Katharina Feike (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Katharina Feike
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftlerin (M.A.)
Ausgeübte Tätigkeit
Selbstständigkeit
Wohnort
Seebad Heringsdorf
Wahlkreis
Greifswald - Demmin - Ostvorpommern
Ergebnis
13,2%
Landeslistenplatz
4, Mecklenburg-Vorpommern
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
12.08.2009
Von:

Sehr geehrte(r) Kandidat(in),

welches sind Ihre politischen Schwerpunktthemen?

Welche Position haben Sie zum in Lubmin geplanten Steinkohlekraftwerk?
Welche Gründe sprechen für oder gegen das SKW?

Welche Position haben Sie zur in Alt Tellin geplanten Schweinemastanlage?
Welche Gründe sprechen für oder gegen die Sma?

Welches sind nach Ihrer Auffassung die drängendsten Probleme der Region
Welche Lösungsansätze sehen Sie?

Wären Sie im Fall Ihrer Wahl bereit, jährlich und öffentlich über Ihre Einkünfte Auskunft zu erteilen?
Wenn nein, welche Gründe sprechen dagegen?

Wären Sie bereit, Auskunft über die Höhe der Ihnen zugeflossenen Wahlkampfspenden und die Höhe Ihres Wahlkampfbudgets zu erteilen?
Wenn nein, welche Gründe sprechen dagegen?

Wie bewerten Sie das Phänomen des Rechtsextremismus in der Region?

Wie ist Ihrer Meinung nach die Demokratie und die Zivilgesellschaft in der Region entwickelt?

Welche Maßnahmen halten Sie für geeignet, das demokratische Verständnis innerhalb der Gesellschaft zu verankern?

Welche Gründe sind aus Ihrer Sicht ursächlich für den Rechtsextremismus in der Region?

Welche Gründe sprechen für oder gegen ein neuerliches NPD-Verbot?

Dürfen, wenn ja unter welchen Bedingungen, ehemalige offizielle oder inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit zu Parlamentswahlen antreten?

Gruß
Antwort von Katharina Feike
3Empfehlungen
19.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank, dass Sie die Seite besucht haben und das Sie sich für meine Politik interessieren. Im Folgenden möchte ich kurz aber konkret auf Ihre Fragen eingehen.

welches sind Ihre politischen Schwerpunktthemen?

Meine Themenschwerpunkte sind:
  • flächendeckende Einführung existenzsichernder Mindestlöhne
  • Recht auf gebührenfreie Bildung
  • Stärkung unserer Familien - über alle Generationen hinaus
  • konsequente Förderung der Erneuerbaren Energien und Ausstieg aus der Atomenergie

Welche Position haben Sie zum in Lubmin geplanten Steinkohlekraftwerk?

Ich spreche mich gegen das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin aus. Ich gehöre mit zu den Gründungsmitgliedern der BI "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" auf der Insel Usedom

Welche Gründe sprechen für oder gegen das SKW?
Ich kenne keinen Grund, der für das SKW spricht. Selbst die neu entstehenden Arbeitsplätze (ca.140 Arbeitsplätze)würden die bestehenden Arbeitsplätze in der Tourismusbranche zerstören. Die Gründe, die gegen das SKW sprechen, werden auf meiner Internetseite www.katharina-feike.de benannt.

Welche Position haben Sie zur in Alt Tellin geplanten Schweinemastanlage?

Mein Wissensstand ist, dass sich die Anlage schon im Genehmigungsverfahren befindet. In den nächsten Tagen werde ich den Standort besuchen und dann eine Positionierung dazu geben

Welche Gründe sprechen für oder gegen die Sma?
s.o.

Welches sind nach Ihrer Auffassung die drängendsten Probleme der Region

Arbeitslosigkeit, fehlende Umsetzung von Verkehrskonzepten, oftmals mangeldes Demokratieverständnis, zu wenig Kinderfreundlichkeit.

Welche Lösungsansätze sehen Sie?

Schaffung von innovativen Arbeitsplätzen mit sozialgerechten Löhnen. D.h. dass jeder, der in Vollzeit arbeitet auch soviel Lohn bekommt, dass er davon leben und seine Familie mehr als nur gut ernähren kann. Durchsetzung der Mindestlohnregelung für alle Branchen und Abschaffung der Leiharbeit. Dabei denke ich ganz besonders an die Arbeitnehmer aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Nur wer in sozialer Sicherheit lebt, der fühlt sich in Vorpommern wohl. Ich sehe unsere wirtschaftliche Zukunft in den erneubaren Energien. Ein wichtiger Standort ist für mich Lubmin. So schaffen wir Arbeitsplätze und zeigen gleichzeitig öko-soziale Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.

Wären Sie im Fall Ihrer Wahl bereit, jährlich und öffentlich über Ihre Einkünfte Auskunft zu erteilen?

Ja.

Wenn nein, welche Gründe sprechen dagegen?

Wären Sie bereit, Auskunft über die Höhe der Ihnen zugeflossenen Wahlkampfspenden und die Höhe Ihres Wahlkampfbudgets zu erteilen?
Ja

Wenn nein, welche Gründe sprechen dagegen?

