Jana Schiedek (SPD)
Abgeordnete Hamburg 2008-2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Jana Schiedek
Jahrgang
1974
Berufliche Qualifikation
Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
Referentin für Europäische Angelegenheiten bei der Hamburg Port Authority, MdHB
Wohnort
-
Wahlkreis
Hamburg - Mitte , Listenplatz 2
Landeslistenplatz
-
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(...) Bei dem jüngst in Bremen gestoppten Schrottcontainer, dessen hochgiftiges Uranhexaflourid im Hamburger Hafen verladen wurde, ist allerdings die Hamburger Politik in der Pflicht. In der Tat ist nicht nachzuvollziehen, dass Gefahrgüter unkontrolliert in durchrosteten Containern von Hamburg bis Bremen gelangen können. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Sicherheit
13.03.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Schiedek
Ich kann die Anfrage der LINKEN gut nachvollziehen; denn es ist in keiner Weise nachzuvollziehen, dass rollende Giftbomben durch die Großstädte fahren dürfen und nicht einmal begleitet werden, während ganze Bahnhöfe für einen "tag" abgesperrt werden, bei dem man vermutet, er wäre mit Flusssäure gemacht.
Obwohl getrocknete Säure-"tags" keine Dämpfe verursachen, brachte man das Personal vorsorglich ins Krankenhaus:
www.presseportal.de
Was kommt auf uns Bürger zu?

Das Abendblatt schreibt heute:
235 Atomtransporte rollen durch die Stadt
Von Andreas Dey und Philip Volkmann Schluck 13. März 2010, 06:30 Uhr
Tendenz in diesem Jahr: weiter steigend. Am Montag stoppte die Polizei einen Spezialtransporter - der Container war schrottreif.
www.abendblatt.de

Wie kann es angehen, dass jeder motorisierter "Seelenfänger" hoch giftige Substanzen auf den Autobahnen transportieren darf, und keine besonderen Sicherheitsauflagen erfüllen muss?
Welche Schutzmaßnahmen haben die Autobahnpolizisten oder Städte, wenn so ein Laster verunglückt und ein Massensterben der Bevölkerung verursacht?
Auch die Schienentransporte sind bedenklich, denn auch an den Bahnstrecken wohnen Menschen.
Was mutet man Bundespolizisten zu, die diese Bahntransporte begleiten müssen?
Antwort von Jana Schiedek
bisher keineEmpfehlungen
26.03.2010
Jana Schiedek
Sehr geehrte Frau ,

die Tatsache, dass radioaktive Substanzen durch Hamburg transportiert werden, beunruhigt auch mich.
Das Thema ist zuletzt im September 2009 im Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft beraten worden, wo die Senatsvertreter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt darauf hinwiesen, dass Atomtransporte vor allem auf Bundesebene vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) genehmigt würden und die Einflussmöglichkeiten der Länder bei der Wahl der Transportrouten gering seien - nur polizeitaktische Erwägungen könnten hier einfließen (s. Bericht des Umweltausschusses Drs. 19/4247).

Diese Aussagen bestärken mich einmal mehr darin, dass der auf Bundesebene unter SPD-Regierung beschlossene Atomausstieg angesichts des mit Atomkraft verbundenen hohen Risikopotenzials der richtige Weg war. Ungeklärte Endlagerfrage, Asse-Skandal, Tschernobyl, Pannen im AKW-Krümmel - all das sind Stichwörter, die belegen, dass die auf Bundesebene geplante Laufzeitverlängerung von AKWs unverantwortlich ist. Die SPD-Fraktion hat sich in der Bürgerschaft zuletzt in der Bürgerschaftssitzung Mitte Februar 2010 mit ihrem Antrag eine entsprechende Politik eingesetzt. Wir appellieren darüber hinaus an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich an der Aktions- und Menschenkette vom AKW Brunsbüttel über Hamburg bis zum AKW Krümmel am 24. April 2010 - zwei Tage vor dem Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl - zu beteiligen.

Bei dem jüngst in Bremen gestoppten Schrottcontainer, dessen hochgiftiges Uranhexaflourid im Hamburger Hafen verladen wurde, ist allerdings die Hamburger Politik in der Pflicht. In der Tat ist nicht nachzuvollziehen, dass Gefahrgüter unkontrolliert in durchrosteten Containern von Hamburg bis Bremen gelangen können. Hier ist alles dafür zu tun, um die entsprechenden Sicherheitslücken zu schließen. Der Rechnungshof hat schon in seinem Jahresbericht 2009 bemängelt, dass die Behörde für Inneres über kein strategisches Gesamtkonzept für den Katastrophenschutz verfügt. Das Thema wird uns in der kommenden Bürgerschaftssitzung am 31. März 2010 beschäftigen. Wir werden zur nächsten Bürgerschaftssitzung beantragen, das Thema zur Beratung im Innen- und Umweltausschuss zu überweisen und erwarten vom Senat und den zuständigen Behörden, dass sie sich ihrer Verantwortung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Jana Schiedek
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Frage zum Thema Familie
08.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Schiedek,

Eine Sperrgebietsverordnung für St. Georg?

Seit einigen Jahren erleben wir Anwohnerinnen und Anwohner am und um den Hansaplatz, wie organisierte Kriminalität, verbunden mit Menschen- und Drogenhandel, sich mehr und mehr hier ungehindert ausbreiten können. Die Gefahr, dass dieser Teil von St. Georg in Kürze gänzlich kippt, ist groß. Niemand aber wohnt gerne in einem Viertel, in dem Mafiaorganisationen und Menschenhandel das Straßenbild bestimmen. Um insbesondere Kindern und ihren Familien ein lebenswertes Umfeld zu bieten, müssen endlich Prioritäten gesetzt werden. Denn die Sanierung des Platzes garantiert nicht automatisch die von vielen erhoffte Verbesserung. Viele Menschen im Viertel fordern deshalb die konsequente Einhaltung der Sperrgebietsverordnung. Deshalb meine Frage an Sie: Wie stehen Sie zur Sperrgebietsverordnung? Und wie werden Sie die Forderung der hier lebenden Menschen unterstützen können?

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