Jürgen Maresch (DIE LINKE)
Kandidat Landtagswahl Brandenburg 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Jürgen Maresch
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Hochschulabschluss
Ausgeübte Tätigkeit
Polizeibeamter des Bundes
Wohnort
Cottbus
Wahlkreis
Cottbus II , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
32,2%
Landeslistenplatz
-
(...) Wir als Linke, ich als Person verspreche nicht - ich handle. Um der Ehrlichkeit genüge zu tun, ist es eine Tatsache, dass Cottbus viel zu wenig Geld für diese anspruchsvolle Aufgabe vom Land erhält. (...)
 
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
05.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Maresch,

warum verhindert die Linke nicht den Mißbrauch der Ideen und Porträtfotos von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht auf Wahlplakaten der NPD, gesehen in Cottbus auf einem Plakat gegenüber Vattenfall? Das ist meines Erachtens ein Skandal, zumal der Cottbuser Beigeordnete für Ordnung und Sicherheit, Herr Nicht, Mitglied der Linken ist. Was tun Sie als Kandidat der Linken und Polizeibeamter, diesen Mißbrauch zu unterbinden.

Antwort von Jürgen Maresch
6Empfehlungen
08.09.2009
Jürgen Maresch
Sehr geehrte Frau ,

Ich habe mir soeben das von Ihnen erwähnte Plakat selbst angesehen. Die Porträtfotos der von Ihnen benannten historischen Persönlichkeiten sind nicht auf einem Plakat der NPD abgebildet , sondern auf einem Plakat einer anderen Partei. Dieses Plakat ist verrutscht und in das darunter plazierte Plakat der NPD gelangt. Man kann jedoch sehen, dass die historischen Persönlichkeiten nicht auf dem Plakat der NPD abgebildet sind.
Aber lassen Sie mich zu dem Thema grundsätzlich etwas sagen. Gestern war in Sachsendorf eine große Demonstration mit mir, Kerstin Kaiser und Gregor Gysi. Das Echo der Menschen war überwältigend.Entgegen der Unwahrheiten, die die "Lausitzer Rundschau" heute verbreitet, waren viele junge Menschen da . Auch Nazis versuchten die Veranstaltung in Cottbus - Sachsendorf zu stören. Die Linke wollen eine weltoffene Gesellschaft ohne Diskriminierung. Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind Angriffe auf die Demokratie. Die NPD gehört verboten. Wie sie vieleicht wissen habe ich einen schwerstmehrfachbehinderten Sohn. Vor 70 Jahren wurde durch das verbrecherische Nazi - Regime der "Euthanasie - Erlass" unterzeichnet. Dieser Erlass führte dazu , dass ca. 100 000 Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung ermordet wurden. Auch diesbezüglich habe ich die Lausitzer Rundschau informiert. Haben Sie irgendwo darüber etwas gelesen. Nein - für die Lausitzer Rundschau ist das nicht wichtig. Jedoch muss man wissen, was für eine Ideologie die rechtsextremen Parteien folgen. Deswegen sollte auch darüber berichtet werden.
Der Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bedeutet, nicht wegzuschauen, bedeutet gegen diese menschenverachtende Ideologie anzukämpfen - auf allen Ebenen. Die über große Mehrheit der Brandenburger ist für Menschenrechte und für Toleranz. Da bin ich mir absolut sicher.

Ihr Jürgen Maresch
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
08.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Maresch,

ich bedanke mich für Ihre Antwort, die meine Meinung zur Plakatierung vor den Wahlen unterstreicht: Das dafür aufgebrachte Geld sollten die Parteien z. B. für den Schwimmunterricht der Kinder in der Lagune spenden.(Was dort mit den Schwimmsport- und Rettungsschwimmer-Vereinen zur Zeit passiert, ist für ein Landesleistungszentrum unwürdig). Ich habe als Beifahrer aus einem Auto das Plakat so gesehen, wie ich es Ihnen schilderte und war empört darüber. Die Plakatierung an den Lampenmasten ist doch so widersinning oder was meinen Sie, Herr Maresch? Warum läßt man eine solche unsinnige Plakatierung überhaupt zu? Außerdem würde mich mal interessieren, was die Abgeordneten und Kandidaten der Partei "Die Linke" konkret für die Kinder und Jugendlichen in Cottbus, bewegen? ich habe den Eindruck, diesbezüglich gibt es nur eine Abgeordnete, die da etwas bewegt, nämlich Karin Kühl in Schmellwitz.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Jürgen Maresch
9Empfehlungen
09.09.2009
Jürgen Maresch
Sehr geehrte Frau ,

ich stimme Ihnen zum Thema Plakatierung absolut zu. Ich habe gehört, dass andere Städte es grundsätzlich abgeschafft haben , an Masten zu plakatieren. Das wäre doch auch eine Idee für Cottbus ! Sie haben sicherlich auch bemerkt, dass sich die Linke sehr mit Plakatierungen zurückhält.Uns geht es um Inhalte , nicht um platte Massenwerbung. Und vor allem , dass ist mir besonders wichtig: jetzt kommen sie alle, die Landtagsabgeordneten, die, wie man so umgangssprachlich sagt"Großkopferten". Jetzt versprechen Sie alles. Was haben diese Menschen den vorher gemacht? Jetzt wollen sie mit den Bürgern reden, weil sie gewählt werden wollen. Warum haben sie das nicht vorher getan? Ich habe diese Versprechungen vor Wahlen so satt. Das muss sich schnellstens ändern. Politiker haben für die Menschen da zu sein, immer und jeder Zeit - und nur für die Menschen. Denn das ist wahre Demokratie.In Hinblick auf die Kinder - und Jugendarbeit in Cottbus reicht der Platz nicht aus. Wir , die Linken , sind der Garant dafür, dass in Cottbus nicht weiter gekürzt wird in diesem Bereich. Wir als Linke, ich als Person verspreche nicht - ich handle. Um der Ehrlichkeit genüge zu tun, ist es eine Tatsache, dass Cottbus viel zu wenig Geld für diese anspruchsvolle Aufgabe vom Land erhält. Sehen Sie sich die Kitas an. Wenn man mit den Erzieherinnen dort spricht, die sind am Ende. Die können tatsächlich nicht mehr. Als Vater von drei Kindern weiß ich, dass unsere Zukunft - ich meine damit unsere Kinder- niemals vom Geld abhängig sein dürfen. Egal in welche Familie ein Kind hineingeboren wird. Jedes geboren Kind ist unschuldig und hat ein Recht darauf gleich behandelt zu werden.Und ich meine wirklich alle Kinder - auch die Kinder die ein Handicap haben. Im Hinblick auf die Lagune und den dortigen Problemen muss man deutlich feststellen, dass die Lagune in der Insolvenz ist.Dementsprechend gering sind die Möglichkeiten für uns da einzuwirken. Im Rahmen der Möglichkeiten werden wir uns als Linke dafür einsetzten eine Lösung zu finden.

Ihr Jürgen Maresch
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