Jimmy Schulz (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Jimmy Schulz
Geburtstag
22.10.1968
Berufliche Qualifikation
Unternehmer
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Riemerling
Wahlkreis
München-Land
Ergebnis
13,4%
Landeslistenplatz
10, Bayern
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(...) Vielen Dank für Ihre Fragen, auf die ich gerne antworten möchte:

1.
Nach Auskunft des Bundesministeriums der Finanzen beträgt das maximale Haftungsrisiko für Deutschland aus EFSF und ESM 310 Mrd. Euro. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wachstumsbeschleunigungsgesetz
11.01.2010
Von:
Dr. -

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter,
Ihre Partei gründet die Steuerpolitik auf die Erwartung, dass durch Steuererleichterungen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung befördert werden. Nun entgehen dem Staat durch Steuerleichterungen zunächst einmal Mittel, die insbesondere im kommunalen Bereich dringend benötigt werden, falls sie nicht durch Steuermehreinnahmen ausgeglichen werden. Meine Fragen: auf welche konkreten sachlich fundierten Erhebungen stützt sich die erwähnte Erwartung? Ist sie mehr als eine bloße Hoffnung, die mit der Binsenweisheit arbeitet, dass mehr verfügbares Kapital den Markt belebt? Und: besteht zwischen Steuerverlusten infolge Erleichterungen und den durch Markbelebung erwartbaren erwartbaren Steuermehreinnahmen ein adäquates Verhältnis, d.h. ist gesichert, dass die Mehreinahmen die Verluste wirklich ausgleichen?
Ich danke Ihnen für Ihre Mühewaltung
Mit freundlichen Grüßen
H.G.
Antwort von Jimmy Schulz
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18.08.2010
Jimmy Schulz
Sehr geehrter Herr Dr. ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich leider erst jetzt beantworten kann.

Wir Liberale glauben in der Tat, dass mehr verfügbares Geld den Markt belebt, und zwar sowohl den Konsum als auch durch die in Deutschland übliche Sparrate von ca. 10% den Kapitalmarkt. Das Verhältnis zwischen Steuerverlusten und Steuermehreinnahmen wird durch das Bundesministerium der Finanzen und die Fachpolitiker der Fraktionen ausführlich berechnet und fließt in die politische Diskussion und die Entscheidungen mit ein.

Wenn Sie zu diesen Themen weitergehende Fragen haben möchte ich Sie bitten, sich an die Steuer- und Finanzpolitiker der FDP-Fraktion zu wenden.

Die Finanzierung der Kommunen muss dringend reformiert werden, dabei aber gesichert bleiben. Derzeit erarbeitet eine Kommission Vorschläge zur Reform der kommunalen Finanzen. Hier sind auch die Spitzenverbände der Kommunen vertreten.

Mit freundlichen Grüßen

Jimmy Schulz
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Frage zum Thema Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
05.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz

Ihre Fraktion tritt unter Anderem für eine Vereinfachung des Steuersystems auf allen Ebenen ein: Ein Ziel, dem ich voll und ganz zustimme. Mir ist unklar, wie sich die Schaffung einer weiteren Ausnahme, in diesem Fall bei der Mehrwertsteuer, mit diesem Ziel vereinbaren lässt. Sie selbst haben ja in der Entsprechenden Abstimmung für die Schaffung dieser Ausnahme gestimmt.

Die Ausnahme wirkt sich nicht nur direkt komplizierend auf die Mehrwertsteuer aus, sondern hat weitere Komplikaitonen, z. B. bei den Spesenregelungen von beruflich Reisenden zur Folge.

Können Sie mir erläutern, wie sich diese Verkomplizierung des Systems mit dem generellen Ziel der Vereinfachung vereinbaren lässt?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Jimmy Schulz
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17.08.2010
Jimmy Schulz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail zum Thema Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe und bitte entschuldigen Sie meine späte Antwort.

Der Tourismussektor ist eine der wichtigsten Dienstleistungs- und Wachstumsbranchen in Deutschland. Die Rahmenbedingungen in diesem Sektor müssen verbessert werden, damit es in diesem Bereich zu mehr Wachstum kommt.

Für die heimischen Gastronomen und Hoteliers haben die Wettbewerbsverzerrungen durch die letzte Mehrwertsteuererhöhung, die sie zum größten Teil selbst getragen und nicht an ihre Kunden weiter gegeben haben, in Verbindung mit der unterschiedlichen Anwendung der verringerten Mehrwertsteuersätze in Europa weiter zugenommen. Heute erheben bereits 22 von 27 EU-Staaten den ermäßigten Steuersatz. Zu diesen Staaten gehören, mit Ausnahme von Dänemark, sämtliche Nachbarstaaten Deutschlands. Dieser Wettbewerbsnachteil war der Grund dafür, dass auch Union, SPD, Grüne und die Linke in der Vergangenheit eine Mehrwertsteuerreduzierung für Beherbergungsleistungen gefordert haben.

