Kazim Abaci (SPD)
Abgeordneter Landtag Hamburg

Grunddaten
Jahrgang
1965
Berufliche Qualifikation
Unternehmer
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
21, über Liste eingezogen
(...) Sie haben völlig recht, wenn Sie sagen, dass in manchen Fällen eine Abschiebung gerade von jungen Menschen nicht nachvollziehbar erscheint. (...)
Parlamentarische Arbeit
Ordentliches Mitglied
Soziales, Arbeit und Integration
Stellvertretendes Mitglied
Eingabeausschuss
Stellvertretendes Mitglied
Schulausschuss
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Frage zum Thema Soziales
13.05.2011
Von:

sehr geehrter herr abaci
ich habe eine frage zum hamburger bildungspaket speziell schülerbeförderung meine kinder besuchen das margarethe -rothe gymnasium in langenfort da wir wohngeld empfänger sind wollten wir einen antrag auf übernahme der fahrkosten im schulsekreteriat stellen das wurde uns verwehrt mit der begründung das unsere kinder nur 3,5 km fußweg zur schule hätten ,es hätten nur schüler darauf anspruch mit mindestens 5 km fußweg da wir ja ein einheitliches bildungspaket für ganz deutschland haben aber mit verschiedene ausführungen in den bundesländern so zb. das spd regierte bundesland in berlin da gilt die regel 3 km bis zur nächst gelegenen schule meine bitte an sie herr abaci das sie den sozialsenator auf diese problematik hinweisen und diesen mißstand als spd abgeordneter aus der welt schaffen
herzlichen dank und ein frohes schaffen
Antwort von Kazim Abaci
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27.05.2011
Kazim Abaci
Sehr geehrter Herr ,

in Hamburg fällt die Frage nach der Berechtigung für den Erhalt einer Schülerfahrkarte in die Zuständigkeit des Senators für Schule und Berufsbildung, ebenso die Zuständigkeit für die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Schulsekretariat sie korrekt informiert hat. In Hamburg ist die Frage nach der zumutbaren Schulweglänge seit 2006 unter 2.2. der Schülerfahrgeldbestimmung geregelt. Danach beträgt die - altersabhängig - zumutbare Schulweglänge für Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe (Sekundarstufe I) 5 km. Erst wenn der Schulweg länger wäre als diese 5 km hätten ihre Kinder einen Anspruch auf eine Übernahme der Fahrkosten. Da die Behörde für Schule und Berufsbildung gerade einen Entwurf für eine Neuregelung der Schülerfahrgeldbestimmungen vorgelegt hat, wird sich daran voraussichtlich auch nichts ändern. Denn auch nach dem neuen Entwurf werden die bisherigen Entfernungsgrenzen beibehalten.

Ich kann das Thema gern bei Herrn Rabe ansprechen, möchte Ihnen jedoch keine Hoffnungen machen, dass sich an der Einschätzung der Zumutbarkeit in diesen Zeiten knapper Kassen viel ändern wird.
Mit freundlichen Grüßen

KAZIM ABACI
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Frage zum Thema Integration
09.06.2011
Von:

Guten Tag Herr Abaci,

mit Entsetzen habe ich in der Hamburger Morgenpost die Entscheidung zur Abschiebung von Saikou C. gelesen.
Wie kann eine Behörde so eine Entscheidung treffen? Er ist doch offensichtlich hervorragend integriert, was man von so manchem der schon in der 3ten Generation hier lebt nicht sagen kann.
Als Harburger (kennen Sie sich da aus?) weiß ich wovon ich rede.
Was mir da an jungen "Migranten" so manches Mal begegnet, bei aller Liebe und Toleranz, wenn möglich gehe ich da auf die andere Straßenseite um deutlich gesuchten Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Da geschehen immer wieder, zugegebenermaßen medial aufgeblasene, brutale Gewalttaten mit jugendlichen Migranten (Wiederholungstätern) und so jemand wie Saikou C. wird abgeschoben. Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr.
Können Sie mir in diesem konkreten Fall helfen sie wieder ein bisschen besser zu verstehen?

