Karl-Georg Wellmann (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Karl-Georg Wellmann
© Photo: CDU/Chaperon
Zur Person Karl-Georg Wellmann
Geboren am 18.11.1952 in Berlin

Verheiratet, 3 Kinder

Partei: CDU



Ausbildung



1972 Abitur

Studium der Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaft an der TU Berlin und FU Berlin,

1978 Erstes Juristisches Staatsexamen

1980 Zweites Juristisches Staatsexamen,

1981 - 1985 Persönlicher Referent des Senators für Wissenschaft und Forschung sowie des Senators für Gesundheit und Soziales



Berufliche Stationen



seit 1985 Rechtsanwalt

seit 1997 Notar, tätig in der Sozietät Heuking, Kühn, Luer, woijtek, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Köln, Hamburg, München, Chemnitz, Brüssel.



Politische Laufbahn



1972 Eintritt in die CDU

1979/1980 Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Union

seit 2001Vorsitzender der CDU Ortsverbandes Dahlem

2001 2005 Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin

Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus für den Bereich Stadtentwicklung und Umweltschutz

seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages, Direktmandat für Steglitz-Zehlendorf



Aufgaben in der 16. Legislaturperiode



Mitglied der CDU/CSU-Fraktion

Mitglied der CDU-Landesgruppe Berlin

Ordentliches Mitglied des Auswärtigen Ausschusses / Unterausschuss Vereinte Nationen

Ordentliches Mitglied der OSZE-PV

Stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Mitglied der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe

Mitglied der Parlamentariergruppe USA

Mitglied der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe

Mitglied der Deutsch-Nordischen Parlamentariergruppe

Mitglied der Deutsch-Russischen Parlamentariergruppe

Ältestenrat (Bau-/Raumkommission)



Sonstige Mitgliedschaften



Parlamentskreis Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband e.V., Vorstand

Freundeskreis Deutsches Heer

Freundeskreis Berlin-Taipeh

Vorsitzender von Berlin hilft e. V.
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Karl-Georg Wellmann hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Karl-Georg Wellmann
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Frage zum Thema Umweltpolitik
16.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

Sie werben derzeit in Nikolassee per Aufkleber auf Ihrem Wahlplakat für Lärmschutz an der AVUS.

1. Da das Thema bereits seit Jahren u.a. durch eine Bürgerinitiative und durch Privatpersonen gegenüber dem Bezirksamt, dem Senat usw. verfolgt wird, stellt sich die Frage, was Sie seit Jahren für den Lärmschutz unternommen haben und wie erfolgreich Sie dabei waren?

2. Da bisher für den Lärmschutz (geeignete Lärmschutzwände wie z.B. bei Kleinmachnow und Babelsberg) nichts geschehen ist, sollten Sie zu erklären versuchen, was Sie für den Lärmschutz in der kommenden Legislaturperiode zu tun gedenken und wie Sie die Erfolgsaussichten beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

H.
Antwort von Karl-Georg Wellmann
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18.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre eMail-Zuschrift zum Thema Lärmschutz an der Berliner AVUS.

Der Verkehrslärm der AVUS beeinträchtigt die Lebensqualität in Nikolassee. Ich teile diese Empfindung der Anwohner und setze mich in Gesprächen mit dem Senat und dem SPD-geführten Verkehrsministerium für eine Reduzierung der Lärmbelastung ein. So wäre z. B. ein Tempolimit von 60 km/h zwischen Kleeblatt und Spanischer Allee sinnvoll. Aber Verkehrssenatorin Junge-Reyer hat mir leider erklärt, sie unterstütze eine Temporeduzierung nicht.

Das Verkehrsministerium prüft inzwischen auf meine Initiative hin die Errichtung von Lärmschutzwänden ebenso wie das Aufbringen von lärmarmem Fahrbahnbelag. Der zwischenzeitlich aufgebrachte Dünnschichtbelag ist lediglich eine kosmetische Maßnahme ohne nachhaltige Wirkung. Erforderlich ist eine "grundhafte Erneuerung", bei der auch die defekten Koppelelemente gegen lärmarme Übergangskonstruktionen moderner Bauart ausgetauscht werden können. Diese "grundhafte Erneuerung" ist bereits für die AVUS zwischen Spanischer Allee und Dreieck Funkturm vorgesehen. Der Abschnitt Nikolassee bis zur Landesgrenze bleibt allerdings ausgespart. Das ist unverständlich. Mit gutem Willen wäre mehr für die Anwohner zu erreichen. Leider machen wir mit dem rot-roten Senat immer wieder die gleiche Erfahrung: Man sieht in unseren Anliegen "Luxusprobleme" - der bürgerliche Südwesten sei bevorzugt und solle gegenüber den Ostbezirken zurückstehen.

Ich bleibe am Ball und werde mich - in Kontakt mit der Bürgerinitiative - weiter um Verbesserungen hinsichtlich des Verkehrslärms bemühen. Wir werden damit hoffentlich in der nächsten Legislaturperiode vorankommen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
18.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

ich arbeite in einem Berliner Jobcenter.

