Ilse Aigner (CSU)

Angaben zur Person
Ilse Aigner
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
07.12.1964
Berufliche Qualifikation
Elektrotechnikerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wohnort
Feldkirchen-Westerham
Wahlkreis
Starnberg
Ergebnis
54,0%
Landeslistenplatz
4, Bayern
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
28.01.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

als Verbraucher finde ich mich von der Politik nur sehr unzureichend gestützt. Ich habe das Gefühl, niemand steht so recht auf Seiten der Verbraucher.

Beispiel 1:
Endlich gibt es eine Initiative die massive Übersubventionierung im Photovoltaik-Bereich zu beschränken. Teilweise "pflastern" die Bauern die schöne Landschaft zu, weil sie ein "gutes Geschäft" (zu Lasten der Verbraucher) machen können.

Wenn ich es richtig interpretiere gibt es aber schon wieder "Gegenwind" aus der CSU diesen Subventions-Irrsinn umgehend zu beenden bzw. zumindest abzumildern.

Beispiel 2:
Als angestellter Arbeitnehmer muß ich mit meinen Krankenkassenbeitrag vieles zwangsweise mitfinanzieren. Ich finde es schlicht nicht in Ordnung, dass die Pharmaindustrie beim Sparen nicht besser herangezogen wird oder, dass beispielsweise in Kleinstädten mit unter 10.000 Einwohner nach wie vor 3 oder 4 Apotheker gut leben können (die Hälfte oder ein Drittel würde leicht reichen). Mir würden noch ein paar andere Beispiele einfallen.

Es wäre nett, wenn Sie mir Ihre Meinung zu dem Thema mitteilen würden.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen


Dipl.-Kaufmann univ
Antwort von Ilse Aigner
1Empfehlung
03.03.2010
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen.
Ich darf Sie darauf hinweisen, dass vor kurzen im Bundestag eine Novelle im Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) beschlossen wurde, die einer Überförderung von Solarstrom entgegenwirken soll. Durch gesunkene Systempreise und weitere zu erwartende Preisrückgänge kam es zu eine Überförderung und somit zu Fehlanreizen, die nun eine Korrektur im Sinne der Verbraucher nach sich ziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Familie
28.01.2010
Von:

Werte Frau Ilse Aigner!

Recht vielen Dank für Ihre lange Antwort, Sie haben mir die Frage dennoch nicht beatwortet, warum das Kindergeld nicht bei den Geringverdienern (ALGII) ankommt. Das Kindergeld bei der berchnung eine Rolle spielt ist ja allen bekannt,
Ich frage sie deshalb noch einmal. wann wird diese Ungerechtigkeit beseitigt, damit die kommenden Kindergelderhöungen auch bei den Geringverdienern ankommt und vor allen dieser Betrag der Familie und vor allen den Kindern zu Gute kommt.

Danke

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Frage zum Thema Verbraucherschutz
02.02.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin Aigner,

im Landkreis Kitzingen möchte der amerikanische Saatguthersteller Pioneer die Freisetzung von Genmais ausdehnen. Der Konzern möchte die BEREITS bestehende Genehmigung für Genmaisversuche von 2011 bis zum Jahr 2014 verlängern.
Hier verstehe ich nicht warum Pioneer Freilandversuche mit Genmais unternehmen darf obwohl Sie angeblich letztes Jahr Freisetzungen ausgesetzt haben. Können Sie mir dies erklären? Gibt es etwa einen Unterschied zwischen dem Genmais von Pioneer und Monsanto? Ist der Genmais von Pioneer weniger gefährlich?

In gespannter Erwartung Ihrer Antwort,
Antwort von Ilse Aigner
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23.02.2010
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.
Die Anträge auf Freisetzung von gentechnisch veränderten Maissorten am Standort Kitzingen-Hohenfeld sind erst kürzlich vom zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zurückgezogen worden. Laut Mitteilung der Firma Pioneer, hat das Unternehmen die Freisetzung wegen der Umstellung ihres europäischen Versuchsprogramms für überflüssig befunden und hält die Freisetzung für nicht mehr erforderlich.
Falls Sie weitere Fragen zum Thema haben, dann können Sie zusätzliche Informationen im Internet unter www.bmelv.de abrufen oder wenden Sie sich damit bitte an mein Ministerium. Auf der Plattform "Abgeordnetenwatch" können interessierte Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen, die mein Abgeordnetenmandat betreffen. Ich bitte Sie, zukünftig darauf Rücksicht zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
03.02.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

im Koalitionsvertrag ( www.cdu.de ) zwischen CDU, CSU und FDP werden auf Seite 46 im Abschnitt "Grüne Gentechnik" explizit die Produke MON810 und Amflora der Firmen Monsanto und BASF genannt. Die Nennung konkreter Produkte in einem Koalitionsvertrag finde ich ungewöhnlich.

Unabhängig vom Für und Wider für gentechnisch veränderte Produkte möchte ich wissen: Wer trägt die Verantwortung für diesen Abschnitt? Ist im Rahmen der Koalitionsverhandlungen dokumentiert worden, welche Person oder Personengruppe Inhalte einbringt?

