Inga Nitz (DIE LINKE)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Inga Nitz
Jahrgang
1979
Berufliche Qualifikation
Diplom Verwaltungswirtin, Beamtin
Ausgeübte Tätigkeit
Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft
Wohnort
Bremen
Wahlkreis
Bremen II - Bremerhaven
Ergebnis
14,2%
Landeslistenplatz
-, Bremen
(...) Deshalb möchte DIE LINKE Weiterbildung als öffentliche Aufgabe verankern; mit einem Weiterbildungsgesetz den Rechtsanspruch, die Finanzierung und die Qualität von Weiterbildung sichern; Unternehmen in die Verantwortung nehmen und Branchenfonds bilden; Gesetze von Bund und Ländern zu einer Erwachsenenbildungsförderung ausbauen und allen Menschen – unabhängig vom Geldbeutel – lebenslanges Lernen ermöglichen. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Inga Nitz hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Inga Nitz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Finanzpolitik
29.07.2009
Von:

FRau Nitz
Sie kommen aus Bremen dann ist Ihnen die finanzielle Lage der Stadt bekannt. Der Bremer Senat hat nun mit den Bund zusammen eine Schuldensperre vereinbart. Dazu wurde extra das Grundgesetzt geändert. Ist die Schuldensperre wirklich das einzig mögliche Instrument um aus den Schuldenstaat herauszukommen? Ihre Fraktion ist da anderer Meinung.
Antwort von Inga Nitz
7Empfehlungen
13.08.2009
Lieber Herr ,

Sie haben Recht. Die Schuldenbremse ist nach Auffassung der LINKEN kein geeignetes Instrument, die finanzielle Lage von Kommunen und Ländern zu verbessern. Wenn höhere Staatsschulden vermieden werden sollen, dann müssen wir uns doch vielmehr über eine gerechte Besteuerung sehr hoher Einkommen und Vermögen unterhalten und uns nicht von einer Schuldenbremse ablenken lassen.

Die Steuerpolitik der Regierung Merkel hat dazu beigetragen, dass hohe Einkommen und Vermögen in unzulässiger Weise entlastet wurden und damit eine höhere Staatsverschuldung erzwungen. Die Krise des Kapitalismus – dieser ökonomische Flächenbrand soll nun von den Brandstiftern gelöscht werden. CDU/CSU und SPD pumpen unvorstellbare Summen in Banken und halten jedem einen Rettungsschirm hin – nur die sozial Schwachen sollen im Regen stehen bleiben.

Ich bin der Meinung, wir brauchen einen Steuersatz, wie er unter dem "Pfälzer Kommunisten" Helmut Kohl noch galt. Denn nur mit Einnahmen für einen starken Staat bilden wir die Grundlage für ein soziales Gemeinwesen. So können wir Arbeitsplätze schaffen, einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro einführen, den Hartz-Regelsatz auf 500 Euro anheben und die Rente ab 67 zurücknehmen.

Ich möchte, dass vermögende Menschen zukünftig mit der Einstellung "Ich zahle gern meine Steuern!" für Bildung, Gesundheit, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit als Vorbilder in die Gesellschaft wirken.
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Außenpolitik
25.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nitz,

Sie sind Kandidat/in für die Bundestagswahl in unserem Wahlbezirk. Um uns bei einer Wahlentscheidung zu helfen, bitte ich Sie folgende Fragen zu beantworten:

1. Abschaffung aller Atomwaffen

* Wie stehen Sie zur Frage der US-Atomwaffen in Deutschland und zur nuklearen Teilhabe Deutschlands? Welchen Sinn haben diese Waffen aus Ihrer Sicht nach dem Ende des Kalten Kriegs?
* Wird Ihre Partei im Falle von Koalitionsverhandlungen den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland im Koalitionsvertrag festschreiben?

2. Ausstieg aus der Atomenergie/Erneuerbare Energien

* Wird Ihre Partei den Atomausstieg nach dem derzeit geltenden Atomgesetz fortsetzen?
* Werden Sie sich dafür einsetzen, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so fortzuschreiben, dass insbesondere der dezentrale Ausbau der Photovoltaik und der Windenergie "in Bürgerhand" beschleunigt wird?

3. Beendigung des Afghanistan-Krieges

* Würden Sie Ende des Jahres für oder gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan stimmen?
* Angesichts der Lage in Afghanistan, wie stehen Sie zur zivil-militärischen Zusammenarbeit (CIMIC)?

4. Schutz von Flüchtlingen und Bekämpfung von Flucht-Ursachen

* Wie stehen Sie zu einem Bleiberecht für besonders schutzbedürftige, traumatisierte Flüchtlinge?
* Wo sehen Sie Deutschland in der Verantwortung für wichtige Flucht-Ursachen (Krieg, Verelendung, Umweltzerstörung) und was wollen Sie als Abgeordnete/r diesbezüglich tun?


