Ilse Aigner (CSU)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Ilse Aigner
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Elektrotechnikerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz
Wohnort
-
Wahlkreis
Starnberg , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
54,0%
Landeslistenplatz
4, Bayern
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(...) In das Erbgut von Tieren auf eine so massive Weise wie durch das Klonen einzugreifen, stellt in meinen Augen ein neue Qualität des Eingriffs in die Schöpfung dar. Denn mit dem Klonen von Tieren erreichen wir eine Stufe, von wo aus es nicht mehr weit ist zu ähnlichen Eingriffen beim Menschen. Um dem vorzubeugen, brauchen wir eine prinzipielle Grenzziehung für den Eingriff in die Natur. (...)
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Frage zum Thema Landwirtschaft
09.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

wie ich aus Printmedien erfuhr, sollen Lebendtiertransporte bis nach Lybien wieder gefördert werden. Sie wollen den Handel mit Drittländern, in diesem Fall Lybien, wieder aufleben lassen.
Wir erinnern uns voller Entsetzen an die Bilder in den Nachrichten, wie dabei mit den Tieren umgegangen wurde. Gleichzeitig importieren wir etwa 500 000 Tonnen Rindfleisch jährlich.
Da stellt sich mir die Frage, ob sie den Tierschutz, der ja in Ihr Ministerium fällt, überhaupt ernst nehmen? Bekanntlich ist ja der Tierschutz seit 2002 im Grundgesetz verankert. Wie ist das mit Ihrer Entscheidung, Rinder bis zu 3000 km lebend zu befördern, in Einklang zu bringen? Werden diese Transporte wieder von Deutschland subventioniert?
Da dies maßgeblich zu meiner Wahlentscheidung beiträgt, bitte um eine Antwort von Ihnen.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Ilse Aigner
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25.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Wir haben europaweit und besonders in Deutschland ein Netz aus Vorgaben und Kontrollen. Bei langen Beförderungen können die Tiere besonderen Strapazen ausgesetzt sein. Deshalb trete ich dafür ein, lange Schlachttiertransporte möglichst zu vermeiden. Die von Ihnen angesprochenen Exporterstattungen für lebende Rinder werden inzwischen nicht mehr gezahlt. Auf einen Stopp der Subventionen hatte auch die Bundesregierung hingearbeitet.

Während der Verhandlungen mit allen an deutschen Agrarexporten interessierten Drittländern wird die Vermeidung langer Schlachttiertransporte immer wieder thematisiert. Auch im Verlauf der Gespräche mit Libyen ist dies deutlich gemacht worden. Es bleibt unser Ziel, noch in den derzeit laufenden Verhandlungen mit der libyschen Seite die Abstimmung eines Veterinärzertifikats für die Ausfuhr von gefrorenem und gekühltem frischen Rindfleisch nach Libyen zu erreichen. In Libyen prüft man derzeit die Vorschläge meines Hauses dazu.

Darüber hinaus enthalten die jetzt mit Libyen getroffenen Vereinbarungen auch ein Protokoll über die gegenseitige fachliche Unterstützung bei der Beachtung und Erfüllung von veterinärrechtlichen, aber auch tierschutzrechtlichen Vorschriften beim Handel mit lebenden Tieren. Dabei wird die gemeinsame Grundlage gebildet von den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit O.I.E., der Libyen ebenfalls angehört.

Der Schutz von Tieren beim Transport innerhalb der EU ist durch die Verordnung (EG) 1/2005 geregelt. Die Überwachung und Einhaltung dieser wichtigen Vorschrift liegen in der Verantwortung der Mitgliedstaaten. Für den Transport von Rindern in die Staaten Nordafrikas bzw. den Nahen Osten werden Transportschiffe zur Überquerung des Mittelmeeres genutzt. In der Regel erfolgt die Verladung von Rindern, nach vorangehender Beförderung durch Straßentransportmittel, in Häfen auf EU-Gebiet. Die Beförderung auf dem Seeweg über mehr als 10 Seemeilen aus einem Hafen der Gemeinschaft ist gemäß Artikel 7 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 nur zulässig, wenn das Transportschiff nach Artikel 19 Abs. 1 zugelassen worden ist. Gemäß Artikel 20 müssen diese Schiffe von der zuständigen Behörde vor jedem Verladen von Tieren kontrolliert werden.

