Ingo Egloff (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2009-2013
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Angaben zur Person
Ingo Egloff
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Hamburg Wandsbek
Ergebnis
34,8%
Landeslistenplatz
3, über Liste eingezogen, Hamburg
(...) Nur weil jemand Koran, Bibel oder Talmud liest, wird er noch nicht zum Terroristen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
16.06.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Egloff,

zunächst herzlichen Dank für Ihre Antwort vom 11.06.2013. Sie bestätigen die Schwierigkeit einer juristischen Bearbeitung von Familiensachen. Hierzu gibt es keinen Dissens. Meine Frage richtete sich jedoch auf die Gewährung der Grundrechte in der Rechtspraxis. Die Abgrenzung zwischen der Sachklärung (Ziel) und der Verfahrensweise (Weg) scheint den Juristen verloren gegangen zu sein. Macht dies einen Rechtsstaat nicht erst aus? Es kann bei der Diskussion, Bewertung und Fortentwicklung des Rechts auch nicht zwischen theoretisch vorgesehenen Verfahrensregeln und dem Praktizierten unterschieden werden. Theoretisch ist Kommunismus das Paradies für Alle, praktisch hatten alle Versuche in diese Richtung inakzeptable diktatorische Strukturen. Ein Rechtsstaat besteht doch nicht durch kalkulierbares Recht bei Bußgeldverfahren, auch nicht durch theoretische Proklamierung, sondern durch die reale, flächendeckende Gewährleistung von Verfahrensrechten und Transparenz insbesondere in Problemlagen. Nur dann können Fehler und strukturelle Fehlentwicklungen aufgedeckt und korrigiert werden. Für Transparenz und Zielsetzung sind Sie im Bundestag als Abgeordnete und Mitglieder des Rechtsausschusses verantwortlich. Was gibt es da zu diskutieren? Realität prüfen und Fehlentwicklungen politisch und juristisch korrigieren. Themen wie Mindestlohn, Gewalt, Bankenbetrug, Steuerverschwendung und -hinterziehung wären mit einer rechtswilligen Politik und Justiz doch deutlich besser zu handhaben. Warum unterstützt man Betroffene nicht beim juristischen Kampf gegen Dumpinglöhne und andere gesellschaftliche Missbildungen? Warum ist so etwas (noch) kein Wahlkampfthema?
Ich unterstütze aus dieser Motivation u.a. die Petition unter www.openpetition.de und werbe für Transparenz und Aufklärungswillen als wichtigstes Entscheidungskriterium dieser Bundestagswahl.

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Ingo Egloff
2Empfehlungen
29.07.2013
Ingo Egloff
Lieber Herr ,

ich stimme Ihnen über weite Strecken zu, aber Ihre Unterstellung eines Mangels an "rechtswilliger Politik" halte ich für falsch - was immer Sie bei den Abgeordneten im Rechtsausschuss eigentlich vermissen, seien Sie versichert, dass ich so froh wie Sie wäre, wenn rechtspolitische Themen in der Aufmerksamkeit der Wählerinnen und Wähler eine prominente Rolle spielen würden.

Herzliche Grüße
Ingo Egloff
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
05.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Egloff,

in ihrem Regierungsprogramm 2013 bis 2017 konnte ich die Worte "Fahrrad" oder "Radfahrer" nicht finden.

Warum?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Ingo Egloff
1Empfehlung
06.09.2013
Ingo Egloff
Lieber Herr ,

schön, dass Sie unser Regierungsprogramm aufmerksam gelesen haben! Seite 34 scheint in Ihrer Ausgabe gefehlt zu haben, der Satz "Wir setzen uns für den weiteren Ausbau der Radwege ein" wäre Ihnen sonst sicher aufgefallen.

Nehmen Sie mir den kleinen Scherz nicht übel. Was die "Radfahrer" angeht, haben Sie recht. Vielleicht stimmt es Sie versöhnlich, dass die Suche nach Autofahrern, Fußgängern oder sonstigen Verkehrsteilnehmern im Regierungsprogramm genauso vergeblich ist. Das Wort "Auto" kommt übrigens einzeln auch nicht vor, lediglich die Autoindustrie hat in einem historischen Exkurs zu den Wachstumsprogrammen der Großen Koalition einen kurzen Auftritt.

Das SPD-Regierungsprogramm ist der Ort, an dem wir für eine gerechte, zukunftsorientierte Politik und Gesellschaft werben, und das Stichwort Mobilität nimmt darin einen sehr breiten Raum ein, wie Sie gesehen haben. Aber wir haben den Fokus bei der Darstellung unserer verkehrspolitischen Ziele vor allem auf die jahrelang vernachlässigten Investitionen in die Infrastruktur gelegt, die für jedes Transportmittel - auch für Fahrräder - dringend benötigt werden. Schifffahrtswege, Straßen, Schienennetze, Bauwerke wie Brücken und Schleusen sind dank der Untätigkeit der bisherigen Regierung in beklagenswertem Zustand. Hier muss sofort etwas passieren, sowohl auf Bundes- und Landesebene wie in den Kommunen.

Anders als Bundesverkehrsminister Ramsauer haben wir uns in der vergangenen Legislaturperiode für die Förderung des Fahrradverkehrs eingesetzt. Die SPD-Bundestagsfraktion hat Ende 2012 viel Zustimmung von den Experten der Anhörung im Deutschen Bundestag erhalten, als dort über unseren Antrag "Neue Impulse für die Förderung des Radverkehrs" diskutiert wurde. Wie Sie sicher auch wissen, gelingt uns in Großstädten wie Berlin und Hamburg der Ausbau der Radverkehrswege ganz gut, und zwar nach zeitgemäßen Kriterien, wo immer möglich als Fahrradstreifen auf der Straße, nicht abgesondert auf dem Bürgersteig. Die konsequente Förderung der Fahrradnutzung ist uns ein großes Anliegen, da können Sie ganz sicher sein. Der Erfolg dieser Politik ist eine stetig wachsende Zahl von Fahrradfahrern, die sich damit als Verkehrsteilnehmer von der SPD ernstgenommen und verstanden fühlen dürfen.

Herzliche Grüße
Ingo Egloff
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