Josef Göppel (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Josef Göppel
Geburtstag
16.08.1950
Berufliche Qualifikation
Diplomforstingenieur (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Herrieden
Wahlkreis
Ansbach
Ergebnis
47,4%
Landeslistenplatz
3, Bayern
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(...) An der Einführung eines Mindestlohns werde ich auch in Zukunft festhalten. Es muss Menschen, die in Vollzeit arbeiten, möglich sein, auch ohne staatliche Unterstützung ein würdiges Leben zu führen und eine Familie zu ernähren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.07.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Göppel,

ich habe erfreut zur Kenntnis genommen, dass Sie gegen den ESM gestimmt haben ( www.abgeordnetenwatch.de ). Mutige Bürger haben entschlossen, Strafanzeige gegen Politiker des deutschen Bundestages wegen Hochverrates zu stellen, wenn Sie für den ESM gestimmt haben ( eurodemostuttgart.files.wordpress.com ). Damit wehren Sie den Anfängen, die zu einer Diktatur in Deutschland unter den Nationalsozialisten geführt haben. Darf ich damit rechnen, dass Sie sich anschliessen und insbesondere Strafanzeige gegen Ihre Parteifreundin Frau Merkel stellen?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Josef Göppel
2Empfehlungen
20.07.2012
Josef Göppel
Sehr geehrter Herr ,

genau wie Sie schreiben, habe ich im Deutschen Bundestag gegen den Rettungsschirm ESM gestimmt. Die Gründe für meine Nein-Stimme habe ich hier bei Abgeordnetenwatch bereits ausführlich dargelegt. Hier noch einmal der Link zu meiner Abstimmungserklärung:


www.goeppel.de

Die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der entsprechenden Gesetze obliegt dem Bundesverfassungsgericht. Dort werden die Gesetze derzeit entsprechend geprüft. Ich habe volles Vertrauen in dieses Gericht.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Josef Göppel
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Frage zum Thema Umwelt
29.07.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Göppel,

um auch persönlich einen kleinen Beitrag zur Energiewende zu leisten, haben wir uns bei unseren Neubau für eine moderne Wärmepumpe entschieden.
Da diese Art der Wärmepumpe elektrisch betrieben wird und da durch die hohe Speicherkapazität die Möglichkeit besteht, einen Großteil der Energiebedarfs in die Nachtstunden zu verlagern, gibt es prinzipiell hierfür von den Energieversorgern einen speziellen Wärmestromtarif mit getrennter Haupt- und Nebenzeiten und einer Steuerung zum Vermeiden der Spitzenlastzeiten.

Um aber einen weiteren Beitrag zur Energiewende und der Förderung von erneuerbaren Energien zu setzen, aber auch um zu einem der örtlichen und serviceorientierteren Stadtwerke (unser Grundversorger ist die EON Bayern) zu wechseln, habe ich in den vergangenen Wochen leider vergeblich versucht, einen alternative Anbieter zu finden, der uns mit Wärmepumpenstrom beliefert.

Diese negative Erfahrung passt aber leider in keiner Weise zu einem liberalisierten und durch die Energiewende im Umbruch befindlichen Strommarkt.

Auf Nachfragen bei den verschiedenen Stadtwerke habe ich meist immer die gleiche Antwort bekommen. Sie könnten uns zwar problemlos mit Haushaltsstrom beliefern, jedoch keine Lieferung von Wärmestrom außerhalb ihres Grundversorgergebietes aufgrund der Netzregulierung anbieten.

Mit erstaunen widerspricht sich dieses Feedback mit den Kernaufgabengebiete der Bundesnetzargentur (BNetzA): "... Da es für ein Netzgebiet immer nur einen Netzbetreiber gibt, könnte dieser seine Monopolstellung ausnutzen, um ausgewählte Netznutzer zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Daher müssen die Regulierungsbehörden sicherstellen, dass Zugang und Nutzung des Energieversorgungsnetzes für alle Netznutzer fair gestaltet ist."

