Karl-Georg Wellmann (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Karl-Georg Wellmann
© Photo: CDU/Chaperon
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt und Notar
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Rechtsanwalt und Notar
Wohnort
Berlin Steglitz-Zehlendorf
Wahlkreis
Berlin-Steglitz - Zehlendorf , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
38,8%
Landeslistenplatz
2, Berlin
(...) Die Union hat sich seit Bekanntwerden der Weitergabe von SWIFT-Daten an US-Behörden intensiv für die Aufklärung des Sachverhalts eingesetzt. Die umfassenden Bemühungen der Bundesregierung, ein höheres Datenschutzniveau zu erzielen, sind daher richtig und wichtig. (...)
 
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Frage zum Thema Finanzpolitik
30.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann!

Die CDU hat versprochen, dass sie die Steuern im kommenden Jahr nicht erhöhen will, sondern sie sogar senken will.

Meine Frage an sie: Wie stellen sie sich das vor und wie stehen sie persönlich zu diesem Konzept?

Durch die diesjährige Finanzkrise ist die deutsche Staatsverschuldung an einem undglaublich hohen Punkt angelangt.Wie kann man da von Steuersenkung sprechen?

Meiner Meinung nach ist es genau jetzt wichtig die Steuern zu erhöhen, wenn man eine zukunftsweisende Politik betreiben möchte.
Sollte man die Steuern in diesem Jahr wirklich senken, werden die jungen Generation (bzw. sogar ich) nur damit beschäftigt sein Schulden abzuzahlen.
Über eine eigene Stellungnahme von ihnen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Karl-Georg Wellmann
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01.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

unser zentrales Versprechen im Regierungsprogramm ist, die Bürgerinnen und Bürger durch Steuersenkungen zu entlasten. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise ist das ein wichtiges Signal: Steuererhöhungen wären Gift für die Konjunktur. Entlastung der Leistungsträger, nicht neue Belastungen, ist der Weg zu mehr Wachstum und Beschäftigung. Wirtschaftswachstum ist zudem das beste Mittel zur Konsolidierung der Staatsfinanzen. Mit einer Mischung aus Steuersenkungen und staatlichen Zukunftsinvestitionen wollen wir die Wachstumskräfte in unserem Land stärken und Arbeitsplätze sichern.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
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Frage zum Thema Außenpolitik
30.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellman,

haben Sie vielen Dank für Ihre Stellungnahme zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Siehe Link: www.abgeordnetenwatch.de Ihre Argumente sind gut gemeint. Die Realität sieht leider anders aus. ( siehe dazu den Leitartikel der aktuellen ZEIT Nr. 36/2009 "Die falsche Wahl".) Wahlbetrug - Anschläge etc. Selbst humanitäre deutsche Einrichtungen sehen die Arbeit der Bundeswehr sehr kritisch. Vietnam und der Irak - es gibt immer ( gute?) Gründe, Kriege zu rechtfertigen. Vor 70 Jahren wurde hier " nur " zurückgeschossen. Die Bush Administration hat es gut verstanden mit dem Irak Krieg die Welt zu täuschen - hinterlassen wird ein zerstörtes und destabilisiertes Land. Die ganze Region ist nicht mehr berechenbar. Es ist viel Blut geflossen und es fließt täglich Blut. Es war und ist zudem eine ökologische und ökonomische Katastrophe. Genützt hat der Krieg wenigen - diese Leute finden sich hauptsächlich im Umfeld Bushs. Geschämt hat sich nur einer, der die Welt hintergangen hat - Colin Powell. Erstaunt hat mich im Wahlkampf zu diesem Thema wie eine Oppositionspartei - die Linken - > Raus aus Afghanistan < fordern und die SPD vor sich hertreiben. Der Kanzlerkandidat Hr.Steinmeier möchte jetzt auch den Rückzug (wann ?) und die Bundeskanzlerin hat jetzt auch nachgelegt. Verstehen Sie, dass der Bürger in Zeiten des Wahlkampfes sich über solche politische Entwicklungen wundert ? In diesem Falle ist es wohl für eine gute Sache. Der Politiker spekuliert stets mit dem schlechten Gedächtnis des Wählers. Da ist die Links-Partei auch nicht anders. Ein großes Spiel von Macht also. Wen kann man noch wählen ? Was kann man Politikern noch glauben ?