Mit freundlichen Grüßen,

Dr.med.
für die Arbeitsgruppe Bremen der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung
Antwort von Inga Nitz
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2009
Sehr geehrte Frau ,
vielen Dank für Ihre Fragen. Ich werde versuchen, sie anhand der Forderungen unseres Wahlprogramms zu beantworten, denn zugegebenermaßen liegt mein Fokus in der Politik auf der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, sowie Petitionen und dem Tierschutz.
1.
Gemessen an den globalen Herausforderungen, ist die deutsche Außenpolitik kontraproduktiv. Die Bundesregierung orientiert sich außenpolitisch stärker an der Konfrontations- und Interventionspolitik der USA und der NATO als an der Aufgabe, kooperative Antworten auf globale Probleme zu finden.
Deshalb will DIE LINKE nicht nur alle militärischen Stützpunkte ausländischer Armeen in Deutschland schließen und alle Atomwaffen vernichten lassen, sondern auch:
keine Auslandseinsätze der Bundeswehr zulassen, Rüstungsexporte verbieten, radikal abrüsten, die Wehrpflicht abschaffen, die Bundeswehr zu einer Verteidigungsarmee umgestalten und deutlich verkleinern, den Verteidigungsetat verkleinern und den zivilen Friedensdienst ausbauen.

2.
DIE LINKE sieht in einer konsequenten Energiewende hin zu erneuerbaren Energien eine zentrale Investition in ein friedliches und ökologisches 21. Jahrhundert. Denn wer heute auf regenerative Energien setzt und das Wissen für eine nachhaltige Energieversorgung mit Schwellen- und Entwicklungsländern teilt, wird sich morgen nicht an Ressourcenkriegen um Öl und Gas beteiligen. Im Strombereich soll der Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 mindestens 50 Prozent, im Wärme- und Kältesektor mindestens 25 Prozent betragen.
Erneuerbare Energien bis zur regenerativen Vollversorgung schnell und konsequent vorantreiben:
  • EEG noch wirksamer ausgestalten
  • Kraft-Wärme-Kopplung vorantreiben
  • Einführung eines Energiesparfonds mit Fokus auf Förderprogramme für einkommensschwache Haushalte
  • Verbot sogenannter "Stand-By-Schaltungen"
  • energetische Sanierung des Gebäudebestands und Klimaneutralität von Neubauten

3.
DIE LINKE ist eine konsequente Friedenspartei. Wir fordern als einzige Partei den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und den zivilen Wiederaufbau des Landes.
Globale Fragen müssen global gelöst werden. Daher streitet DIE LINKE für eine Stärkung und Reform der Vereinten Nationen. Wir fordern, die Vereinten Nationen zur globalen Instanz bei der Bewältigung der überlebenswichtigen Fragen der Menschheit wie Ernährung, Klimawandel, Wasser- und Energieversorgung zu machen.
Krisen und die Ursachen von Kriegen müssen politisch bekämpft und Konflikte mit zivilen Mitteln gelöst werden.

4.
Menschen in existenzieller Not brauchen Hilfe. Deswegen fordert DIE LINKE:
  • das Asylrecht muss im Grundgesetz substanziell wiederhergestellt werden
  • die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische
  • Menschenrechtskonvention sollen uneingeschränkt gelten
  • die UN-Kinderrechtskonvention sollen vollständig umgesetzt werden
  • geschlechtsspezifische Fluchtursachen als Asylgrund umfassend anerkennen
  • Flucht vor bürgerkriegsähnlichen, nichtstaatlichen Auseinandersetzungen als Grund für bleibendes Asyl anerkennen
  • Asylgewährung nicht widerrufen
  • anerkannte Flüchtlinge als gleichberechtigte BürgerInnen anerkennen und Zugang zu Integrationsmaßnahmen sicherstellen Kettenduldungen beenden
  • "Illegalisierten" elementare Menschenrechte wie Schulbildung und Behandlung von Erkrankungen sicherstellen

Mit freundlichen Grüßen.
Inga Nitz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
28.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nitz,

eine Frage, die ich allen Kandidaten meines Wahlkreises gern stellen möchte:
Welche Form eines modernen Schulsystems halten Sie für die Beste? Sind Sie ein Anhänger der Einheitschule, fordern Sie eine grundlegende Reform des mehrgliedrigen Schulsystems und halten Sie das derzeitige System prinzipiell für funktional?

Gibt es sonst bildungspolitische Positionen, die Sie für wichtig erachten?

