Johannes Remmel (DIE GRÜNEN)
Kandidat Nordrhein-Westfalen 2012
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Angaben zur Person
Johannes Remmel
Geburtstag
25.05.1962
Berufliche Qualifikation
Publizist
Ausgeübte Tätigkeit
Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
Wohnort
-
Wahlkreis
Siegen-Wittgenstein I
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
(...) Ich stimme mit Ihnen überein, dass wir den Schutz des Grundwassers vor Verunreinigung durch eine übermäßige oder unsachgemäße Ausbringung von Gülle verstärken müssen. Trotz der Regelungen in der Düngeverordnung (DüVO) und der erst im Jahr 2010 in Kraft getretenen Verordnung über das Inverkehrbringen und Befördern von Wirtschaftsdüngern (WDüngVO) stellen wir an den Grundwassermessstellen in Nordrhein-Westfalen fest, dass die Nitratbelastung des Grundwassers, die überwiegend aus der Landwirtschaft herrührt, nicht merklich zurück geht. (...)
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Frage zum Thema Umweltpolitik
09.05.2012
Von:
-

Sehr geehrter Herr Remmel,

Folgende Aussagen habe ich in Ihrem Forum gefunden:

"Die Landesregierung wendet sich mitnichten gegen Jagd und Jäger. Im Gegenteil - sie möchte die Jagd gesellschaftlich und ökologisch begründen, damit Jägerinnen und Jäger wieder auf eine breite gesellschaftliche Akzeptanz setzen können und ihr Tun als wertvoll und unverzichtbar anerkannt wird."

In den ländlichen Räumen stoßen die Jagd und der Umgang mit der Jagd ohnehin auf eine breite Akzeptanz. Entsprechende Umfragen liegen vor. In diesen Bereichen kennen die Menschen ihre Heimat, die Natur sowie das Zusammenspiel zwischen Natur, Landwirtschaft und Jagd. Viele Vorgaben und geplante Änderungen stoßen hier auf Unverständnis.

Hier aber stellen sich folgende Fragen:

Wollen Sie nicht, dass die Tiere massiv reduziert werden sollen, wollen Sie nicht die massive Reduzierung der heimischen Wildarten wie Reh und Rotwild und wird dies nicht bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck gebracht wie z. B. in dem nachfolgenden Zeitungsartikel vom 30.12.2011?

"Remmel beklagt die zu hohen Schalenwildbestände und die damit einhergehenden Wildschäden. Und der Minister nennt Gründe, warum mehr Wild geschossen werden soll: Es wird zu viel gefüttert. Zudem kommen die Jäger aus Sicht Remmels ihrer Hegeverpflichtung nur unvollkommen nach"

Was hat dies mit Tierschutz zu tun? Massives Nachstellen, extreme Reduzierung und Beunruhigung in den Notzeiten war bisher im Jagd- und Naturschutzgesetz untersagt. Wie sollen da Jäger zukünftig akzeptiert werden?

Ich wohne in einem Gebiet mit sehr hohem Privatforstanteil. Die Unterschiede zum Staatsforst kann man sehen; es gibt große privat angelegte Biotope und einen gesunden und vielfältigen Wildbestand. Hier gibt es keinen Wald/Wild–Konflikt. An dieser Stelle sollte man auch noch anmerken, dass die privaten Forstbesitzer ihre Waldflächen ökologisch und betriebswirtschaftlich erfolgreich bearbeiten.

Bitte um Stellungnahme.

Viele Grüße
-
Antwort von Johannes Remmel
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14.05.2012
Johannes Remmel
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage zur geplanten Novelle des Landesjagdgesetzes.

