Ingbert Liebing (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Ingbert Liebing
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Diplom Politologe
Ausgeübte Tätigkeit
Bürgermeister der Gemeinde Sylt-Ost
Wohnort
-
Wahlkreis
Nordfriesland - Dithmarschen Nord
Ergebnis
47,9%
Landeslistenplatz
9, Schleswig-Holstein
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www.ingbert-liebing.de
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Frage zum Thema Wirtschaft
30.08.2005
Von:

Herr Liebing,
was unternimmt die neue Landesregierung, um den Tourismus in Schleswig-Holstein wieder anzukurbeln? Und wie kann eine unionsgeführte Bundesregierung da unterstützend wirken?
Antwort von Ingbert Liebing
1Empfehlung
16.09.2005
Ingbert Liebing
Sehr geehrter Herr ,

Herzlichen Dank für Ihre Frage. Auf Grund des vollen Terminkalender kann ich leider nicht so ausführlich antworten wie ich gerne möchte. Denn als Vorsitzender des Nordseebäderverbandes liegt mir die Tourismuspolitik sehr am Herzen.

Gegenwärtig lassen steigende Übernachtungszahlen von Gästen aus dem Ausland und Buchungszuwächse bei Reiseveranstaltern die deutsche Tourismuswirtschaft erstmals seit vielen Jahren wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Deutsche Reiseveranstalter vermarkten erfreulicherweise auch immer mehr Urlaubsangebote im eigenen Land. Dennoch bleibt vor allem der Binnenmarkt problematisch: Hier ist die Zahl der Gästeübernachtungen von Bundesbürgern im eigenen Land seit Jahren rückläufig. Die Kaufzurückhaltung, die sich die Bundesbürger angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage in unserem Lande seit Jahren auferlegen, trifft auch die deutsche Tourismusbranche. Wer dennoch verreist, gibt deutlich weniger Geld aus. Dies gilt für die Reiseleistung selbst als auch für die Nebenkosten vor Ort.

Bei den Investitionen geht es insbesondere um die öffentliche und um die private Infrastruktur wetterunabhängiger Angebeote. Dies dient auch dem touristischen Ziel der Saisonverlängerung.

Die Reise-, Hotel- und Gaststättenbranche kämpft wie der gesamte Wirtschaftsstandort mit Problemen, deren Ursachen struktureller und nicht konjunktureller Natur sind. Gewerbetreibende leiden darunter, dass ein guter Umsatz hierzulande noch lange keinen ausreichenden Gewinn bedeutet. Durch anhaltend hohe staatliche Gebühren und Abgaben wird die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen geschwächt. Da die am Markt durchsetzbaren Preise meist völlig ausgereizt sind, bleiben mit dem Gewinn auch in die Zukunft weisende Investitionen in die betriebliche Infrastruktur und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze aus.

Deswegen ist es notwendig, dass wir in der Bundespolitik grundsätzlich Vorfahrt für wirtschaftlicche Entwicklung und Wachstum einräumen. Davon wird die Tourismuswirtschaft entscheidend profitieren. Und dafür werde ich mich in Berlin einsetzen.

Herzlichst
Ihr Ingbert Liebing
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Frage zum Thema Arbeit
15.09.2005
Von:

Eine Nachfrage:

Sie schreiben, dass ALGII-Empfänger der Gesellschaft eine Gegenleistung in Form der Ein-Euro-Jobs erbringen sollen. In dieser Formulierung schwingt mit, dass Menschen, die hilfebedürftig sind, dafür bestraft werden sollen. Als Bestrafung dürfen Ein-Euro-Jobs aber nicht dienen. Sie sind auch keine Gegenleistung, sondern sollen zielgerichtete Maßnahme zur Überwindung von Hilfebedürftigkeit sein.

Die Kriterien Zusätzlichkeit und Gemeinnützigkeit sind übrigens nicht die einzigen, die erfüllt werden müssen. Ist Ihnen bekannt, dass Ein-Euro-Jobs auch zur Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt geeignet sein müssen?

Die derzeitige Praxis sieht übrigens so aus, dass die Überprüfung dieser Kriterien von den Leistungsträgern nicht selbst durchgeführt wird. Werden Sie sich für eine Änderung dieser rechtswidrigen Praxis einsetzen?

Ich hoffe übrigens, dass die CDU noch einen "Plan B" zur Beseitigung der zunehmenden Ungerechtigkeit hat, für den Fall, dass die Arbeitslosigkeit nicht gravierend gesenkt werden kann?

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Frage zum Thema Integration
16.09.2005
Von:

Herr Liebing!

Mit Verlaub geben ich ein paar Anregungen und Zusatzfragen zu ihrer Antwort. Mir ist sicherlich bewusst, dass sie zur Zeit wohl nicht allzu viel Zeit haben. Allerdings würde es mich freuen, wenn sie mir trotzdem noch vor der Wahl antworten könnten.
Zuerst einmal das Thema Ghettobildunf und Parallelgesellschaften.
Dazu haben sie folgendes gesagt:"Ghettobildungen und Parallelgesellschaften lehnen wir ab."
Desweiteren interessiert es mich brennend, ob die CDU es gut findet, dass jedes Jahr ca. 800.000 Ausländer in diesem Land eingebürgert werden. Und wie steht ihre Partei dazu, dass bereits jetzt jedes 4 neugeborene Kind nicht mehr Deutsch ist. Glauben sie ernsthaft diese Entwicklung mit den oben genannten Vorschlägen stoppen zu können?
Wie wollen sie dieser Entwicklung, die ohne Frage immer gravierender auch schon auf kleinere Städte übergreift, entgegenwirken?
Ich will hiermit nicht sagen ausländische Kinder sollten hier nicht leben dürfen. Meiner Meinung ist es bloß gefährlich solche Dimensionen zu verarbeiten. Das geht nicht. Und es gibt genug Beispiele, wo man sieht wie die Multikultur scheitert.
Desweiteren wäre ich ihnen verbunden, wenn sie die Fragen 3 und 4 aus meinem vorigen Text zu beantworten.

MfG

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