Kathrin Weiss (Piratenpartei)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Kathrin Weiss
Jahrgang
1985
Berufliche Qualifikation
Azubi
Ausgeübte Tätigkeit
Steuerfachangestellte
Wohnort
Heilbronn
Wahlkreis
Neckar-Odenwald , Stimmen (Wahlkreis): 1.210
(...) Es gibt jedoch immer die Möglichkeit, aktiv an Themen zu arbeiten oder neue Themen einzubringen. Durch die öffentliche parteiinterne Kommunikation via Internet sind Diskussionen leicht mitzuverfolgen und nachzuvollziehen. Denn echte Teilhabe ist essentiell für die Entwicklung der PIRATEN und dafür brauchen wir eigene Ideen, Meinungen und manchmal ein wenig Kampfgeist. (...)
 
Persönliche Website
piratenpartei-heilbronn.de
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Kathrin Weiss hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 26 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Familie und Soziales
15.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Weiss,

in den Medien liest man regelmäßig, die PIRATEN seien eine Männerpartei.

Wie empfinden Sie das und was hat Sie als Frau dazu bewogen, ausgerechnet in die Piratenpartei einzutreten? Fühlen Sie sich dort trotz der "männlichen Übermacht" wohl, und wie hoch ist überhaupt die Frauenquote in der Piratenpartei?

Schöne Grüße

Antwort von Kathrin Weiss
3Empfehlungen
19.02.2011
Kathrin Weiss
Guten Tag Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Frage.
Mitte 2009 bin ich in die Piratenpartei eingetreten, weil ich dort Menschen gefunden habe,
die meine Ansichten und Ideen teilen. Ich habe hier die Möglichkeit, die politische Arbeit und Entwicklung direkt und jeden Tag aktiv zu beeinflussen. Die Entwicklung der Politik wieder in eine vernünftige Richtung zu bringen und auch die Bevölkerung über die Mängel und neue Ideen aufzuklären, ist mir ein wichtiges Anliegen.

Dabei spielt das Geschlecht keinerlei Rolle. Auch die bei den PIRATEN oft genutze Kommunikation via Internet, bei der oft neutrale Pseudonyme verwendet werden, wissen die Beteidigten oft nicht, ob eine Frau oder ein Mann dahinter steckt.

Der Frauenanteil wird bei uns auch aus oben genannten Gründen nicht erhoben. Ich schätze sie zwischen 7-10%. Ich kenne einige sehr aktive weibliche Piraten, wie zum Beispiel die stellvertretende Vorsitzende in Baden-Württemberg Teresa Krohn. Die "männliche Übermacht" wird von mir also nicht als ein Problem wahrgenommen, gegen das frau sich behaupten müsste.

Schöne Grüße
Kathrin Weiss
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Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
02.03.2011
Von:
Luz

Hallo Frau Weiss,

wie steht die Piraten-Partei zum Thema "Euro-Rettungsschirm"?
Muß der Euro "um jeden Preis" gerettet werden?
Für eine kurze Stellungnahme zu diesem Thema in Bezug auf die Haltung Ihrer Partei wäre ich Ihnen dankbar

Viele Grüße,

Luz
Antwort von Kathrin Weiss
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09.03.2011
Kathrin Weiss
Hallo Herr ,

zwar ist der "Euro-Rettungsschirm" kein landespolitisches Thema, ich werde Ihnen jedoch gerne kurz antworten.

Die Verknüpfung der europäischen Länder ist wirtschaftlich erheblich weiter entwickelt als politisch. Durch die gemeinsame Währung können besonders wir in Deutschland von Vorteilen, wie einem gewachsenen Binnenmarkt, profitieren. Jedoch müssen auch die Nachteile, nämlich die Gefahr eines Währungsverfalls bei wirtschaftlicher Instabilität oder Insolvenz anderer Länder in Kauf genommen werden. Um solcher Bedrohung vorzubeugen hat die EU Kontrollmechanismen, wie den Stabilitätspakt sowie den Währungshüter EZB eingesetzt. Dass dies nicht ausreicht, zeigt die Situation in Griechenland, Spanien, Irland, Portugal.

