Ingrid Fischbach (CDU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Ingrid Fischbach
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Herne - Bochum II
Landeslistenplatz
9, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
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(...) Sie äußern in Ihrer Frage Unverständnis gegenüber der Empörung, welche die Äußerung des Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Herrn Thomas Krüger, hervorgerufen hat. Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung hat in seinem Begleitschreiben zum Schülermagazin Q-Rage geschrieben, das Magazin gebe "interessante Informationen, wie islamistische und evangelikale Gruppen wichtige Freiheitsrechte in Frage stellen". (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Diätenerhöhung
14.05.2008
Von:

So so Frau Fischbach,

die Besoldung anderer als Messlatte anzusetzen ist traurig. Das scheint mir dann doch eine Art Neiddebatte.

Wenn nur die Diäten als einzige Einnahmequelle herhalten müssten, dann wäre das Thema auch kein Aufreger!

Aber Tatsache ist doch das zahlreiche Volksvertreter durch diverse Nebentätigkeiten ihre Börse auf Kosten verschiedenster Lobbies deutlich auffüllen. Und ich bezweifle ernsthaft, dass diese Abgeordneten somit hundertprozentig als "VOLKSVERTRETER" anzusehen sind.

Wo ist die Moral? Halten unsere Gewählten das Volk für so dumm und vergesslich? Glauben Sie denn dass derartiges politisches Vorgehen, wie es zur Zeit aktuell ist, keinerlei Auswirkungen auf die nächste Wahl hat?
Antwort von Ingrid Fischbach
1Empfehlung
28.05.2008
Ingrid Fischbach
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für die schnelle Replik auf meine Email obwohl ich finde, dass "Abgeordnetenwatch" nicht als Forum für Zwiegespräche zwischen Bürger und Abgeordneten dienen sollte. Dafür ist ein persönlicher Termin meines Erachtens wesentlich geeigneter.

Die Ansicht, die Besoldung anderer als Messlatte anzusehen, sei traurig, kann ich nicht teilen. Wie würden Sie etwa über eine Vergütung der Abgeordneten urteilen, die sich fernab von jedem Maßstab bewegt und willkürlich erhöht werden könnte? Die momentane Regelung ist klar und für jeden Bürger nachvollziehbar.

Die Möglichkeit, dass viele Abgeordnete neben ihrer Tätigkeit im Bundestag noch weitere Funktionen innehaben, ist vom Gesetzgeber so vorgesehen. So heißt es in § 44a Abgeordnetengesetz:

/Die Ausübung des Mandates steht im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Mitglieds des Bundestages. Unbeschadet dieser Verpflichtung bleiben Tätigkeiten beruflicher oder anderer Art neben dem Mandat grundsätzlich zulässig./

Seit 2005 ist weiter gesetzlich geregelt, dass die Annahme von Geld oder anderen Zuwendungen unzulässig ist, wenn sie ohne angemessene Gegenleistung des Mitglieds des Bundestages gewährt wird. Außerdem ist seitdem gesetzlich geregelt, dass bei Verstößen gegen die Vorschriften Ordnungsgelder verhängt werden können, die bis zur Hälfte der jährlichen Summer der Abgeordnetenentschädigung reichen können.

Ich kann Ihre Befürchtungen bezüglich meiner Person zerstreuen. Die einzige Nebentätigkeit, die ich ausübe, dient nicht dazu, "meine Börse aufzufüllen", es ist die ehrenamtliche Präsidentschaft des Katholischen Deutschen Frauenbundes.

Natürlich halte ich die Wähler weder für vergesslich oder noch für dumm, ich bemühe mich lediglich um das ehrliche Werben für meinen Standpunkt in dieser Sache, auch vor dem Hintergrund der Entscheidung, die Abgeordnetenentschädigung nicht mehr anzupassen, bleibe ich bei meiner Ansicht. Es war richtig, dass wir uns im vergangenen Jahr vorgenommen hatten, die Diäten künftig im Zusammenhang mit möglichen Besoldungserhöhungen anzuheben.