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Verbraucherschutz
04.02.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

das von Ihnen am 2.12.09 angesprochene Verfahren der EU zur Gewährleistung der Ungefährlichkeit genveränderter Pflanzen ist keine Langzeitstudie und die Wirkung auf den menschlichen Organismus ist nicht abzusehen, wie z.B. mögliche spätere Allergien oder Unfruchtbarkeit. Eine mögliche Gefahr kann bestenfalls als "unwahrscheinlich" diagnostiziert werden. Eine unkontrollierte Verbreitung dieser meist sehr resistenten Genpflanzen in die Natur durch Pollenflug und eine mögliche Verdrängung oder Verunreinigung der natürlichen Pflanzen ist nicht auszuschließen und auch nicht mehr rückgängig zu machen (wie in Kanada und USA). Für jede negative Studie im Bezug auf genmanipulierte Pflanzen gibt es mehrere Studien von finanzstarken Herstellern, die die Unbedenklichkeit dieser Pflanzen bestätigen. Es geht mir also nicht um die rechtliche Möglichkeit, die Herstellung solcher Produkte weltweit zu verbieten, sondern z.B. um ein Modell auf nationaler Ebene, wie es in Österreich besteht, vor allem aber um das Recht des Verbrauchers, die genmanipulierten Produkte als Konsument ablehnen zu können, auch wenn das Lebensmittel als ungefährlich deklariert ist.
Warum muss ich als Verbraucher hinnehmen, dass 0,9 Prozent des Inhalts eines Produkts ohne Angabe aus genmanipulierten Stoffen stammt? Warum sind Fleisch, Milch und Eier überhaupt nicht deklarationspflichtig?
Ich bin kein Vegetarier. Und warum muss ein Hersteller eines Lebensmittels sein Produkt überhaupt nicht kennzeichnen, wenn die Verunreinigung durch "von ihm nicht zu vertretende" Gegebenheiten verursacht wurde, wie z.B. die Verwendung von gemeinsam genutzten Abfüllanlagen, auch wenn die Werte sogar über 0,9 Prozent liegen? Verbraucherschutz bedeutet doch, dass jeder Bürger, unabhängig von wirtschaftlichen Interessen, ausreichend informiert wird. Wie stehen Sie zu diesen 3 Fragen und wird es eine Änderung dieser Regelungen im Sinne der Rechte des Verbrauchers geben?

MfG
Antwort von Ilse Aigner
bisher keineEmpfehlungen
22.02.2010
Ilse Aigner
Sehr geehrte Frau ,
vielen Dank für Ihre Fragen.
Ich teile Ihre Auffassung, dass wir sicherstellen müssen, dass auch langfristig negative Folgen für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt durch die grüne Gentechnik mit Sicherheit ausgeschlossen werden können. Darum müssen wir bei der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen mit aller Sorgfalt vorgehen. Es darf keine Kompromisse bei der Sicherheit geben.
Ebenso haben die Bürgerinnen und Bürger allerdings ein Recht darauf, dass die Chancen der grünen Gentechnik nicht ungenutzt bleiben. Deutschland ist als rohstoffarmes Land auf die Entwicklung neuer Technologien angewiesen. Hier geht es auch um Arbeitsplätze in neuen Branchen und darum, dass Forschung auf dem Gebiet der grünen Gentechnik auch Sicherheitsforschung ist.
Das europäische Lebensmittelkennzeichnungsrecht wird nicht nur von Ihnen hinsichtlich der Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten als ungenügend empfunden. Darum haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart, dass zur Schaffung einer umfassenden Verbrauchertransparenz eine Positivkennzeichnung (Prozesskennzeichnung) auf europäischer Ebene angestrebt wird. Das heißt, Lebensmittel, die im Laufe ihres Produktionsprozesses mit Gentechnik in Berührung gekommen sind, müssten entsprechend gekennzeichnet werden. Das würde bedeuten, dass vor allem Fleisch- und Wurstwaren oder Milch und Milchprodukte, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, gekennzeichnet werden müssten, was bisher nicht erfolgt war.
Damit bereits vor der Schaffung einer solchen umfassenden europäischen Kennzeichnung mehr Klarheit über die Verwendung der Gentechnik in der Lebensmittelproduktion zu erreichen, wurde auf nationaler Ebene bereits am 1. Mai 2008 der Ernährungswirtschaft die freiwillige Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung ermöglicht. Zur Schaffung von Transparenz, Information und Wahlfreiheit unterstützt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die breitere Anwendung dieser Kennzeichnung. Es liegt damit nun an der Wirtschaft und den Verbraucherinnen und Verbrauchern, sich durch ihre Kaufentscheidungen gezielt gegen die Verwendung gentechnisch veränderte Nutzpflanzen als Lebens- oder Futtermittel auszusprechen. Falls Sie weitere Fragen zum Thema haben, dann können Sie zusätzliche Informationen im Internet unter www.bmelv.de abrufen oder wenden Sie sich damit bitte an mein Ministerium. Auf der Plattform "Abgeordnetenwatch" können interessierte Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen, die mein Abgeordnetenmandat betreffen. Ich bitte Sie, zukünftig darauf Rücksicht zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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