Jürgen Bernsen (Einzelbewerber)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Jürgen Bernsen
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Einzelfallhelfer / Messiehelfer
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Pankow
Ergebnis
0,9%
Landeslistenplatz
-, Berlin
(...) Ein Schwerpunkt ist für mich mein Einsatz für einen offeneren, liebevolleren, entspannteren Umgang von Scheidungskindern mit dem nun nicht mehr anwesenden Elternteil. Es ist oft genug noch so, daß Kinder als Waffe gegen den Expartner / die Expartnerin benutzt werden. (...)
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
09.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bernsen,

mich würden ein paar Details zu Ihrer Person interessieren, sowie Ihre Standpunkte zu folgenden Themen.

  • Bürgerrechte, Überwachung
  • EU / bzw. EU-Vertrag
  • bedingungsloses Grundeinkommen
  • bundesweite Volksentscheide

Weiterhin würde ich gerne wissen, ob Sie Veranstaltungen planen, bzw. auf einer Veranstaltung öffentlich auftreten, um Sie vielleicht auch mal persönlich kennen zu lernen.

Vielen Dank,
P.
Antwort von Jürgen Bernsen
10Empfehlungen
13.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Kandidatur. Sie fragen nach Details nach meiner Person. Ich bin sozial-engagiert und habe eine soziale Organisation aufgebaut (Freiraum Berlin-Brandenburg), die in Pankow in der Dunckerstrasse den Ordnungsraum etabliert hat. Siehe www.messiehelfer.de.

Bürgerrechte, Überwachung: Mich stimmt es bedenklich, Vorratsspeicherung und Zensur im Internet. Die Bürgerliche Gesellschaft kann nur durch die Stärkung der Bürgerrechte gewahrt werden und auf keinen Fall durch die Beschneidung und Einschränkung von Bürgerrechten. Ich will definitiv keinen Überwachungsstaat, sondern denke den größten Schutz geniessen wir, wenn Menschen den Mund aufmachen, sobald sie Ungerechtigkeit sehen.

EU / EU-Vertrag: EU, wenn wir überlegen, dass Generationen vor uns die Schlachtfelder von Millionen Toten übersät waren, dann bin ich sehr froh, dass es die EU gibt. Doch der Zweck heiligt nicht jedes Mittel. Immer mehr Entscheidungsbefugnisse nach Brüssel abzutreten ohne dass die Bürger in Deutschland um Ihre Meinung und Ihr Votum gefragt werden, finde ich sehr bedenklich und oft nicht richtig.

Bedingungsloses Grundeinkommen: ganz klar ja. Die meisten Menschen wollen arbeiten. Ich kenne nur eine Person in meinem Umfeld, die definitiv nicht arbeiten will und die ist psychisch krank, kann nicht arbeiten und hätte auch keine Chance. Die meisten Leute wollen arbeiten und werden man glaubt es kaum durch einen immensen Verwaltungsaufwand daran gehindert. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Für das Arbeitsamt heißt eine Existenzgründung, die Akte ist schwerer zu führen. Machen Sie nichts haben Sie Ihre Ruhe. Sobald sie sich bewegen sind sie schwerer handhabar. Das Grundeinkommen sehe ich beispielsweise als gute Möglichkeit, dass Menschen, die sich selbstständig machen wollen, sich mit aller Kraft darauf konzentrieren könnten.

Bundesweite Volksentscheide: Ich bin dafür. Volksentscheide auf Bundesebene, Landeskommune und bei den Kommunen sollten einen höheren Stellenwert bekommen.

Ich werde in Pankow noch öffentliche Wahlveranstaltungen machen und Sie rechtzeitig darüber informieren.

Über Ihre Erststimme würde ich mich sehr freuen

Für Rückfragen stehe ich jederzeit unter Tel. 030 367 367 39 und 0157 7385
51 62 zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Bernsen
Ergänzung vom 22.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

Sie fragten, wann es die Möglichkeit gibt, mich im Rahmen einer Veranstaltung persönlich kennenzulernen. Sie haben die Möglichkeit mich am Freitag den 25.09.09 um 19:00 Uhr im Kiezladen Dunckerstrasse 14 , Berlin 10437 kennen zu lernen.

Es gibt eine Wahl*freude*veranstaltung auf der ich auch eingeladen bin.

Den folgenden Text habe ich von der Veranstalterin Fraukomplett übernommen.

Hallo !
Mittlerweile hat es ja schon eine gewisse Tradition kurz vor den Wahlen eine Wahl*freude*veranstaltung zu machen:

Diesmal habe ich als Redner Menschen eingeladen, die aus Frust in die Politik gegangen sind.