mit freundlichen Grüßen und der Hoffnung auf Antwort
Antwort von Kazim Abaci
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01.11.2011
Kazim Abaci
Sehr geehrter Herr ,

bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort auf Ihre Frage. Sie haben völlig recht, wenn Sie sagen, dass in manchen Fällen eine Abschiebung gerade von jungen Menschen nicht nachvollziehbar erscheint. Saikou C. ist als 16jähriger minderjähriger Flüchtling alleine nach Hamburg gekommen, sein Asylantrag wurde rechtskräftig abgelehnt, und fortan lebte er mit einer Duldung in Hamburg. Mit der Ablehnung seines Antrags war Saikou C. rein rechtlich dazu verpflichtet, auszureisen. Tatsächlich hat er sich in den zwei Jahren seines Aufenthalts vorbildlich integriert und am 1. Juli 2011 hat die zuständige Härtefallkommission dies auch honoriert und beschlossen, dass er in Deutschland bleiben darf. In diesem Fall handelt es sich erfreulicherweise einmal um ein Happy End.

Mit freundlichen Grüßen

Kazim Abaci
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Frage zum Thema Integration
12.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Abaci

Die SPD ist mit dem Versprechen Integrations- und Migrationspolitik zu verändern in den Wahlkampf gegangen. Jetzt sitzen Sie am Drücker und können der Union diese Versprechen abringen. Ich bitte Sie daher im Auftrag derer, die Sie gewählt haben und derer, die sie repräsentieren (das Volk), Absichtserklärungen in Bezug auf folgende Probleme abzugeben:

Anfang des Jahres nahm Erster Bürgermeister Olaf Scholz in einem Interwiew Hürriyet zu dem Unterschied der früheren Migrationspolitik der Stadt unter CDU-GAL Koalition wie folgt Stellung: "Es ist wichtig, nicht nur Pressemitteilungen zu veröffentlichen, sondern auch entsprechend zu handeln. Viele Migranten hören von verschiedenen Seiten nette Worte wie "ihr seid uns wichtig” die Frage ist aber, was tatsächlich passiert. Die CDU hat mit dem Regierungswechsel 2001 das Amt des Integrationsbeauftragten abgeschafft. Ich habe das schon damals für einen sehr großen Fehler gehalten. Wir werden sicherstellen, dass es eine Stelle für die aktive, institutionelle Unterstützung der Integration geben wird. Der Integrationsbeirat ist nicht ausreichend. Es ist wichtig, sich nicht von oben etwas Neues auszudenken, sondern gemeinsam mit den Migrantinnen und Migranten und ihren Organisationen einen Weg zu finden. Im Integrationsbeirat haben viele mitgearbeitet, die sich sehr bemüht haben. Aber es ist weniger als das, was es vor 2001 bereits gab. Wir werden die Vertreter der Migrantenorganisationen befragen. Wir brauchen auf jeden Fall einen Fortschritt.”

Wir (das Volk) werden Sie ganz persönlich an diesen Fragen messen und beurteilen, ob Sie das Wahlversprechen der SPD, die zusätzliche Institutionen wie ein Amt des Integrationsbeauftragten oder ein ein Integrationausschuss eingerichtet wird, eingehalten haben.

Mit freundlichen Grüßen,

(für den Vorstand SAYDAM -Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften- e.V.)
Antwort von Kazim Abaci
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05.12.2011
Kazim Abaci
Sehr geehrter Herr ,

