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Sehr geehrter Herr Herrmann,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen auf die zahlreichen Anfragen hier
einzugehen.
Nach "Winnenden" scheint es sowohl im Bereich der Länderinnenminister als auch auf Bundesebene eine Diskussion zu geben, inwiefern das Waffengesetz weiter
"verschärft" werden könnte. Dies kommt vor allem aus dem Umfeld der SPD
und noch linkerer Parteien.
Gemäß Fachleuten gehen von legalen Waffenbesitzern jedoch kaum
Gefahren für die öffentliche Sicherheit aus, so z.B. W. Dicke von der GdP: "Nur 0,03 Prozent der Straftaten würden mit legalen Waffen begangen." (
www.ffh.de ) oder "Legale Waffen spielten bei Verbrechen so gut wie keine Rolle, hatte der Bremer Rechtspsychologe Dietmar Heubrock 2008 bei einer Anhörung vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages erklärt." (
www.badische-zeitung.de )
Trotz 7-10 Millionen registrierten Legalwaffen kann man meines Erachtens auch nicht behaupten, dass wir in Anarchie und Auseinandersetzungen mit
Schusswaffen versinken. Das Übel erscheinen mir eher illegale zu sein.
Würden Sie mir zustimmen können, dass eine mengenmäßige Beschränkung
von registrierten, adäquat verschlossenen Schusswaffen unsinnig ist (als Tatwaffe genügt ja bereits eine) bzw. eine noch weiter verlängerte Wartezeit auf das eigene Präzisionssportgerät dem Schießsport abträglich ist?
Halten Sie für Fangschüsse des Jägers sowohl den Besitz von Kurzwaffen als auch die sofort zugriffsbereite Muntion zur Erlegung verunfallten Wildes ebenso wie ich für sinnvoll und im Sinne der Waidgerechtigkeit und des Naturschutzes geboten?
Können Sie sich somit meiner Einschätzung anschließen, dass diese Tat
absolut nicht möglich gewesen wäre, wenn bereits nach geltendem Recht
bei der Aufbewahrung der Waffe vorgegangen wäre und dass daher jegliche o.g.
weitere Verschärfungen keinen zusätzlichen Sicherheitsgewinn bringen?