Jürgen Bernsen als parteiloser Direktkandidat für Pankow, Weissensee und Prenzlauer Berg

Und die Pirtatenpartei als Partei die sich aus Frust über den Umgang mit den neuen Medien gegründet haben.

Selbstverständlich sind wie immer politisch Interessierte eingeladen, die ehemaligen Kiezräte, Vertreter aus etablierten Parteien und aus interessanten Projekten.

Viele Grüsse und bis Freitag, 19:00 Uhr im Kiezladen Dunckerstrasse 14,





Mit freundlichen Gruß

Jürgen Bernsen
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Bernsen,

Sie geben an, sozial engagiert zu sein. Dies insbesondere als Messiehelfer. Eine ehrenwerte Tätigkeit. Doch von Ihren Positionen - zu Grundeinkommen, Bürgerrechten, EU - abgesehen: Was genau ist Ihre persönliche Motivation, genau jetzt und als parteiloser Kandidat zur Bundestagswahl anzutreten? Was ist Ihr Bezugspunkt dazu? Wie hoffen Sie, sich im Bundestag einzubringen und sich im Falle des Gewählt-Werdens demokratisch kontinierlich zu refundieren?


Mit besten Grüßen

Antwort von Jürgen Bernsen
10Empfehlungen
30.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

"Warum genau jetzt" - Ich hatte die Nase voll, salopp gesagt. Im Laufe der Zeit sammeln sich Erfahrungen und Beobachtungen in der Arbeit mit Behörden und Ämtern; und oft genug steht man fassungslos vor Bürokratie und uneffektiven, sperrigen Abläufen, die dem Bürger absolut nicht helfen. Die einzelnen Mitarbeiter würden ja sehr oft auch gerne "anders, als sie dürfen"...Irgendwann ist das Mass voll! Ich möchte nicht nur meckern, sondern gestalten.

Ein Schwerpunkt ist für mich mein Einsatz für einen offeneren, liebevolleren, entspannteren Umgang von Scheidungskindern mit dem nun nicht mehr anwesenden Elternteil. Es ist oft genug noch so, daß Kinder als Waffe gegen den Expartner / die Expartnerin benutzt werden. Jugendämter sind da gelegentlich so überfordert, daß sie "um des lieben Friedens willen" komplett auf der Seite des Elternteils stehen, bei dem das Kind lebt, und den Anderen "zum Wohle des Kindes" isolieren.

Ich kenne etliche verzweifelte Väter und Mütter, die teilweise schon jahrelang keinen Kontakt mehr zum Kind haben konnten, weil der Expartner das nicht wünschte. - Auch die häufigen Wochenend- und Nachmittags-Reglungen sind keine wirkliche Lösung. Man kann Elternschaft und ein Kind nicht wie einen Termin in den Kalender eintragen und "abarbeiten".

Parteilos bin ich, weil es mir nicht um eine Parteikarriere als Politiker geht. Ich habe meine Themen, die mir unter den Nägeln brennen und für die ich mich einsetzen will. Dafür gibts ja auch die Option, sich parteilos zur Wahl zu stellen. Denn würde ich mich mit meinen Themen in einer Partei in einer der AGs engagieren, müßte ich auch die jeweilige Parteipolitik anerkennen und mit tragen. Und das will ich nicht. Das wäre mir zu viel. Ich will direkt wirken und arbeiten, möglichst ohne allzuviel Drumrum.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Bernsen
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bernsen,

mit Interesse habe ich Ihre Antworten auf die bereits gestellten Fragen gelesen, insbesondere den zum EU-Vertrag, der ja ganz gravierende Änderungen für Deutschland bedeutet.

Artikel 52 Abs. 2 des neuen EU-Vertrages würde die Menschenrechte nachrangig machen nach allen anderen Vorschriften des Reformvertrags, Abs. 5 die sozialen Menschenrechte unverbindlich machen, und Abs. 7 und die Erläuterungen des Konvents die Todesstrafe bei unmittelbarer Kriegsgefahr sowie die gewaltsame Niederschlagung von Aufstand und Aufruhr erlauben. Die Wettbewerbsfähigkeit und die Kriegsführung der EU hätten Vorrang vor den Menschenrechten.

Eine Frage dazu interessiert mich besonders brennend:

Wie stehen Sie zur Notwendigkeit, den EU-Vertrag als eine auch für Deutschland bindende Verfassung gemäß Artikel 146 Grundgesetz NUR dem deutschen Volke in freier Entscheidung zu beschliessen?

Ich bedanke mich im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

André
Antwort von Jürgen Bernsen
10Empfehlungen
13.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

als ich Ihre Frage gelesen habe ist es mir erst einmal durch und durch gegangen.

