Katrin Werner (DIE LINKE)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Katrin Werner
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Kauffrau im Einzelhandel
Ausgeübte Tätigkeit
Außendienstmitarbeiterin versicherung
Wohnort
Trier
Wahlkreis
Trier
Ergebnis
8,6%
Landeslistenplatz
3, Rheinland-Pfalz
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(...) Ich war bereits in der Vergangenheit bei Protesten am Atowaffenstützpunkt Büchel persönlich anwesend und werde auch weiterhin alle Aktionen der Friedensbewegung und Atomwaffengegner aktiv unterstützen. (...)
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Frage zum Thema Wirtschaft
25.07.2009
Von:
Lau

Liebe Katrin Werner,

was sagst Du zur reaktionären Kapitalismuskritik, auch von der LINKE.n betrieben (leider auch von Teilen attac`s), die sich am "Neoliberalismus", "Heuschrecken", "Stechmücken" oder "bösen Managern" abarbeitet, aber zum Kapitalismus schweigt?

Konkret: Wieso macht die LINKE die regressive Pseudo-Kapitalismuskritik nicht zum Gegenstand ihrer Kritik?

Mit freundlichem Gruß
Lau

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Frage zum Thema Außenpolitik
16.08.2009
Von:
und

Sehr geehrte Frau Werner,

wir gehen davon aus, dass Sie als verantwortungsbewusste Politikerin die nukleare Bedrohung als eines der drängendsten Probleme unserer Zeit sehen. Da sich auch die USA unter ihrem Präsidenten Obama erklärtermaßen für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen, sehen wir gute Chancen für Verhandlungen über einen Abzug der 20 in Büchel gelagerten Atomwaffen.
Werden Sie sich als Mitglied des Bundestages für diesen Abzug einsetzen? Welche konkreten Maßnahmen werden Sie dazu ergreifen?

Mit freundlichen Grüßen
und
Antwort von Katrin Werner
1Empfehlung
31.08.2009
Sehr geehrte Familie ,

vielen Dank für Ihre Frage zu den im Fliegerhorst Büchel gelagerten Atomwaffen, zu der ich gerne Stellung nehme.

Ich war bereits in der Vergangenheit bei Protesten am Atowaffenstützpunkt Büchel persönlich anwesend und werde auch weiterhin alle Aktionen der Friedensbewegung und Atomwaffengegner aktiv unterstützen. Für den Fall, dass ich ein Bundestagsmandat erlange werde ich mich darüberhinaus für die Forderungen meiner Partei DIE LINKE zur deutschen Aussen- u. Verteidigungspolitik aktiv einsetzen.
Hierzu zählen insbesondere:
a.. Zivile Konfliktbearbeitung statt Militärinterventionen; systematische Verkleinerung des Verteidigungsetats und deutlich mehr Mittel für zivile Konfliktbearbeitung
b.. Die Auflösung von Militärbündnissen als Ziel der Außenpolitik
c.. Radikale Abrüstung: Umbau der Bundeswehr von einer Interventionsarmee zu einer Verteidigungsarmee aus Freiwilligen, Herstellung einer strukturellen Nichtangriffsfähigkeit. Die deutsche Außenpolitik muss, solange die NATO noch existiert, darauf hinwirken, dass sich die NATO von einem Interventionsbündnis weg entwickelt.

und ganz besonders:

a.. Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
b.. Schließung aller militärischen Stützpunkte ausländischer Armeen in Deutschland.

mit freundlichen Grüßen
Katrin Werner
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Frage zum Thema Gesundheit
16.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Werner,

das Thema Nichtraucherschutz wurde seinerzeit mit dem Hinweis auf die Föderalismusreform an die Länder abgeschoben; der Bund sei hier nicht zuständig.

Das ist falsch.

Mit der Streichung der Ausnahme für Gastronomie im bundesweit geregelten Arbeitnehmerschutz könnten Sie den Nichtraucherschutz auch deutschlandweit regeln, die willkürlichen Ausnahmen wären vom Tisch, es würde zudem Chancengleichheit für alle Wirte herrschen und das Kneipensterben wäre beendet. So hat es im Ausland schließlich auch funktioniert, das sagen seriöse Studien.

Erst ist die freiwillige Regelung (DEHOGA-Selbstverpflichtung) gescheitert, nun auch die Bundesländer mit ihren Gesetzen – die schützen vielleicht die Raucher, nicht die Nichtraucher (nur ein paar Beispiele dafür: Raucherclubs schießen wie Pilze aus dem Boden, Raucherräume ohne räumliche Abtrennung werden geduldet, in der Kneipe darf nicht geraucht werden, aber im Büro und sogar im Ärztehaus, macht das Sinn?). Selbst die BVG-Ausnahme, dass in kleinen Kneipen wieder überall geraucht werden darf, führt zu weiten Wettbewerbsverzerrungen: Warum wird eine Kneipe mit 70 qm anders behandelt als eine mit 80 qm? Warum darf eine gastronomische Einrichtung mit Raucherraum Speisen anbieten, eine kleine aber nicht, zumindest wenn die Gäste rauchen dürfen? Und kaum reist man über die Grenze eines Bundeslandes, gelten andere Regelungen.

Der Nichtraucherschutz scheint auf der Strecke zu bleiben und viele Wirte werden im Moment benachteiligt, weil nicht jeder einen Raucherraum einrichten bzw. das Rauchen in seiner Gastronomie erlauben darf. Rund drei Viertel der Bürger – IHRER BÜRGER! – wollen laut repräsentativen Umfragen ein komplettes Rauchverbot. Selbst die meisten Raucher haben sich mittlerweile daran gewöhnt die Gastronomie für eine Zigarettenlänge zu verlassen. Aber die Gesetze lassen weiterhin nach Gutdünken Ausnahmen zu.

Meine Frage daher:

Was werden Sie konkret für den Nichtraucherschutz tun?

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