Meine Frage/n:
Wie stellen Sie sich bzw. Ihre Partei die Zukunft der ARGE/Jobcentern vor? Werden die Aufgaben wieder gesplittet nach Bund und Land, übernimmt das Land oder der Bund die Funktionen? Nachdem Ihre Fraktion den Kompromiss zwischen Bundesregierung und Bundesländern nicht zugestimmt hat steht nun Ihre Partei im Zugzwang - 2010 kommt! Zudem möchte ich Ihnen und Ihrer Partei mitteilen, dass es große Unsicherheiten unter den Mitarbeitern gibt über die Zukunft ihrer Beschäftigung - da ein großteil der Mitarbeiter des Bundes nur über befristete Verträge verfügen. Ein Alternativvorschlag wäre vielleicht beruhigender gewesen als diese Ungewissheit.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Karl-Georg Wellmann
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23.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr .

vielen Dank für Ihre Frage zur Zukunft der ARGE/Jobcenter. Meine Fraktion ist mit Bundesarbeitsminister Scholz überein gekommen, die vertragliche Absicherung der derzeit bestehenden Arbeitsgemeinschaften bis Ende 2010 zu gewährleisten, d.h.: Bis 31.12.2010 gibt es eine gültige Rechtsgrundlage für die derzeit bestehenden ARGEn. Die Arbeit dort kann wie bisher fortgeführt werden. Für die Beschäftigten heißt das, niemand muss abwandern, weil er Angst um seinen Arbeitsplatz hat.

Ich verstehe aber Ihre Enttäuschung darüber, dass die Politik es nicht geschafft hat, nach 14-monatiger Diskussion eine einigungsfähige Nachfolgeregelung für die Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) vorzulegen. Umso wichtiger ist es, Konsequenzen aus den zurückliegenden Diskussionen zu ziehen und eine sachgerechte Lösung zu finden. Folgende Kernelemente sind aus Sicht der CDU/CSU Bundestagsfraktion bei einer Neuregelung der Jobcenter zu berücksichtigen:

1. Das Gesetzgebungsverfahren muss offen und transparent sein und es muss mit allen Beteiligten (Länder, Kommunen, Arbeitnehmervertreter, BA) gesprochen werden, um eine sachgerechte Lösung für die Zeit ab 2011 zu finden. Die künftige Lösung muss den Grundsätzen der Föderalismusreform I, dem Demokratieprinzip, dem Selbstverwaltungsrecht der Kommunen und dem Urteil des BVerfG entsprechen.

2. Das wesentliche Ziel der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war und ist das Fördern und Fordern (aktive und passive Leistungen) und der Zugang aller Hilfebedürftigen zu den Arbeitsmarktinstrumenten und der Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Dieser Zusammenhang und die klare arbeitsmarktpolitische Ausrichtung des SGB II muss gewahrt bleiben. Die BA ist auch zukünftig für eine wirksame und einheitliche Arbeitsmarktpolitik für die Empfänger von Arbeitslosengeld I und II verantwortlich. Hier unterscheiden wir uns klar von der SPD, die die BA aus der Arbeitsmarktpolitik für Alg II Empfänger hinausdrängen und ein eigenes Bundessozialamt gründen wollte.

3. Bei der Neuregelung müssen weiterhin kommunale Lösungen möglich bleiben und kommunale Belange in einem rechtssicheren Rahmen berücksichtigt werden. Die Städte und Kreise verfügen über die notwendigen sozialen Kompetenzen, um Personen mit komplizierten Vermittlungshemmnissen wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen und in Beschäftigung zu bringen. Den Kommunen, die sich dieser Aufgabe stellen wollen, muss auch die Möglichkeit einer eigenständigen Trägerschaft gewährt werden.

4. Der einheitliche Bescheid über die passiven (Geld-) Leistungen war und ist kein wesentliches Ziel des SGB II. Das beweisen die 20 Kommunen, die heute schon mit den Arbeitsagenturen gut und konstruktiv auf freiwilliger Basis zusammenarbeiten. Auch in diesem Fall kann z.B. eine gemeinsame Antragstellung organisiert werden, vor Gericht können Klagen gegen zwei Bescheide zu einem Verfahren verbunden werden. Für den Betroffenen entstehen keine erheblichen Nachteile. Statt der "Hilfe aus einer Hand" soll es daher künftig die "Hilfe unter einem Dach" geben. Der Bund, das heißt die BA, wird ein Angebot auf Kooperation und Koordination machen. Die Kommunen entscheiden freiwillig, ob sie das Angebot wahrnehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
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Frage zum Thema Außenpolitik
23.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

Die CDU versteht sich als "Christlich Demokratische Union".

Dabei legt sie in einer aktuellen Stellungnahme zu den christlichen Werten ( www.cdu.de )
Wert auf "(...) das christliche Menschenbild (als) Grundlage ihrer Politik".
Des Weiteren fühlt sie sich gegenüber "(...) der Wahrung der christlichen Werte und ihrem Schutz vor politischen sowie rechtlichen Einschränkungen" verpflichtet.
Ferner verlangt sie in der oben genannten Stellungnahme "die Achtung jedes einzelnen Menschen als Person".