Tiertransporte nach Libyen unterliegen bis zum Verladen der Tiere auf ein von einem Mitgliedstaat zugelassenes und kontrolliertes Transportschiff somit den gemeinschaftlichen bzw. nationalen Regelungen und werden von den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten überwacht. In Bezug auf den weiteren Transport verweise ich auf den dargestellten Dialog zum Tierschutz mit Libyen.

Die EU-Kommission hat die Vorlage eines Vorschlags zur Änderung der Tiertransportverordnung angekündigt. Selbstverständlich werde ich mich im Rahmen der dann anstehenden Verhandlungen in Brüssel für weitere Verbesserungen des Tierschutzes beim Transport einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Finanzpolitik
10.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

ich beziehe mich auf mein Schreiben vom 31.07.09 mit dem Thema der Jahreszahlung von mehr als 500 Milliarden Euro für den Posten "Soziale Dienste - Kriegsfolgeaufgaben - WGM". vielen Dank für Ihr promptes Rückschreiben vom 03.08.

Es ist mir offenbar nicht gelungen, Ihnen darzulegen, was mich wirklich umtreibt. Und zwar ist dies die gigantische Höhe dieses Betrags. Bitte bestätigen Sie mir, dass diese Zahlungen geflossen sind, sprich dass ich diese Tabelle nicht missverstanden habe.

Zweitens: Warum sind für die Jahre 2002 bis 2008 keine Informationen über diesen Posten zu erhalten?

Drittens: Ich bin der Meinung, dass wir Steuerzahler erfahren müssen, wo unser Geld hingeht. Jung und Alt wollen das wissen. Dieser Kombi-Posten dient meiner Auffassung der Verschleierung. Wie stehen Sie zu diesen Aussagen?

Ich fand in Ihrer ersten Antwort leider keine einzige meiner Fragen beantwortet, daher dieses erneute Schreiben an Sie.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ilse Aigner
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12.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die von Ihnen genannten Zahlen entziehen sich im Einzelnen meiner Kenntnis. Daher kann ich Ihnen dazu auch nichts bestätigen.

Natürlich bin auch ich der Auffassung, dass die Bürgerinnen und Bürger ein Recht darauf haben zu erfahren, wie mit Steuergeldern umgegangen wird. Da aber die von Ihnen erwähnten Zahlen nicht in mein Ressort fallen, erlaube ich mir, Ihnen nahe zu legen, sich bei den zuständigen Stellen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu erkundigen. Da ist man sicherlich informiert über die Ausgaben im Bereich Soziales.

Mit freundlichen Grüßen

Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Landwirtschaft
11.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

am 15.02.2009 habe ich Sie danach gefragt, wann Mutterkuhhalter, die Ihre Tiere ganzjährig im Freiland halten, ihre Tiere wieder nach der Tierschutzschlachtverordnung mittels Kugelschuss töten dürfen (s. hier: www.abgeordnetenwatch.de

Sie teilten in Ihrer Antwort mit, dass über einen Entwurf einer nationalen Verordnung zum Lebensmittelhygienerecht, der dies wieder ermöglichen soll, im Sommer entschieden würde.
Können Sie schon konkret etwas zum Stand des Verfahrens sagen?

Die momentane faktische Schlachtsperre bedeutet für uns den Ruin, wenn nicht bald etwas passiert. GIbt es bis zur Entscheidung über die Verordnung die Möglichkeit, eine Übergangsregelung genehmigt zu bekommen?
Denkbar wäre z.B. das Betäuben der Rinder im Fangstand auf der Weide mittels Bolzenschuss, anschließendes Ausbluten mit Auffangen des Blutes und Verbringung des toten Tieres in ein nahegelegenes Schlachthaus zur Zerlegung. Wo könnten eine solche Übergangsregelung ggf. beantragt werden?