Wie oben kurz angerissen liegt der Kern der Problematik in den politisch nicht einheitlichen Regelungen. Wer eine gemeinsame Währung hat, sollte auch gemeinsame Währungs- und damit Wirtschaftspolitik betreiben. Dies gilt jedoch nicht nur für diesen Sektor, die derzeitige außenpolitische Schockstarre zeugt nicht gerade von Flexibilität.
Der "Euro-Rettungsschirm" ist also richtig und notwendig um die Wirtschaft und unsere Währung zu erhalten sowie die Versäumnisse der Vergangenheit auszubügeln. Er ist jedoch keine Lösung und die EU sollte aus ihren Fehlern lernen. So knapp darf es nicht nochmal werden! Ein weiteres Zusammenwachsen der EU-Länder eben auch auf politischer Ebene ist weiter dringend notwendig, denn entweder ganz oder gar nicht! Ich hoffe, meine Antwort hilft Ihnen weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Kathrin Weiss
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Frage zum Thema Gesellschaft
03.03.2011
Von:

Sehr geeherte Frau Weiß,

wie stehen Sie zu den jüngsten Äußerungen von Herrn Seehofer?
Steht die "Parteiräson" auch bei den Piraten über der Integrität des EInzelnen?
Antwort von Kathrin Weiss
bisher keineEmpfehlungen
03.03.2011
Kathrin Weiss
Sehr geehrter Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Frage.
Alle Piraten, die ich bisher kennenlernen durfte, sind unter anderem vom Leitbild der freien Meinungsäußerung geprägt. Und mir war bei meinem Parteieintritt durchaus bewusst, dass es immer meine persönliche Meinung und eine Parteimeinung geben wird, die teilweise nicht übereinstimmen. Das stört mich jedoch nicht, denn ich habe immer die Möglichkeit, mich mit meinen Ideen und deren Ursprung einzubringen. Dann zählen die besseren Argumente! Entscheidet sich die Mehrheit für eine andere Position, muss ich differenzieren. Halte ich an meinen Argumenten fest oder können mich die anderen überzeugen? Ist mir das Thema wichtig? Muss ich (nochmal) dafür kämpfen?
Es gibt jedoch immer die Möglichkeit, aktiv an Themen zu arbeiten oder neue Themen einzubringen. Durch die öffentliche parteiinterne Kommunikation via Internet sind Diskussionen leicht mitzuverfolgen und nachzuvollziehen. Denn echte Teilhabe ist essentiell für die Entwicklung der PIRATEN und dafür brauchen wir eigene Ideen, Meinungen und manchmal ein wenig Kampfgeist.
Kurz: Nein, ich denke, es verhält sich bei den Piraten eher andersherum, auch wenn Unterordnung im Sinne der Mehrheit zu Teilerfolgen führen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Kathrin Weiss
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
05.03.2011
Von:

Hallo Frau Weiss,

ich hätte 2 Fragen zum Themenkomplex Verkehr. Im Kandidatencheck haben Sie sich für mehr Instandhaltung und Ausbau von Straßen und Schienen ausgesprochen.

1) Mit welchen Maßnahmen möchten Sie die "Madonnenlandbahn" (Seckach-Miltenberg) in Zukunft stärken und wirtschaftlich interessant gestalten ?

2) Da Sie auch für mehr Straßenausbau stehen, würden Sie die "Odenwald-Transversale" fördern oder verhindern wollen? Wie sieht es mit Umgehungsstraßen (wie zb in Adelsheim, Neckarburken) aus ?

PS: Da es in unserem Kreis keinen Kreisverband der PIRATEN gibt und Sie hier nicht heimisch sind, wie gewährleisten Sie, dass Sie sich den Problemen und Wünschen der Bürger im NOK ausreichend widmen und spezifisch darauf eingehen können ???

Grüße
Antwort von Kathrin Weiss
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13.03.2011
Kathrin Weiss
Sehr geehrter Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Frage.

Zu 1) Die Madonnenlandbahn muss weiter modernisiert und ausgebaut werden. Dazu sollte, nach dem Beispiel der Schönbuchbahn, der Taktfahrplan weiter verbessert und an die Taktung der S-Bahn angepasst werden. Dazu gehören natürlich die entsprechenden Busverbindungen und ein weiterer Ausbau auch kleiner öffentlicher Verkehrsmittel wie Sammeltaxi und Bürgerbus.
Das Vorbild Schönbuchbahn hat gezeigt, dass ein solches Modell sehr gut angenommen wird und eine effektive Beförderung in der Region garantiert. Der weitere Ausbau der Strecke, insbesondere die sicherheitstechnische Ertüchtigung ist sehr zu begrüßen und muss gefördert werden. Generell setzt sich die Piratenpartei Baden-Württemberg für einen sinnvollen Ausbau der Schienenwege ein, um umweltfreundliche Mobilität zu unterstützen.

