Johannes Issmer (FDP)
Kandidat Berlin 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Johannes Issmer
Geburtstag
29.12.1981
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Friedrichshain-Kreuzberg WK 6
Landeslistenplatz
4, Friedrichshain-Kreuzberg
(...) Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir diese unhaltbaren Bedingungen für Musiklehrerinnen und Musiklehrern bislang nicht bekannt waren. Sollte ich ein politisches Mandat erhalten, werde ich mich gerne für Ihre Belange einsetzen. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Johannes Issmer hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 25 Thesen Position bezogen.
Fragen an Johannes Issmer
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verkehr und Stadtplanung
10.09.2011
Von:
Fix

Vielleicht gehören wir zu den Unentschlossenen, Protestwählern oder Immer-so-Wählern.

Ihre Chance: 0, 1, 2, 3 ... oder mehr Stimmen im WK 6 zu erhalten.

Es wurden bereits hinreichend Fragen zur "Groß-Berliner-Politik" behandelt, so dass wir unser Interesse auf die regionale Wahlkreis-Ebene beschränken möchten.

Was will Ihre Partei mit Ihrer Kandidatur im Wahlkreis 6 bewegen?


A 100

Unser Wahlkreis soll (nach Willen der "Volks"-Parteien) zum Durchläufer der umstrittenen Autobahnverlängerung - A 100 - werden.

1.) Wenn Sie nicht gegen diese Verlängerung sind, wie begründen Sie - im Zeitalter des Ressourcen- und Energiewandels - dessen Notwendigkeit und wo sehen Sie Nutzen für den Kiez?
2.) Für welche Maßnahmen zum Schutz der Wohngebiete wollen Sie sich einsetzen?


Lärmschutz

Unser Wahlkreis ist durch Wohngebiet, Mediaspree und Discotheken gekennzeichnet.

Gehören Discotheken-Beschallung und Event-Böller-Spektakel wirklich zum neuen Kiezflair dazu?
Wie viel Lärmschutz wollen Sie den Anwohnern einräumen?


Umweltzone

Nur geografisch gehört der Markgrafendamm zur Umweltzone.

Was meinen Sie?


Straßen/Wege

Die Bödikerstraße (Abschnitt Persius-/Laskerstraße) ist seit ca. 4-5 Jahren Baustelle der Wasserbetriebe bzw. seit 2-3 Jahren ein Provisorium des Bezirksamtes.

Was wollen Sie?


Zukunfts- oder Schicksalsfrage:

Bleibt unser Wohngebiet erhalten oder wird unser Wohngebiet eine Lärm-Schutz-Wall-Enklave zwischen Mediaspree, A100 und Discoland?


Das was die Partei im Großen will ist das Eine, wofür Sie sich als Volksvertreter für den Wahlkreis einsetzen wollen das Andere.


In Erwartung Ihrer Antwort (ggf. auch zur Entscheidungsfindung hilfreich)

mit freundlichen Grüßen

Familie F.
Antwort von Johannes Issmer
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2011
Sehr geehrter Herr Fix,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage(n), zu denen ich gerne Stellung beziehe.

A100

Wir Liberalen sehen die Idee der A100 gerade darin, die Kieze vom Durchgangsverkehr (z.B. von Neukölln nach Friedrichshain) zu entlasten und den Verkehr stattdessen um Mitte und Friedrichshain herumzuführen. Daher sprechen ich mich klar für den Bau der A100 aus. Richtig funktionieren wird diese großflächige Entlastung erst mit der Fertigstellung des Abschnitts 17 bis zum Ringcenter, allerdings wird auch der Bau bis Treptow bereits eine Entlastung für Treptow, Neukölln und Teile von Kreuzberg bedeuten.
Natürlich wird es so sein, dass einige wenige, die direkt an der zukünftigen A100 wohnen, mit Nachteilen rechnen müssen. Jedoch steht dem die Entlastung ganzer Bezirke entgegen, außerdem lässt sich mit modernen Schallschutzwänden und Schallschutzfenstern an den Auffahrten bereits heute dem Verkehrslärm entgegenwirken.


