Jens Ackermann (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
02.07.1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Medizinpädagoge, Krankenpfleger, Rettungsassistent
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Bottmersdorf
Wahlkreis
Börde - Jerichower Land
Ergebnis
9,7%
Landeslistenplatz
2, Sachsen-Anhalt
weitere Profile
Gesundheitsminister Philipp Rösler will das Preismonopol der Pharmaindustrie brechen und durch Verhandlungen zwischen Kassen und Herstellern ersetzen. So könnten nach ersten Berechnungen bis zu zwei Milliarden Euro jährlich an Arzneimittelkosten gespart werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Jens Ackermann
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Gesundheit
04.02.2011
Von:

Sehr geehrte Damen und Herren,
als leitender Mitarbeiter im Bereich der ambulanten Pflege möchte ich ihnen folgende Fragen stellen.

Wie werden die Rahmenbedingungen für Pflege nach Ihren politischen Zielen in 5 Jahren aussehen?
Wie hoch schätzen sie den Overhead ein welcher im Bereich der ambulanten Pflege aktuell notwendig ist um die gesetzlichen Voraussetzungen zu erfüllen?
Wie sehen Sie die Entwicklung in der Pflegebranche und wie sehen sie im Vergleich die Entwicklung im Bereich der ambulanten Pflege?
Wie sehen sie den Aspekt dass Patienten welche einen höheren Pflegebedarf haben als ihre Pflegestufe vorsieht, für eine Höherstufung der Zeitwert jedoch nicht ausreicht, Rechnungen aus ihrer privaten Kasse begleichen müssen und tlw. Hierdurch Abhängig von der Sozialhilfe werden?
Welche Verbesserungen möchten sie in den Bereich der ambulanten Pflege einbringen?
Vielen Dank für ihre Antwort.
Antwort von Jens Ackermann
bisher keineEmpfehlungen
14.03.2011
Jens Ackermann
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Fragen.

Gegenwärtig sind die bei uns zuständigen Fachpolitiker dabei, Konzepte zu erarbeiten, um die Pflege und die damit einhergehenden Anforderungen zukunftsfest zu machen.

Ich selbst bin nicht Mitglied dieser Arbeitsgruppe, da mein Schwerpunkt auf dem Bereich Krankenhaushygiene oder Rettungswesen liegt. Hier wird es in diesem Jahr je Gesetzesvorschläge geben, die wir umsetzen wollen. Vor diesem Hintergrund kann ich Ihnen Ihre Fragen noch nicht beantworten und würde Sie bitten, sich noch zu gedulden, bis die Arbeitsgruppen und die Experten hier Konzepte entwickelt haben.

Mit Blick auf die Pflege kann ich Ihnen aber meine Einschätzung zur Pflege durch Angehörige geben und berichten, was auf diesem Bereich angestoßen wird, denn schließlich wird in Deutschland ein wesentlicher Teil der Pflegeleistungen von Angehörigen erbracht.

Von den rund 2,3 Millionen im Sinne der Pflegeversicherung pflegebedürftigen Menschen werden zwei Drittel von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt. Jenseits dieser Statistik gibt es noch viele weitere informell pflegende Verwandte. Dies zeigt die enorme Verantwortungsbereitschaft in unserer Gesellschaft, die große Anerkennung verdient und die es zu unterstützen gilt.

Pflegende Angehörige leiden oftmals an einer über viele Jahre andauernden körperlichen und seelischen Belastung. Hier setzen die von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler vorgeschlagenen Entlastungen an. Zur Erholung der pflegenden Angehörigen strebt der Bundesgesundheitsminister unter anderem die Möglichkeit gemeinsamer Kuren analog zu Mutter-Kind-Kuren an. Auch Selbsthilfegruppen, die den Austausch der Pflegenden untereinander fördern, sollen finanziell unterstützt werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die Pflegezeit von Angehörigen bei der Rente besser als bisher angerechnet werden kann.

Gleichzeitig gilt es auch Strukturen zu schaffen, die eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege ermöglichen. Denn in Zukunft ist mit einer weiter steigenden Erwerbstätigkeit vor allem von Frauen zu rechnen. Ihre Erwerbsquoten werden denen der Männer immer ähnlicher werden. Wir brauchen deshalb eine Reform der Pflegeversicherung, die bedarfsgerechte Formen der Versorgung möglich macht. So ist es im Hinblick auf die häusliche Versorgung Pflegebedürftiger wichtig, Angehörige durch einen flexiblen und kreativen Mix aus häuslicher und ambulanter Pflege zu unterstützen. Pflegebedürftige und ihre Angehörige müssen mehr Autonomie und Wahlfreiheit erhalten, die Mittel der Pflegeversicherung nach ihren individuellen Bedürfnissen einzusetzen. Dafür sind mehr Kombinationsmöglichkeiten zwischen Pflegegeld und Sachleistungen im Leistungsrecht der Pflegeversicherung anzustreben.