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Fischbach, MdB
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Frage zum Thema Familie
06.06.2008
Von:

Liebe Frau Fischbach,

ich möchte hiermit nur kurz klarstellen daß meine Fragen auf gar keinen Fall und in keiner Form persönlich zu nehmen sind. : )

Allerdings würde ich gern wissen wie und ob Sie sich mit den Gedanken und Ängsten (die teilweise an ohnmächtige Wut grenzen) "normaler" Bürger auseinandersetzen. Ich persönlich habe Angst, daß sich durch die immer größeren Entfernung bestimmter einflussreichen Leuten zu den "Normalos" die radikalen Lager bei der nächsten Wahl enorme Zugewinne verzeichnen könnten. Populismus scheint ja gerade wieder Trumpf zu sein - und das Schlimme ist: es wird geglaubt! Ich bin zwar der Meinung das sich die Geschichte nicht derart grausam wiederholt wie einst ´33 aber so richtig Angst habe ich wenn hier wie in Frankreich Autos brennen oder Schlimmeres!

Also: Wissen Sie wie sehr hierzulande bereits die Wut aufkocht?

Möchte hiermit auch verweisen auf Kommentare in medialen Online-Formaten (ich schätze mal das hier keine Werbung/Verweise meinerseits erlaubt oder akzeptiert sind - denke aber Sie werden sich diverse Medienseiten ansehen). Zu besonderen "Aufreger-Themen" wie z.B. Energiepreiserhöhungen etc. sind dort zahlreiche, oftmals auch sehr objektive und intelligente Kommentare zu lesen - eine wunderbare Feedback-Quelle! Oder auf Sat.1 Teletext-Seite 187.

Vielen Dank im Vorraus für Ihre Antwort.
Antwort von Ingrid Fischbach
1Empfehlung
13.06.2008
Ingrid Fischbach
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie können versichert sein, dass bei mir der Kontakt zum Wahlkreis und damit zu den Bürgern oberste Priorität hat. Daher sind mir die Sorgen und Nöte der "normalen" Bürger sehr wohl bekannt und ich hoffe, vieles durch persönliche Gespräche und meine Anwesenheit vor Ort auffangen zu können. Genauso nehme ich aber auch Anregungen, Beschwerden und Kritik aus dem Wahlkreis mit nach Berlin und versuche dort gegebenenfalls für Abhilfe zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Fischbach, MdB
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Frage zum Thema Arbeit
12.09.2008
Von:

Meine Frage bezieht sich auf die Arbeitsmarktpolitik. Ich habe den Beruf Kinderpflegerin gelernt und bin seit über einem Jahr arbeitslos, trotz unzähliger Bewerbungen. Ich bin 49 Jahre, und nach den Erfahrungen, die ich im letzten Jahr bei der Arbeitssuche gemacht habe, bin ich fast (Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt) überzeugt keine Arbeit in meinem Beruf zu finden. So wie es aussieht wird mir nichts anderes übrig bleiben als irgendeinen schlecht bezahlten Job auszuüben. Angebote für 7,50 Euro zu arbeiten habe ich schon bekommen. Könnten Sie mir vielleicht mal erklären, wie ich von 1100 Euro brutto, meinen Lebensunterhalt bestreiten soll und zusätzlich zu dem geringen Verdienst noch 100 Euro für die Fahrkosten zur Arbeitsstelle aufbringen muß. Und die CDU ist ja bekanntlich auch noch gegen diese 7,50Euro Mindestlohn. Ich persönlich habe den Eindruck, dass das niemanden in der Politik interessiert, weil Menschen wie ich keine Lobby haben. Und diese Gleichgültigkeit macht mich tief betroffen aber vor allen Dingen macht sie mir Angst.
Was wollten Sie gegen soziale Ungerechtigkeit tun ?
Antwort von Ingrid Fischbach
1Empfehlung
17.09.2008
Ingrid Fischbach
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage auf Abgeordnetenwatch vom 12.09.2008. Ich bedauere sehr, dass Sie seit 2007 keinen Erfolg bei Ihrer Arbeitssuche als Kinderpflegerin gehabt haben. Jedoch ist aufgrund der Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung auch in der Sparte der sozialpflegerischen Berufe eine Besserung der Situation eingetreten: Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Bochum ist die Zahl der Arbeitslosen in diesem Berufsfeld seit 2006 um 383 auf 1003 zurückgegangen. Ich hoffe stark, dass Sie von dieser positiven Entwicklung profitieren und in der nächsten Zeit eine Arbeit aufnehmen können.