Lärmschutz

Wir Liberalen sind der Ansicht, dass die Gesetze und Verbote bereits heute ausreichen - dieser Meinung schließe ich mich an. Vielmehr gilt es, bestehendes Recht auch durchzusetzen - und hier sind Ordnungsbehörden und Polizei gefragt. Wir sprechen uns allerdings als einzige Partei klar und ehrlich für den Tourismus aus, denn dieser bringt Wohlstand in den Bezirk und unserer Meinung ist es unehrlich, alle Probleme - von Lärm über Müll - nur den Gästen anzuhängen. Friedrichshain-Kreuzberg ist ein Bezirk, der bislang gut von der Toleranz gegenüber den anderen und der Durchmischung der Bewohner lebte. Ich hoffe inständig, dass dieses Zusammenleben mit gegenseitiger Rücksichtnahme auch weiter Zukunft hat.


Umweltzone

Ich spreche mich klar gegen die Umweltzone aus, da diese bislang keine Entlastung gebracht hat. Zum verhält sich die Stadt mit einer Vielzahl an Ausnahmegenehmigungen sowieso nicht sehr konsequent, außerdem ist der Nutzen von Umweltzonen insgesamt (berechtigterweise) umstritten. Untersuchungen haben ergeben, dass schon die Anpflanzung kleinerer Büsche am Straßenrand eine erheblich größere Entlastung von Feinstaub erbringt als jedes noch so gut gemeinte Verbot.


Bödikerstraße

Hier muss ich Ihnen ehrlich sagen, dass ich mit der dortigen Baustellensituation nicht vertraut bin. Hier ist auf jeden Fall das Bezirksamt in der Pflicht, wenn schon nicht sofortige Abhilfe, dann wenigstens Auskunft zu geben, wie lange das Provisorium noch bestehen soll und wie Entlastungsmaßnahmen für die Bürger kurzfristig umgesetzt werden sollen. Ich empfehle Ihnen, ggf. auch mit Bezirksverordneten aufzunehmen, die in dem entsprechenden Verkehrsausschuss sitzen.


Mit freundlichen Grüßen

Johannes Issmer
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Medien, Kultur und Sport
15.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Issmer,

Ich bin freiberufliche Musikschullehrerin an mehreren staatlichen Musikschulen der Stadt Berlin. Wir bekommen demnächst neue Honorarverträge, da wir scheinselbstständig sind. Gut 90 Prozent der Berliner Musikschul-Lehrkräfte sind Honorarlehrer. Für die Honorare gelten Sätze, die für Nebenberufler mit Fachhochschulabschluss ausgelegt sind. Die Honorarkräfte sind jedoch überwiegend hauptberuflich an den Musikschulen tätig und haben einen Hochschulabschluss. Wir als Honorarkräfte der Berliner Musikschule arbeiten bereits jetzt unter prekären finanz. Verhältnissen:
bekommen keine vollständige Honorarfortzahlung im Krankheitsfall, keinen Mutterschutz, haben
kaum Alterssicherung zu erwarten, sind ohne Angabe von Gründen kündbar, genießen nahezu keinen arbeitsrechtlichen Schutz, werden gegenüber angestellten Lehrkräften erheblich schlechter bezahlt und müssen durch bezirkliche Willkür bei Aufnahmestopps oft monatelange Honorarausfälle hinnehmen.
Mit einem neuen Dienstvertrag droht sich unsere Situation abermals zu verschlechtern.
Ich habe KollegInnen, die trauen sich keine Familie zu gründen, weil sie nicht wissen wie sie diese ernähren sollten. Als Musiker findet man in Friedrichshain kaum eine bezahlbare Wohnung und man findet auch sehr schwer eine Wohnung weil man ja "Krach" macht und kein regelmäßiges Einkommen nachweisen kann. Wir befürchten im Rahmen der Änderung des Dienstvertrags u.a. Streichung der Honorafortzahlung im Krankheitsfall, eine Studenbegrenzung auf 15 Unterrichtsstunden pro Woche, kein Honorar bei Absage des Unterrichts von Seiten des Schülers, den Wegfall der Durchbezahlung durch die Ferien. Wir bitten Sie, als Partei der FDP sich gegen diese neuen Bestrebungen zu wenden und uns mit einem Tarifvertrag, bzw. einer Festanstellung eine sicherere finanzielle Basis zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Johannes Issmer
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2011
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir diese unhaltbaren Bedingungen für Musiklehrerinnen und Musiklehrern bislang nicht bekannt waren. Sollte ich ein politisches Mandat erhalten, werde ich mich gerne für Ihre Belange einsetzen. Ansonsten empfehle ich Ihnen, sich an den für Bildungspolitik Ansprechpartner in der FDP-Fraktion zu wenden. Aktuell ist dies Frau Mieke Senftleben MdA.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Issmer
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Johannes Issmer
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.