Ilse Aigner (CSU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Ilse Aigner
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Elektrotechnikerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wahlkreis
Starnberg
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung "zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen" durchläuft momentan die parlamentarischen Beratungen und Lesungen. Am 28.01.09 fand die Anhörung im zuständigen Rechtsausschuss statt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Ilse Aigner
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Frage zum Thema Senioren
03.05.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrte Frau Aigner,

die CSU will verschiedene Steuern ändern, z.B. die Fahrkosten- pauschale . Kein Punkt ist aber dabei, der die Rentner entlastet, deren Rente in diesem Jahr bekanntlich nur um 1.1% erhöht wird. Was haben die Rentner von dem S in Ihrem Parteinamen?

Mit freundlichem Gruß
Dr.
Antwort von Ilse Aigner
2Empfehlungen
19.05.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr Dr. ,

mit dem Gesetz zur Rentenanpassung 2008 fällt die Rente 2008 um 0,64 Prozentpunkte und 2009 um 0,63 Prozentpunkte höher aus als bisher vorgegeben. Das im Mai beschlossene Gesetz wurde von vielen Seiten als unnötiges Geschenk für die Rentner kritisiert. Ich erachte die Aussetzung des Riester-Faktors jedoch als richtig, da auch die Rentner an der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung partizipieren müssen. Auch sie sollen an der Einkommensentwicklung beteiligt werden.

Ich stimme Ihnen zu, dass die Rentnerinnen und Rentner an den geplanten Maßnahmen nicht in dem Umfang profitieren werden wie Arbeitnehmer. Aber wir müssen auch an die nachfolgenden Generationen denken. Eine weitere Rentenerhöhung wäre nur über eine zusätzliche Verschuldung zu finanzieren und würde zwangsläufig auf Kosten der Jüngeren gehen. Die Politik hat die Aufgabe, die Lasten gerecht zwischen den Generationen verteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Frage zum Thema Arbeit
05.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

finden Sie es nicht auch ungerecht, das die Rentenversicherung mit versicherungsfremden Leistungen belastet wird, die durch die Wiedervereinigung entstanden ? Eigentlich müssten diese Leistungen von allen Bürgern und nicht nur von den Rentenversicherungspflichtigen getragen werden (Beamte, Freiberufler und natürlich Politiker bleiben verschont). Die Standardantwort der Politiker auf diese Frage ist immer, dass der Staat ja Zuschüsse aus Steuergeldern in die Rentenversicherung zahlt. Dabei wird aber immer verschwiegen, dass diese Zuschüsse in keinem Verhältnis zu den Zahlungen stehen, mit denen die Rentenversicherung belastet wird. So zahlen die Beitragspflichtigen Monat für Monat einen Rentenbeitrag, der (laut eines Kommentars des ehemaligen Ministers Clemens, als er noch im Amt war) um einige Prozentpunkte! zu hoch ist. Warum aus dem Kreis der betroffenen keine massiveren Proteste kommen, kann ich mir nur damit erklären, dass dieses Problem (leider) der breiten Mehrheit nicht bekannt ist.
Antwort von Ilse Aigner
bisher keineEmpfehlungen
17.06.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

nach einer Darstellung des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) ist die Frage zu den vereinigungsbedingten Fremdleistungen schwierig zu beantworten. Mehrere Gründe sind hierfür zu nennen:

  • Keine allgemeingültige Definitionen
  • Die Haushaltsdefizite ostdeutscher Versicherungsträger sind nur bedingt Folge der Wiedervereinigung
  • Nach der Wiedervereinigung fand eine massive Abwanderung von Arbeitskräften aus den neuen in die alten Bundesländer statt. Dies führte wiederum zu einem zusätzlichen Volumen an Beitragseinnahmen für den Westen Deutschlands. Die ostdeutschen Versicherungsträger wurden hingegen zusätzlich belastet.

