Karin Burkart (GRÜNE)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Karin Burkart
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Saarbrücken
Ergebnis
6,7%
Landeslistenplatz
2, Saarland
weitere Profile
(...) Wer Bildungsarmut verhindern will, muss Kinder früh fördern und dabei das einzelne Kind mit seinen Fähigkeiten und seinen Interessen in den Mittelpunkt stellen. Gerade in den ersten Jahren werden wichtige Weichen gestellt; deshalb fordern wir Grüne eine qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr, will heißen ein flächendeckendes, hochwertiges Angebot an Krippen, Kitas und echten Ganztagsschulen. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Karin Burkart hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Karin Burkart
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bildung und Kultur
02.08.2009
Von:

Bildungsmisere der Jungen

Sehr geehrte Frau Burkart,

seit den 80er Jahren fallen die Jungen in der Schule immer mehr hinter den Mädchen zurück. Mehr als ein Drittel eines Mädchenjahrgangs macht mittlerweile Abitur, aber nur ein knappes Viertel eines Jungenjahrgangs. Dies dann im Schnitt um eine Note schlechter. Die Leseleistungen hinken deutlich hinterher. Auf der anderen Seite sind zwei Drittel der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss Jungen. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Bei den unter 25-Jährigen sind absolut und prozentual deutlich mehr junge Männer als junge Frauen arbeitslos. Allgemein ist Bildung ein wesentlicher Schlüssel für Aufstieg und den Spielraum für die eigene Lebensplanung.

Es liegt nahe, die Erfolge der Mädchen mit der seit den 70er Jahren praktizierten nachhaltigen Mädchenförderung in Verbindung zu bringen, die auch heute eine weit größere Dimension besitzt als die nur ganz vereinzelt zu findende Jungenförderung.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung der Bildungssituation der Jungen, welche Maßnahmen betrachten Sie als notwendig, für welche Maßnahmen werden Sie konkret eintreten und auf welche Weise beabsichtigen Sie das zu tun?

Vielen Dank.
Antwort von Karin Burkart
bisher keineEmpfehlungen
05.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

nach meinem Kenntnisstand werden alle Kinder gleichermaßen gefördert und es findet keine bewusste Bevorzugung statt. Leider liegt mir keine Statistik des Bildungsministeriums vor hinsichtlich der Leistungsunterschiede zwischen Mädchen und Jungen.

Wer Bildungsarmut verhindern will, muss Kinder früh fördern und dabei das einzelne Kind mit seinen Fähigkeiten und seinen Interessen in den Mittelpunkt stellen. Gerade in den ersten Jahren werden wichtige Weichen gestellt; deshalb fordern wir Grüne eine qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr, will heißen ein flächendeckendes, hochwertiges Angebot an Krippen, Kitas und echten Ganztagsschulen.

Mit einer besseren Personalausstattung, kleineren Gruppen und einem hohen Ausbildungsniveau des Personals steigt die Qualität der individuellen kindbezogenen Förderung. Wichtig finden wir auch, dass Anreize für Männer geschaffen werden, sich in diesem Berufsfeld zu betätigen, da deren prozentualer Anteil hier noch deutlich zu gering ist. Erschwerend kommt hinzu, dass Jungen den Mädchen in ihrer Entwicklung oftmals hinterher hinken. Das frühe Sortieren von Kindern auf unterschiedliche Schultypen verbaut somit Entwicklungchancen, demotiviert und nimmt vielen Kindern schon frühzeitig die Lust am Lernen und verbaut ihnen so ihre Zukunftschancen.

Teams aus ErzieherInnen, LehrerInnen und SozialpädagogInnen, die gemeinsam für die SchülerInnen zuständig sind und außerschulischer Unterricht im Rahmen einer Nachmittagsbetreuung gehören zu einer guten Schule dazu. Wo Workshops für Mädchen angeboten werden - zum Beispiel im naturwissenschaftlichen Bereich - können nach unserer Auffassung ebenso Workshops speziell für Jungen - nicht nur im sportlichen sondern auch z. B im kulturellen Bereich - angeboten werden. Leseförderung sollte für alle SchülerInnen angeboten werden, da durch unsere medienbetonte Gesellschaft der Zugang zum Bücherlesen verloren geht. Hier wird allerdings durch das Schulamt und die Kinder- und Jugendbuchmesse schon seit geraumer Zeit gegengesteuert. Jungen, die Leistungsschwächen zeigen, sollten beizeiten eine Förderung erfahren.

Ich will mich dafür einsetzen, dass in der Lehrerausbildung verstärkt auf eine geschlechtsspezifische Förderung hingewirkt wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Burkart
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Energieversorgung
16.09.2009
Von:

Guten Tag Frau Burkat,

wie wollen Sie die Erneuerbaren Energien Grundlastfähig machen und welche Pläne haben Sie für die Wasserstoffwirtschaft?

MfG
Antwort von Karin Burkart
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2009
Sehr geehrter Herr ,


ich beantworte Ihnen Ihre Frage wie folgt:
Das Problem ist ja nicht die Grundlastfähigkeit der erneuerbaren Energien sondern allgemein die Synchronisation von Angebot und Nachfrage beim Stromangebot.Und genau wie die Kernenergie,die nur Grundlast fahren kann,und Kohle- und Gaskraftwerke zur Abdeckung von Mittel- und Spitzenlast braucht, so werden auch die erneuerbaren Energien noch eine begrenzte Zeit begleitend fossile Kraftwerke brauchen,um die Versorgungslücken abzudecken. Diese Versorgungslücken sollen in Zukunft jedoch vermehrt durch Biomasse,Wasserkraft oder Energiespeicherung geschlossen werden. Diese Energiespeicherung kann z.B. über Wasserstoff erfolgen; da Wasserstoff jedoch eine relativ geringe Energiedichte hat,kann man damit kaum alles abdecken. Energiespeicherung kann z.B.auch durch Pumpspeicherwerke erfolgen,so plant RWE derzeit im Schwarzwald ein unterirdisches 1000 MW Pumpspeicherwerk und es wäre zu prüfen,ob im Saarland die ehemaligen Gruben für eine Pumpspeicherung verwendet werden könnten.
Zukunftsforscher setzen auf die Elektrofahrzeuge, da deren Batterien in der Summe einen riesigen Energiespeicher darstellen werden( wenn sie einmal in großer Menge vorhanden sind), mit dem leicht gewisse Schwankungen der Netze ausgeglichen werden können. Wenn man weiss,das man nur Kurzstrecken fährt oder sein Fahrzeug mal nicht bewegt,gibt man einen Teil seiner Batteriekapazität frei und erhält dafür eine Vergütung vom Netzbetreiber. Was sich heute zunächst einmal noch "verrückt" anhört,sehe ich als unsere Zukunft an .

Über uns Grüne hat man vor einigen Jahren auch noch den Kopf geschüttelt und heute werden viele unserer Ideen kopiert.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Burkart
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Karin Burkart
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.