unser Bürgermeister hält nicht nur schöne Reden zum Thema Integration, der gesamten Hamburger SPD ist das Thema wichtig. Integration ist natürlich ein Querschnittsthema, ist inhaltlich aber bei der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration verankert, und wie Sie inzwischen zweifellos festgestellt haben, setzt sich Sozial- und Integrationssenator Detlef Scheele für die Hamburgerinnen und Hamburger mit Migrationshintergrund ein. Nach vielen Gesprächen - auch mit den Migrantenverbänden - ist die SPD zum Ergebnis gekommen, das Hamburg war einen neuen Integrationsbeirat braucht, nicht aber unbedingt und zwingend einen Integrationsbeauftragten. Das kann man auch anders sehen, die Frage ist letztendlich aber, wie durchsetzungsfähig und innovativ der neue Integrationsbeirat sein wird. Bis zum 18. Oktober 2011 hatten die Hamburger Migrantenverbände die Möglichkeit, sich an der Wahl von Mitgliedern des neuen Integrationsrats zu beteiligen, und ich hoffe, Sie haben davon Gebrauch gemacht. Im Vergleich zum Integrationsbeirat der letzten Legislaturperiode, der zu groß und zu unbeweglich war, wird der neue Beirat etwa 20 Mitglieder weniger haben. Die Beiratsmitglieder mit Migrationshintergrund erhalten dafür mehr Stimmrechte, denn ihre Zahl wird von 19 auf 24 Mitglieder steigen. Die Beschlüsse der Beirats werden in Zukunft eine höhere Verbindlichkeit haben, weil sich die zuständigen Behörden in Zukunft mit ihnen befassen müssen und dem Beirat darüber Bericht erstatten müssen. Zweimal in jeder Legislaturperiode wird ein Bericht über die Arbeit des Integrationsbeirats der Bürgerschaft vorgelegt und diskutiert.

Mit freundlichen Grüßen,

Kazim Abaci
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Frage zum Thema Integration
06.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Abaci,

Innovationen resultieren erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen (= Chancengerechtigkeit) oder Verfahren umgesetzt werden (= Teilhabe), die tatsächlich erfolgreiche Anwendung finden und den Markt (= Gesellschaft) durchdringen und nicht durch die Fragestellung, wie durchsetzungsfähig und innovativ sie sind.

Wenn Sie jedoch Theateraufführungen der Kinder, als Symbolpolitik unter dem Begriff Integration verstehen, haben Sie recht. Unsere Einrichtung (SAYDAM e.V.) nahm an den Wahlen nicht teil, das ist Ihnen auch bekannt: Durch die einseitige (BASFI) Wahlordnung des Integrationsbeirates -Festlegung, Einteilung in verschiedene Regionen (Länder) und damit verbundene Kandidaten Anzahl aus dem jeweiligen Land- wird eine Desintegration unter MigrantenInnen erzeugt, damit wird das Wort "Integration" zum ad absurdum geführt. Ob beabsichtigt kann dahin gestellt werden. Die Wahlordnung leidet auch darunter, dass jede eingetragene Mosche in der Stadt Hamburg, stimmberechtigt ist, obwohl sie ebenfalls zum Stimmberechtigten Dachverband in Hamburg angehört. So ist es ausgeschlossen, dass ein demokratisches Wahlergebnis zustande kommt. Es ist daher fraglich, ob die gewählten neuen Integrationsbeiräte tatsächlich legitimiert sind für MigrantenInnen in Hamburg stellvertretend zu sprechen. Ob der neue Beirat etwa 20 Mitglieder weniger hat ist dabei unwesentlich. Die kosmetische Korrektur der übernommenen Wahlordnung -die Steigerung der Stimmrechte-, rechtfertigen nicht die undemokratische Wahlordnung im neuen Gewand. Eher das Gegenteil ist der Fall, die Minderheiten haben noch weniger Chancen an dieser Gesellschaft teilzunehmen.

Sie, als Ständige Vertretung der SPD-Fraktion im Eingabeausschuss müssten auch wissen, dass unsere Einrichtung und Mitarbeiter auch vom neuen SPD-Senat und vom BASFI weiterhin diffamiert, diskriminiert wird (Bürgerschaft; Geschäftszeichen: 642/11). Was werden Sie unternehmen?

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Frage zum Thema Wirtschaft
12.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Abaci,

ich möchte sie bitten, sich dem Fraktionszwanz zu entziehen, und im Sinne der Hamburger gegen die unnötige Minderheitsbeteiligung der Stadt an den Energienetzen zu stimmen. Die von der Stadt selber in Auftrag gegebenen Studien sehen dies als ungünstigen Schritt an, sollten sie anderes vorhaben, erklären sie bitte auf Grundlage welcher Informationen sie dies tun werden.

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