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz dient der Herstellung von fairem Wettbewerb. Gerade in Grenzgebieten ist es von enormer Bedeutung, ähnliche oder bessere Kostenstrukturen zu schaffen und darauf zu achten, dass Wettbewerbsnachteile nicht durch die reine Steuerhöhe entstehen. Denn sonst sehen sich Unternehmen nicht nur gezwungen, Einsparungen in anderen Bereichen, wie z. B. bei den Lohnkosten vorzunehmen, sondern eine solche Situation kann auch dazu führen, dass ein Stellenabbau wegen mangelhafter Auslastung oder im schlimmsten Fall wegen Insolvenz vorgenommen werden muss.

Durch die Entlastung der Hotelleriebranche werden auch Spielräume für Investitionen, Preissenkungen und die Qualifikation von Mitarbeitern geschaffen.

Sie haben recht, dass die Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe das Steuersystem nicht vereinfacht, aber wir fanden es angesichts der obengenannten Gründe angebracht. Um das System zu vereinfachen, bereitet die Koalition bis zum Herbst 2010 einen Gesetzentwurf mit einer Reihe von Maßnahmen zur Steuervereinfachung vor. So wird es zum Beispiel bald die vorausgefüllte Steuererklärung vom Finanzamt geben. Die Abmilderung der Gegenfinanzierungsmaßnahmen der Unternehmensteuerreform bedeuten für die Unternehmen bereits jetzt Bürokratieabbau. Zudem wurden zum Teil existenzgefährdende Wachstumshemmnisse für die Unternehmen zurückgenommen.

Ich hoffe, Sie angemessen informiert zu haben. Wir weitere Frage stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jimmy Schulz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz

wie viele Bürger vom eher konservativen Lager halte ich den parteilosen, über alle politischen Lager hinaus geachteten Joachim Gauck für den wesentlich besser Bundespräsidenten als den derzeitigen Ministerpräsidenten von Niedersachsen. Herr Gauck ist für mich der fast ideale Kandidat: Geachtet in allen Lagern wegen seiner erwiesenen Integrität, ohne Eigeninteressen, ausgestattet mit Lebenserfahrung, mit eigenen Ideen.

Leider dürfen wir Bürger ja nicht wählen, sondern Sie als unser Bundestagsabgeordneter müssen für uns wählen! Deshalb meine Frage an Sie: Wen werden Sie als Mitglied der Bundesversammlung wählen und warum? Folgen Sie einfach der Parteidisziplin oder treffen Sie eine eigene Entscheidung?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Jimmy Schulz
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17.08.2010
Jimmy Schulz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben und bitte Entschuldigen Sie für meine sehr späte Reaktion.

Ich verstehe, dass Sie Herrn Gauck unterstützt haben. Er war ein angesehener und respektabler Kandidat, und da ich selbst Verwandtschaft in den neuen Bundesländern habe stehe ich seiner Arbeit - seinem Lebenswerk - mit viel Sympathie und Respekt gegenüber. Wir in der FDP haben in der Vergangenheit selbst darüber nachgedacht Herrn Gauck als Kandidaten vorzuschlagen.

Diesmal war die Lage anders. Ich habe Christian Wulff unterstützt der mit unseren Koalitionspartner vereinbart war. Allerdings muss ich auch anmerken, dass das Prozedere der Kandidatenfindung nicht optimal vor sich gegangen ist. Ich bin mir aber sicher, dass Christian Wulff mit seinen Erfahrungen und Fähigkeiten das Amt des Bundespräsidenten angemessen ausfüllen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Jimmy Schulz
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
22.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz,

der Presse habe ich entnommen, dass Sie in den vergangenen Tagen ein iPad verwendet haben für Ihre Notizen zu einer Bundestagsrede. Weiter wurde berichtet, dass Computer im Bundestag verboten wären. Trifft das zu? Können Sie sagen was der Grund für dieses Verbot ist? Nach meinem Verständnis ist auch jedes Smartphone bereits ein Computer (Blackberry, iPhone, HTC....). Bedeutet das, dass auch Smartphones verboten sind? Wird dies in der Praxis umgesetzt?