Parallel dazu werden wir von Tarifpartnern akzeptierte Möglichkeiten schaffen, die für die Übernahme von Pflegeverpflichtungen einen befristeten Teilausstieg aus der Erwerbstätigkeit ermöglichen und auch finanziell tragbar machen. Die Bundesfamilienministerin hat einen entsprechenden Gesetzentwurf formuliert.

Alle strukturellen Veränderungen können aber auch weiterhin ohne die Mithilfe der Angehörigen nicht auskommen. Ohne sie wird der Grundsatz "ambulant vor stationär" nicht bestehen können. Die Entlastung der pflegenden Angehörigen wird deshalb ein Kernstück der anstehenden Pflegereform sein.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Jens Ackermann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
16.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Ackermann,
zusammen mit den Abgeordneten Schäffler, Canel und Bracht-Bendt kritisierten Sie in einer Erklärung zur 2. Griechenlandhilfe die weitere Milliardenhilfe für Griechenland indem Sie schreiben: "Aller Bekundungen (der Bundeskanzlerin) zum Trotz hat bereits die erste Griechenlandhilfe die Situation für Griechenland nicht entschärft, sondern verschärft....Durch die Griechenlandhilfe haben wir falsche Signale gesendet....Wir haben die berechtigte Hoffnung geweckt, dass der Staat das Risiko der Anleger übernehmen wird." (Quelle: www.frank-schaeffler.de )
Trotz dieser Einschätzung haben Sie ein JA zu weiteren Milliarden gegeben. Warum?

Antwort von Jens Ackermann
1Empfehlung
20.06.2011
Jens Ackermann
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen natürlich sehr gerne beantworten möchte.

Es ist richtig, dass ich gemeinsam mit meinen geschätzten Kolleginnen Frau Canel und Frau Bracht-Bendt Schäffler sowie mit Kollege Schäffler die Milliardenhilfe für Griechenland kritisiere und dies auch in einer Erklärung kund getan habe.

In der von Ihnen angesprochenen Sachlage handelte sich jedoch um eine Protokollerklärung zu einem Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen. Meine Abstimmung - wie die Abstimmung insgesamt - war somit auch keine Freigabe von Milliarden. Eine konkrete Bewilligung weiterer finanzieller Unterstützung wird im Deutschen Bundestag voraussichtlich erst im kommenden Herbst beschlossen (Stichwort ESM). Dies wird eine entscheidende Abstimmung und hier ist es noch völlig offen, wie ich abstimmen werde. Dies hängt eben vom konkreten Inhalt ab, der aber gegenwärtig noch nicht abschließend vorliegt.

In der vergangenen Sitzungswoche ging es jedoch zunächst nur und ausschließlich darum, dem Bundesfinanzminister einen Verhandlungsplan, ein Mandat, mit auf den Weg zu geben. Es ging nicht um direkte finanzielle Zusagen, es ging nicht direkt um Geld. Diese Abstimmung steht uns noch bevor und wir werden sie uns gewiss nicht leicht machen und ich selbst werde genau prüfen, wie ich mich letztlich verhalte - denn zu meiner abgegebenen Erklärung stehe ich natürlich nach wie vor.

Ich hoffe, Ihnen Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben und verbleibe mit den besten Wünschen

Ihr
Jens Ackermann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Atomausstieg bis 2022
30.06.2011
Von:

Wer kam eigentlich auf die Idee unsere Kultur und das aus dem wir entstanden sind zu verraten? Wir waren einst das Land der Dichter und Denker und der Hochtechnologie. Es schmerzt zuzusehen wie ein Land aufgrund reiner Medienpropaganda und Umweltaktivisten, finanziert von britischen Hedgefonds, das aufgibt, was eigentlich unsere Bestimmung sein sollte: andere Länder mit Hochtechnologie auszustatten und uns von dem Wurm, der am Boden kriecht, auf zwei Beine zu stellen um das zu sehen, was kein Tier auf Erden vermag: die glücklichen Augen derer, die nicht durch Unterentwicklung verrotten wie die, denen keine Industrie und Kernkraft gegeben ist.
Sie haben für den Ausstieg gestimmt, aber sind Sie sich dessen Konsequenzen tatsächlich bewusst ?
Antwort von Jens Ackermann
bisher keineEmpfehlungen
18.08.2011
Jens Ackermann
Sehr geehrte Frau Mattes,

haben Sie herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Zunächst: Ihre Wortwahl würde ich generell - auch in anderen politischen Auseinandersetzungen - so nicht teilen. Propaganda, unbestätigte Behauptungen (Finanzierung durch Hedgefonds), kriechende Würmer.