Die CDU ist nicht generell gegen Mindestlöhne, aber eine flächendeckende Einführung wird nicht die Lösung aller Probleme auf dem Arbeitsmarkt bringen, im Gegenteil: Nach einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung hätte die Einführung eines Mindestlohnes zur Folge, dass 1,2 Millionen Arbeitsplätze von gering qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wegfallen würden, da die Unternehmen für das gleiche Geld höher qualifizierte Fachkräfte einstellen würden. Dies würde zu zusätzlichen Haushaltsbelastungen von 9 Milliarden Euro führen und speziell die schwächsten unserer Gesellschaft treffen.

Wir stehen den Sorgen und Ängsten der Menschen nicht gleichgültig gegenüber, vielmehr ist es unser Interesse, die Lebensbedingungen möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu verbessern. Dafür ist es nach meiner Ansicht notwendig, dass so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung kommen. Mit über 40 Millionen haben wir momentan den höchsten Beschäftigungsstand seit Bestehen der Bundesrepublik. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Hoffnung, dabei benötigen wir aber auch weiterhin Ihre Unterstützung.

Gerne stehe ich Ihnen aber auch für ein persönliches Gespräch im Wahlkreis zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Fischbach, MdB
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Frage zum Thema Soziales
08.10.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Fischbach,

in Bergisch-Gladbach sind Contergangeschädigte und die Mutter eines Geschädigten am 18.09.2008 in einen Hungerstreik getreten, um für die dringend nötige finanzielle Sicherung ihres Bedarfs zu kämpfen.
Seit Beginn des Streiks warten diese Menschen darauf, dass sowohl die Verursacherfirma Grünenthal, als auch die Bundesregierung sich endlich Ihrer Verantwortung stellen und das Gespräch mit den Contergangeschädigten und der ICTA, als deren ausgesuchte Vertreterorganisation, suchen.

Unter www.conterganhungerstreik.de können Sie die Forderungen und weitergehende Informationen nachlesen.

Es darf nicht sein, dass ein Unternehmen die Menschen, die der Profitgier dieses Unternehmens wegen, schwerst geschädigt geboren wurden, weil deren Mütter dessen, wie sich herausstellte, unwahren Werbeslogans zu Contergan glaubten, heute, mit dem Hinweis auf einen "mit Geld nicht wieder gut zu machenden Schaden" mit ihren Schmerzen und Zukunftsängsten allein und nicht selbstbestimmt weiterleben lässt und in die Altersarmut schickt!

Unsere Regierung hat kein Problem damit, Misswirtschaft von Banken finanziell zu stützen, was letztendlich mit unseren Steuergeldern passiert, ohne dass der Steuerzahler mitbestimmen dürfte.
Nun appelliere ich, dass im Falle der Contergangeschädigten unsere Steuergelder durch die "Inpflichtnahme" des Verursachers geschont werden, und bitte dafür um Ihre Unterstützung in der Regierung, um die Fa. Grünenthal in die Pflicht zu nehmen.

Obwohl, oder gerade weil, mein Bruder (Jahrgang 1962) und ich (Jahrgang 1963) es ausschließlich dem Glück zu verdanken haben, dass unsere Mutter Contergan nicht nahm, und wir deshalb nur zufällig nicht zu den Opfern von Grünenthal gehören, empfinde ich das, was den Conterganopfern widerfährt, als himmelschreiende Ungerechtigkeit, gegen die Sie gefordert sind, etwas zu unternehmen!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ingrid Fischbach
2Empfehlungen
14.10.2008
Ingrid Fischbach
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihren Beitrag auf Abgeordnetenwatch.de, in dem Sie sich für eine "Inpflichtnahme" der Firma Grünenthal bei der Entschädigung der Contergan-Geschädigten aussprechen.

