Karin Kortmann (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Karin Kortmann
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Diplom Sozialpädagogin (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Wahlkreis
Düsseldorf II
Landeslistenplatz
26, Nordrhein-Westfalen
(...) Welche Politikkonzepte sich die Menschen aber von diesen weit links und weit rechts stehenden Parteien versprechen ist unklar. Protest alleine und leere Wahlversprechen sind auch kein Lebens- und Zukunftskonzept. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
28.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Kortmann,

die SPD wirbt in NRW mit der Abschaffung der Studiengebühren und bemängelt, dass die CDU mit der FDP diese eingeführt habe. Ihnen dürfte bekannt sein, dass die Studiengebühren nicht von CDU und FDP, sondern von der SPD im Zusammenhang mit den Studienkonten eingeführt wurden.

Wieso versucht die SPD die Wähler in NRW zu täuschen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Karin Kortmann
1Empfehlung
03.09.2009
Karin Kortmann
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage auf abgeordnetenwatch zum Thema Studiengebühren.

Ich muss Ihnen aber entschieden widersprechen. Die SPD hat beiliebe keine Studiengebühren in NRW eingeführt!

Richtig ist, dass der Landtag in NRW unter SPD-Führung zum Beginn des Sommersemesters 2004 die Einführung von Studienkonten beschlossen hat. Mit dem System der Studienkonten wurde aber grundsätzlich ein kostenfreies Erststudium ermöglicht. Zur näheren Erläuterung: Jede/r Student/in bekam ein Studienkonto mit einem Guthaben, das die 1,5-fache Regelstudienzeit abdeckt. Falls das Studium nach der 1,5-fachen Zeit des Regelstudiums noch nicht abgeschlossen ist, müssen Gebühren von 650 € pro Semester bezahlt werden. Wenn das Studium früher beendet wird, bleibt das Restguthaben auf dem Studienkonto bestehen und kann für Weiterbildungsmaßnahmen oder ein Zweitstudium eingesetzt werden.

Diese Studienkonten wurden zum Sommersemester 2007 wieder abgeschafft und durch die Einführung allgemeiner Studiengebühren ersetzt. Dies geschah im sogenannten "Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetz", durchgesetzt mit den Stimmen von CDU und FDP. Damit haben CDU und FDP die allgemeinen Studiengebühren in NRW eingeführt!

Der grundsätzliche Unterschied zwischen den Studiengebühren von CDU/FDP und den Studienkonten von SPD ist der, dass bei Studienkonten das Erststudium grundsätzlich kostenlos ist, wohingegen bei Studiengebühren Beiträge vom ersten Semester an anfallen.

Dementsprechend steht die SPD weiterhin für ein kostenloses Erststudium und die Abschaffung der Studiengebühren!

Mit freundlichen Grüßen

Karin Kortmann
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Frage zum Thema Internationales
20.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Kortmann,

ich fragte sie nach der Veränderung der sozialen Situation in Afghanistan im Zusammenhang mit dem von Deutschland mit geführten Krieg in Afghanistan.

Ihre Antwort könnte ich auch bei der Propagandaabteilung der Deutschen Bundeswehr abholen. Ich sehe sie sind in vielen kirchlichen und karitativen Einrichtungen tätig. Allerdings stellen sie nicht einmal im Ansatz diesen Krieg in Frage. Sie verwenden wie Herr Jung oder Frau Merkel nicht einmal den Begriff Krieg!

Ihre Darstellung der verbesserten sozialen Lage in Afghanistan steht in drastischem Widerspruch zu Unicef und unabhängigen Untersuchungen. Ich möchte hier nur auf die Kindersterblichkeit verweisen - Unicef veröffentlichte das zwar bereits 2007 - ich habe keine Anhaltspunkte, dass der Krieg die Situation jetzt so verbessert hätte. 900 Kleinkinder sterben täglich. Hier der Link:
www.unicef.de

Verwenden Sie für ihre Analyse der Situation in Afghanistan lediglich Propagandaquellen des Militarismus? Haben sie Afghanisatan wie Herr Todenhöfer den Irak einmal unabhängig bereist?