2008 beträgt der Bundeszuschuss in die gesetzliche Rentenversicherung ca. 78 Mrd. Euro. Der "West-Ost-Transfer" - die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung in den neuen Ländern - lag 2003 bei 13,6 Mrd. Euro. Aktuellere Zahlen liegen mir leider nicht vor. Ich bin der Meinung, dass der steuerfinanzierte Bundeszuschuss sehr wohl genügend hoch ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
06.05.2008
Von:
-

Sehr geehrte Frau Aigner,

am 15.06.2007 wurde das DLR-Projekt "Leiserer Flugbetrieb am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen" gestartet. Dort waren Sie, laut Presseberichten, Mit-Initiatorin. Von diesem Projekt hat man allerdings bislang nichts mehr gehört, ausser, dass es angeblich vom Bayerischen Wirtschaftsministerium finanziell unterstützt wird (also von uns Steuerzahlern). Ursprünglich war unter anderem geplant, eine eigene Internet-Homepage einzurichten, auf der man den Projekt-Fortschritt nachvollziehen können sollte.

Können Sie mir bitte mitteilen, wie weit das Projekt inzwischen gediehen ist und wo man Näheres über die Inhalte und die genauen Zielsetzungen erfahren kann? An das DLR habe ich mich bereits vor mehreren Wochen gewandt, leider bekam ich von dort bisher keine Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen
-
Antwort von Ilse Aigner
1Empfehlung
26.05.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr eMail-Schreiben zum Thema "Leiser Flugverkehr in Oberpfaffenhofen".

Das DLR hat in der Zwischenzeit sieben Lärmmessgeräte installiert und führt seit einigen Wochen Messungen durch, die Daten werden nach Abschluss der Messungen ausgewertet und entsprechend publiziert. Zudem wird das DLR verschiedene Anflugverfahren testen, außerdem ist der Aufbau einer Internetseite in Bearbeitung.

In der Hoffnung, Ihnen einige hilfreiche Informationen geliefert zu haben, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Frage zum Thema Diätenerhöhung
06.05.2008
Von:

Sehr veehrte Frau Aigner,
schon im November 2007 verordneten sich die MdB eine Diätenerhöhung. Seit heute geistert die Meldung durch die Medien, dass mit einem weiteren Ansteigen Ihrer Bezüge zu rechnen ist.
Die Zahlen, welche im Raum stehen, treiben einem "einfachen" Angestellten das Wasser in die Augen. Oft scheint (Stichwort: Politik(er)verdrossenheit) die Menge Geld in keiner Relation zur Leistung zu stehen. Auch will mir die ätzende Kritik anderer Parteien ob des Steuervorschlags von Kollege Huber ("Nicht bezahlbar! Vollrausch!") nicht in den Kopf, da doch erhöhte Diäten sehr wohl bezahlbar zu sein scheinen. Ich befürchte, dass bei den zukünftigen Wahlen die Fraktion der Nichtwähler noch größer wird, dass es vermutlich einige geben wird, die Parteien am äußeren Rand des Spektrums wählen werden. Das wird uns alle nicht weiter bringen.
In einem Forum verglich ein Teilnehmer die Bundesrepublik mit einem Baum, der - wie Deutschland - früher kräftig, frisch und gesund war, jetzt aber von Misteln durchsetzt ist.
Ich will jetzt nicht direkt die Gleichung Mistel = Politiker aufstellen. Leider scheint mir in Aussagen Ihrer Kollegen oft genug mit zweierlei Maß gemessen zu werden. Oder, wie woanders schon geschrieben: Dort Wasser predigen, aber selber Wein trinken.
Werden Sie die Diätenerhöhung ablehnen?

Vielen Dank für die Antwort!

Mit freundlichen Grüßen!
Antwort von Ilse Aigner
7Empfehlungen
19.05.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

in § 11 Abs. 1 des Abgeordnetengesetzes sind die Maßstäbe für die Höhe der Entschädigung für die Mitglieder des Deutschen Bundestages seit 1995 festgeschrieben. Die monatlichen Bezüge der Abgeordneten haben sich danach an den Gehältern von z.B. Oberbürgermeistern und Landräten (Besoldungsgruppe B6) zu orientieren.