Ich hatte in der letzten Woche ein Treffen mit dem ersten Vorsitzenden des Interessenverbandes Nordrhein-Westfalen e.V., Herrn Udo Herterich, um mich aus erster Hand über die aktuelle Entwicklung zu informieren. Mir ist bewusst, mit welchen Schwierigkeiten die Contergangeschädigten zu kämpfen haben. Die heute rund 50-jährigen Contergan-Opfer leiden unter Spätfolgen ihrer Schädigung. Infolge jahrelanger Fehlbelastungen von Wirbelsäule und Gelenken treten Schmerzzustände und auch psychische Belastungen ein. Angesichts des Umfangs der Beeinträchtigungen, die weder durch Leistungen der Conterganstiftung noch der Sozialgesetze ausreichend abgefangen werden können (z.B. Haushaltshilfen, vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, Renteneinbußen), ist die Verdoppelung der monatlichen Renten, die zum 1. Juli 2008 in Kraft getreten ist, mehr als überfällig gewesen.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass eine Inanspruchnahme der Herstellerfirma aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen ist. Im Dezember 1971 setzte die Bundesregierung mit der Errichtung der Stiftung "Hilfswerk für behinderte Kinder" eine abschließende Regelung der finanziellen Aufarbeitung der Contergan-Katastrophe. Die Stiftung wurde per Gesetz als öffentlich-rechtliche Stiftung errichtet und mit einem Stiftungskapital der Fa. Chemie Grünenthal GmbH in Höhe von 100 Millionen DM plus Zinsen sowie 100 Millionen DM aus Bundesmitteln ausgestattet. Rechtlich ist mit diesem Vergleich und der Stiftung jeder weitere Anspruch gegenüber der Firma Grünenthal ausgeschlossen.

Da die finanziellen Mittel der Gründungsstiftung nicht ausreichten, wurden die Bundesmittel 1976 um 50 Millionen und 1980 um weitere 170 Millionen DM aufgestockt. Seit 1997 sind diese Gelder aufgebraucht, die Gelder für die monatlichen Renten an contergangeschädigte Menschen fließen in voller Höhe aus dem Bundeshaushalt: 2007 waren dies 15,066 Millionen Euro. Die Firma Grünenthal hat sich bereiterklärt, eine Einmalzahlung von 50 Millionen Euro in die Conterganstiftung zu leisten. Ich möchte Ihnen versichern, dass den Opfern dieser Situation meine uneingeschränkte Solidarität gilt, gleichzeitig sind uns durch den juristischen Abschluss des Falles die Hände gebunden, weitere Schadensersatzforderungen gegen den Konzern geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Fischbach, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
11.10.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Fischbach,

ich möchte Ihnen im Sinne aller Bürgerinnen + Bürger,so glaube ich,folgende kurze Frage stellen:

Wann kommt endlich das " Solidarische Bürgergeld " ?

Liebe Grüße aus dem heutigen sonnigen Bochum,

Antwort von Ingrid Fischbach
2Empfehlungen
15.10.2008
Ingrid Fischbach
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Beitrag auf Abgeordnetenwatch.de, in dem Sie sich mit der Einführung des solidarischen Bürgergeldes auseinandersetzen.

Die Kommission der CDU Deutschlands zur Einführung des solidarischen Bürgergeldes unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Althaus ist auch weiterhin bestrebt, Lösungskonzepte zur Einführung des solidarischen Bürgergeldes zu erarbeiten. Momentan wird in 3 Arbeitsgruppen über die Finanzierung dieser Grundsicherung beraten. Die Einführung hängt natürlich nicht nur von der Machbarkeit, sondern auch von den politischen Mehrheiten ab, die dafür gegeben sein müssen.

Alle Neuigkeiten zu diesem Thema können Sie auch auf der Internetseite: www.solidarisches-buergergeld.de erfahren, die von der Projektgruppe extra zu diesem Thema eingerichtet wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Fischbach, MdB
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