Es würde mich sehr freuen, wenn Sie speziell zur zweiten Frage etwas sagen können, denn ohne weitere Informationen kann ich keinen Grund für dieses Verbot erkennen.

Dank + mit freundlichen Grüßen
Antwort von Jimmy Schulz
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30.06.2010
Jimmy Schulz
Sehr geehrter Herr Henkelmann,

vielen Dank für Ihre Mail.

Wir haben mittlerweile festgestellt, dass es keine niedergeschriebene Regelung in der Geschäftsordnung des Bundestages gibt. Das Präsidium des Bundestages als Hüter der parlamentarischen Traditionen und der ungeschriebenen Gesetze sieht aber die Verwendung von Technik im Plenum allgemein ungern. Solange die Nutzung aber unauffällig erfolgt (unter dem Tisch o.ä.) werden Smartphones geduldet.

Sowohl der Geschäftsordnungsausschuss als auch das Präsidium werden sich im Verlauf der nächsten Wochen aber mit dem Vorgang beschäftigen - wir werden wohl nach der parlamentarischen Sommerpause eine Reaktion bekommen.

Ich hoffe, Sie angemessen informiert zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Linda van Renssen
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.07.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz

Ihre Wortmeldung zum Thema Volksabstimmungen und Direkte Demokratie im Bundestag am 8.7.2010 habe ich mit Interesse und, wie ich zugeben muss, mit einer gewissen Verärgerung zur Kenntnis genommen.

In Ihrem Beitrag haben Sie, nach meinem Verständnis, nicht nur Kritik am konkret diskutierten Antrag der Linken geäußert, sondern viel mehr das Vorhaben, Volksabstimmungen auf Bundesebene einzuführen, generell zugunsten anderer Vorhaben zurückgestellt (nämlich eines erweiterten Petitionsverfahrens). Ich zitiere Sie: "Es gibt aber nicht nur inhaltliche Gründe, warum wir diesen Gesetzentwurf ablehnen" -- sondern grundsätzliche, nehme ich an. Die grundsätzliche Ablehnung unterstrichen Sie -- vielleicht unbewusst -- indem Sie noch während der Debatte, nach Ihrer Wortmeldung, die Sitzung verließen, wie aus dem Protokoll hervorgeht.

Dies steht in eklatantem Widerspruch zum eigenen Gesetzentwurd der FDP-Bundestagsfraktion zu Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid. Ich zitiere auch daraus:

"Das Vertrauen in das demokratische Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger führte zur erfolgreichen Einführung direkter demokratischer Elemente in allen 16 Bundesländern. Dieser erfolgreichen Grundentscheidung durch die Länder für mehr direkte Demokratie schließt sich nun auch der Bund an. Die Übernahme von Verantwortung setzt jedoch das Vorhandensein von Handlungsmöglichkeiten voraus. Den Bürgerinnen und Bürgern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich über Elemente direkter Demokratie an der politischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zu beteiligen. Diese sollen den Bürgerinnen und Bürgern
in Form von Volksinitiative, Volksbegehren sowie Volksentscheid zur Verfügung gestellt werden." (Quelle: 16wp.fdp-fraktion.de )

Ich frage Sie: Wie erklären Sie sich diesen Widerspruch? Wie wollen Sie die Wählbarkeit der FDP erhalten angesichts eines solchen Herumeierns?
Antwort von Jimmy Schulz
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18.08.2010
Jimmy Schulz
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihr Schreiben.

Zuerst möchte ich gerne klären, dass die Ablehnung des Antrags der Linken keine grundsätzliche Ablehnung des Prinzips Volksentscheid war, sondern lediglich des konkreten Antrags der Linken. Wir haben auch schon in der 16. WP den Antrag der Linken abgelehnt. Die Gründe dafür habe ich in der Rede ausgeführt.

Die Koalitionspartner haben sich darauf verständigt, in der 17. WP unseren gemeinsamen Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung über eine Ausweitung des Petitionsrechts umzusetzen. Auch wenn ich mir noch mehr gewünscht hätte sind Koalitionsverhandlungen kein Wunschprogramm sondern ein Kompromiss.

Zuletzt habe ich die Sitzung nicht aus Desinteresse oder Missachtung frühzeitig verlassen, sondern weil ich parallel eine Ausschusssitzung (Unterausschuss Neue Medien, wo ich Obmann bin) hatte. Ich habe dies entsprechend der parlamentarischen Gepflogenheiten allen Rednern der anderen Fraktionen vorher angekündigt.

Ich hoffe, Sie angemessen informiert zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jimmy Schulz
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