John Nguyen (FDP)

John Nguyen
Jahrgang
1988
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Student an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Wohnort
-
Wahlkreis
Bramfeld - Farmsen-Berne , Listenplatz 4, Stimmen (Wahlkreis): 987, 1,1%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Die FDP fordert daher: Leinen los, Hunde nicht an Menschen fesseln. Nicht nur Hundehalter, sondern insbesondere die Hunde selbst werden durch das Gesetz diskriminiert. (...)
 
Persönliche Website
www.john-nguyen.de
Fragen an John Nguyen
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Frage zum Thema Bildung
04.01.2008
Von:
-

Sehr geehrter Herr Nguyen,

als Student an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften werden auch Sie später meine Rente finanzieren, während ich sicherlich mit meinen Steuerzahlungen einen Teil Ihrer Ausbildung mitbezahlt habe. Wie sehen Sie die Zukunft des Generationenvertrages?

MfG., M.-L.
Antwort von John Nguyen
60Empfehlungen
06.01.2008
John Nguyen
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für ihre Frage.

Die demographische Entwicklung hat das jetzige System der Alterssicherung im Umlageverfahren zu einem System der Ungerechtigkeit gemacht, die gleichermaßen Jung wie Alt trifft. Immer höhere finanzielle Lasten werden den Erwerbstätigen und nachkommenden Generationen auferlegt, da laufend mehr Rentenempfänger laufend weniger Einzahler gegenüber stehen. Langfristig ist das umlagefinanzierte Rentensystem daher nicht finanzierbar. Schon jetzt sind die Auswirkungen deutlich: Heutige Erwerbstätige haben aufgrund hoher Abgaben immer weniger Netto, während Rentnerinnen und Rentner Nullrunden und nur kosmetische Rentenerhöhungen ertragen müssen, die aufgrund der Inflation tatsächlich jedoch verschleierte Minusrunden sind.

Zukünftig werden auch andere Politikfelder immer mehr betroffen sein: Die Budgetanteile am öffentlichen Haushalt für die gesetzliche Rente werden immer größer, so dass an deren Ecken gespart werden muss - etwa im Bildungssystem. Der Haushaltsanteil für Bildung und Forschung liegt gerade mal bei knapp vier Prozent. Der Anteil für die gesetzliche Rentenversicherung dagegen ist bei über 30 Prozent, also knapp jedem dritten Euro!

Gerade in unserer Gesellschaft mit immer mehr Seniorinnen und Senioren und immer weniger jungen Beitragszahlern muss daher das System möglichst schnell reformiert werden, um die finanziellen Lasten gerecht zwischen den Generationen zu verteilen. Das Rentensystem und damit der gesamte Generationenvertrag stehen bereits jetzt aufgrund der chronischen Unterfinanzierung trotz überproportionaler Beiträge von Erwerbstätigen vor dem Kollaps – ein Systemwechsel weg vom reinen Umlageverfahren ist daher dringendst erforderlich, um die Generationengerechtigkeit gemeinsam und sozialverträglich zu erreichen. Es bleibt auch nicht viel Zeit, um tätig zu werden, denn jeder ungenutzter Tag verschlimmert lediglich die Folgen der demographischen Entwicklung und verschiebt die Lasten auf nachfolgende Generationen.

Im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung durch das Umlageverfahren arbeiten die anderen beiden Säulen des Drei-Säulen-Modells, also die betriebliche und die private Altersvorsorge, nach dem Prinzip des Kapitaldeckungsverfahrens. Dabei sorgt jeder Bürger selber für seine Altersvorsorge, in dem er während seines Berufslebens sein eigenes Kapital anspart, dieses in sichere, zuverlässige Geldanlagen oder ähnliche Mittel investiert wird und der Bürger schließlich im Rentenalter sein eingezahltes Kapital nebst den Zinserträgen ausgezahlt bekommt. Insbesondere der Zinseszins-Effekt führt so oft zu hohen Auszahlungsbeiträgen. Die kapitalgedeckte Vorsorge hat des Weiteren den Vorteil, dass sie viel weniger von der Demographie beeinflusst wird. Doch auch das Kapitaldeckungsverfahren ist nicht risikofrei, da sie von der weltwirtschaftlichen Konjunktur und den Kapitalmärkten abhängig ist.

