ist allerdings fast unmöglich.

Seit Beginn dieses Monats wurden die Erkundungen des Salzstocks in Gorleben durch die schwarz-gelbe Bundesregierung wieder aufgenommen. Durch die Aufhebung des Moratoriums soll aber lediglich Gorleben als einziger Standort weiter erforscht werden. Desweiteren ist das Atommüllzwischenlager Gorleben derzeit Gegenstand eines Untersuchungsausschusses des Bundestages.

Eine ergebnisoffene Suche nach einem Endlager, ausgerichtet an internationalen wissenschaftlichen Kriterien, würde auch die SPD unterstützen.

Viele weitere Informationen zum Thema Atomenergie und zu unseren Standpunkten finden Sie auch noch auf der Internetseite der SPD-Bundestagsfraktion: www.spdfraktion.de .

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Tack
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