Sie haben die Grundintention dieser Novelle richtig zitiert: Es geht um eine gesellschaftliche Neubegründung der Jagd aus dem Gedanken der ökologischen Nachhaltigkeit. Ich respektiere selbstredend Ihre Auffassung, dass Sie eine solche Neubegründung nicht für erforderlich halten, möchte Ihnen aber aus meiner Perspektive und den ganz unterschiedlich ausfallenden Zuschriften aus der Bevölkerung unseres Bundeslandes sagen, dass es durchaus zahlreiche Menschen gibt, denen die Jagdpraxis in ihrer Gestalt und Bedeutung für unser Land und unsere Gesellschaft nicht unmittelbar einleuchtet. Hier besteht also offenbar ein Verständigungsbedarf, um zu einem gesellschaftlichen Konsens zu kommen. Auf diesen Weg begebe ich mich und lade Sie herzlich ein, mit Ihren Anregungen und Einsprüchen daran zu partizipieren. Bislang gibt es allerdings weder ein Eckpunktepapier noch einen Referentenentwurf und erst recht keinen Gesetzesentwurf zur Jagdrechtsnovelle. Wir befinden uns noch ganz am Anfang des Weges und ich sage Ihnen zu, dass im Rahmen des Verfahrens selbstverständlich alle Betroffenen in den Gesetzsgebungsprozess einbezogen werden.

Mit besten Grüßen,

Johannes Remmel
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
09.05.2012
Von:
-

Sehr geehrter Herr Remmel,

folgende Fragen zum Ehrenamt und zur Feuerwehr

In den Antworten zu den Wahlprüfsteinen der Feuerwehr werden von Ihrer Partei das Ehrenamt und die Feuerwehr keineswegs gestärkt. Zum einen kann man das FSHG getrennt vom RettG NRW sehen. Vor allem, wenn Sie zukünftig verstärkt private Leistungserbringer einbringen möchten und somit ganz oder teilweise auf die Feuerwehr als bisher größter Anbieter verzichten möchten.

Weiterhin werden in dem zukünftigen inhaltlichen Rahmen, an dem sich das neue FSHG orientieren sollte, die Freiwilligen Feuerwehren von ihrer Partei nicht berücksichtigt.

Auch erstaunt mich, wie Sie als Minister aus unserer Region zum Ehrenamt im heimischen Wahlbezirk stehen. Sie haben zu allen Sitzungen des Kreisfeuerwehr-Verbandes eine Einladung erhalten. Andere Politiker sind den Einladungen häufig gefolgt und haben zu verschiedenen Punkten eine Stellungnahme abgegeben und somit Interesse am Ehrenamt bekundet. Ihre Nichtteilnahme ist umso erstaunlicher, als dass die Feuerwehren einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz (Emission, Öl- und Schadstoff-Unfälle) leisten und mit den Ihnen unterstellten Forstbehörden in manchen Lagen (Extremwetterlagen) zusammenarbeiten.

Wie stellen sie sich die zukünftige Zusammenarbeit vor?



Viele Grüße

-
Antwort von Johannes Remmel
bisher keineEmpfehlungen
16.05.2012
Johannes Remmel
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Frage und möchte Ihnen versichern, dass mir sehr wohl die große Bedeutung der Feuerwehren in unseren Städten und Gemeinden bewusst ist und ich Ihrer Arbeit große Wertschätzung entgegenbringe. Insbesondere aus den kleineren Städten und Gemeinden sind mir die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Feuerwehren bekannt, insbesondere auch im Bereich der Jugendarbeit und mittlerweile auch der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern, die gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Es würde mich freuen, wenn Sie mir dieses "Bekenntnis" glauben würden, auch wenn ich es aufgrund vielfältiger Inanspruchnahmen nur selten durch meine persönliche Präsenz bei Veranstaltungen dokumentieren kann. Ich biete Ihnen aber gern ein Gespräch mit mir oder meinen Mitarbeitern an, um uns einmal intensiv über die Belange der freiwilligen Feuerwehren auch vor dem Hintergrund Ihrer Umweltschutzaufgaben zu verständigen, wobei mich auch der Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie der Nachwuchsförderung besonders interessieren würde. Sollten Sie daran Interesse finden, geben Sie mir bitte ein entsprechendes Signal.

Mit besten Grüßen

Johannes Remmel
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