Zu 2) Die Odenwald-Transversale ist eine infrastrukturelle Verbindung, die sowohl Vor- wie Nachteile mit sich bringt. Dies ist bei Projekten dieser Größe nicht weiter verwunderlich. Die von den Bürgern im NOT (Natur oder Transversale) geäußerten Bedenken wie Landschaftseinschnitte oder ein erhöhtes Verkehrsaufkommen müssen ernst genommen und bei der Realisierung beachtet werden.

Die Befürchtungen, die Odenwald-Transversale könne zu einem Schleichweg für mautpflichtige Lastkraftwagen werden, teile ich. Hier könnte man jedoch mit Durchfahrtsverboten und vermehrter Kontrolle entgegenwirken. Stärker ist das Thema Landschaftseinschnitte zu bewerten, denn durch massive Brückenbauwerke wird die Landschaft nachhaltig verändert. Hier könnten jedoch im Gegenzug neue Flächen der naturnahen Nutzung überlassen werden.

Als sinnvoll zu betrachtende Ortsumfahrungen können im Allgemeinen auch losgelöst von ganzen Transversal-Projekten gebaut werden. Dies ist natürlich auch die eindeutig kostengünstigere Lösung.

Hier zeigt sich erneut, dass unsere Forderungen längst überfällig sind, den Bürger vor Ort von Anfang an in die Planung und Entscheidungsfindungen einbeziehen und dass diese öffentlich stattfinden muss!

Nun zu Ihrer abschließenden Frage.
Garantieren kann Ihnen eine Politik nach Ihren spezifischen Wünschen leider kein Politiker. Auch ich nicht. Im Zuge meiner Kandidatur habe ich mich jedoch im gesamten letzten Jahr mit dem Neckar-Odenwald-Kreis beschäftigt. Und gerade bei vielen Gesprächen beim Sammeln der benötigten 150 Unterstützerunterschriften konnte ich die Menschen und ihre Sorgen und Kritikpunkte an der derzeitigen Politik kennenlernen.

Ich finde es äußerst wichtig, den Bürger vor Ort nicht als "Gegner" oder "unbequeme Last" zu betrachten, wie man das bei anderen Politikern so empfinden könnte. Der direkt Betroffene muss als Kenner lokaler Gegebenheiten und innovativer Ideengeber gesehen und geschätzt werden. Die große Aufgabe der Politik ist es, zuzuhören!

Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Weiss
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
10.03.2011
Von:

Hallo Frau Weiß,

wie stehen Sie zu S21?
Hat Ihre Partei da eine "klare Linie"?

Viele Grüße,

M.
Antwort von Kathrin Weiss
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13.03.2011
Kathrin Weiss
Sehr geehrter Herr ,

gerne beantworte ich Ihre Frage.
Die Piratenpartei steht im allgemeinen für eine Veröffentlichung der politischen Diskussion und mehr Transparenz sowie mehr Bürgerbeteiligung. Auch in Stuttgart zeigt sich, dass Politik der Bevölkerung erklärt werden muss. Die Bürger müssen miteinbezogen und nicht als "Gegner" sondern als kompetente Berater gesehen werden. Eine Politik, die wie ein Fähnchen im Winde und über die Köpfe hinweg entscheidet, darf nicht geduldet werden!

Wir fordern immer noch einen vollständig transparenten Faktenkatalog und dann einen Volksentscheid!

Persönlich denke ich, dass S21 (oder auch S21+) schon aufgrund des verzögerten Zeitplans (die Fertigstellung sollte ja eigentlich schon letztes Jahr sein) und der erheblichen Kostensteigerung überdacht werden muss. Es muss unter Einbezug der Bürger und mit absoluter Transparenz politisch erneut diskutiert werden. Gerade an den Bahnhöfen in ländlichen Regionen ist deutlich zu erkennen, dass die Sparmaßnahmen der Bahn aufgrund von S21 deutliche Spuren hinterlassen haben. Die Bahn leidet unter vielfachen Problemen, beispielhaft seien die wetterbedingten Ausfälle im Sommer und Winter genannt. Hier wünsche ich mir ein Überdenken beim Finanzkonzept. Dabei soll auch S21 als Großinvestition nicht ausgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Kathrin Weiss
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