Wie bewerten Sie das Phänomen des Rechtsextremismus in der Region?

In einer Demokratie wird es immer links- und rechtsextremistische Störmungen geben. Das kann nicht verhindert werden. Ich bin aber der Meinung, dass man den Menschen in unsere Region klar sagen muss, was die Rechten wirklich wollen. Sie kämpfen gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung. Das kann ich als Demokratin nicht hinnehmen.

Wie ist Ihrer Meinung nach die Demokratie und die Zivilgesellschaft in der Region entwickelt?

In Vorpommern gibt es sehr viele Bürger, die ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben. Ich denke da an Sport- und Kulturvereine, Feuerwehren, Kirchen und Parteien. Dafür einen Dank. Das ist jedoch nicht ausreichend. Auf bundespolitischer Ebene müssen Regelungen geschaffen werden, um das Ehrenamt besser zu stellen. Dafür möchte ich mich einsetzen!

Welche Maßnahmen halten Sie für geeignet, das demokratische Verständnis innerhalb der Gesellschaft zu verankern?

Mehr politische Bildung an den Schulen. Für Ostvorpommern: größere Unterstützung des "Vereins für Demokratie und Toleranz Ostvorpommern" und des Friedenszentrums in Anklam.

Welche Gründe sind aus Ihrer Sicht ursächlich für den Rechtsextremismus > in der Region?

Arbeitslosigkeit und soziale Unsicherheit

Welche Gründe sprechen für oder gegen ein neuerliches NPD-Verbot?

Ich spreche mich für ein NPD-Verbot aus. Beim Erfolg des Verbotsverfahrens kann ich den Bürgerinnen und Bürgern endlich sagen, dass die Partei nicht demokratisch ist .

Dürfen, wenn ja unter welchen Bedingungen, ehemalige offizielle oder inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit zu Parlamentswahlen antreten?

Kommt auf die Umstände an. Aber prinziell NEIN
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Frage zum Thema Außenpolitik
19.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Feike,

Entschuldigung - aber ich wollte sie das gleiche fragen wie Frau Klatt, deswegen die falsche Anrede beim ersten Versuch!

was halten sie vom völkerrechtswidrigen Überfall der Bundesrepublik Deutschland auf die Bundesrepublik Jugoslawien im Jahr 1999?
Wie stehen sie zu der der UN-Charta brechenden Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovos durch die BRD?
Was halten sie vom UNIFIL-2-Einsatz der Bundeswehr?
Wie stehen sie zu andauernder Besatzung und Krieg in Afghanistan?

Gruß,

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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
15.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Feike,

wie ist es zu erklären, daß Sie von Ihrer Partei als Direktkandidatin ins Rennen geschickt werden, in einem Wahlkreis, in dem Sie weder den Sprung in die Gemeindevertretung noch in den Kreistag geschafft haben?

Wenn man schon im "schwarzen Hoheitsgebiet" der CDU das Direktmandat abnehmen will, dann sollte dies doch mit dem/der aussichtsreichsten Kandidaten/Kandidatin versucht werden.

Mit freundlichen Grüße


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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
24.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Feike,

Zwar wohne ich nicht in Ihrem Wahlkreis, jedoch habe ich dort noch Familie, Freunde, Bekannte und auch daher liegt mir die Zukunft der Region weiterhin am Herzen.
Ich habe folgende Frage an Sie: Die NPD sitzt in M-V im Landtag. Gerade in den Ostregionen kann sie eine hohe Zustimmung verzeichnen. Ich erinnere mich noch an einen Zeitungsartikel, ich weiß leider nicht mehr wo, über einen NPD-Funktionär der in Anklam oder Wolgast wohnt – natürlich noch in der Platte, trotz Abgeordneten-Gehalt... In diesem Artikel wurden auch ein paar Dörfer beschrieben, in denen die NPD sich engagierte. Die NPD- oder Kameradschafts-Leute hätten alte Höfe saniert oder Jugendtreffs eingerichtet, so dass sich einige Einwohner in die Richtung "Die tun wenigstens was..." äußerten. Keine Wunder, dass man Leuten, die sich für den Ort engagieren weniger misstrauisch entgegen tritt. Vor diesem Hintergrund meine Frage: Was können, wollen und werden Sie - als Person selbst, aber auch als Partei – tun, um sozusagen die Demokratie in OVP zu verteidigen? Was wären Ihre Strategien, um auch in der Fläche den Menschen wieder Anknüpfungspunkte an Staat und Demokratie zu geben bzw. die NPD und andere Nazi-Organisationen zu verdrängen?
Mir geht es bei meiner Frage nicht in erster Linie um eine Auflistung von Projekten oder Geldern, die verteilt werden, sondern vor allem um den strategischen Aspekt.

Besten Dank für Ihre Antwort und schöne Grüße in den Norden!



PS: Da Sie ja dann vielleicht im Bundestag sitzen, können Sie auf Landesebene sicherlich nicht alles mitgestalten. Daher würde ich mich freuen, wenn Sie meine Frage auch aus dem Blickwinkel der Landespartei beantworten könnten (zusätzlich oder alternativ). Besten Dank!

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Ihre Frage an Katharina Feike
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