Todesstrafe bei unmittelbarer Kriegsgefahr, gewaltsame Niederschlagung von Aufstand und Aufruhr. Man fragt sich so, ab wann man dann in unserem Land als Aufrührer zählt. Ich versuche mit meiner Kandidatur etwas zu verändern, laufe ich Gefahr als parteiloser Direktkandidat irgendwann in den Verdacht zu geraden als Aufrüher zu gelten? Es gibt ja jetzt schon Rasterfahndung und es wird nach "Schläfern" gesucht. Es gruselt einen.

Ich bin ganz klar gegen Krieg, Todesstrafe oder andere Gewaltaktionen. Von mir wird nichts unterstützt, was in diese Richtung geht. Umso erstaunlicher finde ich, dass es nicht mehr Widerstand zum EU-Vertrag gibt und von den Parteien im Bundestag nur die Partei die Linke gegen den Vertrag gestimmt hat. Ich bin für eine Volksabstimmung in Bezug auf den EU-Vertrag.

Für mich ist es wichtig, daß der Staat sich an die Gesetze hält, insbesondere an das Grundgesetz. Leider sieht die Realität anders aus und der Bürger wird einfach übergangen.

Wie heißt es so schön im Grundgesetz:
Art 146 Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Wir wissen alle wie die Realität aussieht. Es ist erschreckend.

Mit freundlichen Gruss und besonderen Dank für die aufrüttelnde Frage.

Jürgen Bernsen
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Frage zum Thema Soziales und Familie
07.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bernsen,

ich freue mich, das Sie sich für die Scheidungskinder einsetzen. Ich selbst bin eine "entsorgte" Mutter. Was glauben Sie, wieviel können Sie als Einzelkämpfer /Parteilos erreichen?
Für meinen Fall selbst, sehe ich keine Hoffnung, aber ich habe mit anderen Müttern versucht auf den Missbrauch der Kinder aufmerksam zu machen.
Es versteht niemand den ernst der Lage, außer Richter Rudolf aus Cochem und Dr. Katterle.
Niemand will hören, wie groß die Folgen für die Kinder sind, die im Scheidungskampf Missbraucht werden, nur um den Ex-Partner weh zu tun.
Wie stellen Sie sich Ihre Arbeit vor, welche Ziele haben Sie sich gestellt.
Mit freundlichen Grüßen

J.
Antwort von Jürgen Bernsen
11Empfehlungen
13.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

ich danke Ihnen, dass Sie als "entsorgte" Mutter mir schreiben. Da ich ein auch "entsorgter" Vater bin komme ich meistens auch nur mit Vätern zusammen. Aber ob Vater oder Mutter, die Kinder leiden. Sie schreiben treffend von den Missbrauch an den Kindern der, wenn man es genau nimmt, gefördert wird von unserem Staat. Es gibt Ämter denen zuviel Macht gegeben wird, und leider seit dem 01.09.09 noch mehr. Die Gerichte tun sich mit diesen Ämtern leichter ein Urteil zu fällen, weil sie meinen sich auf diese Ämter verlassen zu können. Gemeint mit diesen Ämtern sind leider die Jugendämter. Ich bin auch ein Befürworter des Cochemer Models, aber nicht wie es in Berlin praktiziert wird. Ganze Existentenzen sind gefährdet wegen wegen das handeln der Ämter.
Sie fragen nach den Zielen, die ich mir gesteckt habe, nun, ich möchte meinen Mund aufmachen können im Bundestag, weil ich sehe welches Leid auch meine Kinder dank unserer Gesetzeslage mit erleben müssen. Ganze Existenzen sind gefährdet, Kinder gehen mit extremem Belastungen ins Leben und Elternteile werden traumatisiert. Ich arbeite in einem sozialen Bereich wo ich immer wieder auf Menschen treffe die aus zerstrittenen Familien kommen, ich sehe die Spätfolgen täglich. Wenn es nicht der Bundestag ist, würde ich versuchen auf Bezirksebene etwas zu erreichen. Das was ich und Sie erleben ist leider kein Einzelfall und möchte dies nicht mehr hinnehmen.
Auf meiner Internetseite www.juergen-bernsen.de finden Sie meinen E-Mail Adresse oder Telefonnummer. Es würde mich freuen, wenn Sie mit mir persönlich in Kontakt treten würden. Sei es der Erfahrungsaustausch oder was man evtl. gemeinsam erreichen kann.

Mit freundlichen Gruß

Jürgen Bernsen
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Frage zum Thema Soziales und Familie
17.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bernsen,

wie stellen Sie sich die ideale Familienpolitik vor, damit Kinder in konfliktreichen Scheidungsfällen bestmöglich geschützt werden.

Mit freundlichen Grüßen

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