Die christlichen Kirchen haben eine jahrhunderte alte Gesichichte in der Rechtfertigung des Kolonialismus und der Unterdrückung anderer Länder - die Mission und die Armee waren immer die Retter! Sie reihen sich hier ein. Bei aller Distanz, die zu Herrn Todenhöfer habe, anerkenne ich, wie er sich ein eigenständiges Bild von der Besatzung des Irak gemacht hat.

Hochachtungsvoll
m. forschner
Antwort von Karin Kortmann
1Empfehlung
24.09.2009
Karin Kortmann
Sehr geehrter Herr ,

ich bin weit entfernt, Ihren Propagandavorwurf in Bezug auf Afghanistan unwidersprochen hinzunehmen. Lesen Sie mein Antwortschreiben nochmal nach!

Karin Kortmann
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Frage zum Thema Wirtschaft
24.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Kortmann,

die folgenden Fragen beziehen sich auf die Wirtschafts- und Finanzpolitik der SPD.

1. Nach dem 1.Jahrestag der Einläutung der globalen Finanzkrise und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise läuft bei den Banken fast wieder alles so wie vor der Krise.
Kunden werden wieder falsch beraten und zu hochriskanten Kapitalanlagen bequatscht, nur weil diese dem Banker die höchsten Provisionen bringen. Nachdem die Banken Milliarden und Abermilliarden Steuergelder erhalten haben um sich wieder zu sanieren wird wieder fleissig gobales "Investmentgeschäft" getätigt, welches wieder hochriskant ist.
Es wurde rein gar nichts aus den Fehlern gelernt und die Banker machen fröhlich weiter, wo diese aufgehört haben.

Das einzige was sich geändert hat ist eine drastische Verschärfung bei der Vergabe von Krediten für KMU des Mittelstands. Und eigentlich vergeben die Banken momentan gar keine Kredite an KMU. Herr Bundesfinanzminister Steinbrück hat bereits richtigerweise von der Kreditklemme gesprochen, an der der Mittelstand in Deutschland leidet.

Zur Farce wird es, wenn die bereitgestellten staatlichen Finanzmittel der KfW für KMU-Kredite auch nicht realisierbar sind, da diese ausschließlich über die Banken und Sparkassen beantragt werden können und von diesen durchgeleitet werden müssten.
Aber die Banken und Sparkassen blocken diese Anträge ab, da sie an diesen Krediten nichts verdienen würden.

Wieso hat die SPD diese Unterstützungsleistungen für die Banken (IKB, HypoReal Estate, Commerzbank, etc.) mitgetragen und unterstützt dies weiterhin ? Wieso wird jetzt nicht jedes Institut, welches Staatshilfen erhalten hat, wesentlich schärfer kontrolliert ?
Wieso hat die SPD mitgetragen, dass inkompetente Bank-Manager für Versagen belohnt werden ? Wieso wurden Milliarden Euro verbrannt und in Schulden-Refinanzierung und Liquiditätssicherung der Banken verpulvert , anstatt in Investitionen und neue Arbeitsplätze ?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Soziales
06.10.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Kortmann,

ich hätte eine Frage bezüglich der Krankenkassebeiträge.
Wie ja bekannt ist, ist man ja seit dem 01.04.2007 pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse.

Wie aber soll man die zahlen, wenn man nur einen 400€ Job hat (hier ist man ja nicht über den AG sozialversichert). Ich meine das Geld braucht man ja schließlich zum Leben, da kann doch der Staat nicht verlangen, das man seine Krankenversicherung von über 100€ im Monat zahlt.

Bei mir ist dies leider eingetroffen. Ich war eine Zeitlang Arbeitlos und bekam keine Leistungen. Danach hatte ich dann einen 400€ Job, konnte meine Krankenversicherung nicht bezahlen aus den o.g. Gründen. Dies war meiner Krankenversicherung bekannt.

Frage: Wie kann man das den Bürgern antun, das man von Ihnen Gelder verlangt, die sie gar nicht haben und sie somit in eine Schuldenfalle reinraten??

Das kann doch der Staat nicht wollen,oder? Wo ist denn da die Gerechtigkeit?

Über eine Antwort von Ihnen freue ich mich und bedanke mich im vorraus für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüssen

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Ihre Frage an Karin Kortmann
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