Mit freundlichen Grüssen

M.
Antwort von Karl-Georg Wellmann
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03.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geeehrter Herr ,

Ihr Vergleich mit dem 01.09.1939 -, mit dem Vietnam- und Irakkrieg, sind ungerecht. Unser Ziel ist es nicht, das Land zu besetzen, oder zu unterwerfen. Das Ziel ist der zivile Aufbau und primär um die zivilen Aufbauhelfer zu schützen, sind die internationalen Streikräfte dort. Wir wollen möglichst schnell die afghanischen Sicherheitskräfte in Stand setzen, um für die Sicherheit im eigenen Land selbst zu sorgen.

Über die Richtigkeit der einen oder anderen Strategie, kann man durchaus diskutieren. Unser sozialdemokratischer Innensenator Körting hat nach einem Besuch in Afghanistan in der vergangenen Woche gefordert, die militärischen Kräfte müssten verdoppelt werden.

Nur eines ist klar: Wenn wir jetzt das Land verlassen, so wie es die Linkspartei fordert und die Afghanen im Stich lassen, werden die Taliban in kürzester Zeit die Macht übernehmen und all das gewaltsam zurückdrehen, was jetzt erreicht wurde. Was dieses für die Menschenrechte und z. B. für Frauen und Mädchen bedeutet, brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Auch wir in Deutschland und gerade in Berlin waren nach dem 2. Weltkrieg existenziell auf die Hilfe der westlichen Gemeinschaft angewiesen, ohne die wir unsere Freiheit nicht bewahrt hätten. Das sollten wir nicht vergessen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
03.09.2009
Von:

Betr. Sicherheit im Reichstagsgebäude


Sehr geehrter Herr Wellmann,

Im Zusammenhang mit einer Greenpeace-Aktion, bei der ein Anti-Atomkraft-Transparent vor dem Reichstagsportal gehängt wurde, äußerten Sie laut Bericht auf welt.de vom 2.9.2009:

"Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch und ausreichend. Die Ausrüstung kann eigentlich nur von Mitarbeitern eingeschleust worden sein."

Weiter äußern Sie die Einschätzung, dass es nicht möglich sei, dass ein Transparent von Besuchern eingeschmuggelt worden sein könne.


Könnten Sie bitte präzisieren, wie Sie zu dieser Einschätzung gelangen?

Was den Zugang zur Besucherplattform und zur Kuppel angeht, von dem hier die Rede ist, habe ich selbst nämlich einen anderen Eindruck. Dort gibt es zwar eine Sicherheitsschleuse mit Metalldetektor, aber dort wird offenbar nur nach Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen gesucht. Ein Transparent oder Kletterseile sind aber wohl keine gefährlichen Gegenstände.

Um ehrlich zu sein, habe ich den Eindruck, dass es sich bei Ihrer o.g. Äußerung um einen Schnellschuss ihrerseits handelt, um in Wahlkampfzeiten ihre Gegner (z.B. grüne Abgeordnete?) in ein schlechtes Licht zu rücken.
Ich möchte Ihnen hiermit jedoch Gelegenheit geben, diesen Eindruck zu entkräften.

Des Weiteren möchte ich Ihnen aufgrund Ihrer Äußerung die Frage stellen, worin Sie die Aufgabe des Reichstags-Sicherheitsdienstes (insbesondere in Bezug auf Zugang zu den Besucherbereichen) sehen. Geht es hier nur um die Verhinderung von Anschlägen in diesem urdemokratischen Gebäude, das ja gewissermaßen dem Volk "gehören" sollte, oder wollen Sie dieses zu einem Hochsicherheitstrakt machen und jede Art von "ungewöhnlichen" Verhaltensweisen, inklusive demokratischer Meinungsäußerungen (denn nichts anderes war die Aktion ja) verhindern?

Mit freundlichen Grüßen,
Dr.
Antwort von Karl-Georg Wellmann
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07.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr Dr. ,

die von Greenpeace verwendete Bergsteigerausrüstung wäre von den Metalldetektoren mit Sicherheit erkannt worden. Auch das Transparent, das wegen seiner Größe in keine Aktentasche passt, wäre entdeckt worden.

Ein Hochsicherheitstrakt will niemand aus dem Parlament machen und schon gar nicht demokratische Meinungsäußerungen unterbinden.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann,
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Frage zum Thema Außenpolitik
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

ich darf Ihnen sagen - ich bin empört und wütend! Jeder Politiker der etwas auf sich hält ist entweder für oder gegen den ISAF-Einsatz oder sonstwo. Wenn etwas passiert, wird je nach Couleur bedauert oder kritisiert. Sterben Soldaten - geht die Diskussion über den Sinn los. Das ist alles so simpel und durchschaubar, dass auch für den aktuellen Fall die Reaktionen vorhersehbar waren.

