Sehr geehrter Herr

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ich bedanke mich für Ihre Frage.
Zu 1) Die Madonnenlandbahn muss weiter modernisiert und ausgebaut werden. Dazu sollte, nach dem Beispiel der Schönbuchbahn, der Taktfahrplan weiter verbessert und an die Taktung der S-Bahn angepasst werden. Dazu gehören natürlich die entsprechenden Busverbindungen und ein weiterer Ausbau auch kleiner öffentlicher Verkehrsmittel wie Sammeltaxi und Bürgerbus.
Das Vorbild Schönbuchbahn hat gezeigt, dass ein solches Modell sehr gut angenommen wird und eine effektive Beförderung in der Region garantiert. Der weitere Ausbau der Strecke, insbesondere die sicherheitstechnische Ertüchtigung ist sehr zu begrüßen und muss gefördert werden. Generell setzt sich die Piratenpartei Baden-Württemberg für einen sinnvollen Ausbau der Schienenwege ein, um umweltfreundliche Mobilität zu unterstützen.
Zu 2) Die Odenwald-Transversale ist eine infrastrukturelle Verbindung, die sowohl Vor- wie Nachteile mit sich bringt. Dies ist bei Projekten dieser Größe nicht weiter verwunderlich. Die von den Bürgern im NOT (Natur oder Transversale) geäußerten Bedenken wie Landschaftseinschnitte oder ein erhöhtes Verkehrsaufkommen müssen ernst genommen und bei der Realisierung beachtet werden.
Die Befürchtungen, die Odenwald-Transversale könne zu einem Schleichweg für mautpflichtige Lastkraftwagen werden, teile ich. Hier könnte man jedoch mit Durchfahrtsverboten und vermehrter Kontrolle entgegenwirken. Stärker ist das Thema Landschaftseinschnitte zu bewerten, denn durch massive Brückenbauwerke wird die Landschaft nachhaltig verändert. Hier könnten jedoch im Gegenzug neue Flächen der naturnahen Nutzung überlassen werden.
Als sinnvoll zu betrachtende Ortsumfahrungen können im Allgemeinen auch losgelöst von ganzen Transversal-Projekten gebaut werden. Dies ist natürlich auch die eindeutig kostengünstigere Lösung.
Hier zeigt sich erneut, dass unsere Forderungen längst überfällig sind, den Bürger vor Ort von Anfang an in die Planung und Entscheidungsfindungen einbeziehen und dass diese öffentlich stattfinden muss!
Nun zu Ihrer abschließenden Frage.
Garantieren kann Ihnen eine Politik nach Ihren spezifischen Wünschen leider kein Politiker. Auch ich nicht. Im Zuge meiner Kandidatur habe ich mich jedoch im gesamten letzten Jahr mit dem Neckar-Odenwald-Kreis beschäftigt. Und gerade bei vielen Gesprächen beim Sammeln der benötigten 150 Unterstützerunterschriften konnte ich die Menschen und ihre Sorgen und Kritikpunkte an der derzeitigen Politik kennenlernen.
Ich finde es äußerst wichtig, den Bürger vor Ort nicht als "Gegner" oder "unbequeme Last" zu betrachten, wie man das bei anderen Politikern so empfinden könnte. Der direkt Betroffene muss als Kenner lokaler Gegebenheiten und innovativer Ideengeber gesehen und geschätzt werden. Die große Aufgabe der Politik ist es, zuzuhören!
Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Weiss