Die Erhöhung der Diäten im Jahr 2007 wurde nötig, da man den Beschluss aus dem Jahr 1995 bis dahin nicht umgesetzt hatte und die Abgeordnetenbesoldung um fast 800 € hinter die der Bürgermeister und Landräte, Bundesrichter usw. zurückgefallen war. Nunmehr gibt es den Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes, der wie immer auf die Bundesbeamten übertragen wird und der auf Grund der Gesetzeslage von 1995 auch bei den Abgeordneten zu einer Erhöhung führt.

Die Besoldung der Beamten und Richter wird in Umsetzung des Tarifabschlusses für den öffentlichen Dienst rückwirkend zum 01. Januar 2008 und dann erneut zum 01.Januar 2009 angehoben. Als Folge dieser aktuellen Änderungen der Richter– und Beamtenbesoldung erhöht sich auch die Abgeordnetenentschädigung. Diese wird vergleichbar den genannten Orientierungsgrößen B6/R6 zum 1. Januar 2009 um 278,00 € (3,63 vH) und zum 1. Januar 2010 um 213,00 € (2,68 vH) angehoben. Die Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung folgt der Erhöhung der Richter- und Beamtenbesoldung also erst mit einjähriger Verzögerung.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist sich bewusst, dass jede Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung in der Öffentlichkeit besonders kritisch bewertet wird. Deshalb ist mit den genannten Besoldungsgruppen eine vergleichbare Bezugsgröße gefunden worden, an der sich die Höhe der Abgeordnetenbezüge orientiert.

Die Bundestagsabgeordneten sind durch das Verfassungsgericht dazu verpflichtet, über Änderungen der Diäten selbst abzustimmen. Darüber bin ich alles andere als glücklich, da jedes Mal eine öffentliche Diskussion vorprogrammiert ist. Ich erachte die Besoldung von Oberbürgermeistern und Landräten als eine vernünftige Bezugsgröße. Auch bin ich nicht glücklich darüber, dass die Erhöhungen bzw. Anpassungen so kurz hintereinander erfolgen. Tatsächlich fallen aktuell aber zwei Dinge ausnahmsweise zusammen: die oben genannte Angleichung, die seit 1995 ansteht und der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner, sehr geehrte Damen und Herren,

bei all den in den zurückliegenden Monaten viel diskutierten Themen und gesellschaftlichen Problemen, national wie international, ist eine Diätenerhöhung für Abgeordnete des Deutschen Bundestages mit Worten nicht mehr zu kommentieren.

Im Detail verzichte ich hier bewußt die einzelnen Themen nochmals zu erörtern. Sie sind hinreichend bekannt.

Sofern diese Meldung den Tatsachen entspricht, ist das sog. "Faß nun endgültig übergelaufen".

Ich persönlich mag noch nicht abzusehen welche Reaktion dies bei der Bevölkerung letztlich verursachen wird.

Die gesellschaftliche Ordnung hängt ohnehin m.E. nur noch am seidenen Faden.

Zunehmende Radikalisierung an den politischen Rändern, Steuer- und Kapitalflucht ins Ausland, noch viel tragischer - Flucht von "human resources" ins Ausland, um nur drei Beispiele zu nennen.

Deutschland hat(te) in den zurückliegenden Jahren viele angenehme Vorzüge. Die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen, die Steuerpolitik, die Gesundheitspolitik, die Bildungspolitik, die Wissenschafts- und Umweltpolitik und vieles andere mehr geben derzeit leider in keinster Weise Anlaß, eine zuversichtliche Stimmung, unter wohlwollendster Betrachtung, in dieses Land und in dieses derzeitige System hinein zu interpretieren.

Bitte unternehmen Sie einen Erklärungsversuch, mit welchen Argumenten Sie diese nun in kurzer Zeit wiederholte Diätenerhöhung, bei den ohnehin schon weit über dem Durchschnitt liegenden Bezügen, "verkaufen" wollen und können.

Es ist nicht mehr nachvollziehbar !!!


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Ilse Aigner
2Empfehlungen
19.05.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

ich darf an dieser Stelle auf meine Antwort an Herrn Johannes Kolaczek verweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Ihre Frage an Ilse Aigner
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