Das Parteiprogramm der CDU befürwortet jedoch ebenfalls den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, bei dem "die militärische Absicherung" Priorität hat.

Mit dieser "militärischen Absicherung" in Afghanistan sind durch internationalen Eingriff auch zivile Opfer verbunden und somit eine Einschränkung der zivilen Rechte.

Wie erklärt die CDU diesen Konflikt oder auch Widerspruch, einerseits christliche Werte wahren und die Achtung jedes einzelnen Menschen gewähren, gleichzeitig jedoch den Afghanistan-Einsatz auch zukünftig unterstützen zu wollen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Karl-Georg Wellmann
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28.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema "Außenpolitik".

CDU und CSU haben sich immer für einen möglichst restriktiven Einsatz der Bundeswehr im Ausland ausgesprochen und sich dabei stets an außen-, sicherheitspolitischen oder humanitären Notwendigkeiten orientiert. Das "C" in unserem Parteinamen verpflichtet uns aber, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan fortzuführen, um die Menschen dort nicht im Stich zu lassen. Ohne die internationale Gemeinschaft droht dem Land ein Rückfall in die Herrschaft der Taliban. Neben der militärischen Sicherung steht deshalb vor allem die zivile Wiederaufbauarbeit im Vordergrund - mit beachtlichen Erfolgen:
2001 gab es fast keine Schulen mehr in Afghanistan. Heute sind 7 Mio. Kinder in der Schule, 3500 neue Schulgebäude wurden gebaut. 2001 gab es praktisch keine weiterführende Bildung mehr im Land. Heute studieren mehr als 50.000 junge Menschen an 19 Universitäten, weitere 10.000 sind an Berufsschulen. 2001 gab es keine Gesundheitsversorgung. Heute haben 85% der Bevölkerung Zugang zu medizinischer Basisversorgung. 2001 waren Frauen und Mädchen Menschen zweiter Klasse. Heute ist die Gleichberechtigung in der Verfassung verankert, und es gibt weibliche Parlamentsabgeordnete und Kabinettsmitglieder.

Dreh- und Angelpunkt ist die enge Verzahnung von ziviler und militärischer Zusammenarbeit, denn ohne militärische Absicherung lassen sich Infrastrukturprojekte und humanitäre Hilfsaktionen nicht durchführen. Aus diesem Grund ist das Engagement Deutschlands und der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan langfristig angelegt.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
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Frage zum Thema Finanzpolitik
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wellmann,

Wie stehen Sie zu einer Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Ich halte sie für notwendig. Eine höhere Beteiligung der Vermögenden an den gesellschaftlichen Lasten(z.B. Staatsverschuldung) halte ich für dringend erforderlich. Das Bundesverfassungsgerichtsurteil hat auch meines Wisens nicht die Vermögendssteuer per se angegriffen, sondern die ungleiche Bewertung von Barvermögen und Immobilienbesitz. Mich würde Ihre Stellungnahme interessieren.

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Karl-Georg Wellmann
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28.09.2009
Karl-Georg Wellmann
Sehr geehrter Herr ,

gegen die Wiedereinführung der Vermögensteuer spricht schon der bürokratische Aufwand, der betrieben werden muss, um diese Steuer zu erheben. Zusätzliche allgemeine Verwaltungskosten für Unternehmen, Bürger und Staatsverwaltung lassen sich nicht mehr rechtfertigen. Wollte man die Vermögensteuer einführen, müsste nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts eine allgemeine Neubewertung des Grundbesitzes in Deutschland durchgeführt werden. Um eine solche Mammutaufgabe bewältigen zu können, wären bundesweit in der öffentlichen Verwaltung mehrere Tausend neue Personalstellen erforderlich.

CDU und CSU halten es aber für eine Selbstverständlichkeit, dass Starke generell einen größeren Anteil der Steuerlast zu tragen haben - nicht nur in der Krise. Dies wird in Deutschland durch die Progression der Einkommensteuer gesichert. So tragen die fünf Prozent der Steuerpflichtigen mit den höchsten Einkommen (über 90.000 Euro) etwa 42 Prozent zum Aufkommen der Einkommensteuer bei, während sie etwa ein Viertel des Gesamtbetrages der (vor Steuer-) Einkünfte erzielen. Die 50 Prozent Steuerpflichtigen mit Einkommen von unter 27.000 Euro zahlen insgesamt etwa sechs Prozent der Einkommensteuer, während sie etwa 17 Prozent der (vor Steuer-) Gesamteinkünfte beziehen. Diese Umverteilung von oben nach unten durch das Steuersystem führt dazu, dass am Ende beide Gruppen etwa 22 Prozent des gesamten verfügbaren Einkommens (nach Steuer) für sich verbuchen können. An diesem sozialen Ausgleich wollen wir festhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB
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