Könnten Sie mir Ihre Meinung und die Ihrer Fraktion mitteilen, wie eine Stärkung der Position der privaten Haushalte mit energieeffizienten Wärmepumpen gegenüber den Netzbetreibern erfolgen kann.

Beste Grüße,
Antwort von Josef Göppel
bisher keineEmpfehlungen
07.08.2012
Josef Göppel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Auf das Produktangebot der Stadtwerke hat die Politik keinen direkten Einfluss. Dieses unterliegt allein den Entscheidungen der Stadtwerke. Ich halte jedoch die Anpassung von Stromtarifen an die Angebotsmengen für sinnvoll. Ein Beispiel sind die von Ihnen beschriebenen Wärmestromtarife. So kann zum Beispiel in Starkwindphasen überschüssiger Windstrom mithilfe von Wärmepumpen effizient "gespeichert" werden. Die so entstehende Kappung der Erzeugungsspitze liefert damit auch einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität.

Sie schreiben, dass Sie mit der Verwendung einer Wärmepumpe gerne noch einen Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien verbinden möchten. Auch dies halte ich für außerordentlich sinnvoll. Ich schlage Ihnen deshalb vor, zu prüfen, ob Ihnen ein Öko-Stromanbieter den gesuchten Stromtarif anbieten kann. Die Stiftung Warentest gibt Empfehlungen für Öko-Stromanbieter heraus.

Die Stärkung der Position privater Haushalte mit energieeffizienten Wärmepumpen gegenüber den Netzbetreibern ist Gegenstand einer Initiative zur weiteren Umsetzung der Energiewende ab Herbst 2012.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Josef Göppel
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Frage zum Thema Finanzen
20.08.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Göppel,

könnten Sie mit ihrer Regierungspartei die ELAs aller nationalen Notenbanken des ESZB seit Euro Einführung beschlagnahmen lassen und als pdf auf der Bundestag Seite veröffentlichen?

Könnten Sie mit ihrer Regierungspartei das physische Bundesbankgold von den ausländischen Lagerstandorten beschlagnahmen lassen und als Lagerungsstandort den Tresor der Deutschen Börse in Frankfurt für alle deutschen Folgegenerationen vorschlagen?

Könnten Sie anfragen welchen Eigenkapitalwert/Überschuldungswert die KFW und EZB hat bei Bilanzierung der gekauften PIIGS-Staatsanleihen (deren Anschaffungskostenangaben weiter ausstehen) und Derivate (unter Angabe des jeweiligen Derivate Zinsanpassungsfaktor + z.B. Libor oder Euribor in einer PDF Übersicht und den nicht zahlungswirksamen Netting-Abreden sowie der Veröffentlichung der jeweils verantwortlichen Beamten die die Derivate Kauf Order tätigten mit ihren jeweiligen Angaben zur Finanztermingeschäftfähigkeit gemäss §37 d und ihren Derivate Anlageerfahrungen gemäss § 31 WPHG) zum fairen Marktwert gemäss IAS 39 - anstelle der Bilanzierung der Staatsanleihen zu Anschaffungskosten.

Danke

Ihr Wähler
Antwort von Josef Göppel
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29.08.2012
Josef Göppel
Sehr geehrter Herr ,

zu Frage 1: Dazu habe ich als Abgeordneter keine Handhabe.
Zu Frage 2: Das ist allein Angelegenheit der Bundesbank.
Zu Frage 3: Notenbanken veröffentlichen aufgrund ihrer besonderen Stellung keine Eigenkapitalwerte.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Josef Göppel
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Frage zum Thema Finanzen
11.09.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Göppel,

Frage:
Könnten Sie die Namen der jeweils Verantwortlichen im FMS (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung – SoFFin) und in den Empfängerbanken der SoFFIN Zahlungen - die die dort zur Verkaufsabwicklung umgebuchten Bankprodukte anschafften - für die Steuerzahler in einer Tabelle mit Angabe der jeweils realisierten Verluste und noch zu realisierenden Verlusten bei Bilanzierung der Vermögenswerte zum fairen Marktwert gemäss IAS 39 für den Bundeshaushalt veröffentlichen ?