Danke im Voraus,
Antwort von Inga Nitz
1Empfehlung
13.09.2009
Lieber Herr ,
ich bedanke mich für Ihre Frage und das Interesse an linken Alternativen in der Bildungspolitik.
Bildung ist für DIE LINKE eine der zentralen Voraussetzungen für Selbstbestimmung und individuelle Gestaltung des Lebens sowie für ein verantwortungsvolles, solidarisches Miteinander in einer demokratischen Gesellschaft. Bildung eröffnet Wege für die persönliche Entwicklung eines Menschen und für berufliche Perspektiven. Deshalb muss Bildung allen Menschen frei und in gleichem Maße zugänglich gemacht werden.
Grundsätzlich möchte ich ein gerechtes Bildungssystem haben, in dem nicht der Geldbeutel der Eltern über den Bildungsweg der Kinder entscheidet. Studiengebühren und hohe Kosten für die Kinderbetreuung verschärfen die sozialen Unterschiede im Bildungssystem. Schulen und Hochschulen fehlt es am Nötigsten: Lehrkräftemangel, große Klassen, überfüllte Hörsäle und marode Gebäude sind leider keine Seltenheit. Statt 7 Prozent, wie international empfohlen, fließen in Deutschland gerade einmal 4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in das öffentliche Bildungswesen.
DIE LINKE steht für das längere gemeinsame Lernen in einer Schule für alle. Schülerinnen und Schüler sollen demnach länger gemeinsam in Gemeinschaftsschulen bis zur zehnten Klasse lernen, statt schon nach der vierten oder sechsten Klasse in verschiedene Schulformen "aussortiert" zu werden. Zweisprachige Kinder sollen in beiden Sprachen gefördert werden. In der Umsetzung bedeuten diese Forderungen: kleinere Klassen, Ganztagsschulen und mehr Personal, damit Fähigkeiten und Talente individuell gefördert werden können. Darüber hinaus fordert DIE LINKE:
  • das Recht auf Bildung im Grundgesetz zu verankern
  • ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
  • Chancengleichheit für Migrantinnen und Migranten sichern und Ausgrenzung beenden
  • nationalen Bildungspakt auflegen, bei dem öffentliche Bildungsausgaben mindestens 7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen
  • Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung in der Kita
  • Abschaffung von Kita- und Studiengebühren

Mit freundlichen Grüßen.
Inga Nitz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
08.09.2009
Von:

Guten Tag Frau Nitz,

mal abgesehen vom Instrument des Meister-BaföGs wird berufliche Weiterbildung oder auch die Erlangung eines beruflichen Abschlusses als Erwachsener nur durch Betriebe und die Agentur für Arbeit bzw. die ARGEN finanziert. Dabei fallen aber viele Menschen aus den Finanzierungsmöglichkeiten raus: Frauen nach der Erziehungsphase, wenn sie nicht von Hartz 4 leben, junge Selbständige und Kleinunternehmer, auch junge Menschen, die von den Eltern mitunterhalten werden und nur gelegentlich Jobs haben. Natürlich bekommen auch viele Arbeitsuchende nicht unbedingt die Fortbildung finanziert, die sie selbst für richtig erachten, sondern sind davon abhängig, dass die Vermittlungsfachkraft die gewünschte Fortbildung für das beste Mittel zur beruflichen Integration (nicht zum beruflichen Aufstieg!!) hält.

Wie stellen Sie und Ihre Partei künftig die Finanzierung und rechtliche Regelung des "lebenslangen Lernens" vor?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Inga Nitz
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2009
Lieber Herr ,
das "lebenslange Lernen" wird heutzutage als große politische und gesellschaftliche Herausforderung in Deutschland bezeichnet. Die jeweilige Verwirklichung entscheidet über die Perspektiven von Individuen und vor allem den Erfolg der Wirtschaft. Eine ähnliche Formulierung verwendet das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf ihrer Homepage. Leider wird in dem Eintrag Ihre Frage nicht annähernd beantwortet. Deshalb bedanke ich mich für Ihr Interesse am Programm der LINKEN.
Gute Bildung ist systemrelevant für gute Arbeit und Kultur, für Demokratie und Beteiligung. Wer an Bildung spart, spart an der Zukunft der ganzen Gesellschaft.
Deshalb möchte DIE LINKE Weiterbildung als öffentliche Aufgabe verankern; mit einem Weiterbildungsgesetz den Rechtsanspruch, die Finanzierung und die Qualität von Weiterbildung sichern; Unternehmen in die Verantwortung nehmen und Branchenfonds bilden; Gesetze von Bund und Ländern zu einer Erwachsenenbildungsförderung ausbauen und allen Menschen – unabhängig vom Geldbeutel – lebenslanges Lernen ermöglichen. Als Fazit lässt sich festhalten, dass erst einmal die Voraussetzungen für ein lebenslanges Lernen geschaffen werden müssen, bevor die Forderung aus Wirtschaft und Politik erhoben wird.

Mit freundlich Grüßen.
Inga Nitz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
09.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Nitz,

ich habe als passionierter "Gamer" in den letzten Jahren die gerade nach Gewalttaten von Jugendlichen immer wieder auftretenden Ausbrüche von Politikern gegenüber sog. "Killerspielen" oder Computerspielen allgemein mit Sorge verfolgt.

Welche Position vertreten Sie gegenüber dem Medium Computerspiel?

Was sagen Sie zu dem Vorwurf, die Angriffe auf Games ließen sich wissenschaftlich nicht vertreten und würden ein aufkommendes Medium diskreditieren?

Wie stehen Sie auf der anderen Seite zum Gewaltgehalt mancher Spiele?

Was sagen zur oft grob fehlerhaften Berichterstattung der Medien?

Danke im Voraus,

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Inga Nitz
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.