Die FDP steht daher für eine Mischform der beiden Bausteine. Die gesetzliche Rentenversicherung nach dem Umlageverfahren soll zur Grundsicherung im Alter dienen und so vor einer Altersarmut schützen. Die Sicherung des Lebensstandards im Alter muss jedoch in einer Pflicht zur der kapitalgedeckten Vorsorge erfolgen. Dadurch werden die spezifischen Risiken beider Verfahren minimiert und die Vorteile ergänzt.

Mit freundlichen Grüßen,
John Nguyen
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Frage zum Thema Familie und Generationen
27.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Nguyen,

ich bin Großmutter von 2 kleinen Jungs und Halterin von 2 Hunden. Meine Frage an Sie, wie kann ich es verbinden, mit meinen Hunden UND mit meinen Enkelkindern einen schönen Spaziergang in Bramfeld zu machen. Das heißt auch, dass meine Enkelkinder gerne dabei den Spielplatz besuchen. Als meine Kinder klein waren, konnte man dieses ohne Probleme miteinander verbinden. Der Hund blieb an der Bank und ich konnte auf die Kinder und den Hund aufpassen. Andere Kinder konnten, wenn sie wollten, Kontakt aufnehmen. Alles war mehr als problemlos. Aber jetzt geht überhaupt nichts mehr in dieser Richtung. Im Gegenteil. Eltern, wie Kinder werden verunsichert und in große Angst versetzt, gerade auch von den Politikern. Es wird auch in keiner Weise gegengesteuert. Wie z.B. Besuch von Therapiehunden in Schulen und Kindergärten, damit Kinder wieder ein normales Verhältnis zu Tieren bekommen.

MfG
H.
Antwort von John Nguyen
36Empfehlungen
02.02.2008
John Nguyen
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für ihre Frage.

Das Hamburger Hundegesetz vom 1. April 2006 ist leider ein Paradebeispiel dafür, wie Politik voreilig und unbedacht praktiziert wird.

Natürlich ist es wichtig, Menschen vor gefährlichen Kampfhunden zu schützen. Doch ein entscheidender Fehler wurde hier gemacht: Statt auf eine artgerechte Haltung von Tieren zu setzen und gegen Tierquälerei und verantwortungslose Hundehalter anzugehen, wie es vom Tierschutz verlangt wird, werden stattdessen pauschal alle verantwortungsbewussten Hundehalter und ihre Hunde in ihrer Freiheit eingeschränkt und ein genereller Leinenzwang eingeführt. Indem nun Hunde an den Menschen gefesselt werden, wird eine Gefahr von Hunden suggeriert, die gar nicht existiert - kein Wunder also, dass insbesondere Kinder heutzutage sich immer mehr vor Hunden fürchten und das Image der Hundehalter immer mehr leidet. Die Politik hat dies mit zu verantworten.

Vor allem ist dieses Hundegesetz alles andere als verhältnismäßig. Mit dem Ziel, Menschenschutz zu erreichen, wird hingenommen, Tierquälerei gesetzlich anzuordnen. Wer Hunde durch einen Leinen- und Maulzwang verbietet, in Kontakt mit Menschen zu kommen, nimmt in Kauf, sozial inkompetente Hunde heranzuziehen. Folge: eher noch mehr Beißattacken als früher, als die Hunde noch frei und artgerecht herumtollen durften.

Die FDP fordert daher: Leinen los, Hunde nicht an Menschen fesseln. Nicht nur Hundehalter, sondern insbesondere die Hunde selbst werden durch das Gesetz diskriminiert. Ist ein Hund nicht kontrollierbar und gewaltsam, liegt es nicht an ihm. Die Verantwortung ist woanders zu suchen: Es ist die Pflicht des Hundehalters, seinen Hund friedlich, verantwortungsbewusst und artgerecht im Sinne des Tierschutzes zu erziehen - was der riesige Anteil der Hundehalter auch tut. Das Hundegesetz wirft dagegen alle Unschuldigen in einem Topf, macht sämtliche Hundehalter und Hunde zu potentiellen Gewalttätern und muss daher abgeschafft werden!