Mit freundlichen Grüßen

C.
Antwort von Ilse Aigner
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01.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Derzeit liegt der Entwurf für eine Verordnung zur Änderung von Vorschriften zur Durchführung des gemeinschaftlichen Lebensmittelhygienerechts immer noch zur Bewertung durch die zuständigen Stellen bei der Europäischen Kommission. Im Rahmen der Verordnung soll auf nationaler Ebene die Tötung von ganzjährig im Freien gehaltenen Rindern mittels Kugelschuss zur Gewinnung von Fleisch wieder eröffnet werden.

Mein Haus hat nun zum wiederholten Male in Brüssel auf die Dringlichkeit hingewiesen und nachgefragt. Man teilte uns seitens der Kommission mit, dass die Prüfung des Dokuments nun hohe Priorität besitzt. Im Rahmen einer Arbeitsgruppensitzung soll das Notifizierungsvorhaben nun im September auf Gemeinschaftsebene ausdrücklich erörtert werden. Erst dann kann über den Entschluss der Verordnung entschieden werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Landwirtschaft
13.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

die Frage v. H. Werner Sitte v. 9.8.2009

Zitat:

wie ich aus Printmedien erfuhr, sollen Lebendtiertransporte bis nach Lybien wieder gefördert werden. Sie wollen den Handel mit Drittländern, in diesem Fall Lybien, wieder aufleben lassen.
Wir erinnern uns voller Entsetzen an die Bilder in den Nachrichten, wie dabei mit den Tieren umgegangen wurde. Gleichzeitig importieren wir etwa 500 000 Tonnen Rindfleisch jährlich.

Zitat Ende

berührt mich sehr, denn dazu gibt es neben den grausamen Szenen zumindestens einen weiteren Aspekt solcher "Fernreisen".
Wie können Sie wissen und garantieren, dass die Tiere auch da ankommen, wohin man sie angeblich schickt?

Aus den Ordnern die auch in Ihrem Ministerium sind und die auch hier:
www.abgeordnetenwatch.de (Frage H. Zwanziger vom 8.7.2009) erwähnt sind, dürfe auch Folgendes hervorgehen:

Zitat:

Die Hauptfeststellung lautet,dass mit dem System zur Kennzeichnung und Registrierung von Rindern aufgrund seiner Konzeption die Rückverfolgbarkeit von Rindern, die Gegenstand inneroderaußergemeinschaftlicher Verbringungen sind,nicht gewährleistet werden kann. Diese Verbringungen betreffen jedoch an die 3 Millionen Rinder pro Jahr (rund 4 % des Rinderbestands).

Zitat Ende

Die Quelle: eur-lex.europa.eu

dürfte Ihnen aus besagter Aktenlage bekannt sein.

Zum Thema ein weitere Fragen, die m.E. längst einer Klärung bedurft hätten:

Wie können Sie garantieren, dass die Tiere das Bestimmungsland erreichen?
Wie läßt sich so ein "Ferntransport" mit der EU-Transportverordnung (1/2005) in Einklang bringen?
Wie kontrollieren Sie, dass hierbei kein Mißbrauch von Fördermitteln stattfindet?
Wie können Sie garantieren, dass dabei keine Krankheiten und Seuchen verbreitet werden?
Was passiert mit den Rinderpässen und Ohrmarken?
Welche Stelle meldet diese Identitätsnachweise ab bzw entwertet sie?

MfG

Antwort von Ilse Aigner
1Empfehlung
25.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Herrn Sitte zwischenzeitlich geantwortet.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
16.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner!

Meine Frage bezieht sich auf ihr Verbraucherschutz-Ressort. Ich möchte ganz bewusst Lobbyarbeit bzw. Wirtschaftsinteressen ausgeklammert wissen: was sind ihre Argumente gegen bzw. wie begründet sich ihre zögerliche Haltung hinsichtlich der Einführung der Nährwert-Ampel?

Mit freundlichen Grüßen
R.
Antwort von Ilse Aigner
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25.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich darf Sie darauf hinweisen, dass ich als Bundesministerin keine Lobbyarbeit für die Wirtschaft betreibe.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Ihre Frage an Ilse Aigner
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