Begründung:
de.wikipedia.org/wiki/SoFFin
Für 2009 verbuchte der Fonds einen Verlust von 4,26 Mrd.€. Im Lenkungsausschuss des Soffin sitzen neben anderen Staatssekretäre des Finanz-, Wirtschafts- und Justizministeriums sowie ein Vertreter des Kanzleramts. Die Beamten müssen das Einverständnis ihrer jeweiligen Minister einholen. Der Bundestag braucht für Garantien nicht befragt werden. Das geheim und wöchentlich tagende Finanzmarktgremium des Bundestages wird üblicherweise erst im Nachhinein über derartige Stützungsoperationen informiert.

www.fmsa.de/export/sites/standard/downloads/sonstige/Bericht-Geschaeftsjahr2011-SoFFin.pdf
Der Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin), dessen Geschäfte von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) geführt werden, schließt 2011 mit einem Fehlbetrag in Höhe von 13,1 Mrd. € ab.

www.fmsa.de/de/presse/pressemitteilungen/finish.html
Das Volumen unterzeichneter Stabilisierungshilfen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung beträgt Stand 31.8.2012 26,3 Mrd.€

de.wikipedia.org/wiki/FMS_Wertmanagement
Am 3.7.2012 wurde bekannt, dass durch die Wertberichtigung auf Griechenland-Anleihen und Risikovorsorge im Jahr 2011 ein Verlust von insgesamt 9,97 Mrd.€ erwirtschaftet wurde. Die Erträge aus Zins- und Provisionsgeschäft betrugen dabei 611 Mio.€. Die Verluste werden durch die Verlustausgleichsverpflichtung des SoFFin kompensiert, die Verlustausgleichsforderung beträgt 9,939 Mrd.€.

Danke Ihr Wähler
Antwort von Josef Göppel
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14.09.2012
Josef Göppel
Sehr geehrter Herr ,

die von Ihnen gewünschten Angaben kann ich leider nicht liefern, da ich als Abgeordneter keinen Zugang zu den entsprechenden Daten habe. Ich teile jedoch Ihre Skepsis. Deshalb habe ich im Bundestag gegen die Rettungsschirme gestimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Göppel
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Frage zum Thema Kultur
20.11.2012
Von:

Ich möchte Sie als meinen Abgeordneten fragen, warum ich, der in seinem Leben einmal in einer Kirche war und dies zur Taufe durch meine Eltern im Säuglingsalter 31 Euro (mit Austrittsbescheid) als Schüler zahlen muss? Ich habe der Taufe niemals zugestimmt (z.B. durch Konfirmation etc.) und meiner Meinung nach somit keinen Eintritt vollzogen? Soll dieser Geldbetrag ein Hindernis darstellen damit die Leute nicht aus der Kirche austreten? Ich weis sehr genau das der Kirchenaustritt ein Verwaltungsakt ist der Geld kostet, aber warum wird für den Kircheneintritt nicht auch eine ähnlich Hohe Gebühr verlangt? Um die Leute nicht abzuschrecken?

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort
Antwort von Josef Göppel
2Empfehlungen
22.11.2012
Josef Göppel
Sehr geehrter Herr ,

ich verstehe, dass 31 Euro für einen Schüler eine nicht unerhebliche Summe ist. Sie haben sich davon nicht abschrecken lassen und von Ihrer Entscheidungsfreiheit Gebrauch gemacht.

Wie Sie selbst sagen, ist der Kirchenaustritt ein Verwaltungsakt, der Geld kostet. Ich bin allerdings nicht dafür, den Kircheneintritt mit einer Gebühr zu versehen. Der Kircheneintritt findet, wie bei Ihnen, gewöhnlich im Säuglingsalter statt.

Eltern stehen vor vielen Entscheidungen, die den Lebensweg ihrer Kinder oft entscheidend prägen. Sie tun dies im besten Wissen und Gewissen. Dass manche dieser Entscheidungen im Erwachsenenalter vielleicht nicht auf Gegenliebe stoßen, wird sich nicht vermeiden lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Josef Göppel
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