Mit freundlichen Grüßen,
John Nguyen
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Frage zum Thema Gesundheit / Verbraucherschutz
22.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Nguyen,

während ich vielen der Ziele Ihrer Partei zustimmen kann, insbesondere der Liberalisierung und der Kampfansage an überflüssige Verwaltungsstrukturen und Bürokratie und Ihr Engagement für den Mittelstand schätze, verstehe ich nicht, wieso Sie ausgerechnet die Abschaffung des Nichtraucherschutzes in Ihr Wahlprogramm aufgenommen haben.

Vor den finanziellen Interessen des einzelnen Unternehmers stehen meiner Meinung nach die Interessen der Gemeinschaft. Die in Ihrer Mehrheit aus Nichtrauchern besteht und ein klares Recht auf körperliche Unversehrtheit hat. Der Nichtraucherschutz in Kneipen und Restaurants ist genauso sinnvoll wie die Anschnallpflicht für Autofahrer und TÜV-Plaquette und war lange überfällig. Zum Wohl aller auf den Drogenkonsum weniger zu verzichten, scheint mir ein akzeptabler Preis zu sein.

Warum also steht dieser Punkt in einer solchen Wichtigkeit in Ihrem Wahlprogramm? Steht die Aufhebung des Schutzes nicht im Widerspruch zu vielen Idealen Ihrer Partei?
Antwort von John Nguyen
26Empfehlungen
26.02.2008
John Nguyen
Sehr geehrter Herr ,

ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln ist absolut richtig und vernünftig – denn jeder von uns muss immer mal wieder in solchen Einrichtungen sein. Um zu gewährleisten, dass Nichtraucher sich nicht von Rauchern belästigt fühlen, ist dort ein Rauchverbot völlig richtig.

Aber in kleinen Eck-, Einraum- oder Kleinraumkneipen dagegen ist solches Rauchverbot nicht notwendig und führt lediglich zur Existenzgefährdung vieler kleiner Wirte mit nur sowieso geringen Einnahmen. Das Nichtrauchergesetz schreibt nämlich vor, dass Raucher und Nichtraucher in Gaststätten räumlich abgetrennt werden müssen. Ist ein Wirt dazu nicht in der Lage, so herrscht ein generelles Rauchverbot in seiner Gaststätte.

Dies hat zur Konsequenz, dass alle kleineren Kneipen zu vollständig rauchfreien Zonen werden müssen – was wiederum zur Folge hat, dass die rauchfreudige Kundschaft gleich ganz weg bleibt und lieber große Kneipen besucht, wo sie rauchen kann. Für viele kleine Gastwirte jedoch stellen Raucher eine wichtige Einnahmequelle dar, denn für sie zählt jeder einzelne Kunde. Deshalb bangen so viele kleine Gastwirte nun um ihre Existenz, während die großen Kneipenbesitzer sich über sogar noch mehr Besucher erfreuen können. Von Gerechtigkeit kann daher kaum die Rede sein!

Die Freiheit muss fair verteilt sein: Die Nichtraucher sollen die Freiheit haben zu entscheiden, in eine Nichtraucher-Kneipe zu gehen. Aber auch Raucher müssen die Freiheit haben, in einer Raucher-Kneipe zu sein. Dies bedeutet jedoch, dass die Gastwirte in der Lage sein müssen, selber zu entscheiden, ob Rauchen in ihren Gaststätten erlaubt ist oder nicht. Kleine Gastwirte sind in dieser Entscheidungsfreiheit beraubt und werden stattdessen in ihrer Existenz durch das Nichtrauchergesetz sogar bedroht.

Mit freundlichen Grüßen,

John Nguyen
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