Dass jetzt aber gegen die Soldaten vor Ort die Staatsanwaltschaft aktiv wird... das ist schlicht ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die vor Ort sind. Entweder sind die soldaten im Kampf - dann ist damit täglich zu rechnen - oder sie sind es nicht, aber dann reichen zivile Aufbauhelfer.

Mir ist bisher sehr selten zu Ohren gekommen, dass Politker vor Ort in normaler Kleidung durch die Seitenstrassen Kabuls gelaufen sind. Üblicherweise werden Besucher durch Heerscharen an Sicherheitskräften geschützt...damit ja nichts passiert.

Meine Frage also: Wie erklären Sie den Soldaten im Einsatz, warum selbst aus der Politik (EU, Bundestag) keine Rückendeckung kommt?
Antwort von Karl-Georg Wellmann
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08.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr statement und Ihre Frage zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr.

Bundespräsident Horst Köhler hat vor kurzem erst eine breite gesellschaftliche Debatte über das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan gefordert. Dieser Forderung kann ich mich nur anschließen. Wir alle, vor allem in der Politik, haben die Aufgabe, den Einsatz in Afghanistan zu erklären. Die Soldaten am Hindukusch riskieren täglich ihr Leben - im Einsatz für unsere Sicherheit. Dafür haben sie unsere Anerkennung und unseren Dank verdient. Das freundliche Desinteresse der Bürgerinnen und Bürger hat sich leider noch nicht gewandelt. Unsere Gesellschaft nimmt nach wie vor zu wenig Anteil an dem Friedenseinsatz, obwohl unsere Soldaten und Entwicklungshelfer in den letzten Jahren viel erreicht haben. Die aktuelle Afghanistan-Debatte heute im Deutschen Bundestag hat aber deutlich gezeigt, dass eine breite Mehrheit im Parlament hinter dem Eiinsatz und unserer Bundeswehr steht.

Mit freundlichen Grüße

Karl-Georg Wellmann, MdB
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
06.09.2009
Von:

mit entsetzen habe ich gestrn im rbb einen ihrer wahlkampfauftritte ansehen dürfen. sie behaupteten dort, dass die straßen in ihrem wahlbezirk so schlecht seien, weil der rot-rote senat alle mittel in den osten der stadt fließen läßt. sie würden dies nach ihrer wiederwahl ändern.

ich bitte sie 20 jahre nach dem mauerfall zu dieser verhetzenden äußerung stellung zu nehmen. des weiteren erklären sie doch bitte, wie sie auf die senatspolitik einfluß nehmen werden.

weiterhin möchte gern wissen, ob sie die mauer wieder haben möchten und welchen beitrag SIE zum einreißen derselben geleistet haben.

ich werde eine analoge stellungnahme auch von anderen abgeordneten ihrer fraktion wünschen, da bei zustimmung die cdu für mich nicht wählbar ist.
Antwort von Karl-Georg Wellmann
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16.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre eMail-Zuschrift, in der Sie auf meinen Einsatz für eine Reduzierung der Lärmbelästigung durch die AVUS im Bereich Nikolassee Bezug nehmen.

Das Verkehrsministerium prüft auf meine Initiative hin die Errichtung von Lärmschutzwänden ebenso wie das Aufbringen von lärmarmem Fahrbahnbelag. Erforderlich ist aber eine "grundhafte Erneuerung", bei der auch die defekten Koppelelemente gegen lärmarme Übergangskonstruktionen moderner Bauart ausgetauscht werden können. Diese "grundhafte Erneuerung" ist bereits für die AVUS zwischen Spanischer Allee und Dreieck Funkturm vorgesehen. Der Abschnitt Nikolassee bis zur Landesgrenze bleibt allerdings ausgespart. Das ist unverständlich.

In diesem Zusammenhang machen wir mit dem rot-roten Senat immer wieder die gleiche Erfahrung: Man sieht in unseren Anliegen "Luxusprobleme". Der bürgerliche Südwesten sei bevorzugt und solle gegenüber den Ostbezirken zurückstehen.

Deshalb bleibe ich am Ball und werde mich - zusammen mit der Bürgerinitiative - weiter um Verbesserungen hinsichtlich des Verkehrslärms bemühen.
Mit freundlichen Grüßen

Karl- Wellmann, MdB
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