Zu Ihrer Frage: Ja, ich bin mir der Konsequenzen bewusst, würde hier aber eher von Chancen sprechen. Von Möglichkeiten die Technologieführerschaft auf dem Markt erneuerbarer Energien zu gewinnen.

Mit besten Grüßen

Ihr
Jens Ackermann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
27.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Ackermann

angesichts der bevorstehenden ESM - Abstimmung bitte ich Sie, sich gegenüber den Bürgern aus Ihrer Heimat zu erklären, ob Sie am Donnerstag für oder gegen den unbegrenzten ESM - Blankoscheck für vertragsbrüchige EU - Mitgliedsstaaten stimmen werden. Sollten Sie ggf. noch unsicher sein, was der weit überwiegende Teil des Wahlvolkes denkt und von Ihnen erwartet, dann werfen Sie doch bitte einen Blick auf die Lesermeinungen & Kommentare in F.A.Z., Zeit, Spiegel oder Handelsblatt zu diesem Thema.

Im Vertrauen darauf, dass Sie sich dem einzigen Souverän verpflichtet fühlen - den in diesem Land lebenden Menschen - verbleibe ich

mit freundlihen Grüßen
Antwort von Jens Ackermann
bisher keineEmpfehlungen
29.09.2011
Jens Ackermann
Sehr geehrter Herr ,

ich komme gerade aus dem Plenum, wo der Deutsche Bundestag nach einer langen Debatte über den erweiterten Euro-Rettungsschirm abgestimmt hat.

Gemeinsam mit zwei anderen Kollegen meiner Fraktion habe ich hier dagegen gestimmt, eine Kollegin hat sich enthalten. Insofern kann ich Ihnen rückwirkend Ihre Frage beantworten und verbleibe

mit besten Wünschen
Ihr
Jens Ackermann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
22.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Ackermann,

die Legislaturperiode neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Sie hatten in der kürzeren und längeren Vergangenheit in erheblichem Maße die Novellierung des RettAssG eingefordert (Oppositionszeit) und in dieser Legislatur diverse Auskünfte zum Thema gegeben.

Seit einiger Zeit hört man allerdings weder von der FDP noch aus dem BMG etwas zum Thema. Streitpunkt soll nach Verlautbarungen aus dem Kreise der beteiligten Experten noch folgendes sein:

  • Finanzierung der Ausbildung
  • Berufsaussbildung RettAss innerhalb des Vorbereitungsdienstes der Berufsfeuerwehren

Meine Fragen:
Wann "liefert" die FDP die lange (selbst) geforderte Novellierung des RettAssG?
Ist eine Novellierung in dieser Legislatur noch realistisch möglich?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Antwort von Jens Ackermann
bisher keineEmpfehlungen
09.11.2011
Jens Ackermann
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie herzlichen Dank für Ihre Fragen an mich, die ich Ihnen gerne beantworten möchte.

Zur ersten Frage: Die Unterarbeitsgruppen zur Ausbildung und Finanzierung im Rahmen der Novelle des Rettungsassistentengesetzes haben ihre Arbeit eingestellt. Nach Rücksprache mit dem Bundesministerium für Gesundheit wurde mir ausgerichtet, dass der Referentenentwurf im kommenden Frühjahr stehen soll, so dass wir dann zügig das Rettungsassistentengesetz in den parlamentarischen Prozess einbringen können. Wie Sie sich sicher denken können, hätte ich mir auch gewünscht, dass das Gesetz schneller novelliert wird, aber der Prozess ist bei einem Berufsbildgesetz sehr umfangreich und hier sind wir alle ein wenig gefordert, mit Verständnis und Geduld nun die letzten Schritte abzuwarten. Dass die beiden entscheidenden Gruppen ihre Arbeiten aber abgeschlossen haben ist sehr ermutigend. Generell will das Haus, will ich, dass das Gesetz schnellstmöglich der Novellierung zugeführt wird.

Zu Ihrer zweiten Frage: Vor diesem eben geschilderten Hintergrund hoffe ich doch sehr. Ja!

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und freue mich schon jetzt mit Ihnen, wenn wir das Ergebnis vorliegen haben.

Mit den besten Wünschen

Ihr
Jens Ackermann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Jens Ackermann
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.